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	<title>Caroline Wolfer | Passion 4my.horse</title>
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	<title>Caroline Wolfer | Passion 4my.horse</title>
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		<title>Heilkunst mit Pferden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Caroline Wolfer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Sep 2026 06:46:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
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					<description><![CDATA[Pferde – auch domestizierte Pferde – sprechen nicht mit unserem Verstand, auch nicht mit unseren zivilisierten Verhaltensweisen. Ihre Sprache ist eine Herzenssprache und redet auch nur mit unserem Herzen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section_0 et_pb_section et_section_regular et_flex_section">
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<div class="et_pb_text_0 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Schon als Kind habe ich viel von Wildpferden geredet und allen erzählt, dass ich sie einmal zähmen werde. Das hat mir niemand geglaubt, aber heute ist das so. Es ging mir nie aus dem Kopf und ich habe meinen Traum sehr beharrlich mit vielen Herausforderungen verfolgt, bis er zur Berufung wurde. Was ich mit meiner Arbeit mitgeben will, ist die Sicherheit, dass im Leben alles möglich ist. Auf verschiedenen Ebenen.</strong></p>
<p>Seit mehr als 20 Jahren bin ich mehrere Monate pro Jahr in Argentinien, wo ich die Wildpferde kennen gelernt habe und sehr schnell erkennen konnte, wie man mit ihnen umgehen muss, um sie zu zähmen. Sie sind sehr stark mit der geistigen Welt verbunden und auch mit der der Erde. Sie wissen, wie man Informationen «von oben» herunterlädt. Ohne Wlan.</p>
<p>Wildpferde sind die Essenz der Pferde. Sie sind rein, nicht menschenbelastet durch ihre Themen, Schatten und Inkohärenzen. Sie sind tatsächlich frei. Frei von Zäunen, frei von energetischen Belastungen. Nicht nur, weil sie in der Wildnis leben. Auch wenn ich sie schon lange kenne, lerne ich immer wieder Neues dazu. Sie sind geistige Meister und wenn wir die inneren und äusseren Augen und Ohren offen haben, erkennen wir durch sie sehr viel, was wir vorher nicht wussten.</p>
</div></div>

<div class="et_pb_text_1 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h3>Die Sprache des Herzens</h3>
<p>Pferde – auch domestizierte Pferde – sprechen nicht mit unserem Verstand, auch nicht mit unseren zivilisierten Verhaltensweisen. Ihre Sprache ist eine Herzenssprache und redet auch nur mit unserem Herzen. Das ist eine ganz andere Frequenz und Schwingungsebene, als die Mentalebene. Da liegt unser Potential.</p>
<p>Unsere Herzebene ist das Zuhause unserer Seele und die hat auch einen «Radiokanal». Der ist aber leiser als unser gewohntes Kopf-Radio. Pferde helfen uns, den leisen Kanal langsam wieder zu hören und somit unsere Seele zu verstehen, ihr zuzuhören und ihren Weg einzuschlagen.<br />Weil ich diesen Weg selbst gegangen bin, schon mein ganzes Leben lang, weiss ich auch, wie rein und frei man selbst werden kann auf diese Weise. Anders gesagt: Man wird heil. Oder geheilt. Körperlich, geistig und energetisch.</p>
<p>Heilkunst ist eine Form von Kunst, deine kreativen Urkräfte und deine Anbindung an die göttliche Quelle wieder zu erwecken, damit du in deine Schöpferkraft kommst. Es bedarf dafür viele Einsichten und Verfeinerungen deiner Wahrnehmung, damit das überhaupt geschehen kann. Es ist ein Lebensweg, der sich lohnt.</p>
</div></div>

<div class="et_pb_image_0 et_pb_image et_pb_module et_flex_module"><span class="et_pb_image_wrap"><img alt="" fetchpriority="high" decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Heilpferde2.png" title="Heilpferde2" width="1920" height="1080" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Heilpferde2.png 1920w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Heilpferde2-1280x720.png 1280w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Heilpferde2-980x551.png 980w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Heilpferde2-480x270.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1920px, 100vw" class="wp-image-4410805" /></span></div>

<div class="et_pb_text_2 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h3>Mein eigener Weg als Beispiel</h3>
<p>Wenn man etwas selbst erfahren hat und durch gegangen ist, kann man es auch wahrhaftig vermitteln. So ist das bei mir.</p>
<p>Mich hat das Leben einige Male «an den Ohren genommen», um mir etwas zu zeigen. Die heftigste Lektion war meine Nahtoderfahrung. Das ist jetzt erst vier Jahre her und hat mich zu einem anderen Menschen gemacht. Jedoch musste ich ganz viele Herausforderungen meistern, sonst wäre ich nicht mehr auf der Erde. Ich lag mit Schädelbruch und Gehirnthrombose im Krankenhaus im Koma. Längere Zeit. Da ich ausserhalb meines Körpers war, sah ich den Körper von oben. Ich war im himmlischen Paradies gelandet, weiss dadurch auch bestens was Geistwesen sind und was sie alles machen für uns. Durch diese Umstände war ich vollkommen geführt von der göttlichen Quelle, welche durch mich wirkte. Die Arztprognose war, dass ich nicht mehr wieder komme. Doch da meine Hellsinne voll offen waren, wurde mir «von oben» klar gesagt, welche Medikamente ich nehmen soll, welche nicht, was ich machen soll und wohin ich gehen soll, damit ich überlebe. Ich war im Rollstuhl, konnte nicht gehen, nicht gut reden, hören und überhaupt nicht riechen. Und so würde es bleiben, hiess es im Krankenhaus.</p>
<p>«So wird es nicht bleiben!» war meine Antwort und ich fing selbst an, laufen, reden, hören und riechen wieder zu lernen. Viele Monate lang hing ich noch an einem Faden und dann wusste ich, jetzt muss ich zu den Pferden nach Hause. Die Ärzte wollten mich nicht gehen lassen in meinem Zustand, und ich hielt es energetisch nicht mehr aus im Krankenhaus. Zuhause empfing mich mein Pferd galoppierend, meine Katze, welche verschwunden war, stand vor der Tür und die Rosen blühten knallrot Ende Oktober. Ein so herzlicher Empfang von der ganzen Schöpfung, die dauernd mit mir in Herzenssprache redete, «da oben und hier unten», war herzerwärmend und bestärkte mich, hier zu bleiben. Mehr Informationen dazu kann man bald in einem weiteren Buch von mir lesen.</p>
<p>Ich beschreibe hier noch ein Beispiel, was Pferde für uns machen, wenn man das Geistwesen in ihnen hören kann: Meine Stute Reina hat mich empfangen, als ich vom Krankenhaus heimkam. Sie ist das höchst schwingende Pferd, das ich kenne. Das heisst, sie ist hauptsächlich mit der Quelle verbunden und wirkt «von oben». Man kann es auch Gott auf vier Hufen nennen.</p>
<p>Wenn ich jeweils nicht weiterwusste, wie ich meinen Körper, meine Emotionen und meine Psyche heilen konnte, fragte ich Reina. Meine linke Gehirnhälfte war ziemlich inaktiv und das verursachte unzählige Schwierigkeiten, weil sie nicht mehr wirklich steuern konnte. Ich brauchte verschiedenartig Hilfe, ging zu Reina und wir standen unter einem Wallnussbaum. Ich hatte tausend Fragezeichen um den Kopf, was Reina natürlich wahrnahm und nach Möglichkeiten suchte, mir eine Lösung anzubieten. Sie lief an mir vorbei und ich hörte es am Boden knacken. Dann lief sie um mich herum und es knackte fortwährend. Ich begriff es nicht. Beim nächsten Schritt setzte sie behutsam einen Huf auf eine Baumnuss, welche am Boden lag, stand aber nicht drauf, sondern knackte sie. Dann schaute sie mich an. Und ich sie. Fragezeichen. Also nahm sie die Baumnuss in ihren Mund und reichte sie mir hin. «Wie komisch, dass Pferde Nüsse fressen», dachte ich mir. Aber sie frass sie nicht, sondern legte sie mir in die Hand. Ich schaute die Nuss an und erkannte, dass sie die Form eines Gehirns hat. Darauf nahm sie Reina wieder und frass sie. Also hiess das, dass ich Baumnüsse essen sollte. «Ja, sagte Reina, «das ist für dein Gehirn und Chestnut Bachblüten dazu.» Nun hatte ich ihre Botschaft verstanden. Natürlich ist das nur eine von Tausenden von geistigen Botschaften, die ich erwähnen könnte. Als Beispiel zum Verstehen.</p>
<p>Aufgrund dieser Erfahrungen weiss ich, dass alles geheilt werden kann und habe eine Ausbildung kreiert, welche dir hilft, diesen Weg zu finden und zu gehen in deinem Leben.</p>
</div></div>

<div class="et_pb_text_3 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h3>Voraussetzungen</h3>
<p>Dafür musst du offen und bereit sein, deine Blockaden und Steine im Weg zu erkennen und weg zu räumen. Es ist auch ratsam, die Kanäle der Hellsinne zu öffnen und die Sprache des Herzens zu lernen. Meine Idee ist, dir zu helfen, in Zukunft dich hauptsächlich selbst heilen zu können. Der Unterricht ist nicht nur mit Pferden. Aber sie bieten sich an, als sehr direkter Kanal, wo du nicht drum herumkommst, bei dir hin zu schauen. Dafür brauchst du Zeit, Konsequenz, Kohärenz und ein offenes Herz.</p>
<p>Du darfst neue Entscheidungen treffen in deinem Leben, ganz egal wie gross oder klein diese sind.</p>
</div></div>

<div class="et_pb_image_1 et_pb_image et_pb_module et_flex_module"><span class="et_pb_image_wrap"><img alt="" decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Heilpferde3.png" title="Heilpferde3" width="1920" height="1080" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Heilpferde3.png 1920w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Heilpferde3-1280x720.png 1280w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Heilpferde3-980x551.png 980w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Heilpferde3-480x270.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1920px, 100vw" class="wp-image-4410810" /></span></div>

<div class="et_pb_text_4 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--group--divi-text--divi-font-body--h1yjkjr--nested--r060qjfx82 preset--module--divi-text--135414ef-035a-4f87-9dca-5c6d19acfbc3"><div class="et_pb_text_inner"><h2>Was die Ausbildung beinhaltet</h2>
<p>Ich habe verschiedene Module kreiert, wobei du diejenigen machen kannst, welche dich ansprechen und zu dir passen. Auf jeden Fall geht es immer darum, mit deiner Seele Kontakt aufzunehmen. Das kann über Malereien sein, Seelenschreiben, über meditative Naturverbindung und/oder mit den Pferden. Alles muss Freude bereiten, sonst fliesst es nicht.</p>
<p>Von Pferden muss man bei mir keine Ahnung haben. Sie treffen «das Rote in der Scheibe» sowieso. Zudem suchen sie in jedem Menschen die weiblichen und männlichen Urkräfte und zeigen sehr schnell an, wenn diese noch nicht oder nur zum Teil vorhanden sind. Wir werden geistig und energetisch vorarbeiten, damit deine Hellsinne sich langsam öffnen. Erst so kriegst du eine Verbindung zur Quelle, zu dir und zum Pferd.</p>
<p>Danach geht es darum, die empfangenen Eingebungen in deinem Leben umzusetzen. Wir Menschen sind auf der Erde, um unsere Berufung zu leben. Deshalb haben wir einen Körper geschenkt bekommen.</p>
<h3>Verschiedene Ebenen</h3>
<p>Mit den Pferden lernst du sowohl die telepathische Kommunikation, aber auch die körperliche. Beide Ebenen sind wichtig und ich helfe dir auch, sie zu verbinden. So wirst du eins mit dir, den Pferden und der Natur. In der Einheit gibt es keine Krankheiten mehr, wahre Probleme auch nicht.</p>
<p>Als optionales Schlussmodul kannst du mit mir nach Patagonien zu den Wildpferden kommen. Da wirst du auf höhere Stufe geprüft, ob du die vorherigen Module begriffen hast. Denn Wildpferde sind um ein Vielfaches feinfühliger und hellsichtiger als domestizierte Pferde, reagieren auf jeden Millimeter Bewegung und auf jeden Gedanken.</p>
<p>Für mich ist das die beste «Droge». Schöner gesagt ist es eben eine Kunst, die heilt.</p>
<p>Du stehst vor einem Wildpferd und es spricht mit deiner Essenz. Denn auch wir Menschen waren einst eine Urnatur, genauso verbunden mit der Quelle und den Urkräften wie die Wildpferde. Auch wenn du dich nicht mehr daran erinnerst, was die Ur-Essenz der Menschheit ist.</p>
<h3>Bewusstseins-Erweiterung</h3>
<p>Ich kann meine Arbeit auch als eine Erweiterung des Bewusstseins nennen. Kein Pferd ist unbewusst. Schon gar nicht ein Wildpferd, sonst wäre es nicht überlebensfähig. Wenn du unbewusst in deine Gedanken abschweifst, wird das sofort erkannt und du wirst daran erinnert, dass du «weg gegangen bist». Das ist eine nette Erinnerung an das bewusste Hier Sein. Nach einiger Übungszeit wird das wieder zur Normalität, hier im Jetzt zu sein. Was für uns einmal normal war. Du wirst durch die Pferde auch wieder daran erinnert und ermahnt, was wir daraus gemacht haben.</p>
<blockquote>
<p>Je mehr Bewusstes Sein, desto mehr in der Einheit, desto lichter und leichter wirst du und dein Leben. Das ist die Heilkunst.</p>
</blockquote>
</div></div>
</div>
</div>
</div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Aberglaube</title>
		<link>https://passion.4my.horse/aberglaube/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Caroline Wolfer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Aug 2026 05:58:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
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					<description><![CDATA[Überall auf der Welt gibt es Pferde – aber auch Männer, die meinen, so ein Tier müsse unterworfen sein, damit es sich reiten lasse. ­Caroline Wolfer praktiziert den umgekehrten Weg. Sie hat gelernt, die subtile Sprache der Pferde zu verstehen und zu führen wie eine Leitstute.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section_1 et_pb_section et_section_regular et_block_section">
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<div class="et_pb_text_5 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h4>Unterwegs auf 6 Beinen - Teil 2</h4>
<h2>Leseprobe aus "Die Pferdin"</h2>
<p><strong><em><a href="https://passion.4my.horse/dona-carolina-die-gauchos-warten-auf-sie/" target="_blank" rel="noopener">Teil 1 kannst Du hier nachlesen</a></em></strong></p>
<p><em>Autorin: Caroline Wolfer, natural horses, erstveröffentlicht im September 21 auf 4my.horse</em></p>
<p>Das fuchsfarbene Pferd im steinernen Gehege drängte sich in die hinterste Ecke des Mauergevierts. Möglichst weit von uns entfernt, äugelte es herüber, sich noch nicht sicher, was es von der Situation halten sollte. Seine Gefühle trafen sich mit den meinen. Die Gefühle standen zusammen in der Mitte des Geheges und schienen sich zu unterhalten. «Was machen wir hier? Sollen wir lachen oder weinen?» Und sie fragten sich, ob sie wohl gesehen würden.</p>
<p>Und dieses Versteckspiel fand nicht allein im Gehege statt. Aus den Augenwinkeln sah ich, wie hinter jeder Ecke der uralten Steinmauern Augen hervorlugten, oder Haarbüschel, als hätten die Steine Augen bekommen. Im Dorf der Angestellten war es still. Da war niemand. Nicolas hatte den Angestellten zwar gesagt, dass ich keine Zuschauer wünschte. Das, was hier geschah, war aber die Attraktion.</p>
<p>Man hörte förmlich die Steine aufeinander stehen. Ich hielt meinen Fokus auf den kleinen Fuchs gerichtet. Seine Anwesenheit beruhigte mich, meine Anwesenheit beruhigte ihn. Die Augen zwischen den Steinen rückten in den Hintergrund, wurden unwesentlich. Das erschrockene Pferd war einem Menschen noch nie so nahe gewesen. Zwölf Meter standen wir voneinander entfernt. Mehr erlaubte der extra für den Kurs erbaute Korral nicht. Der Fuchs war eines von zehn Pferden, die wir mit den Gauchos einreiten sollten.</p>
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<figure class="wp-block-image is-resized"><a class="fmh-colorbox rechts" href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/rit.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="470" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/rit.png" alt="Unterwegs in der rauen Landschaft" class="wp-image-7875" style="aspect-ratio: 1.702127659574468; width: 800px; height: auto;" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/rit.png 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/rit-480x282.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" /></a></figure>
<p><!-- /wp:image --></p>
<p>Ich fühlte aus meinem Bauchnabel ein unsichtbares Band wachsen, das sich sogleich mit dem Nabel des Pferdes verband. Der Tanz konnte beginnen. Die Energie der fünf über den Zaun gelehnten Gauchos verriet mir, dass sie gerne eine Niederlage gesehen hätten. Doch der Fuchs hielt mich, an unserem Band gab es nichts zu rütteln. Mit der Dramaturgie von Tangotänzern bewegten wir uns synchron in die eine oder andere Richtung, so langsam wie wir konnten. Der Tanz nahm sich die Zeit, die es dafür brauchte. Bis wir nebeneinanderstanden. Keiner wollte nichts vom anderen. Wir standen nur da in innerer Berührung. Die Tasthaare der Pferdenase fuhren über die Haare meiner Arme. Dann ein leises Pusten. Eine wiederholte Berührung. Ich fühlte die Erlaubnis des Fuchses, meine Hand zu heben und ihn ebenfalls zu berühren.</p>
<p>Kurz darauf war das Halfter am Pferdekopf. Und wir standen da. Mit dem unsichtbaren Band, das nur noch einige Zentimeter lang war. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich meinen Blick erhoben. Das hätte das Pferd eingeschüchtert. So sah ich auch nicht, ob noch Zuschauer da waren oder ob sie schon alle beim Mittagessen saßen. Als ich mich dankend vom Pferd abwandte, waren alle noch genau gleich über den Zaun gelehnt, die Augen immer noch in den Steinen.</p>
<p>Ich hatte nichts gesprochen. Es gab nichts zu sagen. Außer:</p>
<blockquote>
<p>«Blickt den Pferden nicht in die Augen.»</p>
</blockquote>
<p>Leandro war der ehrgeizigste der fünf Gauchos.  Ich merkte, wie schwer erträglich es ihm war, dass eine Frau etwas konnte, was er nicht konnte. Deshalb wollte er zuerst arbeiten. In den Korral ließen wir eine Palominostute. Ihre beiges Fell und die weiße Mähne glitzerten. Es war eines der schönsten der zehn Pferde. Leandros Blick war stechend, herausfordernd, durchdringend. Ich wusste, dass wenn er diesen Blick bei den Pferden anwendete, er sie alle in die Flucht schlagen würde. Doch der junge Gaucho war talentiert und mit einer guten Intuition ausgestattet. Er wusste meine Bewegungen gut nachzuahmen, und die Stute ging ein paar Mal auf seinen Tanz ein.</p>
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<figure class="wp-block-image is-resized"><a class="fmh-colorbox rechts" href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/braune.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/braune.jpg" alt="wilde Schönheiten" class="wp-image-7876" style="aspect-ratio: 1.5009380863039399; width: 800px; height: auto;" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/braune.jpg 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/braune-480x320.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" /></a></figure>
<p><!-- /wp:image --></p>
<p>Sein Problem war die Geduld. Jedes Mal, wenn er ihr näher kam, wollte er sie berühren, und das Pferd galoppierte erschrocken in die entfernte Ecke. Bald war sein Frust zwischen der Einzäunung spürbar. Seine Finger klammerten sich zunehmend mehr um das Lederhalfter. Die Stute wurde immer nervöser. Das Spiel schlug eine falsche Richtung ein. Auf einmal stapfte Leandro mit großen Schritten auf mich zu, drückte mir wütend das Halfter in die Hände und sagte herausfordernd:</p>
<blockquote>
<p>«Ich will noch einmal zuschauen, wie das geht.»</p>
</blockquote>
<p>Dieses Spiel kannte ich gut. Sie wollten bewiesen haben, dass ich etwas konnte, was sie nicht konnten.</p>
<p>oggeli stieg mit mir ins Gehege. Er flüsterte: «Geh nicht auf das Spiel ein. Verbinde dich mit meinem Herzschlag.» Mein Puls wurde ruhiger, die Nüstern der Palominostute auch. Bald stand sie mir gegenüber. «Jetzt», sagte sie. Und ich legte ihr den Strick über den Hals. Auch wenn ihr Fell überall zuckte, war sie bereit. Ich hätte ihr in diesem Moment das Halfter nicht angezogen, wäre ich alleine gewesen, denn sie war an der Grenze dessen, was ihr möglich war. Ich bat sie innerlich, es diesmal zuzulassen, es sei wichtig. Und so half sie mir, duldete meine Hände, das Leder, die ungewohnte Einengung. Ein Aufatmen ging durch unsere Körper, während sich außerhalb unserer Blase Groll ansammelte wie ein aufziehendes Gewitter. Es war nicht der Zeitpunkt, weiterzufahren.</p>
<p>Ich war mir nicht sicher, ob ich in dieser Nacht gut aufgehoben war alleine im meinem Zimmer. Im Dorf der Gauchos war ich zum wichtigsten Gesprächsthema geworden. Die Frauen beteten in der Dorfkapelle, auf dass sie «sehen» konnten. Eine große Verwirrung war entstanden. Meine Gefängniszelle war zum Zufluchtsort für mich geworden, und ich hoffte, dass von außerhalb niemand die Schlüssel zu meiner Zelle hatte. Angst holte meinen Körper ein wie eine Meereswelle, vor der du nicht wegschwimmen kannst.</p>
<p>Frühmorgens wurde ich geweckt durch Hundegebell. Kurz darauf hallten Stiefelschritte, und ich vernahm ein Poltern gegen meine Tür. «Doña Carolina, Doña Carolina!» Es war Leandros Stimme. Mir stellten sich die Nackenhaare auf. Ich rührte mich nicht. Und wieder: «Doña Carolina, Doña Carolina!» Die Stimme flehte. Ich öffnete die Tür einen Spalt breit. Er habe es nicht gewollt, schrie er. Leandros Augen waren verzerrt vor Angst, er bat mich um Vergebung. Ich verstand nichts. Seinen wirren Sätzen konnte ich entnehmen, dass er nachts mit der Palominostute gearbeitet hatte, sie dabei aber anblickte, worauf er einer höheren Kraft erlag – so nannte er es. Darauf habe er sie mit einem Stock geschlagen, bis das Tier über den Zaun sprang und sich davon machte. Er habe das so nicht gewollt und bitte mich darum um Vergebung.</p>
<p>Langsam, Tröpfchen für Tröpfchen, rieselte es in mich ein, und ich begann, die Informationen zusammenzuspinnen.</p>
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<figure class="wp-block-image is-resized"><a class="fmh-colorbox rechts" href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/schwarzer.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/schwarzer.jpg" alt="Dunkler" class="wp-image-7877" style="aspect-ratio: 1.5009380863039399; width: 800px; height: auto;" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/schwarzer.jpg 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/schwarzer-480x320.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" /></a></figure>
<p><!-- /wp:image --></p>
<p>Nicolas erschien mit wütender Miene neben Leandro und wollte ihn wegzerren. Doch der verzweifelte junge Mann hielt sich am Türrahmen fest und fragte mit Zittern in der Stimme:</p>
<blockquote>
<p>«Warum haben Sie gesagt, dass man den Pferden nicht in die Augen schauen dürfe? Ist das ein ‹Geheimnis›?»</p>
</blockquote>
<p>Ich blickte fragend zu Nicolas. Dieser kapierte und gab zur Antwort: «Ja, das ist ein ‹Geheimnis›.»</p>
<p>Es schien, dass das Leben zurückfloss in den jungen Mann vor der Tür. Sein verzerrtes Gesicht wechselte seine Farbe von einem Gipston zu Bordeaux. Ich lächelte ihm zu, und dabei spürte ich das gleiche Band, das mich mit den Pferden im Gehege verband.</p>
<p>Die Stimmung des folgenden Tages war angespannt. Das ganze Dorf wusste vom Vorfall. Leandro schämte sich zutiefst, sein Blick bohrte sich in den Boden. Wie ein kleiner Junge, der bei einem Streich ertappt worden war. Er tat mir leid. Ich ließ mir nichts anmerken. Hinter jedem Stein der Mauer steckte ein Augenpaar. Immer noch. Angespannter denn je. Alle erwarteten, dass ich wütend sei. Dass ich ihn tadeln würde. Das tat ich genau so wenig, wie ich es mit einem Pferd tun würde. Und dann kam der Braune in den Corral. Ein kleiner Hengst, mit dem Leandro arbeiten wollte. Wir waren schon so weit, dass er gesattelt werden konnte. Er war ein eher ruhiges Pferd, ließ auf keine  Anzeichen von Nervosität schließen. Ich erkannte, wie wichtig es war, in ganz kleinen Schritten vorzugehen, damit dieses Pferd von Anfang an keine schlechten Erfahrungen machte.</p>
<p>Der Braune verfolgte jede meiner kleinsten Bewegungen aus den Augenwinkeln. Er begutachtete meinen Atem, wo er hinfloss, und wehe, der Atem blieb mir in der Brust stecken! Sogleich war es an der Körperhaltung des Pferdes abzulesen. Ich folgte den Anweisungen des Braunen, in die Füße zu atmen. Er folgte meinen körperlichen Zeichen, gab wiederum Anweisungen. Den rechten Fuß etwas zurück, sonst war der Druck zu viel. Die Augen senken. Zwischen uns war ein ständiger Kommunikationsfluss, der von außen jedoch wohl kaum sichtbar war. Gleichzeitig legte ich in behutsamstem Tempo die Satteldecke auf seinen Rücken, ein bisschen vor, ein bisschen zurück. Seine Ohren spielten. Kaum nahm ich eine gespannte Regung in seinen Augen wahr, hielt ich inne. Entspannten seine Augen sich wieder, machte ich weiter.</p>
<p>Dann der Gurt. Behutsam ließ ich ihn auf der einen Seite runter, darauf bedacht, dass er das Vorderbein nicht berührte. Die Chancen, dass er sonst in die Luft sprang und der Sattel im hohen Bogen durch die Luft flog, wären groß gewesen. Den Sattelgurt unten durchführen, ohne beim Bücken eine brüske Körperbewegung zu machen. Weiter atmen. Achtung beim Berühren des Bauches, innehalten. Ich führte den Gurt in Richtung Schnalle auf meiner Seite, um ihn anzuknoten. Zum x-ten Mal verfluchte ich in mir das rohe Leder der Gauchosättel, das extrem rau in den Fingern lag und sich überhaupt nicht fließend handhaben ließ. Den Knoten zog ich erst ganz locker an. Wenn der Braune springen würde, so geschähe es in dem Moment, wenn er zum ersten Mal den Gurt am Bauch spürte. Das ist ein kritischer Punkt.</p>
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<figure class="wp-block-image is-resized"><a class="fmh-colorbox rechts" href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/herde.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="430" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/herde.png" alt="Herde" class="wp-image-7878" style="aspect-ratio: 1.8604651162790697; width: 800px; height: auto;" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/herde.png 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/herde-480x258.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" /></a></figure>
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<p>Noch ein klein wenig nachziehen, aber nicht zu viel. Seine Augen gaben mir den Rhythmus vor. Sie waren der Druckmesser. Ich konnte noch ein bisschen mehr. Besser, denn würde er bei der nächsten Bewegung bocken, so wäre es gut, wenn der Sattel oben bliebe. Geschafft. Ich atmete aus. Der Braune auch.</p>
<p>Leandro immer noch hinter mir, war dem Geschehen aufmerksam gefolgt. Gerne hätte er das selber machen wollen, aber das war nicht der richtige Moment dafür, und schon gar nicht wäre es der Augenblick für eine Niederlage gewesen, falls ihm etwas misslingen würde.</p>
<p>Einige Tage darauf. Je zwei Augen hinter jedem Stein. Diesmal war Leandro an der Reihe. Er wollte auf den Braunen aufsteigen. In ihm vibrierte es, nicht nur vor Nervosität. Da war ein Wall aus gemischten Emotionen, den er kaum mehr im Zaum zu halten vermochte. Pferde sind Meister im Erkennen von Emotionen, in erster Linie von unterdrückten.</p>
<p>Ich konnte es ihm nicht beibringen. Diese Sprache verstanden Gauchos nicht. Für sie gab es keine Gefühle. Dafür hatten sie keinen Platz. Was sollte ich tun? Dem Braunen sträubten sich fast die Haare. Erkannte Leandro das denn nicht? Sollte ich eingreifen? Ich entschied, dem Geschehen seinen Lauf zu lassen. Ein Stiefel im Steigbügel. Die Augen des Braunen rollten sich. Ein Hüpfer von Leandro – viel zu impulsiv – mit der Absicht, auf dem Rücken des Pferdes zu landen. Der Braune schaffte es nicht mehr, sich zu beherrschen, und Millisekunden später flog er in die Luft, mit allen vieren zugleich, das Maul und die Augen aufgerissen, den Mann zwischen Steigbügel und Sattel mit sich reißend. Ein paar Hüpfer mehr, von einem Rand des Korrals in den andern. Dann eine Staubwolke.</p>
<p>Ich wollte, die Wolke hätte sich nie gelüftet. Ich wusste nicht, was dahinter zu erwarten war. In Leandros verzerrter Miene überwog die Wut. Vielleicht hatte er Schmerzen, doch spürbar bis übers Dorf hinaus war die Wut. Wie eine schwere Gewitterwolke verdüsterte sie alles und drohte zu platzen. Doch Leandro beherrschte sich. Seine Schritte waren trotzig, die Sporen an den Stiefeln klimperten. So schritt er auf mich zu. Ich wusste nicht, wie ich es hätte anstellen sollen, um der erdrückenden schwarzen Wolke zu entfliehen. Worte waren überflüssig. Sein Blick war eindeutig. Ich verstand.</p>
<p>Mit leisen, aber bestimmten Schritten näherte ich mich dem verstörten Braunen. Es war ungeschickt, wenn einem Pferd beim ersten Mal Aufsteigen so etwas widerfuhr. Das wusste ich. Der Druck der noch dunkleren Wolke außerhalb des Korrals war kaum auszuhalten. Wenn ich jetzt nicht aufstieg, glaubte mir niemand mehr. Das wusste ich auch.</p>
<p>Der Atem in den Füßen. Mein Blick nach innen gerichtet. Da drinnen war es ruhig. Da drinnen schien die Sonne. Da drinnen fand ich, was ich in dem Moment brauchte. Es steuerte mich. Ein bisschen Gewicht auf den Steigbügel geben, ein behutsamer Hüpfer. Ich hatte keine Ahnung was ich tat. Es steuerte mich. Ich fand mich auf dem Pferd wieder. Es war ruhig. Es schnaubte. Die Steuerung schien aufgehoben. Ich nahm wieder wahr.</p>
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<figure class="wp-block-image is-resized"><a class="fmh-colorbox rechts" href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/gaucho.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="440" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/gaucho.png" alt="Gaucho" class="wp-image-7879" style="aspect-ratio: 1.8181818181818181; width: 800px; height: auto;" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/gaucho.png 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/gaucho-480x264.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" /></a></figure>
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<h2>Ponyreiten mit Gaucho</h2>
<p>Das Dorf war freundlich. So schien es mir. Die skurrile Situation störte diesmal niemanden. Ich führte einen Gaucho auf einem Pferd spazieren. Tatsächlich. Einmal, als ich es merkte, musste ich beinahe laut rauslachen. Leandro saß auf dem Braunen. Ich auf einem «caballo manso», einem zahmen Pferd. Ich hielt den Braunen an einem langen Führstrick, was ihm Vertrauen gab. Ich glaube nicht, dass so etwas je vorgekommen war. Eine Frau, die einen Gaucho Ponyreiten führt.</p>
<p>Doch das Dorf war freundlich.</p>
<p>Von da an waren alle freundlich. Leandro zeigte mir, wie man Halfter knüpft. Wenn es regnete, knüpfte man Halfter. Mit unglaublicher Hingabe und Konzentration schnitt er das Leder in feine Streifen. Diese wurden dann an einen Nagel gehängt, damit man sie knüpfen konnte. Eins oben, dann eins unten und dann rundherum. Ich eiferte seinen gewandten Fingern nach, um sie zu imitieren. Immer wieder verpasste ich den letzten Schritt und musste von vorne anfangen. Doch vermied ich es, dauernd zu fragen. Gauchos fragen nicht, und sie verstehen sich auch nicht darauf, etwas zu erklären. Sie lernen beim Zuschauen. Sie beobachten und ahmen nach. Wie Kinder. So versuchte ich, dies auch zu tun: «Eins oben, eins unten und rundherum.» Es bildete sich tatsächlich ein schön aussehender Knoten, und aus den Lederstreifen wurde ein kleines Kunstwerk, das aussah wie eine verzierte Schlange. Die Zeit war stehen geblieben.<br />¨<br />Gestern hatten wir alles Lederzeug sauber geputzt und eingefettet. «Nimm von dem Herz», hatte mir Leandro gesagt, worauf ich ihn fragend anschaute: «Welches Herz denn?» «Na, das Fett ist im getrockneten Herz, das dort hängt!» Ich blickte mich in der Sattelkammer um, und dort hing tatsächlich ein für mich undefinierbares Organ mit schmierigem Zeugs drin. Der ungewohnte Anblick, verbunden mit dem übelriechenden, noch nicht alten Fett, ließ mich die Nase rümpfen. Ich brauchte eine Weile und ein paar Meter Leder, bis ich meine Finger vorbehaltlos reinstecken konnte, sie mit dem Fett vollschmierte und über das Leder zog. «Das Leder sollte glänzen. Schließlich ist es für das Fest.» Leandros Augen glänzten. Das Fest. Seit Tagen sprach er nur noch von dem Fest. Alles wurde dafür vorbereitet. Für das Fest hatten wir Halfter geknüpft. Alles geputzt. Kühe geschlachtet, ein Riesenloch ausgehoben, um die Kühe darin zu vergraben, mit Gemüse und allem Möglichen gefüllt, und alles wieder zugedeckt. Oben drauf kam ein Feuer. In dem Loch wurden die Tiere mehrere Tage gegart wie in einem großen Backofen. Für das Fest.</p>
<p>Die Pferde waren prachtvoll herausgeputzt. Das in stundenlanger Arbeit geknüpfte und mit Rinderfett polierte Lederzeug wurde nur einmal im Jahr für den Umzug verwendet. Leandro lächelte mir zu. Voller Stolz saß er auf der Palominostute, deren glitzerndes, beiges Fell und die weiße Mähne noch schöner geworden waren. Ich durfte den Moro reiten, ein dunkelgraues Pferd von Leandro. Für den Umzug hatte er mir eigens ein Lasso und ein Halfter geknüpft. Lederarbeiten waren eine Spezialität der Gauchos. Mit viel Sorgfalt wussten viele von ihnen wahre Kunststücke herzustellen. Die Arbeit füllte die Regenwettertage, an denen es keinen Sinn machte, mit den Tieren zu arbeiten.</p>
<p>Ich war die einzige Frau am Umzug. Frauen waren am höchsten Fest des Jahres als Reiterinnen nicht erlaubt, sie hatten auch sonst nichts mit Pferden zu tun. Ich fühlte mich zutiefst geehrt. In einen weißen Poncho eingekleidet, der das halbe Pferd bedeckte. Ein schwarzer Hut, der mir Schatten spendete. Nur Gesandte vom Himmel würden die «Geheimnisse» kennen, erklärte mir Leandro. Und solche Botschafter hätten für Gauchos kein Geschlecht.</p>
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<figure class="wp-block-image is-resized"><a class="fmh-colorbox rechts" href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/himmel.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="669" height="502" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/himmel.jpg" alt="Mein Reitpferd" class="wp-image-7880" style="aspect-ratio: 1.3326693227091633; width: 669px; height: auto;" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/himmel.jpg 669w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/himmel-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 669px, 100vw" /></a></figure>
<p><!-- /wp:image --></p>
<hr />
<h3 class="wp-block-heading">Die Pferdin</h3>
<p><!-- /wp:heading --></p>
<blockquote>
<p>Lust darauf, mehr zu lesen?</p>
</blockquote>
<p class="rtecenter"><strong><a class="btn btn-default" href="https://www.natural-horses.com/buecher" target="_blank" rel="noopener">Das Buch kannst Du hier bestellen</a></strong></p>
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</div></div>
</div>
</div>
</div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>«Doña Carolina, die Gauchos warten auf Sie.»</title>
		<link>https://passion.4my.horse/dona-carolina-die-gauchos-warten-auf-sie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Caroline Wolfer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Aug 2026 05:38:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Geruch von Pferdenasen – Caroline Wolfer kann sich ein Leben ohne Pferde nicht vorstellen. Bereits als Kind galoppierte sie auf allen Vieren durchs heimische Wohnzimmer. Ihr Weg führte sie nach Feuerland und ihre einzigartigen Erlebnisse hat sie nun in einem Buch festgehalten!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section_2 et_pb_section et_section_regular et_block_section">
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<div class="et_pb_text_6 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h2>Unterwegs auf 6 Beinen - Teil 1</h2>
<h3>Leseprobe aus "Die Pferdin"</h3>
<p>Der Geruch von Pferdenasen – Caroline Wolfer kann sich ein Leben ohne Pferde nicht vorstellen. Bereits als Kind galoppierte sie auf allen Vieren durchs heimische Wohnzimmer. Dabei fühlte sie sich eher wie ein Pferd denn als Mensch. Diesem Verständnis ihrer selbst ist sie bis heute treu geblieben. Überall auf der Welt gibt es Pferde – aber auch Männer, die meinen, so ein Tier müsse unterworfen sein, damit es sich reiten lasse. ­</p>
<p>Caroline Wolfer praktiziert den umgekehrten Weg. Sie hat gelernt, die subtile Sprache der Pferde zu verstehen und zu führen wie eine Leitstute. In Feuerland verbrachte sie Monate abgeschieden auf einer Außenstation bei einem Gaucho mit Wildpferden und Rindern. Diese einmalige Zeit bildet die Rahmenhandlung zu ihren Geschichten von Begegnungen mit Pferden in aller Welt. Heute lebt Caroline Wolfer im Berner Oberland. Auf ihrem Pferdehof führt sie Menschen zu einer innigen ­Begegnung mit diesen sensitiven Tieren.</p>
<figure class="wp-block-image is-resized"><a class="fmh-colorbox rechts" href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/08/landschaft_01.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="349" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/08/landschaft_01.jpg" alt="raue Bedingungen" class="wp-image-7869" style="aspect-ratio: 2.865329512893983; width: 1000px; height: auto;" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/08/landschaft_01.jpg 1000w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/08/landschaft_01-980x342.jpg 980w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/08/landschaft_01-480x168.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1000px, 100vw" /></a></figure>
<p><em>Autorin: Caroline Wolfer, natural horses, im August 2021 auf 4my.horse veröffentlicht</em></p>
<p><em>«Was hast du mit meinem Sattel gemacht?»</em> Huinca wusste noch immer nicht wohin mit seinem Frust. Einem Gaucho sollte man nie sein Sattelzeug anfassen, das war heilig. Ich wusste das, aber in diesem Moment war es mir egal. Früher hätte ich dazu eine Diskussion gestartet und mich in Frust und Wut verstrickt, hätte mich wie eine Mücke in einem Spinnennetz verfangen und sämtliche Energie darauf verwendet, mich aus dem Netz freistrampeln zu wollen.</p>
<p>Nun liess ich davon ab. Selbst für eine Frau konnte es gefährlich sein, sich mit einem Gaucho auf die Weise anzulegen. Diese Lektion meinte ich gelernt zu haben.</p>
<p>Ich erinnerte mich an Leandro, den jungen Gaucho, der auf der riesengroßen Estancia <em>«Los Arboles»</em> in Salta Pferde einritt. Ich war vom <em>«Patron»,</em> dem Besitzer, angefragt worden, ob ich seinen fünf Bereiter-Gauchos zeigen könnte, wie man Pferde auf natürliche Weise einreitet. Blauäugig, wie ich mit meinen 26 Jahren war, dachte ich, mein Mädchentraum hätte mich aufgespürt.</p>
<p>Ich fand es großartig, dass der Patron, ein sehr reicher Europäer, der diese traditionsreiche Estancia vor Kurzem gekauft hatte, Wert  auf ein gewaltloses Einreiten legte. Ihm war aufgefallen, dass sich keines der 500 auf der Estancia lebenden Pferde einfach so anfassen ließ und man sie auf der Weide jeden Tag von Neuem mit dem Lasso einfangen musste. Dieses Verhältnis behagte vor allem seiner leicht ängstlichen Frau nicht. Also starteten wir dieses Projekt.</p>
<p>Es war eine argentinische Kollegin, die mich ihm empfohlen hatte. Damals wohnte ich mit meinen Pferden in Spanien, und bei einem Ferienaufenthalt in Argentinien hatte es sich ergeben, dass ich Gauchos gezeigt hatte, wie man Pferde schonend einritt. Die Nachricht davon hatte sich wie ein Lauffeuer verbreitet.</p>
<figure class="wp-block-image is-resized"><a class="fmh-colorbox rechts" href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/08/joinup.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="404" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/08/joinup.png" alt="Arbeit im Corall" class="wp-image-7870" style="aspect-ratio: 2.4752475247524752; width: 1000px; height: auto;" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/08/joinup.png 1000w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/08/joinup-980x396.png 980w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/08/joinup-480x194.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1000px, 100vw" /></a></figure>
<p> </p>
<p>Leandros scharfer Blick wanderte zu meiner rechten kleinen Zehe runter, von dort zum linken Knie, dann hinauf über den rechten Arm bis zum Kopf, wobei er sorgfältig jeden Augenkontakt vermied. Ein Schaudern lief mir den Rücken hinunter. Doch ich hatte keine Zeit, darauf zu achten. Ich schaute mir zu, wie ich vor fünf Gauchos stand, zu meiner Rechten Nicolas, der <em>«Encargado»,</em> der die mehr als hundert Leute auf der Estancia führte. Ich wusste in dem Moment nicht, ob ich in meinem Körper war oder irgendwo anders. Die Knie wurden mir weich, und bald stand ich da wie ein leerer Kaffeeautomat, aus dem nichts mehr rauskam.</p>
<p>Nicolas präsentierte mich als bekannte Bereiterin aus Europa, die gewillt war, mit den Männern von Los Arboles ihr Wissen zu teilen. Danach zeigte er ihnen ein Video von mir, wie ich auf einem meiner Pferde ohne Sattel und Zaum über Hindernisse sprang.</p>
<blockquote class="wp-block-quote">
<p>«Wie konnte er nur! Was für eine Lüge! Ich war doch in Europa gar nicht bekannt!»</p>
</blockquote>
<p>Das machte alles nur noch schlimmer. Mir wurde schwarz vor Augen. Nur mühsam blieb ich auf den Beinen stehen, und ich verfluchte mich selbst, mich in diese Situation begeben zu haben.</p>
<p>Die zehn Augenpaare der Gauchos verfielen nicht etwa ins Staunen, sie verengten sich zu kleinen Schlitzen, Blitze zuckten aus ihnen und versuchten mich zu einem elenden Haufen Kohle niederzubrennen. Die überhebliche Präsentation meiner Person hatte die stolzen Gemüter der Männer in Schwarz verletzt.</p>
<p>Ich kannte das Spiel von früheren Erfahrungen mit Gauchos: Versuche bloß nicht, etwas besser zu wissen oder ihnen demonstrieren zu wollen. Nur schon den leisesten Gedanken von <em>«Ich werde es ihnen zeigen»</em> warfen diese harten Männer mit Unmut und Trotz zurück.</p>
<figure class="wp-block-image is-resized"><a class="fmh-colorbox rechts" href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/08/work.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/08/work.jpg" alt="Sanfte Annäherung" class="wp-image-7871" style="aspect-ratio: 1.3333333333333333; width: 800px; height: auto;" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/08/work.jpg 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/08/work-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" /></a></figure>
<p> </p>
<p>Ich wusste nicht, wie ich mich dem Spiel hätte entziehen können. Und man hatte mir schlechte Karten zugeteilt. In dieser Lage sah ich mich irgendetwas erzählen darüber, dass Pferde ihre eigene Sprache hätten und wir diese erlernen sollten, um sie einzureiten. Keiner der Gauchos schien mich zu verstehen. Sie konzentrierten sich vielmehr auf die Erzeugung von immerfort aus ihnen schießenden Blitzen, um den Brand aufrechtzuerhalten.</p>
<p>Die Zeit schien kein Ende zu nehmen, die Blitze auch nicht. Nach einer Ewigkeit wurde ich zum Haupthaus der Estancia gebracht. Diese traditionelle, sehr große Estancia bestand aus einem Haupthaus mit üppigem Park und allem Luxus für den Besitzer und seine Gäste. Die Angestellten wohnten in ihrer eigenen kleinen Gemeinschaft etwas weiter davon entfernt. Oft hatten sie in ihren Häusern weder Strom noch Toiletten, und sie kochten in gemeinschaftlichen Lehmöfen.</p>
<p>Diese Klassenunterschiede waren mir fremd. Ich fühlte mich nicht wohl in der Rolle, zu den «Besseren» zu gehören. Wenn eine Angestellte leise in mein Zimmer schlich, um Feuer im Kamin zu machen, getraute ich mich nicht aufzuschauen.</p>
<p>Eine andere junge Frau fragte mich jeden Tag nach meinen Kleidern. Ihr Job war es, Kleider zu waschen und Stiefel zu putzen. Auf ein Gespräch ließen sich die Angestellten nicht ein, schon gar nicht, nachdem ich ihnen erklärt hatte, dass ich üblicherweise meine Kleider selber wusch.</p>
<p>Bald merkte ich, dass es beleidigend war, sie ihren Job nicht ausführen zu lassen. Und dass sie mich nicht einzuordnen wussten, wenn ich mir die Kleider nicht waschen ließ. Mit gesenktem Blicken und kleinen, schnellen Schritten machten sie sich an ihre Arbeit.</p>
<p>Es klopfte an meiner Tür. Ich war vor Erschöpfung eingeschlafen. In der Tür stand eine geduckte Frau und hielt Kleider in den Händen. <em>«Doña Carolina»</em>, sagte sie leise. Man hatte mich als solche vorgestellt. <em>«Ich habe Ihre Kleider fertig.»</em> Unter Gauchos und deren Frauen wurden meist Höflichkeitsformen verwendet. Elisa, die Schneiderin, drückte mir meine neuen maßgeschneiderten Gauchohosen in die Hand, eine weiße Bluse und neue Lederstiefel. Mit gemischten Gefühlen nahm ich das wunderschöne Gewand entgegen und dankte ihr von Herzen.</p>
<p>Ich saß auf dem Bett. Erstarrt. Meine Uniform lag neben mir und wartete darauf, getragen zu werden. Ich wäre am liebsten auf und davon gelaufen, mit den Pferden in den Bergen verschwunden. Sollten die Tiere doch so wild weiterleben wie zuvor, und ich würde meinen Frieden haben. Am Vortag hatten wir mit Nicolas und dem Patron zusammen die neue Organisation der rund 500 Pferde besprochen. Die meisten davon lebten wild in den Bergen; sie wurden nur einmal im Jahr zusammengetrieben, um Junghengste auszusortieren und Stuten zu kontrollieren. Auf die Dreijährigen wartete dann der Ernst des Lebens: Ihre Seele musste die Weiten der Berge und Täler verlassen und wurde in einen Panzer aus Erwartungen und Pflichten gequetscht. Ich sollte für diese ganze Organisation verantwortlich sein, für das Zuteilen der Hengste zu den Stuten und das Auswählen und Einreiten der künftigen Reitpferde. In meinem Enthusiasmus hatte ich bereits Ja zu dieser Verpflichtung gesagt.</p>
<figure class="wp-block-image is-resized"><a class="fmh-colorbox rechts" href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/08/begegnung.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/08/begegnung.jpg" alt="Begegnungen in der Wildnis" class="wp-image-7872" style="aspect-ratio: 1.5009380863039399; width: 800px; height: auto;" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/08/begegnung.jpg 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/08/begegnung-480x320.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" /></a></figure>
<p> </p>
<p>Noch immer saß ich auf dem Bett. Suchte nach einem Kniff, wie der Film hätte zurückgedreht werden können. Brachte den Mut nicht auf auszusteigen, ein Pferd zu schnappen und in die Berge zu reiten. Sämtlich Pferde-Bücher aus der Bibliothek hatte ich gelesen von Federica de Cesco und anderen Autoren über Frauen mit wilden Pferden, Geschichten von wilden Hengsten und von Indianervölkern. In jedem dieser Bücher war ich Protagonistin gewesen. Ritt ich jauchzend im Trommelschlag der Pferdehufe. Aber da gab es kein einziges Buch, in dem ich Gauchos unterrichtete! Irgendwo musste ich eine Abzweigung und einen Weg verpasst haben.</p>
<p>Das Bett fühlte sich mit einem Mal unbequem an, das ganze Zimmer stickig, die weiße Bettwäsche bedrohlich.</p>
<p>Wieder klopfte es. Ich erkannte die Stimme von Nicolas durch die Tür. Mein Empfinden in meinem Körper machte mir vor, ich sässe in einer Gefängniszelle, und ein Wächter sei gekommen, um mich zur Folterkammer zu führen.</p>
<blockquote class="wp-block-quote">
<p>«Doña Carolina, die Gauchos warten auf Sie.»</p>
</blockquote>
<h5 class="wp-block-heading"><a href="https://passion.4my.horse/aberglaube/" target="_blank" rel="noopener">Hier geht es zu Teil 2: Aberglaube</a></h5>
<figure class="wp-block-image is-resized"><a class="fmh-colorbox rechts" href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/08/landschaft_2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="478" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/08/landschaft_2.jpg" alt="die Pferdeherde" class="wp-image-7873" style="aspect-ratio: 1.6736401673640167; width: 800px; height: auto;" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/08/landschaft_2.jpg 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/08/landschaft_2-480x287.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" /></a></figure>
<p> </p>
<hr />
<h3>Die Pferdin</h3>
<blockquote class="wp-block-quote">
<p>Lust darauf, mehr zu lesen?</p>
</blockquote>
<p class="rtecenter"><strong><a class="btn btn-default" href="https://www.natural-horses.com/buecher" target="_blank" rel="noopener">Das Buch kannst Du hier bestellen</a></strong></p>
<figure class="wp-block-image is-resized"><a class="fmh-colorbox rechts" href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2022/05/die_pferdin.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="750" height="1280" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2022/05/die_pferdin.jpg" alt="Die Pferdin" class="wp-image-6059" style="aspect-ratio: 0.5859375; width: 750px; height: auto;" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2022/05/die_pferdin.jpg 750w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2022/05/die_pferdin-480x819.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 750px, 100vw" /></a></figure>
<p> </p>
</div></div>
</div>
</div>
</div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Pferde auf der Erde</title>
		<link>https://passion.4my.horse/die-pferde-auf-der-erde/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Caroline Wolfer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jul 2026 08:47:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
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					<description><![CDATA[Welche geistige Aufgabe haben Pferde an unserer Seite? Caroline Wolfer beschreibt, wie sie uns spiegeln, begleiten und an unsere eigene Seele erinnern.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section_3 et_pb_section et_section_regular et_flex_section">
<div class="et_pb_row_3 et_pb_row et_flex_row">
<div class="et_pb_column_3 et_pb_column et-last-child et_flex_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et_flex_column_24_24 et_flex_column_24_24_tablet et_flex_column_24_24_phone">
<div class="et_pb_text_7 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h2>Die Aufgabe der Pferde auf der Erde</h2>
<p><em>Autorin: Caroline Wolfer </em></p>
<p><strong><em>Was die Pferde auf der Erde «verloren» haben, über das habe ich schon sehr viel nachgedacht, beziehungsweise gesagt bekommen. Nicht von Büchern, nicht von Menschen, sondern von den Pferden. </em></strong></p>
<p>Durch mein ganzes Leben hindurch zog sich ein roter Faden von deutlichen, schwierigen bis zu unmöglichen Botschaften von Pferden. Welche krass auf mein Leben einprallten. Die zum Teil sehr anspruchsvollen Schritte, die ich zu tun hatte, erhellten mich jedoch beachtlich. Sie erhellten nicht nur meinen Kopf, sondern insbesondere meinen Körper, mit all seinen Energiekörpern. Anders gesagt wurde dadurch die Seele sichtbar und fühlbar. Und viel dunkler Ballast flog davon.</p>
</div></div>

<div class="et_pb_text_8 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h3>Was Pferde suchen</h3>
<p>Einmal fragte ich ein Pferd, was es denn auf der Erde zu suchen hätte. Es war mir sehr klar, dass die Spezies Pferd nicht dafür hergekommen ist, um geritten oder gebraucht zu werden. Das Pferd antwortete mir auf meine Frage:</p>
<blockquote>
<p>«Ich suche die Menschen».</p>
</blockquote>
<p>Es brauchte eine Weile, bis ich es begriffen hatte. Das wurde mir schon vor zirka 20 Jahren gezeigt, aber nicht so angenehm. Dazumal hatte ich eine Reitschule und lehrte das Reiten auf sehr feine Art, zum Teil ohne Zügel und Sattel. Trotzdem haben sich meine Pferde verschiedenartig Mühe gegeben, mir darzustellen, dass sie hier ihre Aufgabe verfehlen. Sie hätten eine andere Aufgabe für die Menschen.</p>
<blockquote>
<p>Nun ja, ich dachte ich würde das Beste machen, aber sie fanden, das müsse jetzt wirklich mal anders aufgegleist werden.</p>
</blockquote>
<p>Als eine Schülerin auf einen Wallach stieg, mit dem ich zwar schon Dressur und ähnliches geritten bin, lief er nur noch rückwärts. Die Reiterin konnte alles tun, er lief trotzdem nur noch rückwärts. An einem anderen Tag liess er sie nicht mal mehr aufsteigen. Ein anderer Wallach fing an, die Reiter an der Bande abzustreifen, und als ich nach einigen Tagen immer noch keine Veränderungen «eingeläutet» hatte, lag er mitsamt Reiter auf den Boden und rollte sich. Ich war wirklich sehr gestresst mit all den Vorfällen, und konnte gut wahrnehmen, dass die Pferde eine andere Ebene ansprachen, besser gesagt sprachen.</p>
<p>Alle meine Pferde waren bestens ausgebildet, die Reiter hatten nichts falsches getan, aber die Botschaft der Pferde an mich war:</p>
<blockquote>
<p>«Hör mal auf uns und schliesse deine Reitschule! Du musst begreifen, dass auch du für etwas anders auf der Erde bist."</p>
</blockquote>
<p>Ich hatte schon begriffen, dass Pferde Geistwesen sind und nebst der Verhaltensebene auch auf der geistigen Ebene kommunizierten. Und dass ich das eben auch vermitteln sollte. Also schloss ich die Reitschule, zog mit meinen Pferden woanders hin und begann nach und nach zu begreifen, was wir zu tun hatten.</p>
</div></div>

<div class="et_pb_text_9 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h3>Bewusst sein</h3>
<p>Bewusst Sein oder Bewusstsein ist nicht das gleiche, aber ähnlich. Ein Pferd ist immer bewusst. Es weiss, wie das Wetter wird, was es genau fressen muss, wie sich Energien anfühlen und wer sich seiner Seele bewusst ist oder eben nicht. Das können sie in einer Sekunde lesen. Wenn sie einen Raum dafür bekommen, dies Jemandem mitzuteilen, dann nutzen sie den auch. Nach vielen Jahren weiss ich, dass ich dafür hier bin, solch einen Raum zu halten, wo die Pferde sich auf diese Weise mitteilen können. Und wenn es nicht verstanden wird vom Gegenüber, dann werde ich es übersetzen.  Wenn ich es eben nicht übersetze, zeigen es mir die Pferde ganz klar.</p>
<p><strong>Das Pferd, das gesagt hatte, es suche die Menschen, meinte damit, dass das Bewusstsein der Menschen ziemlich verschwunden sei. Und dass es nicht mit dem Ego sprechen würde. Falls ein Ego mit ihm kommunizieren wollte, könne es den Menschen nicht sehen. Der würde sich verstecken.</strong></p>
<p>Ein anderes Pferd erklärte seine Aufgabe anders; <em>«Wir behandeln die Menschen mit Liebe. Aber eben mit dieser Liebe, welche auch ziemlich verloren gegangen ist auf der Erde.»</em> Es fuhr fort, dass Liebe eben nicht lieb sein bedeute, sondern sehr klar und penetrant sein, damit die eigene Seelenstimme gehört werden kann. <em>«Also veranstalten wir Pferde auch sogenannte Probleme, verhalten uns bis zu unmöglich und wollen nur sagen, dass vor deiner Seele einige dunkle Stimmen uns etwas vorgaukeln wollen. Mit der Absicht, dass deine Seele sich nicht durch dich äussern kann.</em></p>
<p><em>Wir Pferde sind dafür da, dich daran zu erinnern, dass du eine Seele hast, welche pures Licht ist, dass dein Potential da wohnt und du da eine weisere Stimme hast, als diejenige, welche von deinem Ego kommt und irgendetwas sagt, was wenig mit dir selbst zu tun hat.»</em></p>
</div></div>

<div class="et_pb_text_10 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h3>Zwei Ebenen</h3>
<p>Die Pferde haben mich gelehrt, dass sie auf zwei Ebenen «arbeiten». Und dass ich sofort verstehen müsse, auf welcher sie dem Lernenden gerade etwas vermitteln wollen. Ansonsten würde ich es falsch übersetzen.</p>
<p>Zum einen reden die Pferde auf der feinstofflichen Ebene mit dir, zeigen dir vielleicht etwas von deiner Vergangenheit, deiner Ahnenlinie oder deiner Seelenabgetrenntheit. Wenn es angebracht ist, wechseln sie auf die irdische Ebene und beginnen, sich so oder so zu verhalten, damit du es «live» siehst und danach auch zusammen mit dem Pferd umsetzt. Du sollst zum Beispiel lernen, ein Pferd aus deiner weiblichen Kraft heraus zu führen, nicht der männlichen. Und wenn du das innerlich noch nicht fühlen kannst, oder noch Blockaden hast, dann wird das Pferd nicht mitkommen.</p>
<p>Es kann sein, dass Jemand mit einem Thema in eine Stunde kommt, welches angeschaut werden möchte. Aber das Pferd zeigt etwas total anderes. Wenn das so ist, werden wir das bearbeiten, was vom Pferd gezeigt wird. Denn Pferde sind eben sehr bewusst und können hinter die Kulissen schauen. Das ist ihre Gabe und ihre Aufgabe.</p>
<p>Auch wenn das nicht immer gemocht wird. Aber es erhöht das Bewusstsein der Menschen unaufhörlich, bis die innere Stimme selbst gehört werden kann und die Pferde es nicht mehr zeigen müssen.</p>
<p>Diese Aufgabe der Pferde schliesst nicht aus, dass es geritten wird oder sonst etwas mit ihm gemacht wird. Wenn du es aber aus einem höheren Bewusstsein machen und anschauen kannst, dann hast du auf der Erdenebene kaum mehr «Probleme» mit dem Pferd. Sein Verhalten ändert sich. Es beisst nicht mehr, bockt nicht mehr oder nimmt nicht mehr deinen Raum ein. Weil du es jetzt «gesehen» hast.</p>
<p><strong>Als letztes möchte ich betonen, dass die Reihenfolge gut begriffen werden soll: Man kann von Aussen nach Innen arbeiten, oder umgekehrt. Also sich erst mit der Verhaltensebene befassen und da etwas verändern, und erst dann auf der inneren Ebene. Das ist nicht empfehlenswert, weil wir das Leben von Innen nach Aussen gestalten. Wenn es Innen begriffen wurde, zeigt es sich aussen anders. Entweder durchs Pferd oder durch dein Leben.</strong></p>
</div></div>

<div class="et_pb_text_11 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--group--divi-text--divi-font-body--h1yjkjr--nested--r060qjfx82 preset--group--divi-text--divi-font-body--h1yjkjr--ubhsujbxk5 preset--module--divi-text--135414ef-035a-4f87-9dca-5c6d19acfbc3"><div class="et_pb_text_inner"><h4>Caroline Wolfer</h4>
<p>Caroline Wolfer begleitet Menschen gemeinsam mit Pferden auf ihrem persönlichen Weg. Pferde sind für sie nicht Mittel zum Zweck, sondern eigenständige Wesen, die uns wahrnehmen, spiegeln und an etwas erinnern können, das im Alltag oft verschüttet wird.</p>
<p>Unter dem Namen Natural Horses gibt Caroline ihre Erfahrungen aus vielen Jahren des Lebens und Lernens mit Pferden weiter – in der Schweiz ebenso wie in der Weite Argentiniens.</p>
<p>Im August und September 2026 begleitet sie Menschen im Berner Oberland dabei, ihre nächsten Schritte mit Pferden wahrzunehmen und umzusetzen. Zudem bietet sie Heilkreise an; der nächste findet am 8. August 2026 statt. Ab Oktober besteht die Möglichkeit, Caroline nach Argentinien zu begleiten.</p>
<p>Mehr über Caroline:</p>
<p>🌿 <a data-start="1096" data-end="1144" class="decorated-link" rel="noopener" target="_new" href="https://www.natural-horses.com">Natural Horses</a><br data-start="1144" data-end="1147" />🎬 <a data-start="1152" data-end="1233" class="decorated-link" rel="noopener" target="_new" href="https://www.youtube.com/@swissnaturalhorses">YouTube-Kanal Swiss Natural Horses</a><br data-start="1233" data-end="1236" />✈️ <a data-start="1241" data-end="1305" class="decorated-link" rel="noopener" target="_new" href="https://t.me/lovingwildhorse">Telegram-Kanal Loving Wild Horse</a></p>
</div>
<div class="et_pb_image_2 et_pb_image et_pb_module et_flex_module"><span class="et_pb_image_wrap"><img alt="" loading="lazy" decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/07/Caroline-Wolfer-und-Reina.jpg" title="Caroline Wolfer und Reina" width="960" height="1280" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/07/Caroline-Wolfer-und-Reina.jpg 960w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/07/Caroline-Wolfer-und-Reina-480x640.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 960px, 100vw" class="wp-image-4410415" /></span></div>

<div class="et_pb_text_12 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><p><em>Wenn das Herz in Strömen fliesst, weit weg von Wildpferden, aber ganz nahe bei Reina. Es ist das 27. Jahr, wo sie eine meiner wichtigsten Geistführerinnen ist und mir sagt, wo das Leben hin geht und was die Seele zu sagen hat.❤️</em></p>
</div></div>
</div>
</div>
</div>
</div>]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>Wildpferde und Urkräfte in Patagonien</title>
		<link>https://passion.4my.horse/wildpferde-und-urkraefte-in-patagonien/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Caroline Wolfer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2026 12:29:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine Begegnung mit Wildpferden und Gauchos in Patagonien zeigt, wie Urkräfte und innere Freiheit jenseits der Komfortzone neu erwachen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div class="et_pb_section_4 et_pb_section et_section_regular et_block_section"><div class="et_pb_row_4 et_pb_row et_block_row"><div class="et_pb_column_4 et_pb_column et_pb_column_4_4 et-last-child et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough"><div class="et_pb_text_13 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h2>Wildpferde und Urkräfte in Patagonien</h2>
<h3>Was wir davon lernen können</h3>
<p><strong><em>Ich soll ein Wildpferdereservat in Gang setzen, damit die Freiheit leben darf. So hiess es. Von oben. Sozusagen ist diese Botschaft mir auf den Kopf gefallen. Allerdings zeigt mir die geistige Welt ihre Aufforderungen oft durch Botschaften der Pferde. Die sind nicht immer schön, aber sie haben einen Sinn. </em></strong></p>
<p>Was heisst das denn: «Damit die Freiheit leben darf?» Auf jeden Fall werden mir meistens Metaphern gezeigt oder gesagt. Ganz klar geht es um unsere innere Freiheit. Aber die hat eben mit dem Entdecken der Urkräfte zu tun, was um einiges schwieriger ist in einem bequemen 1. Welt-Land.  Da sind diese Kräfte schon lange nicht mehr gefragt beziehungsweise vermeintlich nicht mehr nötig. Stimmt aber nicht. Im Gegenteil.</p>
<p>Gerade in so einem Land, wo man so viel Komfort und Luxus hat, und es gar nicht mal wirklich so wahrnimmt, da stumpfen viele Menschen ab und verwandeln sich in einen Komfortzonen-Roboter. Dieser ist aber nicht glücklich oder fröhlich. Er funktioniert noch. Aber er lebt kaum mehr, oder nicht mehr in Verbindung mit seiner Essenz. Wenn Kontrolle die Oberhand nimmt oder Methoden und konditionierte Wahrheiten, dann entfernt man sich von seinem Selbst, von den Urkräften und vom «Universum». Man ist nicht in seiner Kraft und kann auf der Erde nicht umsetzen, für was man hergekommen ist.</p>
</div></div><div class="et_pb_text_14 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h3>Wieso erzähle ich das?</h3>
<p>Das hat mir ein Ereignis in Argentinien klar aufgezeigt. Wie das so ist, auch mit urindigenen Menschen wieder in Kontakt zu kommen. Mit solchen,wo die Urkräfte, die uns vom Universum geschenkt wurden, noch voll aktiv sein müssen. Denn sonst überleben diese Menschen nicht. Sie leben noch so, wie wir vor einem Jahrhundert gelebt haben. So sind sie es gewohnt, so sind sie aufgewachsen und ein Badezimmer, welches wir an die Hütte gebaut haben, wollen sie nicht benutzen. Mit Pferden gehen sie so um, wie es früher üblich war. Das ist nicht immer schön, aber für sie wichtig. Denn ein Pferd ist ein Überlebensinstrument, um auf diesen enorm grossen Flächen Kühe oder Schafe zu züchten, treiben, Pumas oder andere Tiere töten, ins Dorf einkaufen gehen und alles erledigen, was zum Überleben notwendig ist.</p>
<p>Auf der Estancia (<em>Farm</em>), wo ich vom Besitzer hin gebeten wurde, weil er weiss, wie fein ich mit Pferden umgehen und kommunizieren kann, habe ich nach 2 Tagen direkt mit seinen indigenen Gauchos zu tun gehabt – als Frau. Ich kenne die Situation in dieser urigen Männerwelt zwar schon Jahrzehnte, aber immer kommt wieder mal was neues dazu, was ich erkennen soll. Für sie bin ich wie ein Hollywood-Film, den sie noch nie gesehen haben. Denn eine Frau, dann noch blond, hat doch mit Pferden nichts am Hut…</p>
<blockquote>
<p>Als ich ankam hiess es, man würde Wildpferde in den Korral treiben. Ob ich mitreiten wolle.</p>
</blockquote>
<p>«Klar», sagte ich. Mit einer ganz anderen Vorstellung dahinter, als sich mir zeigte.</p>
</div></div></div></div><div class="et_pb_row_5 et_pb_row et_block_row"><div class="et_pb_column_5 et_pb_column et_pb_column_1_2 et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough"><div class="et_pb_image_3 et_pb_image et_pb_module et_block_module"><a href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/06/Patagonien_Wolfer_1.jpg" class="et_pb_lightbox_image"><span class="et_pb_image_wrap"><img alt="" loading="lazy" decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/06/Patagonien_Wolfer_1.jpg" width="320" height="240" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/06/Patagonien_Wolfer_1.jpg 320w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/06/Patagonien_Wolfer_1-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 320px) 100vw, 320px" class="wp-image-4409725" title="Patagonien_Wolfer_1" /></span></a></div></div><div class="et_pb_column_6 et_pb_column et_pb_column_1_2 et-last-child et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough"><div class="et_pb_text_15 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><p>Also ritt ich mit fünf jungen Gauchos der Wildnis entlang. Das Landstück des Besitzers, wo sie angestellt sind, ist 25 000 Hektaren gross. Ungefähr zwei Schweizer Kantone.</p>
<p>«Nur» einen Teil davon ritten wir ab, denn es hatte verschiedene «Weiden», die auf dem Land eingezäunt waren. Und die Wildpferde waren eben auf dieser.</p>
</div></div></div></div><div class="et_pb_row_6 et_pb_row et_block_row"><div class="et_pb_column_7 et_pb_column et_pb_column_4_4 et-last-child et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough"><div class="et_pb_text_16 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><p>Lange fanden wir keine Pferde, zwischen Felsen und Hochebenen und weiter Flur. Alle gingen wir in andere Richtungen und galoppierten ein paar Pferden nach, die wir entdeckten. Es gelang nicht, sie entkamen. Bis auf zwei, drei, die völlig erschöpft waren und wir dann zum Korral trieben. Dann grillten wir Fleisch – wie das so ist – ich verabschiedete mich und ging zum Haupthaus auf der Farm. Irgendetwas stimmte nicht für mich.</p>
<p>Nach einer Weile hörte ich einen Lastwagen anfahren, in dem ein paar Pferde hin und her rumpelten. Die Wildpferde wurde zu den Korrals beim Haupthaus gebracht. Nach einem weiteren Moment hörte ich Schreie und viel Krach. Ich ging raus. Eines der Wildpferde wurde mit dem Lasso eingefangen. Die Männer schrien auf es ein, es stieg und versuchte sich zu wehren. Ich konnte leider nicht gegen steuern und ging wieder rein. Dann war es ruhig. Nach einer Weile ging ich wieder raus, um zu schauen, was da war. Das Wildpferd wurde geschlachtet. Zum Essen. Denn die indigenen Männer sind sich gewohnt, alles zu essen, was über den Weg läuft. Um zu überleben. So sind sie auch aufgewachsen.</p>
</div></div><div class="et_pb_image_4 et_pb_image et_pb_module et_block_module"><span class="et_pb_image_wrap"><img alt="" loading="lazy" decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/06/Patagonien_Wolfer_2.jpg" width="800" height="600" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/06/Patagonien_Wolfer_2.jpg 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/06/Patagonien_Wolfer_2-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" class="wp-image-4409727" title="Patagonien_Wolfer_2" /></span></div><div class="et_pb_text_17 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h3>Das neue Projekt</h3>
<p>Ich brauchte die ganze Nacht, um es zu begreifen, warum ich genau jetzt hier hin bestellt wurde, und was ich hier zu tun hatte.</p>
<p>Am Morgen stand ich auf und begriff, dass ich nun das Projekt umsetzen soll, von dem ich schon über 10 Jahre rede: ein Wildpferdereservat zu machen, wo Wildpferde einfach leben dürfen, ohne Gegner sein zu müssen von Kühen oder Menschen. Weil sie Gras fressen.</p>
<p>Auf den meisten Farms in Argentinien werden diese abgeschlachtet, so wie es geht. Das ist auch in Nordamerika ähnlich. Da ich aber die unglaublich Urkraft, die in den Wildpferden noch lebt, und auch in den Zellen der domestizierten Pferden gespeichert ist, gerne anders «nutze» als zum Essen, habe ich dieses Projekt in Gang gesetzt.</p>
<p>Mit Wildpferden gebe ich schon viele Jahre Kurse, um Menschen beizubringen, was die Essenz der Pferde ist, wie man ihr begegnet, und dass man danach auch ganz anders versteht, was domestizierte Pferde sind. Und auch ganz anders, viel authentischer mit ihnen umgehen kann. Und mit sich selbst.</p>
<blockquote>
<p>Denn in einer Begegnung mit einem Wildpferd in der unglaublichen Weite von Argentinien oder anders gesagt – in einem echten Wild-West-Film – lernt man seine eigene Essenz und Kraft unweigerlich kennen. Dieses Erlebnis kann ich in Europa nicht bieten.</p>
</blockquote>
<p>Nun bin ich mit dem Estancia Besitzer daran, ein neues Landstück zu kaufen, wo diese Pferde dann hingetrieben werden, und in Ruhe leben dürfen. Einige werden ab und zu geholt, um einzureiten, weil auf der Estancia mit ein paar tausend Kühen und Schafen Pferde eben gebraucht werden. Den Gauchos zeige ich einen feineren Umgang mit den Pferden, was eine grosse Herausforderung für mich ist als Frau. Aber auch das ist möglich.</p>
<p>Dieses grosse Projekt kann gut Hilfe gebrauchen, oder Unterstützung, damit es in Gang kommt. Man kann ein Wildpferd adoptieren, einen Adoptionsbetrag pro Monat bezahlen, und es auch mal besuchen kommen mit mir zusammen. Natürlich könnte man auch Stunden über Stunden mit einem Pferd hin reiten, falls es gewünscht ist.</p>
<blockquote>
<p>Von meiner Seite her, weil ich auch feinstofflich mit Pferden reden kann, biete ich ein Gespräch an mit seinem Adoptionspferd. Pferde erzählen dir immer viel über deine Essenz, benutzen dein «Seelenradio» dazu, wo du deine innere Wahrheit hast und wie du sie leben kannst.</p>
</blockquote>
<h3>Zusammengefasst zum Projekt:</h3>
<p>Die Urkräfte und Essenz der Pferde live erleben, und die eigene auch – in Patagonien. <strong>Wildpferde frei leben lassen und dabei die eigenen auferlegten Realitäts-Konditionierungen hinterfragen.</strong></p>
</div></div></div></div><div class="et_pb_row_7 et_pb_row et_block_row"><div class="et_pb_column_8 et_pb_column et_pb_column_4_4 et-last-child et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough"><div class="et_pb_team_member_0 et_pb_team_member et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module"><div class="et_pb_team_member_image et-waypoint et_pb_animation_off"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2024/08/caroline-Wolfer.webp" alt="Caroline Wolfer" width="702" height="465" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2024/08/caroline-Wolfer.webp 702w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2024/08/caroline-Wolfer-480x318.webp 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 702px, 100vw" class="wp-image-4404042" /></div><div class="et_pb_team_member_description"><h4 class="et_pb_module_header">Caroline Wolfer</h4><div class="et_pb_team_member_description_content"><p>Erfahre mehr über Carolines Arbeit:</p>
<ul>
<li><a href="https://www.natural-horses.com/" target="_blank" rel="noopener">Webseite natural-horses</a></li>
<li><a href="https://www.youtube.com/@swissnaturalhorses" target="_blank" rel="noopener">youtube</a></li>
<li><a href="https://t.me/lovingwildhorse" target="_blank" rel="noopener">Kontakt via Telegram</a></li>
</ul>
<p>Oder ruf Caroline an: +41 79 423 7004</p>
</div></div></div></div></div></div>
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		<title>Wildpferde als Energiequelle des Ursprungs</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Caroline Wolfer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jul 2024 12:21:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Reitmagazin]]></category>
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					<description><![CDATA[Was ist eine Beziehung wirklich? Eine wahrhaftige Beziehung zu jemandem aufbauen zu können – einem Menschen, einem Tier oder der Natur – setzt voraus, dass du eine Beziehung zu dir selbst hast]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div class="et_pb_section_5 et_pb_section et_section_regular et_block_section"><div class="et_pb_row_8 et_pb_row et_block_row"><div class="et_pb_column_9 et_pb_column et_pb_column_4_4 et-last-child et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough"><div class="et_pb_text_18 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h1>Wildpferde als Energiequelle des Ursprungs</h1>
<h2>Die Beziehung mit deiner Urnatur</h2>
<p><em><strong>Autorin Caroline Wolfer,</strong> zuerst erschienen im Magazin "Eine Stimme für Pferde"</em></p>
<p><strong><em>Was ist eine Beziehung wirklich? Eine wahrhaftige Beziehung zu jemandem aufbauen zu können – einem Menschen, einem Tier oder der Natur – setzt voraus, dass du eine Beziehung zu dir selbst hast. Nicht zu deinem Verstand, sondern zu deiner Urnatur (Seele). Die Urnatur ist der Ursprung des Menschen, welcher immer noch in unseren Zellen gespeichert ist und darauf wartet, dass wir ihn wieder erkennen und leben. Wildpferde leben ihre Urnatur täglich. Von ihnen können wir viel über Beziehungen lernen.</em></strong></p>
<p>Die Energiequelle des Ursprungs stimmt uns auf die Unendlichkeit ein. Unser Verstand grenzt unsere Unendlichkeit ein, in dem er uns erzählt, dass alles so oder so zu sein hat. Der Verstand ist ein wertvolles Werkzeug, aber seine Intelligenz ist sehr eingeschränkt, verglichen mit unserer Urnatur, die noch an unsere hellsinnigen Kanäle angebunden ist. Damit können wir uns mit der Intelligenz der universellen Quelle verbinden. Vor ein paar tausend Jahren hatten wir noch alle Hellsinne vollkommen ausgeprägt, um zu leben und zu überleben.</p>
<h2>Wildpferdebeziehung</h2>
<p>Ein Wildpferd schmunzelt und verdreht die Augen, wenn wir uns mit unserem Verstand identifizieren und ihm glauben, anstatt auf unsere Intuition und Hellsinne zu hören. <em>Auf der Verstandesebene können wir uns mit keinem Pferd verbinden.</em> So gibt es auch keine Beziehung. Vielleicht denkst du, es gibt eine. Das Denken kommt vom Verstand, und dort gibt es keine Gefühle. Unser Denken ist das Resultat gesellschaftlicher Konditionierung und ist nicht in der Lage, die Urbedürfnisse des Menschen zu befriedigen. Gefühle sind die Sprache des Herzens.</p>
<p>Pferde sind auf die Erde gekommen, um unser Bewusstsein zu erweitern und uns wieder mit unserer Essenz zu verbinden, damit wir an eine andere Realität glauben. Unsere Seele ist in Wahrheit unendlich und möchte sich auch mit uns verbinden, sodass jeder Mensch weiss, warum er oder sie auf Erden ist. Aber ihre Stimme ist sehr fein und benutzt die ursprünglichen Kanäle.</p>
<p>Auch Wildpferde nutzen diese ursprünglichen Kanäle und kommunizieren mit unseren Gefühlen, unserem Herz und unserer Seele. Immer. Wenn einer dieser Urkanäle – unser Herz – zu ist, ist keine Beziehung möglich.</p>
</div></div><div class="et_pb_image_5 et_pb_image et_pb_module et_block_module"><span class="et_pb_image_wrap"><img decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2024/06/Caroline-Beziehung-2_sm.jpg" title="Caroline Beziehung 2_sm" /></span></div><div class="et_pb_text_19 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h3></h3>
<h2>Wie ist es mit der Beziehung zu domestizierten Pferden?</h2>
<p>Auch domestizierte Pferde können sich von ihren Urkanälen entfernt haben, obwohl sie noch die Gene der Wildpferde in sich tragen. Das hängt davon ab, wie stark sie vermenschlicht wurden. Solange du dein Pferd mit deinem Verstand behandelst, Methoden und Konditionierungen anstatt der ursprünglichen Pferdesprache benutzt, entfernst du dein Pferd immer weiter von sich selbst. Vielleicht wird es dann so, wie dein Verstand es möchte, und du findest das Pferd als «brav». Aber die Pferde sind dann nicht mehr «da», sondern im Innern verschwunden und somit geht auch der Zugang zu ihrer Essenz verloren. Viele Pferdeseelen lassen einfach mit sich geschehen und entfernen sich von sich selbst.</p>
<p>Ein Pferd, das eine starke Seele besitzt, wird sich gegen gewisse Methoden wehren. Starke Seelen leben das, was ihre Aufgabe auf Erden ist. Wenn du bereit bist, auf die Botschaft dieser Pferde zu hören und neue Wege zu gehen, sind sie es, die dich begleiten, sodass du wieder zu deiner Essenz zurückfindest.</p>
<p>Das Schöne an den Wildpferden ist, dass sie sich gar nicht von sich entfernen können, denn sonst würden sie nicht mehr leben. Wenn du die Gelegenheit hast, mit ihnen zusammenzukommen, spürst du eine sehr lebendige, pure Energie, die dich zwingt, in dein Jetzt zu kommen. Denn sonst werden Wildpferde nervös oder laufen weg.</p>
<p>Falls du im Jetzt sein kannst, anstatt in der Vergangenheit oder Zukunft, bist du am richtigen Ort und wirst merken, wie erfüllend das ist. Es ist nicht ermüdend, denn du bist – so wie die Wildpferde – an die universelle Quelle «angedockt». Du bist in Beziehung mit allem und allen. Das sind magische Momente, die nicht in Worte zu fassen sind. Da bist du in der Verbindung mit deinem Herzkanal und kannst von diesem «WLAN» herunterladen, was du möchtest und brauchst.</p>
<h2>Wie stelle ich die Beziehung zu mir selbst her?</h2>
<p><span>Der Verstand ist ein Scheibenwischer, der nach links und rechts pendelt, zwischen der Vergangenheit und der Zukunft. Im Jetzt kann er nicht stehen bleiben. Sei bei deinem Pferd und denke an etwas anderes: Dein Pferd merkt in weniger als einer Sekunde, dass du «weg» bist. Du bist in dein Verstandesfeld gewandert und hast deinen Körper verlassen. Eure Verbindung und die Verbindung zu dir selbst geht verloren. </span></p>
<p><span>Beziehung kann nur im Hier und Jetzt stattfinden und den Schlüssel hast du in der Hand – deine Atmung. Atme ein paar Mal – 5 Sekunden ein durch die Nase und 5 Sekunden aus durch den Mund – um ins Hier und Jetzt zu kommen.</span></p>
<p><span>Falls du mit einem Pferd dein Sein im Jetzt trainierst, tue es nicht allzu lange. Denn du wirst müde werden, weil es vermutlich nicht dein Normalzustand ist. Wenn du es immer öfters übst, wirst du erkennen, dass das Pferd dich viel besser respektiert und wahrnimmt. Das kannst du auch mit Menschen üben.</span></p>
<p><em><strong>Foto 1: Florencia Barrabino / Bewusstseinslicht verbindet eine Beziehung</strong></em></p>
<p><em><strong>Foto 2: Caroline Wolfer / Hochsensibilität lässt sehr innige und tiefe Beziehungen zu</strong></em></p>
</div></div></div></div></div>
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		<title>Wie Wildpferde mit Stress umgehen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Caroline Wolfer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Jun 2024 12:05:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
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					<description><![CDATA[Gerade bei Wildpferden sind die Ur-Gene noch aktiv – und sie brauchen sie auch. Uhrzeit gibt es bei den Pferden keine. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div class="et_pb_section_6 et_pb_section et_section_regular et_block_section"><div class="et_pb_row_9 et_pb_row et_block_row"><div class="et_pb_column_10 et_pb_column et_pb_column_4_4 et-last-child et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough"><div class="et_pb_text_20 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h1>Wie Wildpferde mit Stress umgehen</h1>
<h2>Was kannst du von ihnen lernen?</h2>
<p><em><strong>Autorin Caroline Wolfer,</strong> zuerst erschienen im Magazin "Eine Stimme für Pferde"</em></p>
<h2>Was ist Stress?</h2>
<p>Stress kann man verschiedenartig interpretieren. Wenn ich von interpretieren rede, dann geht es darum, was unser Verstand aus dem Wort macht. Stress ist bei vielen Menschen negativ assoziiert. Das heisst, wenn du das Wort Stress hörst, reagiert dein Körper vielleicht bereits mit Verspannungen, Unruhe und Widerstand.</p>
<h2>Was wir von Wildpferden lernen können</h2>
<p>Stress bedeutet für Pferde etwas anderes. Gerade bei Wildpferden sind die Ur-Gene noch aktiv – und sie brauchen sie auch. Uhrzeit gibt es bei den Pferden keine. Die haben wir Menschen erfunden. Wildpferde leben nach Naturkreisläufen, die sie bestens kennen. Sie fühlen intuitiv, wann das Wetter umschlägt und wohin sie gehen müssen, um Schutz zu finden. Oder wie sie sich in der Herde formieren sollen, um besser geschützt zu sein. Sie wissen genau, wann die Sonne aufgeht und wo sie dann die Sonne auf ihr Fell scheinen lassen können. Wenn es heiss wird, wandern sie in Richtung Wasser. Sie machen immer das, was für ihren Körper und ihr Überleben richtig ist. Ruhen, Fressen, Spielen, zusammen sein, sich liebkosen, Fohlen hüten.</p>
<p>Ich erzähle dir, was ich von den Wildpferden schon alles gelernt habe. Ich bin in Argentinien mit ihnen unterwegs und schlafe da manchmal zwischen zirka 400 Wildpferden, die mich in der riesigen Weite umgeben. In Argentinien gibt es viele Pumas. Die sieht man zwar selten und sie sind auch nicht dauernd anwesend. Ein Wildpferd spürt aber genau, wann ein Puma in der Nähe ist, und verhält sich dann mit grosser Aufmerksamkeit.</p>
<p>Bei einer Geburt kann es sein, dass Pumas angreifen und das Fohlen gefressen wird. Wildpferde machen sich aber nicht im Voraus darüber Sorgen und verfallen schon in Angst oder Stress. Eine Stute ist nicht permanent im Stress, weil vielleicht ein Puma kommen könnte, der ihr das Fohlen nimmt. Wildpferde leben im Jetzt.</p>
<h2>Unser menschlicher Verstand ist nicht im Jetzt zu Hause.</h2>
<p>Er ist in der Vergangenheit unterwegs, die er in die Zukunft projiziert. Also handelt gemäss dem, was er früher erlebt hat. Wenn ein Mensch z. B. ein unangenehmes Erlebnis bei einem Gewitter hatte, kommt er sehr schnell wieder unter Stress, sobald sich ein Gewitter ankündigt.</p>
<p>Ein Pferd macht das anders. Wenn eine Gefahr droht, empfindet es Angst, um Verteidigungs- oder Fluchtenergie zu aktivieren. Wenn ein Gewitter nicht gefährlich erscheint oder der Puma nicht mehr in der Nähe ist, dann ist auch die Angst weg – oder der Stress, wie wir es nennen.</p>
<p>Der Stress der Pferde verschwindet schnell, wenn sie eine gefährliche Situation gemeistert haben. Sie kommen wieder zur Ruhe. Andernfalls wäre ihr Körpersystem viel zu schnell ermüdet. Im ruhigen Sein-Zustand sparen sie Energie, damit sie diese benutzen können, wenn sie gebraucht wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
</div></div><div class="et_pb_image_6 et_pb_image et_pb_module et_block_module"><span class="et_pb_image_wrap"><img alt="" loading="lazy" decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2024/06/Caroline-Stress-1_sm-1-e1719316991347.jpg" width="896" height="340" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2024/06/Caroline-Stress-1_sm-1-e1719316991347.jpg 896w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2024/06/Caroline-Stress-1_sm-1-e1719316991347-480x182.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 896px, 100vw" class="wp-image-4403147" title="Stress bei Pferden" /></span></div><div class="et_pb_text_21 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h2>Zusammenarbeit von Leitstute und Leithengst</h2>
<p>Wildpferde wissen genau, wann was nötig ist. Die Herde ist ein wichtiges „Schutzinstrument“. Jedes Pferd hat seinen Platz und seine Funktion in der Herde, damit alle Herdenmitglieder sicher sind. Eine Herde besteht hauptsächlich aus Stuten, die fast jedes Jahr fohlen. Unter Wildpferden geht es meist ganz ruhig zu. Es ist nicht so, wie man es in einigen Filmen über Wildpferde sieht: dass oft gekämpft wird und die Herde im Galopp unterwegs ist. Das passiert eher selten.</p>
<p>Ein Leithengst ist sehr präsent, wenn er einen Angreifer bekämpfen muss. Das kann ein anderer Hengst sein, der eine Stute stehlen möchte, ein Mensch oder ein Puma.</p>
<p>Die Leitstute hingegen hat eine andere Funktion. Sie ist die weiseste Stute und hat die beste Wahrnehmung und Intuition, damit sie Gefahren erkennen und dem Leithengst mitteilen kann. Somit kann er seiner Aufgabe nachkommen. Es ist eine klare Zusammenarbeit zwischen weiblich und männlich.</p>
<p>Die anderen Herdentiere fühlen sich durch diese wertvolle Zusammenarbeit gut aufgehoben. Sie stehen den Leittieren mit ihren Qualitäten zur Seite. Ein Leithengst muss nicht alleine arbeiten, und eine Leitstute auch nicht. Es ist immer eine Zusammenarbeit. Eine Ergänzung. Auch das macht die Situation stressfrei.</p>
<h2>Übertragung<i> auf dein Leben</i></h2>
<p>Übertrage diese Situation mal auf dein Leben: Hast du mit deinem Partner auch eine so gut funktionierende Zusammenarbeit? Dann fühlen sich die Kinder pudelwohl. Das ist unsere Herde. Auch bei der Arbeit haben wir unsere „Herde“. Was du ausprobieren kannst: Stell dir bei der Arbeit oder zu Hause die Menschengruppe als Pferdeherde vor. Erinnere dich daran, wie Pferde gefährliche oder schwierige Situationen meistern. Verwandle deinen Chef in einen Leithengst oder dich in eine Leitstute. Wie reagierst du?</p>
<p>Pferde fressen nach einer stressigen Situation sehr bald wieder. Mit Fressen ist der gemütliche Sein-Modus gemeint. Du kannst dich einfach auf dich selbst fokussieren, dich innerlich beobachten. Dann wirst du ruhig.<br />Ich freue mich, wenn du das ausprobierst und dich «in ein Wildpferd verwandelst». Mach das einige Wochen lang und vergleiche dann mit dem Vorher.</p>
<blockquote>
<p><i><br />Viel Glück und ruhige Freude!</i></p>
</blockquote>
</div></div></div></div></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Das Besondere</title>
		<link>https://passion.4my.horse/das-besondere/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Caroline Wolfer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Dec 2021 18:51:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
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					<description><![CDATA[Besonders sein müssen Autorin: Caroline Wolfer, natural horses Ich glaube, das Besondere an mir ist, nicht mehr besonders sein zu wollen. Als Kindheitsmuster war das &#8222;besonders sein müssen&#8220; eine grosse Last. Und jetzt, in diesem Moment, wo ich mir überlege, mit welchen Angeboten ich den Menschen im nächsten Jahr am meisten dienen kann, bin ich [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1>Besonders sein müssen</h1>
<p><em>Autorin: Caroline Wolfer, natural horses</em></p>
<p>Ich glaube, das Besondere an mir ist, nicht mehr besonders sein zu wollen. Als Kindheitsmuster war das &#8222;besonders sein müssen&#8220; eine grosse Last. Und jetzt, in diesem Moment, wo ich mir überlege, mit welchen Angeboten ich den Menschen im nächsten Jahr am meisten dienen kann, bin ich mal wieder über das Muster gestolpert.</p>
<blockquote><p>Kennst du das?</p></blockquote>
<p>Du musst dir etwas ganz Spezielles ausdenken oder etwas Besonderes sein?</p>
<p>Oder ein spezielles Angebot kreiiren. Genauuuuuuuuuuuu. Es muss dann auch einen besonderen Namen haben, ein besonderes Bild dazu und ganz besondere Worte, damit die Leute darauf ansprechen. Vielleicht was Mystisches? Ein Ritual oder so? Das ist doch &#8222;In&#8220;.</p>
<h2>Stress</h2>
<p>&#8230;.</p>
<p>&#8230;.</p>
<p><a class="fmh-colorbox rechts" title="BESCHREIBUNG" href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/12/Besondere.png"><img loading="lazy" decoding="async" class=" size-full wp-image-7917" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/12/Besondere.png" alt="Besinnlicher Winter" width="740" height="552" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/12/Besondere.png 740w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/12/Besondere-480x358.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 740px, 100vw" /></a></p>
<p>Das wunderschöne Winterwetter lädt mich zum Spazieren ein, und ich erlebe die Natur und die Tiere in ihrer ganz natürlichen Art, ohne dass sie besonders sein müssen. Ein Rotkehlchen fliegt vor mich hin, grinst mich an, zwinkert mir zu, hüpft drei mal auf und ab, schüttelt den Kopf und schon ist es weg.</p>
<p>&#8222;Ja, ja. Hab ich mich mal wieder verirrt&#8220;, merke ich grad. Noch einmal fliegt das Vögelchen eine Runde um meinen Kopf, um sich zu versichern, das ich es begriffen habe, und geht dann wieder.</p>
<h2>Wie macht es die Leitstute?</h2>
<p>&#8222;Ah stimmt. Was sag ich da immer von der Leitstute? Das Besonderste an der Leitstute ist, dass sie es absolut nicht nötig hat, besonders zu sein.&#8220;</p>
<p>Ich merke, wie ein tiefer Atemzug durch meinen Körper fliesst. Der Fluss reisst die unnötigen Gedanken mit und leitet sie in den Boden ab. Zuhause am Computer freue ich mich über das Erlebnis mit dem Rotkehlchen. Es war für mich besonders. Ich spüre mich wieder. Und ich merke, dass ich ja gar noch nie &#8222;In&#8220; sein wollte.</p>
<h2>&#8222;Espectaculos invisibles&#8220;</h2>
<p>So kleine Dinge haben so einen grossen Wert, und oft suchen wir so weit weg. Ich erinnere mich, als ich vor ein paar Jahren in Barcelona einen Demonstrationskurs mit Pferden gegeben hatte, den ich &#8222;Espectaculos invisibles&#8220; genannt hatte. &#8222;Unsichtbare Spektakel&#8220;.</p>
<p>Ein zweiter Atemzug rutscht den Körper hinunter. Diese kleinen Spektakel sind nicht unsichtbar, sie sind fühlbar. Das ist es. Das ist, was ich den Menschen zeigen möchte. Live, und in meinen Texten. Das ganz Banale, Alltägliche, das überall auf uns wartet, um wahrgenommen zu werden und uns mit tiefem Frieden zu beglücken. Und wie ich das so schreibe und alle Wörter rausfliessen dürfen, merke ich, wie es mich erleichtert. Das Teilen erleichtert. Und das Schreiben ist so etwas Wunderbares, wenn es einfach von innen nach aussen geschehen darf. Von alleine.</p>
<blockquote><p>Wie besonders!</p></blockquote>
<hr />
<h3>Die Pferdin</h3>
<blockquote><p>Lust darauf, mehr von Caroline zu lesen?</p></blockquote>
<p class="rtecenter"><a class="btn btn-default" href="https://www.natural-horses.com/buecher" target="_blank" rel="noopener">Das Buch kannst Du hier bestellen</a></p>
<p><a class="fmh-colorbox rechts" title="Die Pferdin" href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2022/05/die_pferdin.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="  wp-image-6059" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2022/05/die_pferdin.jpg" alt="Die Pferdin" width="253" height="432" /></a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Weg zu Deinem Ursprung</title>
		<link>https://passion.4my.horse/der-weg-zu-deinem-ursprung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Caroline Wolfer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Nov 2020 09:03:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://passion.4my.horse/fachbeitrag/der-weg-zu-deinem-ursprung/</guid>

					<description><![CDATA[&#8222;Wir Pferde sind dazu da, euch zu helfen, euren Ursprung besser zu spüren. Und zwar sind wir für ALLE da.&#160;Nicht nur für gewisse Personen oder nur unsere Besitzer. Wir zeigen euch permanent, wo ihr von eurem Ursprung abweicht oder was gerade im Weg steht.&#8220; Was wir Pferde für Euch tun Autorin: Caroline Wolfer, natural horses [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Wir Pferde sind dazu da, euch zu helfen, euren Ursprung besser zu spüren. Und zwar sind wir für ALLE da.&nbsp;Nicht nur für gewisse Personen oder nur unsere Besitzer. Wir zeigen euch permanent, wo ihr von eurem Ursprung abweicht oder was gerade im Weg steht.&#8220;</p>
<p><span id="more-7709"></span></p>
<h1>Was wir Pferde für Euch tun</h1>
<p><em>Autorin: Caroline Wolfer, natural horses</em></p>
<blockquote>
<p>Wir Pferde sind dazu da, euch zu helfen, euren Ursprung besser zu spüren. Und zwar sind wir für ALLE da.</p>
</blockquote>
<p>Nicht nur für gewisse Personen oder nur unsere Besitzer. Wir zeigen euch permanent, wo ihr von eurem Ursprung abweicht oder was gerade im Weg steht. Wir haben die grosse Gabe, zu erkennen, was unter der Oberfläche ist, schon lange bevor es in eurem Bewusstsein angelangt ist, an eurer Oberfläche bearbeitbar.</p>
<p>Wenn wir sehen, dass es noch nicht bearbeitbar ist, warten wir. Wir warten und warten und zeigen immer das Gleiche.</p>
<p>Wir wissen, dass es nichts bringt, etwas zu bearbeiten, das noch nicht &#8222;ready&#8220; ist. Wenn es noch nicht &#8222;ready&#8220; ist, meinst du, das Thema gehört zu uns, anstatt zu dir. Das ist ok. Hauptsache du erkennst die Wut, die wir spiegeln, die Eifersucht, den Leistungsdruck, die Angst, die Unsicherheit. Für uns spielt es keine Rolle, ob du es uns zuordnest.</p>
<h2><a class="fmh-colorbox rechts" href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2020/11/legs.jpg" style="font-size: 13px;" title="Zu sich selber kommen inmitten der Pferde"><img loading="lazy" decoding="async" class=" size-full wp-image-7706" alt="Zu sich selber kommen inmitten der Pferde" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2020/11/legs.jpg" width="800" height="450" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2020/11/legs.jpg 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2020/11/legs-480x270.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" /></a></h2>
<h2>Wir sind bedingungslos</h2>
<p>Natürlich sind wir mit unseren Besitzern am meisten verbunden, und arbeiten geduldig an ihnen. Nicht alle sind im Stand, zuzuhören. Auch das ist für uns ok. Wir sind bedingungslos.</p>
<p>Wenn ich als Pferd in die &#8222;Korrektur&#8220; komme, damit ich meinen Ursprung wieder finde, dann geht das nur in dem Tempo, wie die Themen bei meinem Besitzer an die Oberfläche kommen dürfen und bearbeitet werden können. In 2-3 Monaten ist dann einfach bearbeitbar, was sich zeigt und was dringend ist.</p>
<p><a class="fmh-colorbox rechts" href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2020/11/contact.jpg" title="Pferden begegnen"><img loading="lazy" decoding="async" class=" size-full wp-image-7707" alt="Pferden begegnen" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2020/11/contact.jpg" style="width: 800px; height: 513px;" width="800" height="513" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2020/11/contact.jpg 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2020/11/contact-480x308.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" /></a></p>
<p>Der Weg geht aber weiter, Zwiebelschale um Zwiebelschale. Würde ein Mensch auf einen &#8222;Klapf&#8220; wieder zu seinem Ursprung kommen, würde er wohl in der Psychiatrie landen. Es ginge zu schnell und könnte nicht integriert werden.</p>
<p>Wichtig in den &#8222;Korrekturmonaten&#8220; ist, dass der Mensch eine andere Sichtweise erhält, uns anzuschauen und zu verstehen. Dass er das &#8222;Ich sage wie und was&#8220; mit &#8220; ich höre mal zu und fühle rein&#8220; ersetzt.</p>
<p><a class="fmh-colorbox rechts" href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2020/11/grasen.jpg" title="Pferde auf der Alpweide"><img loading="lazy" decoding="async" class=" size-full wp-image-7708" alt="Pferde auf der Alpweide" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2020/11/grasen.jpg" width="800" height="600" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2020/11/grasen.jpg 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2020/11/grasen-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" /></a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Leitstuten an die Herdenspitze!</title>
		<link>https://passion.4my.horse/leitstuten-die-herdenspitze/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Caroline Wolfer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Dec 2018 18:24:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://passion.4my.horse/fachbeitrag/leitstuten-die-herdenspitze/</guid>

					<description><![CDATA[Dass Pferde bewusstseinsfördernd sind, ist nichts Neues. Genau so wenig, wie Firmen erkannt haben, dass sie Frauen an Führungspositionen heranlassen sollten. Nur: Wer zeigt ihnen wie? Und was hat das Pferdebewusstsein mit weiblicher Führung zu tun? Mannsweiber an der Firmenspitze oder sogar an der Familienspitze? Geht’s noch? Leitstute oder&#160;Leithengst? Was das Pferdebewusstsein mit weiblicher Führung [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dass Pferde bewusstseinsfördernd sind, ist nichts Neues. Genau so wenig, wie Firmen erkannt haben, dass sie Frauen an Führungspositionen heranlassen sollten. Nur: Wer zeigt ihnen wie? Und was hat das Pferdebewusstsein mit weiblicher Führung zu tun? Mannsweiber an der Firmenspitze oder sogar an der Familienspitze? Geht’s noch?</p>
<p><span id="more-7267"></span></p>
<h1>Leitstute oder&nbsp;Leithengst?</h1>
<h2>Was das Pferdebewusstsein mit weiblicher Führung zu tun hat</h2>
<p><em>Autorin: Caroline Wolfer, <a href="http://www.natural-horses.com/de/" target="_blank" rel="noopener">natural-horses</a></em></p>
<p><strong><em>Dass Pferde bewusstseinsfördernd sind, ist nichts Neues. Genau so wenig, wie Firmen erkannt haben, dass sie Frauen an Führungspositionen heranlassen sollten. Nur: Wer zeigt ihnen wie? Und was hat das Pferdebewusstsein mit weiblicher Führung zu tun? Mannsweiber an der Firmenspitze oder sogar an der Familienspitze? Geht’s noch?</em></strong></p>
<p><a class="fmh-links" href="https://anchor.fm/4myhorse/episodes/Leitstuten-an-die-Herdenspitze--Was-das-Pferdebewusstsein-mit-weiblicher-Fhrung-zu-tun-hat-e2rtg1#_=_" target="_blank" title="Als Podcast anhören" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" class=" alignright size-full wp-image-7263" alt="Als Podcast anhören" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2018/12/leitstuten.png" style="width: 300px; height: 251px; float: right;" width="940" height="788" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2018/12/leitstuten.png 940w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2018/12/leitstuten-480x402.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 940px, 100vw" /></a></p>
<p>Gehörst du zu den Frauen, die bei lautem Gepolter den Kopf schütteln und es lieber auf die sanfte Art versuchen? Oder zu den Männern, welche sich nicht wirklich männlich fühlen? Beide Wesensarten sind sich ähnlich und <strong>ziehen sich auch gegenseitig an</strong>;&nbsp;Frauen mit unterdrückter Männlichkeit (beziehungsweise einer ablehnenden Haltung&nbsp;Männern gegenüber)&nbsp;gehen in Resonanz mit Männern, welche ihre Männlichkeit nicht voll ausgebildet haben.</p>
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<p>Doch eine komplett in ihrer Weiblichkeit ruhende Frau sucht sich nicht einen &#8218;halb männlichen Mann&#8216;. Und umgekehrt. So kann sich auch ein Mann nur richtig männlich fühlen, wenn er eine richtig weibliche Frau hat. Das alles geschieht unbewusst.&nbsp;</p>
<p>Im normalen Leben mag es für jede Nuance Platz haben. Wer im Leben aber eine Führungsposition beanspruchen möchte, tut gut daran, sich dieser Aspekte bewusst zu werden. Lernen können wir dabei von den Pferden:</p>
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<h2><a class="fmh-colorbox rechts" href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2018/10/3B6A9560-scaled-1.jpg" style="font-size: 13px;" title="Der Hengst beschnuppert die Stute"><img loading="lazy" decoding="async" class=" size-full wp-image-5363" alt="Caroline Wolfer inmitten der Herde" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2018/10/3B6A9560-scaled-1.jpg" style="width: 800px; height: 533px;" width="2560" height="1707" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2018/10/3B6A9560-scaled-1.jpg 2560w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2018/10/3B6A9560-scaled-1-1280x854.jpg 1280w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2018/10/3B6A9560-scaled-1-980x653.jpg 980w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2018/10/3B6A9560-scaled-1-480x320.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" /></a></h2>
<h2>Führung nach Kompetenz</h2>
<p>Schauen wir mal eine intakte Pferdeherde an: Deren weises Oberhaupt ist die Leitstute, beziehungsweise die Leitstuten. Denn sie sind ein Team. Es gibt in der Regel nicht nur eine Stute, welche bestimmt, wo’s lang geht, sondern die <strong>ranghohen Stuten wechseln sich je nach ihren Kompetenzen ab.</strong> Weiss eine bei einer gefährlichen Situation besser Bescheid als die Hauptstute, übernimmt sie ganz natürlich die Führung. Ohne Wenn und Aber der anderen, ohne Diskussionen und Gezicke.</p>
<p><strong>Leitstuten bestechen durch ihre Ausstrahlung. </strong>Durch ihre Souveränität, Klarheit, Sensibilität, durch ihr Feingefühl, ihre Entscheidungskraft, ihre Weisheit – und: durch dass sie sich auch mal erlauben können, dem Leithengst eine zu knallen.</p>
<h2>Klar, aber liebevoll.</h2>
<p>Dieser Fakt gefällt den wenigsten Männern an meinen Kursen. Im Geheimen aber wünschen sich viele ein solches weibliches Gegenstück, damit auch sie daran wachsen können. Wenn ich dann frage, ob sie sich denn im Moment vollkommen männlich fühlen, kommt Neugier auf.</p>
<p>Frauen hingegen machen grosse Augen und denken:</p>
<blockquote>
<p>Ich? Eine knallen? Darf ich das? Das will ich nicht.</p>
</blockquote>
<p>Natürlich meine ich das nicht in Gewaltform, sondern in Energieform. Das heisst, man setzt die Energie frei, welche die Leitstute frei setzt, wenn sie ausschlägt. Es geht hier um Energieblockaden im männlichen oder weiblichen Bereich.</p>
<p>In der Gesellschaft ist so etwas verpönt, nicht zuletzt darum, weil viel zu viel unterdrückte Wut in unkanalisierten Aggressionsausbrüchen endet. Auch als moderne Frau lernt man lieb zu sein, für andere zu sorgen und sich anzupassen. Nur geht es hier gar nicht in erster Linie um <em>die Frau</em> oder <em>den</em> <em>Mann</em>. Sondern darum, <strong>das Weibliche und das Männliche bis auf seinen Kern zu verstehen.</strong></p>
<p>Solange wir nur an der Oberfläche rumkratzen, gehen Beziehungen auseinander, oder bleiben fälschlicherweise zusammen, trampen Chefs auf Mitarbeitern rum, verstehen Eltern ihre Kinder nicht und Menschen ihre Pferde.</p>
<h2>Yin-Yang</h2>
<p><strong>Männlich und weiblich sind immer zusammen unterwegs. </strong>So wie im chinesischen Symbol Yin-Yang. Wikipedia beschreibt dieses gut: „Sie stehen für polar einander entgegengesetzte und dennoch aufeinander bezogene Kräfte oder Prinzipien, in dem das weiße Yang (hell, hart, heiß, männlich, aktiv, Bewegung) und das schwarze Yin (dunkel, weich, kalt, weiblich, passiv, Ruhe) gegenüberstehend dargestellt werden.“</p>
<p>In einer Pferdeherde ergänzen sich das Weibliche und das Männliche, sie bekriegen sich nicht, sonst würde die ganze Herde ausgelöscht.</p>
<p>In „Menschenherden“ ist man noch<strong> im Mittelalter stecken geblieben,</strong> und auf der Suche nach dem <em>wie</em>. Bevor aber ein einziges Individuum nicht begriffen hat, <strong>dass es beide Pole bzw. Kräfte <em>in sich</em> trägt</strong>, und dass sie sich <em>beide</em> <em>innerhalb</em> des gleichen Menschen entwickeln möchten und vor allem Frieden schliessen, kann im Aussen Mann und Frau, wie auch Pferd und Mensch nicht reibungsfrei zusammen leben.</p>
<h2><a class="fmh-colorbox rechts" href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2018/12/beschnuppern.jpg" title="Der Hengst beschnuppert die Stute"><img loading="lazy" decoding="async" class=" size-full wp-image-7264" alt="Der Hengst beschnuppert die Stute" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2018/12/beschnuppern.jpg" style="width: 800px; height: 533px;" width="2400" height="1600" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2018/12/beschnuppern.jpg 2400w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2018/12/beschnuppern-1280x853.jpg 1280w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2018/12/beschnuppern-980x653.jpg 980w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2018/12/beschnuppern-480x320.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2400px, 100vw" /></a></h2>
<h2>Raum für die Persönlichkeit</h2>
<p>Gehen wir noch einmal auf die Leitstute ein: Sie hat nicht die Schönste zu sein, sondern diejenige, die&nbsp;sich am meisten Raum zuspricht. Steht man neben so einer Persönlichkeit, ist ihr Raum sehr präsent. Sie teilt ihn entweder grosszügig mit anderen, oder sie ruht einfach in ihm.</p>
<p>Ihr Umgang mit dem Raum ist bemerkenswert und zieht nach sich, dass alle davon teilhaben möchten. <strong>Sie wirkt wie ein Magnet, dem man gerne hinterher läuft, weil man ihr vertraut.</strong> Wenn andere zanken, geht es an ihr vorbei, fühlt sie sich nicht angegriffen. Denn sie ist sich ihrer selbst und ihrem Raum sehr sicher.</p>
<p>Führt man sich die vielen tollen Eigenschaften der Leitstute genauer vor Augen und überträgt sie auf weibliche Führungspersonen, ist erkennbar, dass die wahre Leitstute meist nicht verstanden und integriert worden ist.</p>
<blockquote>
<p>Also ich soll gleichzeitig sensibel wie auch klar sein, den Tarif durchgeben können aber auch in mir ruhen, in meinem Raum stehen und unangreifbar sein?</p>
</blockquote>
<p>Weil <strong>Sensibilität im Sprachgebrauch eher einen negativen Touch der Schwäche hat </strong>und Klarheit oft mit unterdrückender Dominanz verwechselt wird, steht Frau bald vor dem Berg. Die vielen gesellschaftlichen Vorurteile und Vorstellungen, wie das Weibliche zu sein hat, machen es nicht leicht, die eigene wahre Weiblichkeit zu finden und auszubilden. Vorbilder dazu in Menschenform sind auch spärlich gesät.</p>
<h2>Wie entfalte ich die Weiblichkeit? Die Selbsttäuschung</h2>
<p>Schon lange profiliere ich die Leitstutenführung, ob mit Menschen oder Pferden. In einer Welt, die sich kontinuierlich in vielen Jahrzehnten ein männliches Übergewicht erschaffen hat, ist die Zeit nun reif, dem Gegenstück Platz zu geben. Im Begriff, ein Buch über die Leitstutenführung zu schreiben, da ich ja schon genug lange darüber nachgedacht hatte, wurde ich aber unterbrochen – von meinen Pferden. Und die wissen es immer besser.</p>
<p>Ich hatte das Thema auch nach vielen Jahren Erfahrung immer noch nicht bis auf den Grund begriffen und scheiterte beim Umsetzen im Leben. <strong>Meine Pferde zeigten mir auf, dass ich in eine Falle geraten war: </strong>Als Pferdefrau mit sportlichem Körper verrichtete ich aller Art männliche Arbeiten. In Argentinien unterrichtete ich Gauchos, oftmals mit extremem Macho-Charakter, und sie waren die beste Lebensschule für mich, die mir gezeigt hat, dass man übertriebener Männlichkeit besser nicht mit Männlichkeit begegnet. Denn das artet im Kampf aus.</p>
<p>Nachdem ich das begriffen hatte und es mich aus sehr unangenehmen Situationen rettete, sagte mir mal jemand: <strong>„Kannst du nicht Frau sein?“</strong> Volltreffer in die Wunde.</p>
<p>Und was tat ich seit dem? Ich schaufelte ein riesengrosses Grab, warf meine starke männliche Seite hinein, verschüttete es mit unendlich viel Dreck und verbannte das Grab ins Unterbewusstsein. In der Hoffnung, dass sich nun meine Leitstute zeigen könne. Aber wie sah die in Menschenform aus? Ich zog Röcklein und Absatzschuhe an, bemalte meine Nägel und die Lippen, frisierte meine Haare hübsch, passte mich an, lächelte freundlich, wurde weich, brauchte meine Kraft nicht mehr. <strong>Es half nichts. Und mehr: ich verkümmerte!</strong> Ich spielte mir vor, dass ich in mir ruhend sei. In Wahrheit unterdrückte ich Emotionen.</p>
<h2><a class="fmh-colorbox rechts" href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2018/12/yin_yang_800.jpg" title="Hengst und Stute"><img loading="lazy" decoding="async" class=" size-full wp-image-7265" alt="Hengst und Stute" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2018/12/yin_yang_800.jpg" style="width: 800px; height: 533px;" width="800" height="533" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2018/12/yin_yang_800.jpg 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2018/12/yin_yang_800-480x320.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" /></a></h2>
<h2>Das Puzzleteil</h2>
<p>Nachdem der Kochtopf kurz vor dem Explodieren war, offenbarte mir jemand das fehlende Puzzleteilchen, oder zumindest ein Fehlendes:</p>
<blockquote>
<p>Ein Hengst! Stolzierend, männlich sich präsentierend, stark und muskulös führte er mir die wahre männliche Kraft vor Augen.</p>
</blockquote>
<p><strong>Im gleichen Atemzug sanft, beschützend und sein Leben hergebend für alle Geschöpfe unter seiner Obhut.</strong> Es war höchst berührend, ihn zu beobachten, wie er immer im richtigen Moment das Richtige tat. Fair und klar, und ohne Energieverschwendung.</p>
<p>Es war für mich nicht neu, Hengstverhalten zu beobachten, aber es 24 Stunden lang im Stall zu erleben und dazu die Reaktionen meiner Stuten zu beobachten, war erhellend.</p>
<p>Erst sträubten sich die Stuten gegen das neue, starke Männliche im Stall und verzogen sich mit abweisender Miene. Eine Stute schon älter und lange nicht mehr rossig. Die andere in ihrem weiblichen Teil verkümmert und unterdrückt – Wehen ihrer Vergangenheit. Nach ein paar Wochen fingen beide Stuten an, sich für den galanten, friedvollen Herr zu interessieren und mir fielen die Schuppen von den Augen: Die alte Stute wurde wieder rossig, schien 10 Jahre jünger und blühte vollkommen in ihrer Weiblichkeit auf. Die verknitterte Stute, die noch nie rossig gewesen war, bekam schon einen dicken Bauch nur beim Anblick des Hengstes. Und ein Tag nach dem Deck-Akt begann sie schon für zwei zu fressen. <strong>Ihre Augen wurden weich, ihr Raum entfaltete sich</strong> und sie fing an, ihrem Liebsten ab und zu eine zu knallen. Mittlerweile sind sie ein harmonisches Ehepaar, beide in ihrer wahren Grösse.</p>
<p>Was wollten meine Pferde sagen? Sie zeigten mir im Aussen, was in mir drinnen geschehen war und jetzt geschehen darf:</p>
<blockquote>
<p>Hör auf, dich zu verziehen! Schliesse Frieden mit dem Männlichen<em> in dir</em>, das du begraben hast! Ohne das männliche Puzzleteil kann sich die starke Frau nicht entfalten! Es ist nicht entweder &#8211; oder, es ist sowohl als auch!</p>
</blockquote>
<p>Wie immer galt diese Botschaft nicht nur mir, sondern wollte in meiner Arbeit mit Frauen und Männern umgesetzt werden.</p>
<h2>Doch zuerst musste ich es an mir be-greifen.</h2>
<p>Und so suchte ich nach einer Schaufel und begann das Grab aufzutun, den Dreck abzutragen, der nur dazu diente, das Wahre zu verhüllen. Schicht für Schicht trug ich ab, öffnete ich das Grab, und wanderte ins dunkle unbekannte Loch hinein. Auf dem Weg wurde ich stärker, kräftiger, bestimmter, zielstrebiger, wieder männlicher. Zur gleichen Zeit wuchs in mir das Weiche, Klare, Weise, dem ich zuvor auf den Grund gegangen war und merkte, dass es in keiner Weise darunter litt, dass ich seinem männlichen Gegenstück wieder mehr Luft gab – im Gegenteil: es freute sich, und wusste sich im gleichen Körper drin unterstützt und aufgehoben.</p>
<p>Der Weg ist noch nicht fertig, denn jetzt kommt die Umsetzung. Jetzt gilt es, die beiden Kräfte im richtigen Moment in der richtigen Intensität wahrheitsgetreu bei der richtigen Person anzuwenden: beim Pferd, beim Partner, bei der Partnerin, bei den Eltern, Kindern, Chefs und Mitarbeitern.&nbsp;</p>
<p>In diesem Sinne, in Liebe und mit ganzem Herzen: fröhliches Nachdenken über Hengst und Stute!</p>
<h5>Wenn du magst, <a href="http://aeon.co/videos/what-can-working-with-horses-teach-us-about-power-and-communication" target="_blank" rel="noopener">schau dir den Kurzfilm dazu an</a>.&nbsp;</h5>
<p style="box-sizing: border-box; margin: 0px 0px 20px; padding: 0px; color: rgb(72, 58, 55); font-family: Lato, sans-serif; font-size: 14px;"><a class="fmh-links" href="https://aeon.co/videos/what-can-working-with-horses-teach-us-about-power-and-communication" style="font-family: sans-serif, Arial, Verdana, &quot;Trebuchet MS&quot;; font-size: 13px;" target="_blank" title="Herd of two" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" class=" size-full wp-image-7266" alt="Herd of two" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2018/12/herdoftwo.jpg" style="width: 800px; height: 451px;" width="1327" height="748" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2018/12/herdoftwo.jpg 1327w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2018/12/herdoftwo-1280x722.jpg 1280w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2018/12/herdoftwo-980x552.jpg 980w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2018/12/herdoftwo-480x271.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1327px, 100vw" /></a></p>
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