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	<title>Ausbildung | Passion 4my.horse</title>
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	<description>Der Name ist Programm</description>
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	<title>Ausbildung | Passion 4my.horse</title>
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		<title>Wenn aus Angst Flucht wird</title>
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		<dc:creator><![CDATA[4my. Horse]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Oct 2026 15:37:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
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					<description><![CDATA[Gedanken über Sicherheit Vertrauen und Annäherung und Rückzug.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section_0 et_pb_section et_section_regular et_flex_section">
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<div class="et_pb_text_0 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h2><span>Gedanken über Sicherheit,</span><span> Vertrauen und Annäherung und Rückzug</span></h2>
<p><strong>In memoriam Adrian Heinen</strong></p>
<p><em>Adrian Heinen schrieb diesen Beitrag im Jahr 2021. Unseres Wissens blieb er damals unveröffentlicht. Nach seinem Tod in diesem Jahr veröffentlichen wir ihn in dankbarer Erinnerung, als fachlichen Denkanstoss eines Menschen, dem das Verständnis zwischen Pferd und Mensch am Herzen lag.</em></p>
<p><span>Der Text wurde redaktionell gegliedert und sprachlich behutsam überarbeitet.</span></p>
<h3><span>Eine andere Perspektive</span></h3>
<p><span>Ich muss es mir einfach von der Seele schreiben – in der Hoffnung, dem einen oder anderen (<em>Lernbegierigen</em>) vielleicht einen Gedankenanstoss zu geben, der dazu führt, dass Pferde anders verstanden und <strong>sowohl Ross als auch Reiter sicherer im Gelände unterwegs sind</strong>. Die folgenden Anregungen sollten grundsätzlich in die Ausbildung zum Reitpferd einfliessen und insbesondere nach einer oft langen Winterpause im Frühjahr geprüft werden.</span></p>
<p><span>Es geht mir nicht um falsch oder richtig, das sind Kategorien, in denen ich nicht denke. <a href="https://fb.watch/5GoQFOp6fJ/" target="_blank" rel="noopener">Das im Video</a> gezeigte Ereignis, aber auch die Bewertung des Geschehens<em> (in den Kommentaren)</em> veranlasst mich vielmehr, hier eine andere Perspektive darzulegen. Die Frage ist doch: Gibt es andere Möglichkeiten? Gibt es Strategien, die mehr Sicherheit und Erfolg versprechen? Das Ereignis gibt jedem die Gelegenheit seine eigenen Entscheidungen, seine eigene Reaktion und seine eigenen Fertigkeiten zu überdenken.</span></p>
<p><span>Es ist klar, dem Reiter ist nicht gelungen, was er wollte. Es geht mir nicht um die Beurteilung der Qualität des Reiters, sondern darum, <strong>welche Möglichkeiten wir alle in einer solchen Situation haben.</strong> Welche Möglichkeit wir dann wählen, wenn wir einmal wissen, welche es gibt, ist jedem selbst überlassen.</span></p>
<blockquote>
<p><span>Es wäre mir viel wert, wenn jemand die folgenden Gedanken aufnimmt, die Strategien ausprobiert und sie als zielführend, zweckmässig und dienlich erfährt.</span></p>
</blockquote>
<p><span>Meine Gedanken werden nur von denjenigen wirklich auf Tauglichkeit geprüft, die diese Zeilen mit einer positiven, offenen Einstellung lesen und ausprobieren. All jenen, die dazu nicht bereit sind, rate ich, ab hier nicht mehr weiter zu lesen, denn sie werden keine ernsthafte und sorgfältige Prüfung mit positiver Einstellung unternehmen und damit kein entsprechendes Resultat erzielen.</span></p>
<p><span>Es liegt mir fern jemanden zu kritisieren. Stattdessen möchte ich eine Perspektive anbieten, die aus über 60 Jahren Erlerntem resultiert und aus dem Wunsch geboren ist, dass es gelingen könnte, diese Welt für Ross und Reiter besser zu machen.</span></p>
</div></div>

<div class="et_pb_image_0 et_pb_image et_pb_module et_flex_module"><span class="et_pb_image_wrap"><img alt="" fetchpriority="high" decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Brauner_Foto_Thilo.png" title="Brauner_Foto_Thilo" width="800" height="533" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Brauner_Foto_Thilo.png 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Brauner_Foto_Thilo-480x320.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" class="wp-image-4410781" /></span></div>

<div class="et_pb_text_1 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><p><em>Foto: Thilo Schönebäumer</em></p>
<h3><span>Der Anlass für diese Gedanken</span></h3>
<p><span>Ausgangspunkt ist das Video “Frühlingsgefühle” bei EQUITANAs Firlefranz – sowie Anregungen, Gedanken und mögliche Strategien, um solche Unfälle zu vermeiden und/oder die Auswirkungen zu vermindern:</span></p>
<h3><span>Warum sich gefährliche Muster wiederholen</span></h3>
<p><span>Exakt solche Situationen wie in oben genannten Video zu sehen,<strong> werden nur allzu oft erlebt und als unvermeidlich und unvorhergesehen angenommen.</strong> Es wird auch behauptet, man könne nichts dagegen tun. Es gebe halt Pferde, die seien so. Warum diese fatalistische Ansicht?</span></p>
<p><span>Ich denke dies entsteht durch sich wiederholende und sich selbst bestätigende Erlebnisse und Ereignisketten und das <strong>fehlende Wissen, diese Verhaltensmuster erfolgreich zu durchbrechen.</strong></span></p>
<blockquote>
<p><span>Wenn ich nicht weiss, was ich nicht weiss, kann ich nicht wissen, was ich nicht weiss.</span></p>
</blockquote>
<p><span>Wenn man immer das gleiche erlebt und auf die gleiche Weise reagiert, und das gleiche Resultat erzielt, bedeutet das nicht, dass die Dinge so sein müssen.</span></p>
<p><span>Wir lernen durch das Umfeld, in dem wir uns bewegen und aufhalten, und von jenen, denen wir vertrauen. Dabei ist Imitation der schnellste und effizienteste Weg zu lernen, keine Frage. Was wir in der Pferdewelt wiederholt sehen, wird oft leichtfertig nachgemacht.</span></p>
<p><span>Auch solche unwirksamen und gefährlichen Strategien, wie in diesem Fall zu sehen. Unwirksam, weil nicht wirklich zum Erfolg führend.</span></p>
<p><strong>Erfolg in dieser Situation wäre aus meiner Sicht ein auf feine Signale sofort und im Vertrauen reagierendes Pferd.</strong></p>
<p><span>Das ist doch das, was jeder Reiter möchte.</span></p>
<p><span>Viele Reiter erreichen das leider nie. Die meisten Reiter erreichen das nur dort, wo sie sich oft aufhalten – sei es in der Reithalle, auf dem Platz, im Gelände – aber eben nur dort, wo sie die meiste Zeit verbringen. Obwohl ich davon überzeugt bin, dass die meisten Reiter es erreichen könnten. Es geht um entsprechendes Wissen und Können, und darum dieses im entscheidenden Moment anzuwenden.</span></p>
<p><span>Ich finde, Horsemanship-Kunst ist, wenn ein auf feine Signale sofort und im Vertrauen reagierendes Pferd – überall, auch und vor allem in ungewohnten und unvorgesehenen Situationen auf Signale sofort, fein und im Vertrauen reagiert.</span></p>
<p><span>Dazu gehört auch die Fähigkeit des Reiters, das Pferd nicht zu überfordern und es dort abzuholen, wo es in seiner Entwicklung ist. Es aber auch nicht zu unterfordern. Unter anderem deswegen heisst es Kunst.</span></p>
</div></div>

<div class="et_pb_text_2 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h3><span>Wenn das Pferd keinen Ausweg mehr sieht</span></h3>
<p><span>Aber zurück zu der Situation, die Gegenstand dieser Gedankenanregung sein soll:</span></p>
<p><span>Immer wieder an der gleichen, sich wiederholenden Begebenheit zu scheitern <em>(in diesem Fall: Pferd scheut “ganz plötzlich” und ist nicht mehr kontrollierbar)</em> führt zwangsläufig zu der Ansicht, eine bessere Lösung sei unmöglich. Solche Ereignisse sind aber gefährlich und sollten auch nicht unbewusst und wiederholt kreiert werden.</span></p>
<p><span>Der in diesem Fall oft angefügte Kommentar “Glücklicherweise ist Pferd und Reiter nichts passiert”, ist nur oberflächlich richtig. Auch “unvorhersehbar” sind Situation und Reaktion nicht, wenn sie jedes Frühjahr passieren.</span></p>
<p><span>Jedes Pferd ist ein Fluchttier und hat als solches bestimmte, angeborene Verhaltensmuster – wie etwa auch zu steigen, zu beissen, durchzugehen oder zu scheuen – <strong>die Frage ist somit nicht ob es passiert. Die Frage ist, wann es passiert</strong> – und noch viel wichtiger: warum es passiert und wie ich vermeiden kann, dem Pferd das Gefühl zu geben, es hätte keinen anderen Ausweg mehr.</span></p>
<p><span>Jeder Zuschauer wird zustimmen, dass solche Situationen wie im Video zu beobachten, gefährlich sind. Ich kann als Reiter darauf zählen, dass eine “unvorhersehbare Situation” passieren wird, vor allem dann, wenn ich es nicht erwarte. Somit sind solche Situationen unausweichlich und vorhersehbar.</span></p>
<p><span>Was kann ich in Vorbereitung tun, um etwaig entstehenden mentalen, emotionalen und physischen Schaden zu verringern oder gar zu verhindern und die unausweichliche Situation zu deeskalieren anstatt zu eskalieren?</span></p>
</div></div>

<div class="et_pb_text_3 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h3><span>Was in der gezeigten Situation geschieht</span></h3>
<p><span>Es ist ersichtlich, dass das Pferd nicht mehr vorwärts will und seine Hinterbeine reflexartig parallel stellt – die klassische, instinktive Vorbereitung zur Flucht. Die Reiterin unterstützt die Fluchtreaktion des Pferdes <em>(im Sinne eines Signals fürs Pferd)</em> noch mit Verkürzen beider Zügel und Schenkeldruck. Wo soll das Pferd denn hin?</span></p>
<p><span>Die Reiterin versucht, das Pferd mit zwei Zügeln unter Kontrolle zu halten. Was denkt das Pferd dabei? Zügel verkürzen wird zu vielen Zwecken gebraucht, vor allem zum Stoppen. Das Pferd steht aber schon und bekommt trotzdem die entsprechende Hilfe/Signal. Angezogene Zügel animieren auch nicht zum Vorwärtsgehen <em>(angezogene Handbremse),</em> obwohl: Da soll das Pferd doch hin?</span></p>
<p><span>Gleichzeitig signalisiert der Schenkeldruck “vorwärts” und/oder Engagement der Hinterbeine, was dem Pferd die Situation aufgrund der vermeintlich drohenden Gefahr und der verkürzten Zügel noch verdriesslicher macht.</span></p>
<blockquote>
<p><span>Vom Pferd aus gesehen alles in allem eine verwirrliche und widersprüchliche Kommunikation und eine angsterregende, zwanghafte Einwirkung, zusätzlich zur drohenden Gefahr.</span></p>
</blockquote>
<p><span>Das alles aus dem Bemühen heraus das Pferd an Ort und Stelle festzuhalten oder vorwärts zu bewegen. Das funktioniert aber bei Pferden nicht. Zum einen kann man ein Pferd nicht festhalten. 500-700 kg Fluchttier hält niemand von uns davon ab, zu flüchten, wenn es sein Leben bedroht und in Gefahr sieht.</span></p>
<p><span>Stellt Euch vor: Ihr habt eine Schlange um Euren Hals. Ihr versucht mit allen Mitteln dieses unheimliche Tier loszuwerden. Dabei werdet Ihr aber von zwei starken Männern festgehalten?!</span></p>
<p>Zum anderen: Wenn ein Pferd so abrupt und vehement erstarrt, geht es selten auf Antreiben sofort ruhig weiter.</p>
<p><span>Aus Pferdesicht: Bei derart kurzen Zügeln spürt das Pferd Druck im Maul und auf der Zunge, gegebenenfalls Schmerz, was die Angst verstärkt. Pressende Schenkel braucht man auch zum Vorwärtstreiben, bewirken aber ein Engagieren der Hinterhand. Beide Signale gleichzeitig ausgeführt bewirken Platzangst. Dazu kommt noch das Klopfen am Hals. Dieses rhythmische Klopfen am Hals wirkt wie eine treibende Gerte. Dem Pferd wird es unmöglich ruhig zu stehen. Wenn es ein Lob sein sollte, dann kommt es zu einem ausgesprochen ungünstigen Zeitpunkt, da das Pferd für seine Angstreaktion gelobt würde. Dies war sicher nicht gemeint. Etwas beruhigender wäre ein Streicheln gewesen. Pferde und Frauen mögen es nicht so beklatscht zu werden. <strong>Somit unterstützt die Reiterin unbewusst den Drang des Pferdes sich zu verdünnisieren.</strong></span></p>
</div></div>

<div class="et_pb_text_4 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h3><span>Was das Pferd aus dem Erlebnis lernt</span></h3>
<p><span>Was das Pferd in dieser Situation erlebt und lernt, ist eindeutig:<em> “Ich werde gezwungen, ich kann auf meinem Menschen nicht bauen, er ist meines Vertrauens mein Leben zu schützen nicht würdig, seine Signale sind widersprüchlich und ich kann sie mit Erfolg ignorieren."</em></span></p>
<p><span>Ich fliehe, ich “gewinne” und beweise mir selbst mit der erfolgreichen Flucht, dass ich imstande bin die bessere Entscheidung zu treffen.</span></p>
<p><span>Für die nächste, vergleichbare Situation ist das Pferd jetzt bereits besser vorbereitet auf die gleiche Weise zu reagieren. <strong>Perfektes Training. Nur nicht in die gewünschte Richtung.</strong></span></p>
<p><span>In dieser Situation ist also nicht “nichts” passiert.</span></p>
<p><span>Beide haben ein Erlebnis durchlebt, das negative Spuren hinterlässt, zu enormer Anspannung und möglicherweise erneuter Eskalation in der Zukunft führt. Wir lernen was wir erleben und wir leben was wir erlernt haben, auch die Pferde.</span></p>
<p><span>Was geschieht im Video konkret? Das Pferd möchte abwenden, was die Reiterin vehement verhindert, was das Pferd noch mehr in Spannung bringt. Dann versucht das Pferd rückwärts aus der Gefahrenzone zu gehen. Die Reiterin treibt wiederum vorwärts und stoppt dadurch das Pferd. Die Spannung verstärkt sich noch. Besagte Spannung wird insbesondere durch die Hinterbeine deutlich, die parallel gestellt und untergestellt sind.<strong> Dies gibt dem Pferd maximale Kraft, seine Fluchtreaktion auszuführen.</strong> Dies ist die Kraft, die wir uns bei einer Piaffe, Passage oder Levade wünschen. Da das Pferd nicht abwenden darf, nicht rückwärts aus dem Gefahrenbereich darf und aufgrund der vermeintlich drohenden Gefahr auch nicht entspannen kann <em>(dazu gespannte Zügel und pressende Schenkel)</em> gibt es für das Pferd nur noch begrenzte Möglichkeiten, sein Leben zu retten. Ein Pferd kann sich nur vorwärts, rückwärts, rechts, links, rauf und runter bewegen oder in einer Kombination davon. Wie das aussehen kann sehen wir im Video in Perfektion. Das Pferd geht mit dem Kopf ins Rassembler, hebt den Widerrist und katapultiert sich und Reiter in die Luft und dreht sich dabei noch. Eine äusserst athletische Bewegung, zu einem unglücklichen Zeitpunkt, ausgelöst durch eine vermeintliche Gefahr und verstärkt durch die reflexartigen Reaktionen des Reiters.</span></p>
<h3><span>Deeskalation statt geradliniger Konfrontation</span></h3>
<p><span>Was könnte eine mögliche Lösung sein, die für Pferd und Reiter weniger gefährlich ist und das Pferd bestärkt, vermeintlichen Gefahren mit Mut und Selbstbewusstsein entgegen zu treten, anstatt seinem Instinkt zu folgen und blindlings zu flüchten?</span></p>
<p><span>Trotz des athletischen und erfolgreichen “Not-Abstiegs” der Reiterin ist die von der Reiterin gewählte Vorgehensweise für Pferd und Reiter keine erfolgreiche. Die Reiterin könnte sich alle Knochen gebrochen haben und das Pferd hätte auf der Autobahn oder Bundesstrasse landen und dort sein Leben verlieren oder anderes Leben gefährden können.</span></p>
<p><span>Ich schlage vor: Wir ändern unsere Haltung des geradlinigen (<em>Raubtier</em>)Denkens und verzichten vorerst darauf, geradewegs auf die Gefahr zuzugehen.</span></p>
<p><span>Ein Pferd <em>(das Fluchttier)</em> würde nie im Leben geradewegs auf eine wahrgenommene Gefahr zugehen. Man stelle sich vor wie das Pferd sich fühlen muss! Etwa so wie der Mensch, der vor Schlangen Angst hat. Jemand versucht nun diesen Schlangen Phobiker zu zwingen, sich einer offensichtlichen Giftschlange zu nähern und die Schlange ganz von Nahem zu betrachten. Jede Aufforderung dazu ist ein immenser Druck, der noch mehr Angst auslöst und kaum Vertrauen aufbaut.</span></p>
</div></div>

<div class="et_pb_text_5 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--group--divi-text--divi-font-body--h1yjkjr--nested--r060qjfx82 preset--module--divi-text--6f7ii9e99i"><div class="et_pb_text_inner"><h3><span>Wie Pferde Gefahren beurteilen</span></h3>
<p><span>Wie wählt ein Pferd natürlicherweise seinen Weg?</span></p>
<p><span>Pferde entscheiden immer entsprechend derselben Kriterien, in immer derselben Reihenfolge:</span></p>
<ol>
<li><span>Die Natur des Pferdes <em>(Flucht vor Gefahr bzw. Sicherheit, Komfort und Spiel)</em></span></li>
<li><span>Gelernte, frühere Erfahrungen, in Herde oder Ausbildung</span></li>
<li><span>Die menschliche Einwirkung: ergibt sie aus Sicht des Pferdes Sinn?</span></li>
</ol>
<p><span>Es liegt nicht in der Natur des Pferdes geradewegs auf eine etwaige Gefahr zuzugehen. Pferde sind skeptisch, angeborene Feiglinge, haben Platzangst und flüchten als Beutetier immer in Panik <em>(gefühlt “Todesgefahr”)</em> in unterschiedlicher Ausprägung.</span></p>
</div></div>

<div class="et_pb_text_6 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h3><span>Annäherung und Rückzug</span></h3>
<p><span>Ein Pferd folgt von Natur aus dem Konzept "Annäherung und Rückzug"<em> (“Approach and Retreat”).</em></span></p>
<p><span>Dabei bedeutet Rückzug die vom Pferd aus betrachtet notwendige Distanz zur vermeintlichen Gefahr<em> (=natürliche Flucht)</em>, aber auch die proaktive Aktion des Reiters, das Pferd aus der Gefahrenzone zu bringen, und damit zu deeskalieren.</span></p>
<blockquote>
<p><span>Sobald ein Pferd eine Gefahr bemerkt, stoppt es und analysiert die Situation. Es schaut. Es wägt ab. Ok oder nicht okay?</span></p>
</blockquote>
<p><span>Soll heissen: Leben oder Tod? Für das Pferd gibt es kein “vielleicht”. <strong>Es gibt nur ja oder nein.</strong> Wäre es tödlich, Neugier zu zeigen? Als geborene Skeptiker gehen Pferde kein Risiko ein und entscheiden sich beim geringsten Zweifel für die Flucht. “Sicher ist sicher”, entscheidet das Pferd.</span></p>
<p><span>Pferde können Gefahren in 2,5 km Entfernung bemerken. Das ist (<em>schon</em>) die Annäherung: Die Gefahr ist in der Fluchtdistanz des Pferdes angekommen. Näher ran zu gehen, oder die Gefahr näher rankommen zu lassen, würde für das Pferd zuerst mal den sicheren Tod bedeuten. Solange das Pferd schaut und steht/eventuell “einfriert”, befindet es sich in der Analyse. Es wägt ab, ob Rückzug/Flucht überlebensnotwendig ist. Sind Ross und Reiter weit genug von der Gefahr entfernt, kann es stehen bleiben und eventuell entspannen und die Angst verfällt. Dies ist nur möglich, wenn das Pferd dabei nicht gestört wird. Ruhe ist also angesagt und Neutralität. Viele Reiter erkennen den Moment der “Analyse” zwar, aber geben dem Pferd aus welchen Gründen auch immer, nicht genügend Zeit zur Analyse. Oft sind sie dann der Meinung, das Pferd hätte vollkommen “unvorhersehbar” reagiert. Diese Gefahren sind zwar nicht genau vorhersehbar, jeder weiss aber, dass im Leben immer etwas Unvorhergesehenes passieren kann. Leider sind wir Menschen oft nicht bereit diese Reaktion des Pferdes als gegeben zu akzeptieren.</span></p>
<p><span>Kommt das Pferd nach der Analyse zur Erkenntnis, dass alles okay ist, könnten wir weiterreiten. Oft wäre es aber zu Beginn der Ausbildung besser, proaktiv einen Rückzug anzutreten.<em> (Im Video versucht das Pferd genau das durch Abwenden nach rechts oder dann alternativ durch Rückwärtstreten).</em></span></p>
<p><span>Vorsicht beim Weiterreiten: das Pferd könnte gleich wieder an diese “Feine Schwelle” stossen, die erneut den Fluchtinstinkt auslöst.</span></p>
<p><span>Sofern das Pferd nach der Analyse der Gefahr zu der Feststellung kommt, dass die Situation wirklich gefährlich und die Distanz zur Gefahr zu klein ist, ist Rückzug angesagt, d.h. schnellstmögliches Entfernen von der Gefahr. Dabei ist es unwichtig, ob wir Menschen die Situation auch als gefährlich sehen. Wenn wir dem Pferd nicht genügend Zeit geben “zu denken” <em>(aka: zu analysieren)</em> und stattdessen noch gewollt oder unbewusst Druck ausüben, erfolgt meist der sofortige Rückzug/Panik.</span></p>
<p><span>Ausserhalb des Gefahrenbereichs halten Pferde an, schauen zurück und wenden auf der Vorhand. Neugierige(!) Pferde nähern sich nun der Gefahr wieder (<em>approach</em>). Da ja “nichts passiert ist” – es hatte keine Folgen für ihr Leben bzw. den Verlust dessen – kommen sie diesmal etwas näher. Sie schieben sozusagen besagte “Feine Schwelle” etwas in Richtung Gefahr, ihr Zutrauen steigt. Es folgt wiederum der Rückzug. Man kann ja nie wissen. Der aufmerksame Beobachter wird feststellen, dieses Verhalten wiederholt sich so oft bis das Pferd die Gefahr <em>(bzw. den Gegenstand)</em> berührt hat.</span></p>
<p><span>Dieses, dem Pferd natürliche Vorgehen können wir uns zunutze machen. “Approach und retreat” ist das Mittel zum Zweck das Pferd zu lehren, keine Angst zu haben. Wir erfüllen sozusagen sein natürliches Bedürfnis nach Sicherheit.</span></p>
<blockquote>
<p><span>Indem wir das Pferd erleben lassen, dass keine Gefahr besteht in der jeweiligen Situation, lehren wir es, uns zu vertrauen und unsere Signale zu respektieren.</span></p>
</blockquote>
<p><span>Wir müssen bedenken: Dem Pferd stellt sich die Situation als ein “farbiges, tönendes, riechendes und Gefühle auslösendes, gefährliches Bild” dar. Das Pferd reagiert auf Sinneseindrücke und agiert instinktiv.</span></p>
<p><span>Je mehr solcher (<em>vermeintlich</em>) gefährlichen Erfahrungen sie mit uns positiv überwinden, umso weniger werden sie in neuen Situationen ängstlich und “unvorhergesehen” reagieren, und umso leichter fällt es ihnen, unseren Aufforderungen und Anforderungen zu folgen.</span></p>
</div></div>

<div class="et_pb_text_7 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--group--divi-text--divi-font-body--h1yjkjr--nested--r060qjfx82 preset--module--divi-text--135414ef-035a-4f87-9dca-5c6d19acfbc3"><div class="et_pb_text_inner"><h3><span>Was Reiter konkret tun können</span></h3>
<p><span>Also: Was können wir tun?</span></p>
<p>Wir befinden uns in einer vergleichbaren Situation (Video):</p>
<p><strong>Ich schlage vor:</strong></p>
<ul>
<li><span>Sofort absteigen</span></li>
<li><span>Hals seitlich biegen und absteigen</span></li>
<li><span>Rückwärtsrichten und die Gefahrenzone verlassen</span></li>
<li><span>Abwenden mit einer Wendung um 360° auf der Vorhand und eventuell<em> (für den Reiter: vermeintliche; für das Pferd: wahrhaftige)</em> Gefahrenzone vorläufig verlassen</span></li>
<li><span>Abwenden zu einem Schulterherein auf einem sehr engen Kreis</span></li>
</ul>
<p><span>Anmerkung: Diese Vorschläge sind keine Vermeidungstaktik sondern proaktive Prävention zur Schadensminderung.</span></p>
</div></div>

<div class="et_pb_text_8 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h3><span>Vorbereitung schafft Sicherheit</span></h3>
<h4>Was können wir präventiv tun?</h4>
<p><span>Alle die folgenden möglichen Strategien können und sollten vorher in Ruhe geübt werden. Damit Pferd und Reiter sie verlässlich abrufen können, wenn die Situation es erfordert.</span></p>
<blockquote>
<p><span>Prior and proper preparation prevents poor performance - </span><span>Pat Parelli</span></p>
</blockquote>
<p><span>Wir wollen nun die einzelnen aufgezählten Strategien beschreiben und den Zweck erklären.</span></p>
<h4>Sofort absteigen</h4>
<p><span>Sofort absteigen (<em>Notabstieg</em>) würde der Reiterin im Video sicher mit Eleganz gelingen. Wann ist der beste Zeitpunkt, abzusteigen? <strong>Wenn man das erste Mal daran denkt!</strong> In dem Moment, wenn uns in den Sinn kommt, absteigen zu “sollen” muss im Grunde augenblicklich der Abstieg folgen. Das Zeitfenster für einen sicheren Notabstieg ist wie man auch in diesem Video sieht sehr klein. Es macht viel Sinn, einen Notabstieg auf beiden Seiten, in einem gesicherten Umfeld, <em>(Reithalle oder Platz)</em> zu üben.</span></p>
<h4>Seitliche Biegung und Absteigen</h4>
<p><span>Den Hals des Pferdes seitlich biegen <em>(“seitliche Biegung”)</em> und absteigen: ist mit ein wenig Übung für viele Reiter leichter möglich. Jedes Pferd, dem man den Hals maximal seitlich biegt, wird irgendwann stehen bleiben <em>(Gelegenheit zum schnellen Absteigen).</em> Wiederholtes Üben dieser seitlichen Biegung in Ruhe oder bis sich Ruhe beim Pferd einstellt und dem Pferd als etwas Gutes vorkommt<em> (es fühlt sich sicher)</em> führt später durch Konditionierung beim Pferd zu einem Verhaltensmuster, das das Pferd bei jeder Aufforderung und in jeder Situation und immer schneller wiederholt. Eine seitliche Biegung des Pferdes um mehr als 30° bewirkt eine Behinderung der Vorwärtsbewegungen und ein Kreuzen der Hinterbeine (<em>disengagement</em>). Das verhindert automatisch eine Parallelstellen der Hinterbeine und vermindert die Gefahr von Piaffe, Galopp, Steigen Levade, Bocken zu einem ungünstigen Zeitpunkt und gibt dem Reiter die Kontrolle über den Motor: Die Hinterhand. Wir trennen sozusagen wie bei einer Kupplung die Kraft des laufenden Motors von den Rädern. Das Pferd kann sich sehr schnell bewegen, es kommt aber nicht von der Stelle. Dies wäre in der beschriebenen Situation auch möglich gewesen, es kann aber nur eingesetzt werden, wenn das Pferd und Reiter darin geübt sind.</span></p>
<h4>Rückwärtsrichten und die Gefahrenzone verlassen</h4>
<p><span>Wenn das Pferd nicht vorwärts gehen will, dann will es schon halb rückwärts. Deshalb wäre es in dieser Situation einfach, dem Pferd etwas “rückwärts” und den Rückzug (“<em>retreat</em>”) zu gestatten. Durch die grössere Distanz zur Gefahr verhindern wir die Eskalation der Angst des Pferdes. Damit vermeiden wir auch, das Pferd weiter “vorwärts” zu drängen, und gestatten ein “instinktgerechtes” “anhalten und observieren”. Nur ein solches Verhalten macht uns in der Perspektive des Pferdes zu einem verlässlichen, respektablen und vertrauenswürdigen Partner.</span></p>
<h4>Abwenden mit einer Wendung auf der Vorhand</h4>
<p><span>Diese Strategie bedingt die seitliche Halsbiegung <em>(siehe oben).</em> Die Wendung wird mit nur einem Zügel ausgeführt und mit einem einseitigen Seitwärts Treiben der Hinterhand kombiniert. Diese Kombination von einseitiger Zügeleinwirkung und seitwärts Treiben der Hinterhand hat ein Kreuzen der Hinterbeine zur Folge, ein sog. “dis-engagement”. Dabei ist wichtig: Linker Zügel, linker Schenkel oder rechter Zügel, rechter Schenkel.</span></p>
<p><span>Jedes Pferd wird umso ruhiger, je länger es sich so bewegt. Eine Strategie, die sich in vielen Situationen als wertvoll erweisen kann. Daraus ergibt sich dann auch die Möglichkeit, in einem etwas ruhigeren Moment kontrolliert abzuspringen. Ich empfehle, diese Manöver in Ruhe und an einem sicheren Ort zu lernen und zu üben.</span></p>
<p><span>Wer diese Übung studiert wird feststellen, dass dieses Manöver einen weiteren Vorteil bietet: Denn in dem Moment, wo die Füsse des Reiters auf dem Boden aufkommen, entfernt sich die Hinterhand vom Reiter. Die Nase des Pferdes hingegen ist dem Reiter zugewandt. Die dadurch entstehende Position vom Pferd zum Reiter wird ein unkontrolliertes <strong>“Davonstürmen” des Pferdes deutlich erschweren und meist verhindern.</strong></span></p>
<h4>Schulterherein auf einem engen Kreis</h4>
<p><span>Auch diese Strategie benötigt Vorbereitung und darüber hinaus ein neues Verständnis für das Manöver “Schulterherein”. Macht ein Pferd ein Schulterherein auf einem engen Kreis, so gehen die Hinterbeine einen weiteren Kreis, kreuzen sich und können nicht mehr schieben. Disengagement. Damit machen die Vorderbeine einen sehr kleinen Kreis und/oder bleiben an Ort. Das Pferd bewegt sich zwar extrem, kommt aber nirgendwo hin. Das Pferd wird nicht festgehalten<em> (siehe oben)</em>, aber es geht auch nicht irgendwo hin. Die eigentliche Flucht ist nur noch schwer möglich.</span></p>
<p><span>Auch durch dieses Manöver wird jedes Pferd umso ruhiger, je länger es sich so bewegt. Eine sichere, gute Alternative um die unerwünschte Kraftentwicklung des Pferdes zur Flucht zu vermeiden. Denn dadurch, dass das Pferd seine Hinterbeine parallel stellen kann, kann es mehr Kraft entwickeln, die Flucht erfolgreich durchzuführen.</span></p>
</div></div>

<div class="et_pb_text_9 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h2><span>Das Unvorhersehbare ist Teil des Reitens</span></h2>
<p><span>Aus den Kommentaren ist zu entnehmen, dass Situationen wie im beigefügten Video “unvorhergesehen” und kaum “kontrollierbar” seien. Dem widerspricht aber, dass es kaum einen Reiter gibt, der ein solches Ereignis nicht bereits erlebt hat. Daraus folgere ich, dass die Ausnahmen nur “Glück” hatten. Das wiederum bedeutet für mich aber auch, dass eine solche Situation jedem jederzeit passieren kann.</span></p>
<p><span>Ist es deswegen nicht möglicherweise lohnenswert, sich auf solche unvorhersehbaren und unkontrollierbaren Situation vorzubereiten?</span></p>
<p><span>Wenn doch die Chancen hoch stehen, dass mir passiert, was jedem passiert, dann bereite ich mich doch vor. Warum denn nicht?</span></p>
<h3><span>Vertrauen entsteht durch Vorbereitung</span></h3>
<blockquote>
<p><span>The definition of confidence is knowing that you are prepared for the unthinkable. </span>- Ray Hunt</p>
</blockquote>
<p><em>Eine gute Zeit, Euer Adrian</em></p>
<p><span>© Adrian Heinen, 2021. Alle Rechte vorbehalten</span></p>
</div></div>

<div class="et_pb_text_10 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--group--divi-text--divi-font-body--h1yjkjr--nested--r060qjfx82 preset--module--divi-text--135414ef-035a-4f87-9dca-5c6d19acfbc3"><div class="et_pb_text_inner"><h3><span lang="EN-US">In dankbarer Erinnerung an Adrian Heinen<o:p></o:p></span></h3>
<p class="Vorspann"><span lang="EN-US">Seine Gedanken und sein Wissen bleiben. Als Einladung, Pferde genauer zu beobachten, ihre Reaktionen besser zu verstehen und ihnen auch in schwierigen Situationen ein verlässlicher Partner zu sein.<o:p></o:p></span></p>
</div></div>
</div>
</div>
</div>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Gefahrlos Reiten und Unfälle vermeiden</title>
		<link>https://passion.4my.horse/gefahrlos-reiten-und-unfaelle-vermeiden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sarah Matti]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Aug 2026 07:27:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://passion.4my.horse/fachbeitrag/gefahrlos-reiten-und-unfaelle-vermeiden/</guid>

					<description><![CDATA[Ein Pferd, das sich erschrickt, kann Reiter und sich selbst verletzen. Ist ein Pferd jedoch daran gewöhnt, dass viele neue und unerwartete Dinge und Ereignisse passieren können, ist das für alle sehr hilfreich.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section_1 et_pb_section et_section_regular et_block_section">
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<div class="et_pb_column_1 et_pb_column et_pb_column_4_4 et-last-child et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough">
<div class="et_pb_text_11 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h2>Das sichere Reitpferd</h2>
<h3>Wo fängt man an?</h3>
<p><em>Autorin: Sarah Matti</em> <em>, erstmals anfangs 2023 veröffentlicht</em></p>
<p><strong>In jeder Disziplin - ob Dressur, Vielseitigkeit, Westernreiten oder Freizeit-Hacking - besteht eine der größten Herausforderungen in einem Pferd, das sich erschrickt. Ein unberechenbares, in Panik geratenes Pferd kann in ein Auto springen oder einen Berghang hinunterfallen und es besteht grundsätzlich ein deutliches Verletzungs-Risiko. </strong><strong>Ist ein Pferd hingegen daran gewöhnt, dass viele neue und unerwartete Dinge und Ereignisse passieren können, ist das für alle sehr hilfreich.</strong></p>
<p>Pferde haben sich als Flucht-Tiere entwickelt. Ihre erste Reaktion auf jede Bedrohung – real oder eingebildet – besteht darin, sich entweder auf die Gefahr zu konzentrieren, wenn sie sich in einiger Entfernung befindet oder vor ihr davonzulaufen, wenn sie sich in ihrer Nähe befindet. Pferde haben unterschiedliche Ebenen dieser "Wachsamkeit" und einige Pferde haben eine sehr starke Neugier, was bedeutet, dass sie weniger anfällig dafür sind, vor Dingen davonzulaufen, aber selbst diese ruhigen und neugierigen Pferde können reagieren, wenn die Provokation groß genug ist.</p>
<p>Pferden zu helfen, in einen Zustand zu kommen, in welchem sie sich mit neuen Situationen und unerwarteten Dingen möglichst wohl fühlen, ist sowohl für die Freude im Umgang mit ihnen als auch für die Sicherheit absolut entscheidend.</p>
</div></div>
</div>
</div>

<div class="et_pb_row_2 et_pb_row et_flex_row">
<div class="et_pb_column_2 et_pb_column et_flex_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et_flex_column_3_5 et_flex_column_3_5_tablet et_flex_column_24_24_phone">
<div class="et_pb_image_1 et_pb_image et_pb_module et_flex_module"><span class="et_pb_image_wrap"><img loading="lazy" alt="" decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/08/Sarah-im-Gelaende-26.jpg" title="Sarah im Gelände 26" width="720" height="1280" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/08/Sarah-im-Gelaende-26.jpg 720w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/08/Sarah-im-Gelaende-26-480x853.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 720px, 100vw" class="wp-image-4410588" /></span></div>
</div>

<div class="et_pb_column_3 et_pb_column et-last-child et_flex_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et_flex_column_2_5 et_flex_column_2_5_tablet et_flex_column_24_24_phone">
<div class="et_pb_text_12 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Anmerkung</strong>: </em></p>
<p><em>Pferde sind und bleiben Fluchttiere. Auch mit bestmöglicher Vorbereitung kann es zu gefährlichen Situationen kommen. Ein Wildtier, das unerwartet die Galoppstrecke überquert oder ein gesundheitliches Problem (z.B. Kissing Spines), das sich irgendwann bemerkbar macht, können Anlass genug sein, um im hohen Bogen vom Pferd zu fliegen.</em></p>
</div></div>
</div>
</div>

<div class="et_pb_row_3 et_pb_row et_block_row">
<div class="et_pb_column_4 et_pb_column et_pb_column_4_4 et-last-child et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough">
<div class="et_pb_text_13 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h3>Pferden helfen, sicher zu werden</h3>
<p>Pferde kommen werden nicht automatisch sicher und diejenigen, bei denen dies scheinbar der Fall ist, können eher "heruntergefahren" als wirklich bequem sein. Pferde, die ständig einem hohen Maß an Stress <em>(Informations-Überflutung)</em> ausgesetzt sind, ohne die Möglichkeit zu haben, davor davonzulaufen, kommen schließlich an einen Punkt, an dem sie abschalten oder sogar mit erlernter Hilflosigkeit enden. Sie werden roboterhaft, unbeteiligt und haben einen tiefgreifenden, psychischen Stress – aber für den oberflächlichen Betrachter können sie als erfolgreich "gebrochen" oder als sehr gut ausgebildet erscheinen.</p>
</div></div>

<div class="et_pb_image_2 et_pb_image et_pb_module et_flex_module preset--group--divi-image--divi-box-shadow--hr81m0w--nested--1ajx1y2wos preset--module--divi-image--3qujr0ip0y"><span class="et_pb_image_wrap"><img loading="lazy" alt="" decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/08/Matti_Gefahr1.png" title="Matti_Gefahr1" width="800" height="350" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/08/Matti_Gefahr1.png 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/08/Matti_Gefahr1-480x210.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" class="wp-image-4410560" /></span></div>

<div class="et_pb_text_14 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><p>Was ist also ein ethischer, kollaborativer Ansatz zum Schutz Deines Pferdes? Wie lernen Pferde? Woraus besteht ein solides "Proofing"?</p>
<h3>Hier sind die Schritte:</h3>
<ul>
<li>Lerne, dich selbst zu kontrollieren</li>
<li>Lies das Pferd richtig</li>
<li>Beachte Spiegelfüße und Körper</li>
<li>Berücksichtige Tempo und dann Führung</li>
<li>Verwende positive Verstärkung zur Entspannung</li>
<li>Kontrollle der Exposition</li>
</ul>
<h2>Lerne, dich selbst zu kontrollieren</h2>
<p>Bevor wir unser Pferd lesen oder uns an seine aktuelle Befindlichkeit anpassen können, ist es wichtig, dass wir uns in die richtige Stimmung versetzen. Pferde werden subtile Hinweise in Emotionen und Körpersprache aufgreifen und wenn wir mental an einem schlechten Ort oder übermässig gestresst sind, werden wir nicht in der Lage sein, uns richtig auf das Pferd zu konzentrieren.</p>
<p>Es ist nützlich, sich bei jeder Interaktion mit einem Pferd - sei es auf dem Boden oder im Sattel - zu fragen:</p>
<blockquote>
<p>"Wo ist mein Pferd heute, gerade jetzt? Ist es interessiert? Neugierig? Heruntergefahren? Müde? Verbunden?"</p>
</blockquote>
<p>Indem Du jede Interaktion mit dem <strong>Fokus auf das ZUHÖREN</strong> dessen beginnst, was das Pferd "sagt", vermeidest Du es, Deinem Pferd Deine eigene Agenda aufzubürden. Es ermöglicht Dir, Anzeichen von Schmerzen und Beschwerden schnell zu erkennen und Du beginnst, Dein Training so abzustimmen, dass es genau das ist, was Dein Pferd braucht, um innerlich zu wachsen und sich zu entwickeln.</p>
<p>Pferde lernen von Menschen und anderen Pferden um sie herum. Wenn Du also Angst vor etwas hast oder Dir darüber Sorgen machst, wie sich dies auf Dein Pferd auswirken könnte, wird Dein Pferd diese Spannung aufnehmen und sie Dir spiegeln. Wenn Du liebst, was Du tust, wird Dein Pferd auch dies aufgreifen und es wird mit Dir gehen.</p>
</div></div>

<div class="et_pb_image_3 et_pb_image et_pb_module et_flex_module preset--group--divi-image--divi-box-shadow--hr81m0w--nested--1ajx1y2wos preset--module--divi-image--3qujr0ip0y"><a href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/08/Sarah-happy.png" class="et_pb_lightbox_image"><span class="et_pb_image_wrap"><img alt="" loading="lazy" decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/08/Sarah-happy.png" title="Sarah happy" width="1200" height="675" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/08/Sarah-happy.png 1200w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/08/Sarah-happy-980x551.png 980w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/08/Sarah-happy-480x270.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1200px, 100vw" class="wp-image-4410585" /></span></a></div>

<div class="et_pb_text_15 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h2>Das Pferd richtig lesen</h2>
<p>Das Pferd kommuniziert mit seinem ganzen Körper, aber es ist nützlich, Anzeichen von Anspannung, Erregung oder Angst in jedem einzelnen Körperteil zu erkennen. Die bekanntesten wäre:</p>
<ul>
<li><strong>Körperhaltung</strong> – Spannung im Körper, die oft mit hohlem Rücken und den Muskeln, die ihre Umrisse zeigen, demonstriert wird. Einige Pferde "frieren" ein – sie halten Spannung im Körper und weigern sich, sich zu bewegen, aber es kann eine "eingedämmte" Spannung sein. Dies wird oft mit Sturheit verwechselt.</li>
<li><strong>Kopfhaltung</strong> – Kopf sehr hoch gehalten ODER hängend<em> (ein heruntergefahrenes Pferd kann seinen Kopf niedriger als normal tragen)</em></li>
<li><strong>Augen</strong> – zeigt das Weiss der Aussenseiten der Augen. Oft werden Sie auch erhöhte Falten über den Augen sehen.</li>
<li><strong>Nasenlöcher</strong> – ausgestellt und oval mit viel Spannung</li>
<li><strong>Mund</strong> – straffer Mund mit kurzer Unterlippe</li>
<li><strong>Atemfrequenz</strong> – erhöht</li>
<li><strong>Herzfrequenz</strong> – erhöht</li>
</ul>
<p>Die Art und Weise, wie das Gehirn sowohl für uns als auch für das Pferd funktioniert, ist, dass wir innerlich ruhig sein müssen, um lernen zu können. Wenn wir besorgt, ängstlich oder sehr angespannt sind, sinkt unsere Lernfähigkeit dramatisch.</p>
<p>Um einem Pferd beizubringen, bei neuen Dingen ruhig zu sein, müssen wir sicherstellen, dass es niemals an den Punkt gedrängt wird, an dem es wirklich Angst bekommt. Der erste Schritt besteht darin, erkennen zu können, wann die Spannung im Pferd ankommt, damit Du Dich entspannen und an den Zustand des Pferdes anpassen kannst.</p>
<h2 class="wp-block-heading">Spiegelfüße und Körper</h2>
<p>Wenn wir starke Verbindungen zu anderen haben und sie mögen, neigen wir dazu, das zu spiegeln, was sie tun. Wir sitzen ähnlich, wir bewegen uns ähnlich. Pferde tun das Gleiche und wenn Sie sich Pferdeherden ansehen, können Sie herausfinden, welche Pferde paarweise gebunden sind - sie bewegen sich synchron. Eine gut funktionierende Pferdeherde wird Dinge zusammen tun und sie werden abwechselnd verschiedene Aktivitäten initiieren.</p>
<p>Wir können diese Bindung replizieren, indem wir uns darauf konzentrieren, was das Pferd mit seinen Vorderfüssen macht, und indem wir die Fußplatzierung mit unseren eigenen spiegeln. Indem wir uns MIT dem Pferd bewegen, unseren Körper auf ähnliche Weise halten, in die gleiche Richtung wie das Pferd schauen, sagen wir zu ihm: <em>"Ich bin hier. Ich bin bei dir."</em></p>
<p>Eine starke Verbindung kann Pferden helfen, sich schneller durch ihre Kampf- / Flucht- / Einfrieraktionen zu bewegen. Sie stossen weniger zurück, sie hören schneller auf zu rennen oder laufen überhaupt nicht erst los, und sie kommen viel schneller aus ihrem Frostzustand heraus oder gehen nicht erst da hinein.</p>
</div></div>

<div class="et_pb_image_4 et_pb_image et_pb_module et_flex_module preset--group--divi-image--divi-box-shadow--hr81m0w--nested--1ajx1y2wos preset--module--divi-image--3qujr0ip0y"><span class="et_pb_image_wrap"><img alt="" loading="lazy" decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/08/Ritt-im-Dreierpack.jpg" title="Ritt im Dreierpack" width="1200" height="675" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/08/Ritt-im-Dreierpack.jpg 1200w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/08/Ritt-im-Dreierpack-980x551.jpg 980w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/08/Ritt-im-Dreierpack-480x270.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1200px, 100vw" class="wp-image-4410587" /></span></div>

<div class="et_pb_text_16 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h2 class="wp-block-heading">Tempo, dann Führung</h2>
<p>Sobald Du die Haltung und Fussplatzierung des Pferdes gespiegelt hast, kannst Du damit beginnen, die Haltung zu ändern, um dem Pferd zu helfen, sich zu entspannen.</p>
<p>Ein klassisches Beispiel ist ein Pferd, das sich dreht, um etwas zu betrachten – man folgt ihm im selben Moment, schaut mit dem gleichen Grad an Spannung auf das, was das Pferd sieht – und dann atmet man aus und entspannt seinen ganzen Körper. Du hast soeben dem Pferd gesagt: <em>"JA – das habe ich gesehen! Oh – es ist in Ordnung. Wir können uns entspannen."</em></p>
<h3 class="wp-block-heading">Verwende positive Verstärkung zur Entspannung</h3>
<p>Positive Verstärkung wurde als ein Schlüsselinstrument anerkannt, um Pferden zu helfen, positiv und engagiert zu arbeiten. Die korrekte positive Verstärkung ist ein sehr präzises Werkzeug, das normalerweise verwendet wird, um ein bestimmtes Verhalten zu belohnen. Es verwendet ein "Brückensignal" <em>(ein "Klickern" oder ein Wort)</em>, bei welchem das Pferd gelernt hat, es mit einem leckeren Leckerbissen zu assoziieren. Dem Brückensignal folgt dann die Verabreichung der Leckerei.</p>
<p>Mit einem Brückensignal kannst Du das Pferd im Moment der Aktion belohnen, egal wo Du Dich befindest. Solange die Assoziation zwischen dem Brückensignal und dem Leckerbissen stark ist, funktioniert es wirklich gut. Du hast normalerweise etwa 3 Sekunden Zeit, wenn das Pferd das Verhalten ausführt, bis zu dem Zeitpunkt, an dem Du das Brückensignal geben musst - alles, was länger dauert, wird das Pferd nicht verstehen.</p>
<p>Wenn Du positive Verstärkung zur Entspannung verwendest, gehe weiter. Im Wesentlichen belohnst Du eine physiologische Reaktion - <em>"Jedes Mal, wenn ich mich entspanne, kommt etwas Schönes auf mich zu"</em>. Das Pferd kann mit dieser Erfahrung "experimentieren" und herausfinden, was dieses Gefühl der Entspannung erzeugt. Damit entwickelt es ein Toolkit, wie es in angespannten Situationen reagieren kann.</p>
<p>Wenn Du in der Nähe des Pferdes bist, brauchst Du kein Brückensignal - Du kannst Leckereien dann alleine verwenden. Diese Übung wird durchgeführt, wenn sich das Pferd anspannt, aber bevor es mit dem Laufen beginnt. Du hältst inne, spiegelst die Körperhaltung, entspannst deine eigene – und wartest. Sobald das Pferd auch nur den geringsten Hauch von Entspannung gibt, belohnst Du es mit einem Leckerbissen. Und dann wartest Du. Mehr Entspannung – mehr Leckereien. Sobald sich das Pferd beruhigt hat, bittest Du es, wieder nach vorne zu treten und genau auf Spannungen zu achten. Wenn die Spannung kommt – hör auf. Warte. Warte auf das kleinste Zeichen der Entspannung – Belohnung. Und wiederholen. Wenn sich das Pferd nicht entspannt, hast Du es zu weit getrieben – nimm das Pferd aus der Situation und arbeite an einem anderen Tag daran weiter.</p>
</div></div>

<div class="et_pb_image_5 et_pb_image et_pb_module et_flex_module preset--group--divi-image--divi-box-shadow--hr81m0w--nested--1ajx1y2wos preset--module--divi-image--3qujr0ip0y"><span class="et_pb_image_wrap"><img alt="" loading="lazy" decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/08/Matti_Gefahr2.png" title="Matti_Gefahr2" width="800" height="350" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/08/Matti_Gefahr2.png 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/08/Matti_Gefahr2-480x210.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" class="wp-image-4410561" /></span></div>

<div class="et_pb_text_17 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h2>Kontrolliere die Exposition</h2>
<p>Die beste Reaktion auf das Training kommt, wenn wir das Pferd in einem relativ ruhigen Zustand halten können. Das bedeutet, dass wir ständig bewerten müssen, wie das Pferd mit dem umgeht, was wir fragen. Die meisten ethischen Methoden verwenden eine Form der Desensibilisierung. Dies kann eine positive Verstärkung oder eine Druckfreisetzung (negative Verstärkung) sein. Die Methoden sind kombinierbar und bei richtiger Anwendung sind sie beide sehr hilfreich für das Pferd.</p>
<p>Um eine gute Desensibilisierung zu erreichen, müssen wir erkennen, dass es eine Reihe von zu beachtenden Komponenten gibt:</p>
<ul>
<li><strong>Entfernung</strong> – in welcher Entfernung fühlt sich das Pferd wohl? <em>(Zum Beispiel, wo beginnt sich das Pferd zu verspannen, wenn es sich einem Objekt, z.B. einer Flagge, nähert.)</em></li>
<li><strong>Dauer</strong> – wie lange fühlt sich das Pferd wohl dabei, das Verhalten auszuführen? <em>(Zum Beispiel - fühlt sich das Pferd wohl in der Nähe der Flagge oder muss es sich wieder entfernen.)</em></li>
<li><strong>Standort</strong> – Wiederholung des Trainings an verschiedenen Orten<em> (z. B. das Mitnehmen der Flagge, wenn Du woanders hin fährst und den gesamten Vorgang dort wiederholst.)</em></li>
</ul>
<p>Um das Pferd erfolgreich zu desensibilisieren, ist es wichtig, jeweils nur eine Sache zu ändern.</p>
<p>Nehmen wir an, wir benutzen eine Flagge, um dem Pferd beizubringen, wie es sich beruhigen kann. Wir können mit dem Pferd in Freiheit und mit der Flagge an einem Ende der Arena beginnen. Zu Beginn können wir das Pferd jedes Mal belohnen, wenn es auf die Flagge schaut und sich ein kleines bisschen entspannt. Wenn er dann beginnt, die Gegend zu erkunden, können wir es jedes Mal belohnen, wenn es einen Schritt näher an die Flagge herankommt; vorausgesetzt, es ist nicht zu angespannt.</p>
<p>Allmählich kommt es der Flagge immer näher und wir belohnen es, wenn es sie berührt – und es tritt prompt weg. Jetzt können wir die Flagge aufheben und damit von ihm weggehen, sie rhythmisch bewegen <em>(dies erfordert zwei Personen)</em> und es jedes Mal belohnen, wenn es sich entspannt. Mit der Zeit beginnt es, sich um die Flagge herum zu entspannen, während Du Dich um es herum bewegst. Jetzt kannst Du ein wenig näher kommen und Dich dann wieder entfernen - und dies wiederholen, bis das Pferd die Flagge berührt.</p>
<p>Der absolute Schlüssel hier ist, dass das Pferd entspannt sein MUSS, bevor wir irgendetwas voranbringen und dass wir das Thema nicht erzwingen - das Pferd hat die Wahl und kann weit genug von der Flagge entfernt sein, so dass es sich sicher fühlt.</p>
<p>Sobald sich das Pferd mit der Flagge am ersten Ort wohl fühlt, können wir es zu einem Feld oder einer anderen Arena bringen und das Ganze wiederholen. Jedes Mal, wenn wir den Standort wechseln, verläuft der Prozess schneller und das Pferd wird selbstbewusster.</p>
</div></div>

<div class="et_pb_image_6 et_pb_image et_pb_module et_flex_module preset--group--divi-image--divi-box-shadow--hr81m0w--nested--1ajx1y2wos preset--module--divi-image--3qujr0ip0y"><span class="et_pb_image_wrap"><img alt="" loading="lazy" decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/08/Dreierbande.jpg" title="Dreierbande" width="1200" height="675" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/08/Dreierbande.jpg 1200w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/08/Dreierbande-980x551.jpg 980w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/08/Dreierbande-480x270.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1200px, 100vw" class="wp-image-4410590" /></span></div>

<div class="et_pb_text_18 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h2>Schlusspunkt – Verbindung</h2>
<p><strong>Eines der wichtigsten Ergebnisse, die wir erzielen, wenn wir unserem Pferd wirklich zuhören, ist, dass wir anfangen, eine echte Verbindung aufzubauen.</strong> Das Pferd erfährt, dass wir anwesend sind. Darauf achten wir. Dass es gehört wird. Dass wir ernst nehmen, worüber es besorgt ist. Und so beginnt das Pferd mit der Zeit zunehmend, bei uns nach Antworten zu suchen. Wenn es auf ein neues Objekt trifft, beginnt das Pferd, sich an uns zu orientieren: <em>"Sollte ich mir Sorgen machen?" "Ist das in Ordnung?" "Mit welcher Geschwindigkeit wollen wir das Objekt passieren?"</em></p>
<p>Diese Art von tiefer Verbindung dauert Monate bis Jahre, um aufgebaut zu werden – und sie ist nicht übertragbar. Nur weil ein Pferd die Verbindung zu einem Individuum hat, bedeutet das nicht, dass es auf die gleiche Weise auf ein anderes Individuum reagiert.</p>
<p>Pferde sind loyal und schaffen Beziehungen auf einer Eins-zu-Eins-Basis. In der Herde sehen wir, wie sie sich paaren und wir sehen, dass jedes Individuum eine Art Beziehung zu jedem anderen Individuum hat. Ein Pferd hat in einer Situation das Sagen. Ein anderes in einer anderen Situation.</p>
<p>Es gibt keine "Dominanz" oder Gesamtführung in einer Pferdeherde – nur die Beziehungen zwischen Individuen. Einige Pferde können diejenigen sein, die in bestimmten Situationen die Initiative ergreifen. Und das ist es, was wir oft mit "Führung" verwechseln.</p>
<blockquote>
<p>Wahre Führung entsteht dadurch, dass man zuerst zuhört – und dann vormacht, was zu tun ist, damit sich das Pferd gesehen, gehört und verstanden fühlt.</p>
</blockquote>
</div></div>

<div class="et_pb_image_7 et_pb_image et_pb_module et_flex_module preset--group--divi-image--divi-box-shadow--hr81m0w--nested--1ajx1y2wos preset--module--divi-image--3qujr0ip0y"><span class="et_pb_image_wrap"><img alt="" loading="lazy" decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/08/Matti_quinn.png" title="Matti_quinn" width="800" height="350" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/08/Matti_quinn.png 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/08/Matti_quinn-480x210.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" class="wp-image-4410562" /></span></div>
</div>
</div>
</div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zusammenspiel</title>
		<link>https://passion.4my.horse/zusammenspiel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Passion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jul 2026 10:55:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://passion.4my.horse/fachbeitrag/zusammenspiel/</guid>

					<description><![CDATA[Dehnung stellt keine Haltung dar, sondern ist ein Zusammenspiel vieler Faktoren wie, der Sitz und das Können des Reiters, die Gemütslage des Pferdes und das Wissen um die Biomechanik beim Vierbeiner.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section_2 et_pb_section et_section_regular et_block_section">
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<div class="et_pb_text_19 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h2>Dehnung ist keine Haltung</h2>
<h3>sondern ein Zusammenspiel</h3>
<p><em>Autorin: Elisabeth Frei &amp; Theres Misar vom <a href="https://www.4my.horse/online-praesenz/passion-das-schweizer-reitmagazin-prosell-ag">Schweizer Reitmagazin PASSION</a> im Oktober 2022</em></p>
<p><strong><em>Dehnungsbereitschaft ist für Elisabeth Frei ein besser gewählter Ausdruck als die gebräuchliche „Dehnungshaltung“. Ihr ist es wichtig zu erklären, dass Dehnung keine Haltung darstellt, sondern ein Zusammenspiel vieler Faktoren wie, der Sitz und das Können des Reiters, die Gemütslage des Pferdes und das Wissen um die Biomechanik beim Vierbeiner. </em></strong></p>
<p>Es hilft, sich bewusst zu machen wie Dehnung im Pferdekörper entsteht und welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, um Pferde so zu reiten, dass diese Reiter und Reiterinnen gesund tragen können.</p>
<h3>Was also ist oder bedeutet „Dehnung“?</h3>
<p>Es ist das Zusammenspiel der oberen und unteren Muskelgruppen mit abwechselndem An- und Abspannen, um eine nötige Grundspannung zu erzeugen. Zudem muss die Balance vorhanden sein. Analog bei uns Menschen: auf einem Bein stehend können auch wir keine Grundspannung erzeugen. Auch ist es wenig hilfreich, sein Pferd nur auf der Vor- oder Hinterhand zu reiten, denn auch so entsteht keine Dehnung. Das Finden des Schwerpunkts, also der Mitte beim Pferdekörper, ist von zentraler Bedeutung. Und ebenso aber auch das Wissen, dass jedes Pferd seinen eigenen, individuellen Schwerpunkt aufweist.</p>
<p>Bei der angestrebten Dehnung geht es zuerst nicht um eine „Bedienungsanleitung“ wie z.B. inneres Bein an äusseren Zügel. Vielmehr ist es eine Bestandsaufnahme über den momentanen Gesamtzustand des Pferdes. Ist es nervös, oder aufgeregt entspannt? Welchen Körperbau weist mein Pferd auf? Und wie steht es um sein Temperament? Ebenso müssen Ausbildungsstand und Charakter beim Erarbeiten der Dehnung mit eingezogen werden. Auch ist die mentale Entspannung bei Pferd und Reiter/in ebenso wichtig wie das reiterliche Können. All diese Punkte können bereits vom Boden aus abgefragt werden.</p>
<p>Zeigt sich ein Pferd bereits hier zu aufgedreht oder nervös, bleibt man lieber erst bei der Arbeit vom Boden aus, denn Sicherheit geht immer vor.</p>
<h3>Sicherheit geht immer vor</h3>
<p>Geht es dann in den Sattel, sollte man beim Warmreiten erneut eine „Anamnese“ machen. Sitze ich nur „auf Muskeln und Fell“, oder hört mir mein Pferd zu? Was macht die Halsmuskulatur, was der Rückenstrecker? Tritt die Hinterhand gleichmässig unter? Spannen und entspannen sich alle Muskeln gleichmässig? Welche Haltung bietet mir mein Pferd an? Habe ich die Möglichkeit mit Hand, Sitz oder Schenkel lange Muskeln kürzer und kurze Muskeln lang zu machen, und das in allen Gangarten?</p>
<p>Ein erfahrener und souveräner Reiter kann sich die Antworten selber geben und verfügt über das Können, aus der gegebenen Situation das Pferd richtig zu gymnastizieren. Viele sind aber sicher auf die Hilfe eines Reitlehrers oder einer Reitlehrerin angewiesen. Wobei auch hier die „Chemie“ zwischen Lehrer und Schüler stimmen muss. Ein Reitlehrer sollte Sympathie sowohl für das Pferd als auch für den Menschen auf dessen Rücken aufbringen können. Auch hier braucht es das Zusammenspiel aller Beteiligten. Zudem muss der Trainer den Spagat vollbringen, das Reiterpaar zu fördern, seine Grenzen erkennen, zugleich aber nicht nur auf Befindlichkeiten eingehen, weil dadurch sinnvolles Lernen nicht möglich ist.</p>
<p>Neues Lernen erfordert Zeit und Geduld. Das oft verwendete Zitat „Reiten ist Fühlen“ muss in diesem Fall mit mehrheitlich Worten vermittelt werden, was eigentlich einem Widerspruch in sich gleichkommt.</p>
<p>Kein Meister fällt vom Himmel. Und um einem Pferd zur Lockerheit zu verhelfen, damit es sich freiwillig dehnt, muss nicht gleich das ganze Repertoire der Reitkunst bemüht werden. Je nach Können und Geschicklichkeit des Reiters ist es zielführender, sich nur auf die Hände, den Sitz, oder das Bein zu konzentrieren, um dann die Anforderungen schrittweise zu erhöhen. Die Zügel können wahlweise kurz oder lang geführt werden, je nach Vertrauen in das eigene Können.</p>
<blockquote>
<p>In meiner langjährigen Tätigkeit als Reitlehrerin haben nahezu all meine Schüler früher oder später das Gefühl gefunden.</p>
</blockquote>
<hr />
<p><a class="fmh-colorbox rechts" title="Elisabeth Frei" href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2022/10/Elisabeth-Frei.png"><img loading="lazy" decoding="async" class=" size-full wp-image-8036" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2022/10/Elisabeth-Frei.png" alt="Elisabeth Frei" width="1021" height="486" /></a></p>
<p><em>Elisabeth Frei reitet und unterrichtet seit 30 Jahren. Gelernt hat sie von den Besten. So zählten u.a. Georg Wahl, Christine Stückelberger, Philip Karl und Mark Rashid zu ihren Ausbildern. Ihr individueller Unterricht richtet sich an Reiterinnen und Reiter, denen das anatomisch korrekte Gymnastizieren des Pferdes ein Anliegen ist, oder die gezielt den Weg in die hohen Lektionen suchen.</em></p>
<hr />
<h2>Kunst von Elisabeth Frei</h2>
<p>Das Feingespür für Pferde ist auch in Elisabeths Bildern zu finden.</p>
<p><a class="fmh-colorbox rechts" title="Drei Blaue" href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2022/10/Drei_Blaue.png"><img loading="lazy" decoding="async" class=" size-full wp-image-8037" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2022/10/Drei_Blaue.png" alt="Drei Blaue" width="754" height="531" /></a></p>
</div></div>
</div>
</div>
</div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Reiten und der eigene Körper</title>
		<link>https://passion.4my.horse/reiten-und-der-eigene-koerper/</link>
					<comments>https://passion.4my.horse/reiten-und-der-eigene-koerper/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Patricia Wegmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 May 2026 05:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Pferd zu reiten bedeutet auch konstante Beobachtung und Schulung meines eigenen Körpers, vor allem in Bezug auf Körperbewusstsein und Körperbeherrschung.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section_3 et_pb_section et_section_regular et_block_section">
<div class="et_pb_row_5 et_pb_row et_block_row">
<div class="et_pb_column_6 et_pb_column et_pb_column_4_4 et-last-child et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough">
<div class="et_pb_text_20 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><p><!--more--></p>
<h2>Der Körper des Reiters</h2>
<p><strong><em>Autorin: Patricia Wegmann, im September 2016</em></strong></p>
<p>Heute möchte ich den Blick ein wenig vom Pferd abwenden und stattdessen dem Menschen und seinem Körper zuwenden.</p>
<p>Ein Pferd zu reiten bedeutet für mich auch konstante Beobachtung und Schulung meines eigenen Körpers - vor allem in Bezug auf Körperbewusstsein und Körperbeherrschung...</p>
<p>Wenn Pferd und Mensch sich gemeinsam bewegen, dann ist das<strong> wie ein Tanz.</strong></p>
</div></div>

<div class="et_pb_image_8 et_pb_image et_pb_module et_block_module"><span class="et_pb_image_wrap"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2016/09/reiten_ist_tanz.jpg" width="800" height="1331" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2016/09/reiten_ist_tanz.jpg 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2016/09/reiten_ist_tanz-480x799.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" class="wp-image-6622" alt="Körperbewusstsein beim Reiten" title="Körperbewusstsein beim Reiten" /></span></div>

<div class="et_pb_text_21 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><p><!--more--></p>
<blockquote>
<p>Zwei Körper - zwei Wesen - versuchen zu verschmelzen und zu einer neuen Einheit zu werden.</p>
</blockquote>
<p>Dazu kann ich nicht einfach nur oben sitzen und bestimmen - ich muss mein Pferd auch spüren und auf es eingehen... Ich muss lernen zu erkennen, welche Fertigkeiten mir noch fehlen, um klarer, besser und verständlicher mit meinem Pferd zu kommunizieren - durch meinen Körper. Und ich muss lernen zu spüren, wo ich mein Pferd möglicherweise blockiere oder was mein Pferd braucht um die gewünschte Lektion oder Bewegung "herauszutanzen".</p>
<h3>Vom Unsinn fixer Hilfengebungen</h3>
<p>Daher bin ich auch kein Anhänger von starren oder fixen Vorstellungen der Hilfengebung. Für mich ergibt eine fixierte Hilfengebung (bspw. konstanter Gewichtsdruck auf eine Seite innerhalb einer Bewegung mit fast schon fixiertem Becken) einfach keinen Sinn, da die Reiterei etwas Fliessendes ist. Eben, es ist: <strong>BEWEGUNG</strong> - und Bewegung steht komplett im Widerspruch zu Starrheit oder Fixiertheit...</p>
<p>Und gerade weil es um BEWEGUNG geht, bin ich auch kein Fan von fixierten Vorgaben, wie ein Reiter zu sitzen haben soll. Jeder Mensch hat einen anderen Körperbau und bringt dadurch andere Voraussetzungen mit - weshalb dann nur eine einzige stoische Haltung als korrekt bezeichnen? Was bringt dem Pferd ein "korrekt" sitzender Reiter, wenn dieser dabei die Hüfte blockiert?</p>
<h3>Das Pferd nicht blockieren</h3>
<p>Für mich gilt daher grundsätzlich: Ein entspannter Sitz, der das Pferd nicht blockiert, bildet die Basis. Darauf aufbauend wirkt der flexibel, aber gezielt eingesetzte Körper als Hilfengebung.</p>
<p>Als Reiter ist es unsere Aufgabe, nicht nur zu dirigieren, sondern eben <strong>auch zu kommunizieren</strong> und dies machen wir beim Reiten vor allem durch unseren Körper.</p>
<h3>Der Bodyscan</h3>
<p>Um unser eigenes Körperbewusstsein zu schulen, empfehle ich den eigenen Körper immer wieder mit einem kurzen Bodyscan zu überprüfen. Folgende Fragen helfen dabei:</p>
<p><a class="fmh-colorbox rechts" href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2016/09/patricia_wegmann.jpg" title="Mit dem ganzen Körper reiten"><img loading="lazy" decoding="async" class=" alignright size-full wp-image-6623" alt="Mit dem ganzen Körper reiten" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2016/09/patricia_wegmann.jpg" style="height: 450px; width: 300px; float: right;" width="800" height="1200" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2016/09/patricia_wegmann.jpg 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2016/09/patricia_wegmann-480x720.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" /></a></p>
<ul>
<li>Atme ich entspannt und tief? Oder halte ich den Atem womöglich fest?</li>
<li>Bin ich entspannt oder angespannt, verbissen oder lächelnd,....?</li>
<li>Was macht mein Blick, mein Kopf, mein Nacken?</li>
<li>Was machen meine Arme und Hände, meine Schultern?</li>
<li>Was macht mein Rücken, mein Becken, meine Beine - ja sogar meine Füsse?</li>
</ul>
<p>Reiten wird dann zum Paartanz, wenn ich lerne meine einzelnen Körperteile möglichst unabhängig zu bewegen und bewusst zu steuern und dies im Einklang mit dem Körper des Pferdes. Wenn ich beispielsweise lerne ein Bein zu öffnen, um den Weg frei zu geben, während das andere Bein treibende Impulse fürs vorwärts oder seitwärts gibt.</p>
<p>Und dabei ist manchmal jeder einzelne Tritt wie ein Neuanfang zu bewerten - deshalb gilt es jeden Schritt möglichst bewusst zu reiten. Was vor 2-3 Tritten vielleicht wichtig und hilfreich war, ist danach möglicherweise schon nicht mehr sinnvoll. Bewegung ist etwas Dynamisches! Jeder Schritt lädt uns dazu ein <strong>zu spüren, zu horchen, zu reagieren </strong>und vor allem - selbst zu lernen und das Pferd zu lehren!</p>
<h3>Ein Lebensprojekt</h3>
<p>Es ist eine grosse Aufgabe für uns Reiter und vermutlich auch ein Lebensprojekt, diese Form der Körperbeherrschung zu erarbeiten. Doch meine Vision und mein Antrieb ist das Bild, wie Zwei zu Einem verschmelzen.</p>
<p>Durch die bewusste Wahrnehmung der Pferdebewegungen und unserer eigenen Bewegungen eröffnen wir den Weg zur feinen Reiterei und beginnen den Traum "<strong>nur mit Gedanken zu reiten</strong>" zu manifestieren.</p>
</div></div>
</div>
</div>
</div>]]></content:encoded>
					
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		<title>Wenn der Reitplatz nur noch Matsch ist</title>
		<link>https://passion.4my.horse/wenn-der-reitplatz-nur-noch-matsch-ist/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nicola Steiner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Jan 2026 08:50:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn der Reitplatz nur noch Matsch ist, ist es Zeit, dass die Pferde bei Geländeritten mal etwas ausspannen. Doch wieso soll man diese Zeit nicht trotzdem nutzen, um ein paar Basics zu üben?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div class="et_pb_section_4 et_pb_section et_section_regular et_block_section"><div class="et_pb_row_6 et_pb_row et_block_row"><div class="et_pb_column_7 et_pb_column et_pb_column_4_4 et-last-child et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough"><div class="et_pb_text_22 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h2>Westernbasics im Gelände...</h2>
<p><em>Autorin: Nicola Steiner, im 2017 auf 4my.horse veröffentlicht</em></p>
<p><strong>Wenn der Reitplatz nur noch Matsch ist, ist es Zeit, dass die Pferde bei Geländeritten mal etwas ausspannen. Doch wieso soll man diese Zeit nicht trotzdem nutzen, um ein paar Basics zu üben?</strong></p>
</div></div></div></div><div class="et_pb_row_7 et_pb_row et_block_row"><div class="et_pb_column_8 et_pb_column et_pb_column_1_2 et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough"><div class="et_pb_text_23 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><p>Ich hatte mal eine Trainerin, die sogar für die Westernriding im Gelände geübt hat – WOW. So gut, bin ich aber leider nicht: Habe noch keinen einzigen fliegenden Galoppwechsel mitten auf dem Waldweg zelebriert. Davon abgesehen, dass ich <em>(wenn im November der Platz zum Matschloch wird,)</em> auch erstmal denke: Zeit, dass die Pferde mal ausspannen und<strong> Gelände soll ja Spass machen</strong>.<strong></strong></p>
<p>Ein Blick auf den Kalender zeigt dann aber zum <strong>Winterende</strong> hin, dass es gar nicht mehr so lange hin ist zum ersten Turnier der Saison und was stellt man fest nach drei Monaten Bummeln? Das Pferd wird langsam steif – Platzarbeit fällt aus wegen Matsche, also ist Fantasie gefragt.</p>
</div></div></div><div class="et_pb_column_9 et_pb_column et_pb_column_1_2 et-last-child et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough"><div class="et_pb_image_9 et_pb_image et_pb_module et_block_module"><span class="et_pb_image_wrap"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2016/12/nicola_mit_hund.jpg" width="267" height="400" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2016/12/nicola_mit_hund.jpg 267w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2016/12/nicola_mit_hund-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 267px) 100vw, 267px" class="wp-image-6699" alt="Nicola Steiner" title="Nicola Steiner" /></span></div></div></div><div class="et_pb_row_8 et_pb_row et_block_row"><div class="et_pb_column_10 et_pb_column et_pb_column_4_4 et-last-child et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough"><div class="et_pb_text_24 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h3>An Ausrüstungsgegenstände gewöhnen</h3>
<p>Ich reite ja schon seit einiger Zeit im Gelände mit Bit, denn in der LK 2 darf man nicht mehr beidhändig reiten. Ich bin unser Painthorse Fancy in einer Parelli-Audition in allen Gangarten ohne Kopfstück geritten und habe sie auch <strong>ohne Kopfstück fliegend gewechselt</strong>, auch das Correction Bit akzeptiert sie einhändig sehr gut.</p>
<p>Aber wenn ich das Bit einmal kurzfristig mit zwei Händen benutzt habe, hat Fancy sich erstmal etwas verspannt. Seit wir es im Gelände nutzen, ist die Akzeptanz viel größer und es fühlt sich nun an, als wäre es ein Snaffle<em> (für die Englischreiter: Englisches Wort für Trensengebiss).</em></p>
</div></div></div></div><div class="et_pb_row_9 et_pb_row et_block_row"><div class="et_pb_column_11 et_pb_column et_pb_column_3_5 et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough"><div class="et_pb_image_10 et_pb_image et_pb_module et_block_module"><span class="et_pb_image_wrap"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2016/12/zaum.jpg" width="400" height="266" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2016/12/zaum.jpg 400w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2016/12/zaum-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" class="wp-image-6700" alt="Nicola Steiner" title="zaum" /></span></div></div><div class="et_pb_column_12 et_pb_column et_pb_column_2_5 et-last-child et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough"><div class="et_pb_text_25 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Gewöhnung an neue Ausrüstungsgegenstände</strong> ist also das Erste, was gerade im Gelände fantastisch funktioniert.</p>
<p>&nbsp;</p>
</div></div></div></div><div class="et_pb_row_10 et_pb_row et_block_row"><div class="et_pb_column_13 et_pb_column et_pb_column_4_4 et-last-child et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough"><div class="et_pb_text_26 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h3>Zügellos im Gelände</h3>
<p>Nächster Punkt: <strong>Wie gut komme ich ohne Zügel aus?</strong> Bei Frost über die Wiese galoppieren <em>(unbedingt die Erlaubnis des Besitzers einholen oder drumherum reiten)</em> führt bei Fancy gerne zu <strong>„Ich-bin-ein-Rennpferd-yeehaw“-Effekten</strong> <em>(sie nimmt es sehr genau damit, dass sie einen Vollbluthengst als Urahnen hat und bildet sich etwas drauf ein).</em> Aber bei allem Verständnis: Fancy ist ein Trail-Pferd, meistens sogar ein Horse &amp; Dog Trail-Pferd und da galoppiert man gesetzt und zwar ohne viel Zügeleinsatz – finde ich jedenfalls, sie nicht.</p>
<p>Also üben wir seit einigen Tagen auch im Gelände, dass Fancy <strong>aufs Bein-Andrücken langsamer wird oder sogar anhält</strong>. Da Bein-Andrücken auch bedeutet, dass sie den Kopf senkt und ich im Gelände normalerweise keine Sporen anhabe, gab es ein bisschen Kuddelmuddel: Wenn ich Kopfrunter wollte, schmiss Fancy den Anker und wenn sie langsamer werden sollte, schlurfte die Pferdenase in Bodennähe. Also habe ich heute zur Verfeinerung ausnahmsweise Sporen im Wald angezogen und gedacht:<em> „Wenn mich jetzt einer sieht, der hält mich für bescheuert: Mit Sporen und Bit ins Gelände – wie sieht das denn aus?“</em></p>
<p>Aber ich hatte Glück und sah mich allein in Feld und Flur, dafür klappte die Feinabstimmung jetzt besser mit folgenden Nuancen:  Bein weich anlegen – bitte Kopf senken. Bein stärker anlegen zum Verlangsamen und Sporen anlegen um Anzuhalten. Da ich die Taschen voller Leckerlis hatte, ging das sogar ziemlich gut. So gut, dass schnell wieder Langeweile aufkam – also noch mal tief in die Trickkiste greifen und Übergänge rausziehen.</p>
<h3>Übergänge auf Waldwegen üben</h3>
<p>Die klappen auf Waldwegen auch ganz fantastisch: 10 Trabschritte, 10 Schrittschritte <em>(Vorsicht: Wortschöpfung),</em> dann runter auf 9 und dann 8 usw. und jetzt schauen wir uns mal den Galopp an. Da kein Frost war und ich meinen Heulieferanten nicht verärgern wollte, haben wir auch das auf den Waldwegen hinbekommen.</p>
<p><strong> Speed Control ohne Zirkel:</strong> Zwanzig Meter schneller Galopp, zwanzig Meter gesetzter Galopp und als das Ganze auf Bein klappte, gab es wieder Leckerlis vom Sattel aus.</p>
<h3>Die Leckerlitasche ist mit dabei</h3>
<p>Fancy war Feuer und Flamme, als wollte sie sagen: <em>„Und was machen wir jetzt?“</em> <strong>Denn Leckerlis im Gelände waren bisher die große Ausnahme.</strong> Wenn ich auf den Weiden meines Heulieferanten Schritt reite, habe ich sein Einverständnis für <strong>kleine Kringel.</strong> Die kann man sehr fantasievoll und vor allem zum Steifheitsabbau nutzen. In der ersten Volte schiebe ich den Popo nach innen, in der zweiten nach außen und dann geht es in die Kontervolte – in beide Richtungen und auf geht’s zur nächsten Übung:</p>
<p><strong> Seitwärtsverschieben</strong>! Gut, dass ich die Sporen an hatte, sonst wäre ich wohl gewaltig ins Schwitzen geraten. Denn das sah Fancy erstmal gar nicht ein – wo soll denn mitten auf dem freien Feld eine Diagonale von Buchstabe M zu Buchstabe K sein? Das Weichen aufs Bein ist wohl über den Winter irgendwo verloren gegangen, aber mit Geduld und Spucke ging es dann doch irgendwann.</p>
<p>„Fein“ gesagt, Pferd schmeißt mal wieder den Anker nach hinten und den Kopf zur Seite, als wolle es sagen:<em> „Krieg ich jetzt ein Leckerli?“</em> Da meine Taschen leicht überquollen, dachte ich: <em>„Was soll der Geiz?“</em> und stopfte rein ins Pferdemaul, was die Taschen hergaben, was fortan ein motiviertes Pferd zur Folge hatte…</p>
<h3>Und plötzlich pfeift der Hund auf's Pfeifen</h3>
<p>...im Gegensatz zum Hund, der der festen Meinung war: <em>„Regeln wie bei-Fuß-gehen und Platz-machen, gelten zwar auf dem Trailplatz, aber im Wald pfeif ich drauf.“</em></p>
<p>Ich pfiff auch: Dem Hund hinterher, der sich irgendwann dann doch erbarmte und an der Pferdeseite auftauchte. Das Kommando „andere Seite“ hat sie über den Winter wohl auch vergessen, also blieb nur eins:</p>
</div></div></div></div><div class="et_pb_row_11 et_pb_row et_block_row"><div class="et_pb_column_14 et_pb_column et_pb_column_1_2 et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough"><div class="et_pb_image_11 et_pb_image et_pb_module et_block_module"><span class="et_pb_image_wrap"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2016/12/hund.jpg" width="267" height="400" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2016/12/hund.jpg 267w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2016/12/hund-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 267px) 100vw, 267px" class="wp-image-6701" alt="Nicola Steiner" title="hund" /></span></div></div><div class="et_pb_column_15 et_pb_column et_pb_column_1_2 et-last-child et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough"><div class="et_pb_text_27 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><p>Bei Hündin Lucy mussten wir zu Adam und Eva zurückkehren: Sitz – Pferdeleckerli, Platz – Pferdeleckerli <em>(meine Taschen waren ja eh voll)</em> und dann üben wir mal für den Horse &amp; Dog Trail. Auf dem Platz eine ihrer leichtesten Übungen: Ablegen und warten, bis sie gerufen wird. Im Gelände werden durch solche Übungen sämtliche Überlebensinstinkte geweckt und Lucy robbte in Border Collie Manier auf dem Boden hinter mir her: <em>„Guck mal – ich mach Platz, aber ich komm trotzdem mit.“</em> Wie gesagt – Adam und Eva lassen grüßen und Lucy kehrt mit ihren neun Jahren in die Welpenschule zurück.</p>
</div></div></div></div><div class="et_pb_row_12 et_pb_row et_block_row"><div class="et_pb_column_16 et_pb_column et_pb_column_4_4 et-last-child et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough"><div class="et_pb_text_28 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><p>Für Platz war der Boden zu nass, also musste ich mit Sitz klar kommen <em>(ein angetäuschtes, wo der Hundepopo den nassen Boden nicht berührt).</em> 75 Zentimeter vorgeritten, Hund abgerufen: Hund saust wie ein Kugelblitz an mir vorbei. Warum hat die eigentlich Angst mich zu verlieren, wenn sie hinter mir ist, aber nimmt es vollkommen gelassen, wenn sie dreißig Meter vorm Pferd ihre Runden dreht?</p>
<p>Egal, nach einigen Tagen intensiver Übung und <strong>Steigerung in Millimeter-Schritten</strong> schaffen Pferd und ich es, uns drei Meter und 45 Zentimeter vom Hund weg zu bewegen und ihn dann abzurufen und dank der Taschen voller Pferdeleckerlis geht er danach sogar 90 Sekunden brav bei Fuß.</p>
<h3>Zurück zum Pferd</h3>
<p>Hundetraining ist doof, also widmen wir uns wieder dem motivierteren Pferd: Schenkelweichen, Travers, Schulterherein und sogar Traversalen vom rechten Wegrand zum linken Wegrand und zurück waren plötzlich machbar, nachdem das Pferd von den gefüllten Leckerli-Taschen erfahren hat und am Ende des Ausritts gab es noch nicht einmal Verwechslungen von <em>„Bein-ran“</em> für Kopf runter und <em>„Bein-ran“</em> für langsamer.</p>
<p>Okay, ich gebe es zu: Ein bisschen gemogelt habe ich schon mit Stimmkommandos wie „<em>Head down“, „Walk“, „Trot“ und „Whoa“</em> – aber die sind zum Glück auf dem Turnier ja auch nicht verboten. Na ja, schöner ist es, wenn es auch ohne klappt, aber der nächste Ausritt kommt bestimmt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>© Nicola Steiner, Beitragsbild: Katharina Erfling, www.pony-galopp.de</em></p>
</div></div></div></div></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Dein Pferd &#8211; ein Ignorant?</title>
		<link>https://passion.4my.horse/dein-pferd-ein-ignorant/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Geitner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Jan 2026 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://passion.4my.horse/fachbeitrag/dein-pferd-ein-ignorant/</guid>

					<description><![CDATA[Wir sind oft nicht aufmerksam genug, um unsere Hilfen just in time einzusetzen. Doch wenn diese nicht im richtigen Zeitpunkt und in der korrekten Intensität erfolgen, wird das Pferd unsere Hilfen nicht als solche erkennen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div class="et_pb_section_5 et_pb_section et_section_regular et_block_section"><div class="et_pb_row_13 et_pb_row et_block_row"><div class="et_pb_column_17 et_pb_column et_pb_column_4_4 et-last-child et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough"><div class="et_pb_text_29 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><p><!--more--></p>
<h2>Wie Du Dein Pferd Schritt für Schritt zum Ignoranten machst</h2>
<p><em>Autoren: Michael Geitner und Alexandra Schmid</em></p>
<p><strong>Viele haben es schon erfolgreich geschafft. Ihre Pferde reagieren nicht mehr.</strong> Egal ob sie ihre klopfenden Absätze einsetzen, oder ihr Pferd an der Longe etwas aus dem Mittagsschlaf aufwecken möchten. Übergänge vom Schritt in den Trab? „Terab, Teeeerab, Teeeeeerab.</p>
<blockquote>
<p>Ach, komm jetzt aber: Teeeeerab.“</p>
</blockquote>
<p>Nach einer gewissen Einlaufzeit, die dem Pferd dann zugestanden wird, geht es doch doch. Ein Traum.</p>
<p>Viele müssen die Zeit schon extra einplanen, wenn sie ihr Pferd vom Stall an den Anbindeplatz führen möchten. Vorne wird gezogen und der Hals des Pferdes wird immer länger. Aber warum sollte das Pferd das Tempo ändern?</p>
<h3>Geht doch auch so.</h3>
<p>Gut Ding will eben Weile haben. Erstens sind Pferde Energiesparer und zweitens bestimmen sie gerne das Tempo. Natürlich funktioniert das auch in die andere Richtung. Ein Pferd möchte wahrscheinlich nicht sofort stehenbleiben, nur weil Sie es gerade für günstig halten. Schließlich werden da eine ganze Menge Kilos bewegt. Also, laaaangsam auslaufen lassen.</p>
<p><strong>Besonders interessant werden solche Situationen dann, wenn man eine stark befahrene Straße überqueren möchte.</strong> Es gibt auch Rennmäuse, die sich partout nicht verlangsamen lassen, da haben wir dann statt den klopfenden Absätzen, die ziehenden Zügel. Es gibt da einige Möglichkeiten, wie erfolgreich verhindert werden kann, dass ein Pferd auf Hilfen fein eingestellt wird. Achten Sie nie darauf, wie ihr Pferd reagiert, um die Hilfe eventuell wiederholen oder weglassen zu müssen und wichtig sind möglichst große Abstände zwischen Ihren Hilfen und der Reaktion des Pferdes.</p>
<p>Es gibt da ein Wort dafür, was das Pferd nicht lernt... Schenkelgehorsam. Bedeutet, dass das Pferd prompt und „durchlässig“ auf die Hilfen reagiert, egal ob im Sattel oder vom Boden aus. Leider wurden solche Pferde systematisch desensibilisiert. Timing und Konsequenz im Umgang mit den Hilfen werden völlig ignoriert.</p>
<h3>Nicht aufmerksam genug</h3>
<p>Das Problem ist, wir sind oft auch nicht aufmerksam genug, dass wir unsere Hilfe, just in time, einsetzen. Die Hilfen müssen zum richtigen Zeitpunkt, in der korrekten Intensität erfolgen. <strong>Das aber zu erkennen, erfordert eben auch manchmal etwas Erfahrung und Aufmerksamkeit seitens des Menschen.</strong></p>
<p><em> (Dieser Text erschien im April 2016 zuerst auf 4my.horse </em></p>
</div></div><div class="et_pb_image_12 et_pb_image et_pb_module et_block_module"><span class="et_pb_image_wrap"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2016/04/pferd_longieren.jpg" width="800" height="535" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2016/04/pferd_longieren.jpg 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2016/04/pferd_longieren-480x321.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" class="wp-image-6482" alt="Pferd wird longiert" title="Pferd wird longiert" /></span></div></div></div></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das Auge des Zyklon</title>
		<link>https://passion.4my.horse/das-auge-des-zyklon/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Denra Dürr]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Dec 2025 15:11:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://passion.4my.horse/fachbeitrag/das-auge-des-zyklon/</guid>

					<description><![CDATA[Es ist nicht ratsam die Hand ins Zentrum der Kommunikation mit dem Pferd zu stellen, denn dies ist für so manches Problem das beim Reiten entsteht, die Ursache. Zugleich aber kann genau sie das Zünglein an der Waage und das Tüpfelchen auf dem i sein!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Das Auge des Zyklon</h2>
<p><em>Autor: Denra Dürr (zuerst veröffentlicht am 11.3.2022)</em></p>
<p><strong>Es ist nicht ratsam die Hand ins Zentrum der Kommunikation mit dem Pferd zu stellen, denn dies ist für so manches Problem das beim Reiten entsteht, die Ursache. Zugleich aber kann genau sie das Zünglein an der Waage und das Tüpfelchen auf dem i sein!</strong></p>
<p>Wie die Beine, sollten auch die Hände lediglich dem Sitzzentrum dienen, es unterstützen, aber keinesfalls dominieren. Die Hand hat, wenn mit Gebiss geritten, Zugang zu einem der sensibelsten Bereiche am Pferd, und die Kräfte die wir über Zügel und Gebiss/Kandare zur Verfügung haben, sind enorm! Deshalb sollte im Unterricht und in der Ausbildung des Freizeit-, Amateur- und Berufsreiters, besondere Aufmerksamkeit auf die Schulung einer &#8222;sitzunabhängigen und freundlichen Hand&#8220; gelegt werden.</p>
<p>Hat das Pferd gelernt unserer Hand zu vertrauen und keine Grobheiten durch sie befürchten zu müssen, bietet uns genau diese Sensibilität die Möglichkeit, für einen feinen Dialog zwischen Reiterhand und Pferdemaul.</p>
<p>Erst einer Hand die gelernt hat still, gefühlvoll und unabhängig zu sein, kann sich das Pferd –auch innerlich- hingeben und loslassen. Umgekehrt ist nur ein losgelassenes Pferd in der Lage, eine feine Hand und deren Signale zu „hören“, zu verstehen und darauf zu reagieren.</p>
<p>Wie bei den Beinhilfen, so sind auch bei den Zügelhilfen die Zwischenräume zwischen zwei „Aktionen“ dazu da, das Pferd „antworten“ zu lassen und sich wieder neu zu sensibilisieren. Ein permanentes „Vollquasseln“ des Pferdes mit unseren Einwirkungsmöglichkeiten (ob bewusst oder unbewusst), macht sie taub, sprachlos und dumpf. Dazu zähle ich auch „Abspielen“, „links-rechts ablösen“, „Vibrieren“, „Klingeln“.</p>
<p><a class="fmh-colorbox rechts" title="Die perfekte Hand" href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2022/03/denra.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" size-full wp-image-7960" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2022/03/denra.jpg" alt="Die perfekte Hand" width="1223" height="642" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2022/03/denra.jpg 1223w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2022/03/denra-980x514.jpg 980w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2022/03/denra-480x252.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1223px, 100vw" /></a></p>
<h3>Was sind Grundvoraussetzungen für eine feine Hand?</h3>
<blockquote><p>Du hast gelernt dein Gleichgewicht im Sattel zu finden und es zu halten</p></blockquote>
<p>Solange die Hand beim Gleichgewichtfinden noch helfen muss, ist sie noch nicht bereit für ihre eigentlichen Aufgaben und Möglichkeiten (S. unten).</p>
<h5>Dein Bewegungszentrum ist geschmeidig und vernetzt</h5>
<p>Steifheit oder Instabilität in diesen Bereichen erschweren oder verunmöglichen das Eingehen in die Bewegung des Pferdes. Die Hand wird kompensieren müssen.</p>
<h5>Deine Zügelhand ist mit deinem Sitzzentrum verbunden</h5>
<p>Diese Verbindung ist es, die die Hand stabilisiert und zur Ruhe kommen lässt. Zügel die ausschliesslich aus den Schultern gehalten werden, schwächen die Aufrichtung und Balance der Reiterin und übertragen diese in die Zügel.</p>
<h5>Du trägst die Ellenbogen VOR der Senkrechten</h5>
<p>Die Ellenbogen hinter der Senkrechten, deuten meist auf übermässiges „Nehmen“ und Kontrollieren hin was das Pferd eher frustriert, und in seiner Gehfreude entmutigt. Die Ellenbogen vor der Senkrechten unterstützen die „gebende“ Hand.</p>
<h3>Was sind die Aufgaben und Einsatzmöglichkeiten der Reiterhand?</h3>
<p>Eine geübte Reiterhand hat viel mehr Möglichkeiten als nur Annehmen, Nachgeben und Verwahren. Im Folgenden einige Beispiele:</p>
<h5>Die begleitende Hand</h5>
<p>Die begleitende Hand steht an erster Stelle in der Ausbildung der/des „jungen“ Reiterin/Reiters als auch in der Ausbildung des jungen Pferdes. Sie ist das Fundament aller weiteren Einsatzmöglichkeiten der Reiterhand. Bevor Reiterin und Reiter lernen ihr Pferd durch weitere Facetten der Handeinwirkung zu beeinflussen, empfehle ich, erst die begleitende Hand zu erlernen. Also eine Hand, die das Pferdemaul in jeder beliebigen Kopfposition weich, verlässlich und ununterbrochen begleiten kann.</p>
<p>So eine Hand stiftet Vertrauen und ist ganz besonders bei jungen Pferden und Pferden die ein Kontakt- und Vertrauensproblem mit der Reiterhand erlernt haben, hilfreich. Hat das Pferd auf diese Weise das Vertrauen in die Hand (wieder) gefunden, wird Anlehnung und spätere Beizäumung auf natürliche Weise daraus entstehen.</p>
<h5>Die führende Hand</h5>
<p>Sie bildet von den Ellenbogen der Reiterin bis zu den Mundwinkeln ihres Pferdes eine Trichterform.</p>
<p>So wie ein Trichter Flüssigkeit sammeln und sie auf einen Punkt lenken kann, so kann der Zügeltrichter die Vorwärtsenergie des Pferdes die „von Hinten“ kommt, sammeln und „nach Vorne“ zum Pferdemaul lenken. Der Zügeltrichter gibt der gesamten Vorhand auch Rahmen, Führung und Stabilität. Dorthin wo der Trichter ausgerichtet wird, dorthin bewegt sich das Pferd. Besonders bei der Jungremonte kommt die führende Hand zur Anwendung und ist dabei sehr hilfreich.</p>
<h5>Die ausbalancierende Hand</h5>
<p>Was für den Seiltänzer seine Stange, ist für das Pferd die ausbalancierende Hand. Die Reiterhand und ihre Zügelführung hat einen grossen Einfluss auf das Gleichgewicht des Pferdes. Sie ist in der Lage, Gewicht umzuverteilen was für das Gleichgewicht und das Geraderichten eine wichtige Rolle spielt. Je nach dem wo ich die Schulter des Pferdes durch den Zügeltrichter positioniere, verändert sich die Belastung der einen oder anderen Schulter. In der Ausbildung eines Pferdes ist die Schiefe, resp. das Geraderichten, ein faszinierendes, nie endendes Thema, und dabei kann die ausbalancierende Hand eine grosse Hilfe sein.</p>
<h5>Die regulierende Hand</h5>
<ul>
<li>Das Annehmen, das Nachgeben und das Verwahren, gehören in dieses Kapitel. Diese drei Vorgänge haben, natürlich auch hier immer im Zusammenspiel mit Sitzzentrum, Bein und nun auch mit der Atmung, eine regulierende Wirkung auf die Vorwärtsenergie des Pferdes.</li>
<li>Die annehmende Hand assistiert dem Sitzzentrum dabei, Energie zu sammeln, sie im Pferd zu behalten und positive Spannung aufzubauen.</li>
<li>Die nachgebende Hand entlässt die gesammelte, oder auch versammelte, Energie in gewünschtem Masse, bis hin zum hingegebenen Zügel.</li>
<li>Die verwahrende (ruhende) Hand bietet dem Pferd Rahmen und lässt es zugleich frei darin. Sie überträgt dem Pferd die „Verantwortung“ für seine Selbsthaltung. Auch wenn die Hand zuweilen eine &#8222;ruhende Festigkeit&#8220; annehmen muss, ist ihre Grundfarbe immer Nachgiebigkeit.</li>
</ul>
<h5>Die formende Hand</h5>
<p>Die formende Hand kann die Stellung im Genick und die Flexion des Halses auslösen. Auf feine Art angewandt, kann diese Vorgehensweise auf Unterkiefer, Genick, Hals und Schultern sehr lösend wirken. Indem die Hand nicht Richtung Bauch oder Leiste zurückgezogen oder eingerollt wird, sondern vom Wiederrist nach innen führt, kommt weniger Druck auf die Zunge, die Ganasche wird nicht gequetscht und somit hat das Pferd keinen Grund Wiederstand aufzubauen. Die äussere Hand begleitet und erlaubt dabei das Längerwerden der äusseren Halsseite.</p>
<p>In Verbindung mit dem Sitzzentrum und den Beinen hat die formende Hand auch grossen Einfluss auf die Hinterhand des Pferdes. Zum rechten Zeitpunkt eingesetzt, kann sie zu mehr Lastaufnahme eines oder beider Hinterbeine des Pferdes führen und so gezielt gymnastizierend Wirken.</p>
<h5>Die aufrichtende Hand</h5>
<p>Wenn du dich schon mit der französischen Reiterei auseinandergesetzt hast, weisst du, dass man den Widerrist, die Halsbasis und die Schulter über den Zügel anheben kann. Dies wiederum ermöglicht dem Pferd, das Becken abzukippen und die Hanken zu beugen.</p>
<p>Dieses Vorgehen sollte man jedoch nicht mit der „absoluten Aufrichtung“ verwechseln, welche einen Bruch zwischen Vor- und Hinterhand auslöst. Jedes aktive Aufrichten durch die Hand muss von Sitz und Bein unterstützt werden, denn diese bilden das Fundament für die aufrichtende Hand.</p>
<p>Was vorne angehoben wird, muss sich hinten senken!</p>
<h5>Die treibende Hand</h5>
<p>Wenn der Energiekreislauf, der das Pferd mühelos vorwärtsgehen lässt, aufgebaut ist und es an die Hand herantritt, kann der Zügel, wie zwei Besenstiele, ein kleinwenig nach vorne geschoben werden. Tritt das Pferd ehrlich und gerne an die Hand, will es diesen Kontakt aufrechterhalten und tritt dadurch dynamischer nach vorne.</p>
<p><a class="fmh-colorbox rechts" title="BESCHREIBUNG" href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2022/03/zyklon.png"><img loading="lazy" decoding="async" class=" size-full wp-image-7961" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2022/03/zyklon.png" alt="Im Auge des Zyklon" width="800" height="533" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2022/03/zyklon.png 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2022/03/zyklon-480x320.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" /></a></p>
<h3>Abschliessend:</h3>
<p>Die „perfekte“ Hand ist für mich wie das Auge des Zyklon:</p>
<blockquote><p>Es herrscht absolute Stille!</p></blockquote>
<p>Im Zentrum des Bewegungskreislaufes zwischen Pferd und Reiter, ist die Hand der ruhende Pol.</p>
<p>An ihr findet das Pferd Orientierung und Balance. Ist der Energiekreislauf hergestellt, ordnet sich das Skelett des Pferdes neu und es findet eine Art Justierung im Pferdekörper statt. Mehr Energie, mehr Schwung und mehr Leichtigkeit sind die Folge, denn: Das Pferd hat sich selbst geradegerichtet!</p>
<p>Hat deine Handeinwirkung ihren Ursprung im Sitzzentrum, kann sie in Ruhe und Geschmeidigkeit handeln! Das Sitzzentrum ist der Dirigent, Hand und Bein seine Mitspieler.</p>
<h3>Inspiration:</h3>
<ul>
<li>&#8222;Sitze gelassen, aufrecht und zentriert im Sattel. Deine Leisten sind weit, deine Sitzbeinhöcker &#8222;eingestöpselt&#8220; und deine Beine lang, flach und leicht am Pferd.</li>
<li>Richte dich von deinem Beckengrund bis unter deine Schädeldecke (Krone) auf. Deine Hände sind vor dir, als ob sie eine Kostbarkeit trügen.</li>
<li>Stelle nun eine Verbindung zwischen der &#8222;Kernkraft&#8220; in deinem Sitzzentrum und deiner Hand her und sei beidem bewusst.</li>
<li>Dies ist nun der Moment wo die Schultern loslassen können, weil dein Sitzzentrum die Zügelführung übernommen hat!&#8220;</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zirkuslektionen</title>
		<link>https://passion.4my.horse/zirkuslektionen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nicola Steiner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Oct 2025 04:54:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://passion.4my.horse/fachbeitrag/zirkuslektionen/</guid>

					<description><![CDATA[Nicola Steiner zeigt Dir in dieser Challenge, wie Du Pferden Zirkuslektionen beibringen kannst und dabei Unfälle vermeidest.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div class="et_pb_section_6 et_pb_section et_section_regular et_block_section"><div class="et_pb_row_14 et_pb_row et_block_row"><div class="et_pb_column_18 et_pb_column et_pb_column_4_4 et-last-child et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough"><div class="et_pb_text_30 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><p><!--more--></p>
<h2>Gymnastizierende Zirkuslektionen</h2>
<p>Diese Inspiration von <a href="https://nicolasteiner.eu/" target="_blank" rel="noopener">Nicola Steiner, Horsemanship &amp; Westernsport</a>, ist Teil 2 einer kleinen, zeitlosen Challenge, die wir im 2018 für Pferdefreunde lancierten.</p>
<p>Nicola: <em>"Ich habe die Aufgabe ausgewählt, weil bei einem Zirkuskurs ein Pferd ums Leben kam und schnell der Ausrüstung die Schuld gegeben wurde. Dieser Vorfall wurde in der Presse breit diskutiert. Weil so etwas nicht vorkommen müsste, möchte ich meinen Teil dazu beitragen, dass sich ein solcher Unfall nicht wiederholt.</em>"</p>
<h3>Die Aufgabe</h3>
<p>Dies ist eine reine Schätzaufgabe. Du kannst jedoch gerne eine Vorübung mit Deinem Pferd machen, indem Du das Pferd bittest, seine Vorder- oder Hinterbeine weit auseinander zu stellen. Nutze dazu eine Gerte, mit der Du leicht die Vorderbeine touchierst.</p>
<ul>
<li><strong>Frage 1: </strong>Schätze, wie viele Vorübungen notwendig sind, um einem Pferd ein Kompliment beizubringen, das nicht nur einen tollen Showeffekt hat, sondern welches das Pferd auch gymnastiziert und dadurch gerade diejenigen Muskeln stärkt, die ein Reitpferd braucht? <a href="#antwort">Zur Antwort</a></li>
<li><strong>Frage 2:</strong> Wie lange dauert es, dem Pferd dieses rückenstärkende Kompliment beizubringen?</li>
<li><strong>Zusatzfrage: </strong>Manche Pferde wehren sich gegen das Kompliment: Was glaubst Du ist die Ursache für diese Gegenwehr?</li>
</ul>
<h3>Die Achtsamkeit</h3>
<p>Ich habe die Aufgabe ausgewählt, weil bei einem Zirkuskurs ein Pferd ums Leben kam und schnell der Ausrüstung die Schuld gegeben wurde. Dieser Vorfall wurde in der Presse breit diskutiert. Weil so etwas nicht vorkommen müsste, möchte ich meinen Teil dazu beitragen, dass sich ein solcher Unfall nicht wiederholt.</p>
<p><a href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2022/06/Beinlonge.jpg" title="Beinlonge"><img loading="lazy" decoding="async" class=" alignright size-full wp-image-7986" alt="Beinlonge" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2022/06/Beinlonge.jpg" style="float: right; height: 234px; width: 300px;" width="461" height="360" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2022/06/Beinlonge.jpg 461w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2022/06/Beinlonge-300x234.jpg 300w" sizes="(max-width: 461px) 100vw, 461px" /></a></p>
<p>Eine Pferdezeitschrift forderte beispielsweise, die Fußlonge in den Mülleimer zu verbannen, dabei ist diese Beinlonge gar nicht das eigentliche Problem. Die Gegenwehr ist zum einen ein Resultat fehlender gymnastizierender Vorbereitung und zum anderen eine Auswirkung des Zügels, der zeitgleich nach hinten einwirkt, wodurch das Pferd aus dem Gleichgewicht gebracht wird. Um dies zu vermeiden, empfiehlt es sich, zu zweit und mit Futter zu arbeiten.</p>
<p>Dabei sollten zuerst einzelne "Bausteine" erarbeitet, die später zum großen Ganzen - dem Kompliment - zusammengesetzt werden. Um eine mögliche Gegenwehr gar nicht erst aufkommen zu lassen, sollte etwa ein Dutzend gymnastizierender Übungen dem Kompliment vorgeschaltet werden. Diese werden<a href="https://www.youtube.com/watch?v=JzyfYLY_ZAg&amp;list=PLR4Cvt5LYbiR20jbMjH0sudrneni-_vbe" target="_blank" rel="noopener"> in dieser Playlist,</a> in der wir den Wiemers-Weg testen, vorgestellt. Der Wiemers-Weg ist ein pferdegerechtes Konzept, das von Zirkusikone Eva Wiemers entwickelt wurde. Betont werden muss, dass Fußlonge nicht gleich Fußlonge ist. Niemals darf eine normale Longe umfunktioniert werden. Eine Beinlonge muss stabil, breit und gleitfähig sein, was<a href="https://www.youtube.com/watch?v=JzyfYLY_ZAg&amp;list=PLR4Cvt5LYbiR20jbMjH0sudrneni-_vbe" target="_blank" rel="noopener"> in unserem Youtube-Test </a>ebenfalls erklärt wird.</p>
<p>Solltest Du mit Deinem Pferd Zirkuslektionen erarbeiten wollen, bedenke, <strong>dass das Kompliment die Grundübung ist, auf der alle anderen aufbauen.</strong> Dabei kommt es ganz entscheidend auf das WIE an, denn nur ein hohes Kompliment ist ein gutes Kompliment. Zirkuslegende Fredy Knie senior wäre wohl kaum auf die Idee gekommen, diese Lektion in einem Wochenendkurs zu lehren, denn er war sich darüber bewusst, dass das Erlernen dieser elementaren Übung <strong>bis zu ein Jahr in Anspruch nehmen kann</strong> (<em>zitiert nach Klaus Zeeb "Pferde dressiert von Fredy Knie - eine </em><em>Verhaltensstudie", Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek bei Hamburg, Oktober 1975</em>).</p>
<h3>Die Fachfrau</h3>
<p>Meinen Lebensunterhalt verdiene ich als Natural Horsemanship-Trainerin: Einerseits auf meiner kleinen Mini-Ranch im Bergischen Land östlich von Köln, aber auch im mobilen Unterricht beispiels in Düsseldorf, Bonn und dem benachbarten Sauerland.</p>
<p>Meine Passion ist das Westernreiten, aber gelernt habe ich das Handwerk der Redakteurin und habe einen akademischen Titel als Diplom-Medienwirtin. Um diese beiden beruflichen Standbeine zu verknüpfen, schreibe ich in der weniger arbeitsintensiven Wintersaison Bücher - einerseits Lehrbücher für den Pferdefreund, aber zuletzt auch ein journalistisches Buch mit dem Titel: <a href="https://12oaks-ranch.blogspot.com/2018/01/mein-neues-buch-tod-eines-pferdes.html" target="_blank" rel="noopener">"Tod eines Pferdes - Zirkuslektionen im Fokus"</a>, worauf obige Frage abzielt. Das Buch beleuchtet zwar den Vorfall von allen Seiten, gibt sich aber auch konstruktiv, denn Zirkusikone Eva Wiemers hat über 20 Seiten beigesteuert, die ein völlig neues Verständnis für die Königslektion Kompliment vermittelt.</p>
<p>Wer mehr über mich erfahren möchte, kann hier auch<a href="https://nicolasteiner.eu/startseite/vita.html" target="_blank" rel="noopener"> meine Vita aufrufen</a>.</p>
<p><strong><em><a id="antwort" name="antwort"></a>Und hier noch die Antwort zu Frage 1: </em></strong><em>Es sind rund 12 Übungen notwendig</em></p>
<p><strong><em></em></strong></p>
<h5><a href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2022/06/Challenge-Nicola-Steiner.pdf" target="_blank" rel="noopener">Das PDF zur Aufgabe findest Du hier</a></h5>
<hr />
<h3>Hier findest Du alle Teile der Challenge</h3>
<ul class="kopf_li">
<li><a href="https://passion.4my.horse/prioritaeten/" target="_blank" rel="noopener">Prioritäten</a></li>
<li><a href="https://passion.4my.horse/prioritaeten/" target="_blank" rel="noopener">Zirkuslektionen</a></li>
<li><a href="https://passion.4my.horse/inhaltsstoffe-beurteilen/">Inhaltsstoffe beurteilen</a></li>
<li><a href="https://passion.4my.horse/futter/">Futter</a></li>
<li><a href="https://passion.4my.horse/emotionen/">Emotionen</a><a href="https://www.4my.horse/fachbeitrag/emotionen" target="_blank" rel="noopener"></a></li>
</ul>
</div></div><div class="et_pb_image_13 et_pb_image et_pb_module et_block_module"><a href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2017/04/berni_bea_nicola_0.jpg" class="et_pb_lightbox_image" alt="Berni Zambail, Beatrice Hohl, Nicola Steiner"><span class="et_pb_image_wrap"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2017/04/berni_bea_nicola_0.jpg" width="800" height="408" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2017/04/berni_bea_nicola_0.jpg 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2017/04/berni_bea_nicola_0-480x245.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" class="wp-image-6828" alt="Berni Zambail, Beatrice Hohl, Nicola Steiner" title="Berni Zambail, Beatrice Hohl, Nicola Steiner" /></span></a></div></div></div></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das Regulieren des Reitergewichtes</title>
		<link>https://passion.4my.horse/das-regulieren-des-reitergewichtes/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Denra Dürr]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Oct 2025 16:46:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://passion.4my.horse/fachbeitrag/das-regulieren-des-reitergewichtes/</guid>

					<description><![CDATA[Denra Dürr erklärt Dir, wie das Reitergewicht den Pferderücken beeinflusst und effektive Gewichtskontrolle im Sattel gelingt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div class="et_pb_section_7 et_pb_section et_section_regular et_block_section"><div class="et_pb_row_15 et_pb_row et_block_row"><div class="et_pb_column_19 et_pb_column et_pb_column_4_4 et-last-child et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough"><div class="et_pb_text_31 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><p><!--more--></p>
<h2>Der Einfluss des Reitergewichtes</h2>
<h3>auf den Pferderücken und sein Bewegungsverhalten ist erheblich</h3>
<p><em>Autor: Denra Dürr (zuerst veröffentlicht im 2019)</em></p>
<p>Ein junges Pferd muss mit anderer Gewichtseinwirkung geritten werden als ein ausgewachsenes. Ein gut trainiertes mit starkem Rücken ist anders belastbar als ein Pferd mit schwacher Rückenmuskulatur, und bei einem Pferd mit steifem Rücken ist nochmals ein anderer Einsatz des Reitergewichtes erforderlich.</p>
<p><strong>Deshalb ist es von grossem Vorteil, wenn wir unser Gewicht im Sattel kontrollieren können.</strong></p>
<p>Hierbei geht es noch nicht um die „Gewichtshilfe“, wie man sie z. B. für halbe und ganze Paraden, Seitengänge oder die Versammlung einsetzt, sondern um das Regulieren des Körpergewichtes an sich.</p>
<blockquote>
<p>Erst indem wir Kontrolle über unser Gewicht erlangen, können wir präzise dosierte und effektive Gewichtshilfen geben!</p>
</blockquote>
</div></div></div></div><div class="et_pb_row_16 et_pb_row et_block_row"><div class="et_pb_column_20 et_pb_column et_pb_column_1_2 et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough"><div class="et_pb_text_32 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><p>Über den richtigen Einsatz von Sitzzentrum und Bein können wir in allen Gangarten und von Moment zu Moment die Belastung des Pferderückens durch unser Gewicht bestimmen – gefühlt auf das Kilo genau.</p>
<p>Dies gelingt am besten, wenn wir uns nicht mit den Knien am Sattel abstützen oder festhalten, sondern unser Körpergewicht durch die Innenseite unserer Beine in die Fussgelenke fliessen lassen. Über die Ballen der grossen Zehen balancieren wir uns dann schlussendlich in den Steigbügeln aus.</p>
</div></div></div><div class="et_pb_column_21 et_pb_column et_pb_column_1_2 et-last-child et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough"><div class="et_pb_image_14 et_pb_image et_pb_module et_block_module"><a href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2019/03/reitergewicht1.jpg" class="et_pb_lightbox_image" alt="Ausbalancieren im Steigbügel"><span class="et_pb_image_wrap"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2019/03/reitergewicht1.jpg" width="800" height="873" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2019/03/reitergewicht1.jpg 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2019/03/reitergewicht1-480x524.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" class="wp-image-7139" alt="Ausbalancieren im Steigbügel" title="Ausbalancieren im Steigbügel" /></span></a></div></div></div><div class="et_pb_row_17 et_pb_row et_block_row"><div class="et_pb_column_22 et_pb_column et_pb_column_4_4 et-last-child et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough"><div class="et_pb_text_33 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><blockquote>
<p>Wir können unser Gewicht also nicht nur auf den Sitzbeinhöckern und Schambeinästen im Sattel ausbalancieren, sondern wie bei allen Arten des entlastenden Sitzens, auch über die Fussballen im Steigbügel.</p>
</blockquote>
<h3>Leichtigkeit ist für mich der Neutralzustand des Sitzes!</h3>
<p>Ist das Pferd an einen leicht sitzenden Reiter gewöhnt, spürt es jede, auch in Abstufungen einsetzbare Gewichtshilfe sofort. Sitzt die Reiterin dagegen konstant tief und schwer, muss sie einen Weg finden, wie sie z. B. zum Angaloppieren oder für halbe Paraden noch mehr Gewicht einsetzen kann. Dies geschieht dann oft über erhöhten Kreuz- und Schenkeleinsatz in Verbindung mit Rücklage des Oberkörpers und Ziehen am Zügel.</p>
<p>Ein leichter und doch mit dem Pferd verbundener Sitz hat viele Vorteile und ist für Pferd wie Reiter eine angenehme, freundliche und schonende Art, im Sattel zu sitzen. Dieses leichte Sitzen wirkt auf das Pferd motivierend und anregend, besonders wenn sein Temperament eher ruhig ist. Hingegen kann ein etwas schwereres Sitzen ein nervöses und hibbeligen Pferd beruhigen und erden. Doch dafür muss ich mein Gewicht regulieren und im richtigen Moment ein- oder aussetzen können.</p>
</div></div></div></div><div class="et_pb_row_18 et_pb_row et_block_row"><div class="et_pb_column_23 et_pb_column et_pb_column_1_2 et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough"><div class="et_pb_text_34 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><p>In der Lernphase dieser Sitz - Technik wird hierfür der Oberkörper noch mit einbezogen. Er neigt sich beim Entlasten etwas vor (<em>Entlastungssitz</em>) und richtet sich beim Belasten wieder auf (<em>Vollsitz</em>). Hierbei sollte vermieden werden, in Rücklage zu geraten, denn dadurch würde der Pferderücken zu sehr belastet, und Verspannung wäre die Folge.</p>
</div></div></div><div class="et_pb_column_24 et_pb_column et_pb_column_1_2 et-last-child et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough"><div class="et_pb_image_15 et_pb_image et_pb_module et_block_module"><a href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2019/03/reitergewicht2.jpg" class="et_pb_lightbox_image"><span class="et_pb_image_wrap"><img alt="" loading="lazy" decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2019/03/reitergewicht2.jpg" width="800" height="897" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2019/03/reitergewicht2.jpg 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2019/03/reitergewicht2-480x538.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" class="wp-image-7140" title="reitergewicht2" /></span></a></div></div></div><div class="et_pb_row_19 et_pb_row et_block_row"><div class="et_pb_column_25 et_pb_column et_pb_column_1_2 et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough"><div class="et_pb_text_35 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><p>Nach einer Zeit des Übens wird der Reiter in der Senkrechten, also im Lot bleiben können, so dass dieses Be- und Entlasstungsspiel von aussen nicht mehr sichtbar ist.</p>
<p>Erst wenn wir das Pferd dazu gebracht haben seinen Rumpf und somit seinen Rücken aufzuspannen (<em>anzuheben</em>), ist es sinnvoll, mit erhöhter Gewichtseinwirkung im Sattel zu arbeiten.</p>
</div></div></div><div class="et_pb_column_26 et_pb_column et_pb_column_1_2 et-last-child et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough"><div class="et_pb_image_16 et_pb_image et_pb_module et_block_module"><a href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2019/03/reitergewicht3.jpg" class="et_pb_lightbox_image"><span class="et_pb_image_wrap"><img alt="" loading="lazy" decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2019/03/reitergewicht3.jpg" title="reitergewicht3" width="800" height="922" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2019/03/reitergewicht3.jpg 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2019/03/reitergewicht3-480x553.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" class="wp-image-7141" /></span></a></div></div></div><div class="et_pb_row_20 et_pb_row et_block_row"><div class="et_pb_column_27 et_pb_column et_pb_column_4_4 et-last-child et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough"><div class="et_pb_text_36 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><p>Erst in diesem „aufgespannten“ Zustand ist der Rücken des Pferdes stabil genug, den Reiter (fast) mühelos zu tragen.</p>
<blockquote>
<p>Erkennbar ist dies durch ein angenehmes Sitzgefühl und ein „Von-hinten-mitgenommen-werden“.</p>
</blockquote>
<p>Oft signalisiert ein Pferd den Verlust dieser (<em>Rumpf</em>-) Aufspannung, indem es gegen die Hand geht, sich heraushebt oder hinter den Zügel kommt. Dies liegt meist an ungünstigem Zusammenspiel von Gewichts-, Schenkel- und Handeinwirkung, aber auch an muskulärer und physischer Ermüdung, Überforderung und emotionalem Stress.</p>
<h3>Das ist der Moment – „Das Pferd braucht eine Pause!“</h3>
<p><strong>Der Verlust der Aufspannung steht zudem immer in Verbindung mit einer Störung des Energiekreislaufes,</strong> der diesen tragfähigen Spannungsbogen erschafft und aufrechterhält!</p>
<h4>In diesem Falle ist folgendes Vorgehen zu empfehlen:</h4>
<ul>
<li>den Pferderücken als Erstes entlasten</li>
<li>dann das Sitzzentrum stabilisieren und</li>
<li>mit tiefer Wade den Brustkorb des Pferdes unterstützen</li>
<li>seine Hinterbeine zum Untertreten anzuregen</li>
<li>mit ruhender und weicher Hand die „neue“, von hinten kommende Energie/Dynamik in Empfang nehmen und</li>
<li>sie in den Bewegungskreislauf des Pferdes zurückzuführen.</li>
</ul>
<p><strong>Pferd und Reiterin werden so zu einer Art Perpetuum mobile</strong>, und der Energieverbrauch für die Vorwärtsbewegung reduziert sich auf ein Minimum:</p>
<blockquote>
<p>der Freude-Faktor steigt jedoch auf ein Maximum.</p>
</blockquote>
</div></div></div></div></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Fleiss schlägt Talent</title>
		<link>https://passion.4my.horse/fleiss-schlaegt-talent/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Horst Becker]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Aug 2025 12:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://passion.4my.horse/fachbeitrag/fleiss-schlaegt-talent/</guid>

					<description><![CDATA[Horst Becker teilt sein Wissen für pferdegerechtes Training voller Liebe und Disziplin, um das Beste aus Deinem Pferd herauszuholen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div class="et_pb_section_8 et_pb_section et_section_regular et_block_section"><div class="et_pb_row_21 et_pb_row et_block_row"><div class="et_pb_column_28 et_pb_column et_pb_column_4_4 et-last-child et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough"><div class="et_pb_text_37 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h2>Bleib bei Deiner Methode</h2>
<h3>Und lass Dich nicht verwirren</h3>
<p><em>Autor: Horst Becker, Equiment - zuerst erschienen im Mai 2021</em></p>
<p><strong>Frühmorgens im Stall, wenn ich die Pferde füttere und das zufriedene Kauen und im-Heu-Wühlen das einzige Geräusch die Ruhe durchbricht, fliessen die Gedanken. Es ist die beste Zeit für mich, um nachzudenken.</strong></p>
<p><strong>Wenn ich so als Trainer unterwegs bin, dann sehe ich viele Menschen, die sich ganz viel Mühe geben, mit ihrem Pferd einen guten Weg zu haben und die in guter Energie das Pferd gesund halten wollen.</strong></p>
<h3>Auf der Suche nach DEM richtigen Weg</h3>
<p>Doch das Angebot an Trainingsrichtungen und Trainingsphilosophien ist manchmal schon für einen Profi kaum mehr zu verstehen und nachzuvollziehen. Und damit will ich nicht sagen, dass die Dinge, die man da angeboten bekommt, falsch sind. Aber manchmal macht man sie einfach zur falschen Zeit. Und manchmal nimmt man einfach zu viel aus diesem Angebot und ist zu ungeduldig. Wenn eine Sache nicht gleich funktioniert, probiert man die nächste. Man merkt dabei gar nicht, dass man sein eigenes System damit immer wieder komplett durcheinander bringt.</p>
<p>Ein Pferd zu trainieren heißt, ganz weit unten anzufangen, um sowohl emotional, wie auch körperlich eine stabile Basis aufbauen zu können. Eine Richtung zu bestimmen, diese zu verfolgen und immer wieder zu ergänzen, aber nach Möglichkeit nicht ständig in Frage zu stellen.</p>
<p>Und wenn man an einen Punkt kommt, an welchem man das Gefühl hat, es geht nicht weiter, dann muss man vielleicht ein paar Mal zurück und wieder langsam nach vorne, bis man diesen Punkt überwunden hat.</p>
<h3>Schwächen erkennen</h3>
<p>Jedes Pferd hat in seinem Körper eine grosse Schwäche und irgendwann auf dem Weg in der Chronologie der Ausbildung stösst man an diesem Punkt. Und dann muss man mit Gefühl und Geduld an dieser Stelle bleiben und arbeiten bis aus der Schwäche eine kleine Stärke geworden ist.</p>
<p>Es wäre falsch, dabei den ganzen Weg in Frage zu stellen, vor allem den Weg, den man gemeinsam gegangen ist und auf dem man kleine Erfolge erzielt hat.</p>
<p>Dieser Weg zeigt in eine Richtung und in diese Richtung muss man weitergehen. Vielleicht muss man im einen oder anderen Kreisel ein paar Runden drehen, manchmal eine Nebenstrecke gehen oder die Autobahn gegen den Feldweg ersetzen. Also langsamer gehen, die Situation und die Momente auf sich wirken lassen. Oft erzählt einem dann der eigene Bauch den richtigen Weg.</p>
<h3>Unterstützung, die passt</h3>
<p>Und wenn Du unsicher ist, dann suchst Du Dir die Hilfe, die zu diesem Weg passt und welche bereit ist, diesen Weg mit Dir zu gehen.</p>
<p>Eines ist ganz sicher im Training eines Pferdes: <strong>Erfolg kommt von Geduld, Beständigkeit und Liebe.</strong> Ein bisschen <strong>gutes Handwerk</strong> gehört dazu und vor allem <strong>Fleiss und Dizplin.</strong></p>
<blockquote>
<p>Denn Fleiss schlägt immer Talent!</p>
</blockquote>
<hr />
<h4>Zum Autor</h4>
<p>Klassische Dressur, Doppellonge, Arbeit an der Hand und Freiheitsdressur – mit Hingabe gibt Horst Becker sein Wissen rund um Pferde in Coachings, Seminaren und Vortragsveranstaltungen weiter. Pferdegerecht und im Sinne des Pferdes sind auch die Produkte, welche er in Zusammenarbeit mit erfolgreichen Partnern entwickelt. Wir freuen uns, dass wir auf dem Marktplatz von 4my.horse seine beliebten Body Move Pads (und mehr) verkaufen dürfen!</p>
</div></div><div class="et_pb_image_17 et_pb_image et_pb_module et_block_module"><span class="et_pb_image_wrap"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/07/Horst_Becker.jpg" width="2000" height="1586" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/07/Horst_Becker.jpg 2000w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/07/Horst_Becker-1280x1015.jpg 1280w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/07/Horst_Becker-980x777.jpg 980w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/07/Horst_Becker-480x381.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2000px, 100vw" class="wp-image-4155" alt="Horst Becker" title="Horst_Becker" /></span></div></div></div></div>
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