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	<title>Steffi Kilcher | Passion 4my.horse</title>
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	<title>Steffi Kilcher | Passion 4my.horse</title>
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	<item>
		<title>Wenn Tiere sterben</title>
		<link>https://passion.4my.horse/wenn-tiere-sterben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Steffi Kilcher]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Aug 2024 08:16:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Tod ist nicht willkommen. Wir tun uns sehr schwer damit, einen entspannten Umgang mit dem Tod zu pflegen, zumindest in unseren Breitengraden. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1>Tabuthema Tod</h1>
<h2>Es trifft jeden; ob Mensch oder Tier</h2>
<p><em>Autorin: Patricia Wegmann, <a href="http://www.sterbebegleitung-fuer-tiere.ch" target="_blank" rel="noopener">Sterbebegleitung für Tiere</a></em></p>
<p><span style="color: #222222; font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: small;">Der Tod ist nicht willkommen. Wir tun uns sehr schwer damit, einen entspannten Umgang mit dem Tod zu pflegen, zumindest in unseren Breitengraden. </span>Niemand möchte darüber sprechen, denn kaum einer weiss damit umzugehen. Und so kommt es, dass wir den Tod meist zu verdrängen versuchen. „Er kommt ja erst ganz zum Schluss, da habe ich noch Zeit und muss mich jetzt noch nicht damit auseinander setzen“, scheint es in vielen Köpfen zu denken. Man möchte möglichst nicht mit diesem Thema konfrontiert werden, weil es mit so vielen Gefühlen des Schmerzes, Leids, der Hilflosigkeit und der Trauer verbunden ist.</p>
<p>Und dann, urplötzlich, steht er doch unweigerlich da – der Tod. Denn er ist das Einzige, was wirklich sicher ist in unserem Leben, in jedem Leben.</p>
<p>Wir schieben den Tod weit von uns weg &#8211; bis an das vermeintlich ferne Lebensende &#8211; und glauben dadurch unbewusst tatsächlich, dass wir uns noch gar nicht mit ihm auseinander zu setzen haben. Doch der Tod gehört zum Leben genauso wie die Geburt. Er ist unweigerlicher Teil des Lebens! Und man kann und soll ihn nicht ignorieren, sondern besser integrieren.</p>
<h2>Das Leben bedingt den Tod</h2>
<p>Das Leben, die Natur, die ganze Welt besteht aus Dualität. Das Eine kann ohne das Andere nicht existieren. Und so bedingt das Leben den Tod und der Tod bedingt das Leben.</p>
<p>Der Tod umrahmt und umschliesst das Leben sozusagen: Wir kommen aus dem Nichts und wir gehen wieder in dieses Nichts hinein. Und dazwischen findet das Leben statt.</p>
<blockquote><p>Erst durch den Tod kann das Leben an Bedeutung gewinnen.</p></blockquote>
<p>Denn ist es nicht gerade der Tod und seine Botschaft der Endlichkeit, die uns daran erinnert, das Leben zu feiern und zu geniessen?</p>
<p>Würden wir Frieden schliessen mit dem Thema Tod, wären wir fähig zu erkennen, dass er nichts Böses ist, nichts Fehlerhaftes &#8211; nichts, was man „wegmachen können“ oder „vermeiden können“ müsste. Er ist einfach nur ewiger Teil des Lebenskreislaufs. Es ist daher auch nicht der Tod, der falsch ist. Falsch ist eher unser Umgang damit.</p>
<h2>Der Tod eines geliebten Tieres</h2>
<p>Spätestens als Tierhalter kommen nochmals ganz andere Sorgen rund um den Tod hinzu. Denn unsere Haustiere leben oft länger, als sie dies in der Natur jemals könnten. Und nur selten verlassen Tiere auf natürliche Weise ihr Leben. Viel öfter muss der Tierbesitzer – Hüter der Tierseele auf Erden – diese Entscheidung treffen. Doch wie soll man mit so einer Entscheidung umgehen können, wenn man in einer Kultur aufwächst und lebt, in der wir keinen natürlichen und gesunden Umgang mit dem Tod kennen?</p>
<p>Ich persönlich finde es unglaublich schmerzhaft zu sehen, wie zahlreiche Menschen sich gerade deshalb angesichts des Todes noch zusätzliche Bürden, Lasten oder gar Ketten auferlegen. Als ob der Abschied und der Verlust eines geliebten Tierwesens nicht ohnehin schon genug schmerzhaft wäre. Als ob die Verarbeitung und das Durchleben der so wichtigen Trauerphase nicht ohnehin schon genug von unserer Kraft einfordern würde.</p>
<p>[adsense:responsive:1720544193]</p>
<h2>Frieden mit dem Tod finden</h2>
<p>In all den Jahren, in denen ich auch mit zahlreichen verstorbenen Tieren kommunizieren durfte, war eines immer ganz deutlich spürbar: Verstorbene Tierseelen wünschen sich, dass ihr Mensch mit dem Tod in Frieden kommt und nicht ein Leben lang deswegen leidet. Das ist nicht Sinn des Todes und auch nicht Sinn des Schmerzes. Denn beide sollten wieder vergehen und den Raum für Neues frei geben können. Dies erreichen wir jedoch weder, in dem wir zu sehr am Schmerz und dem Leid festhalten, noch indem wir ihm zu entrinnen versuchen. Erst wenn wir bewusst durch all den Schmerz, den so ein Verlust unweigerlich mit sich bringt, hindurch gehen, können später wieder erfüllendere Gefühle wie Dankbarkeit und Freude in unserem Herzen einziehen.</p>
<p>Angesichts des Todes werden wir aufgefordert, das Leben noch einmal bewusst zu zelebrieren und uns darüber zu freuen, dass wir Teil dieses einen Lebens sein durften und auch umgekehrt dieses eine Leben Teil unseres eigenen Lebens war.</p>
<blockquote><p>Und so können wir vielleicht erkennen, dass selbst im Tod unendlich viel Liebe steckt. Denn jede vergossene Träne nach einem Abschied ist nicht nur Ausdruck des Schmerzes, sondern auch der Liebe.</p></blockquote>
<p><a class="fmh-colorbox rechts" title="Ein Tier stirbt" href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2018/12/markus-krisetya-261301-unsplash.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class=" size-full wp-image-7244" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2018/12/markus-krisetya-261301-unsplash.jpg" alt="Ein Tier stirbt" width="800" height="530" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2018/12/markus-krisetya-261301-unsplash.jpg 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2018/12/markus-krisetya-261301-unsplash-480x318.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" /></a></p>
<p>Fotos: Photo by <a href="https://unsplash.com/photos/KQHa-fGJQiI?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Agata Kaczówka</a> on <a href="https://unsplash.com/search/photos/animal-dead?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a> and <a href="https://unsplash.com/photos/VK7qKyiXJd0?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Markus Krisetya</a> on <a href="https://unsplash.com/search/photos/dead-skull?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Pferde bei Hitze</title>
		<link>https://passion.4my.horse/pferde-bei-hitze/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Steffi Kilcher]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jul 2024 05:43:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Beachte diese 7 Tipps, damit Du Dein Pferd besser durch den heissen Sommer kriegst.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section_0 et_pb_section et_section_regular et_block_section"><div class="et_pb_row_0 et_pb_row et_block_row"><div class="et_pb_column_0 et_pb_column et_pb_column_4_4 et-last-child et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough"><div class="et_pb_text_0 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h1>7 Tipps für heisse Sommertage</h1>
<h6>Tipp 1</h6>
<p><strong>Reite</strong> nicht in der prallen Hitze.</p>
<h6>Tipp 2</h6>
<p>Die kühleren Morgen- und Abendstunden sind besser geeignet. Auch einen <strong>Spaziergang</strong> könnte eine Alternative sein, Reiten ist ja nicht lebensnotwendig 😉</p>
<h6>Tipp 3</h6>
<p>Stelle dem Pferd immer<strong> genügend Wasser</strong> zur Verfügung, damit es durchs Schwitzen nicht austrocknet. Kaltes Wasser ist nicht nötig. Um die 20 Grad wird bevorzugt.</p>
<h6>Tipp 4</h6>
<p>Biete dem Pferd über Mittag ausreichend <strong>Schatten</strong>. Gibt es auf der Weide keinen Unterstand oder Bäume, ist das Pferd über Mittag wohler im Stall. An extrem heißen Tagen genießen es die meisten Pferde, tagsüber im schattigen Stall zu sein und stattdessen die Nacht auf der Koppel zu verbringen.</p>
<h6>Tipp 5</h6>
<p>Achte auf <strong>Sonnenbrand</strong>, besonders bei heller Farbe.</p>
<h6>Tipp 6</h6>
<p>Auch ein Pferd kann <strong>Kreislaufprobleme</strong> bekommen. Zeichen sind Schweißausbrüche, Schwanken, trockene Schleimhäute. Sofort aus der Sonne holen, kühl abwaschen (nicht abspritzen,Schockgefahr) und im Schritt führen. Kann das Pferd nicht mehr alleine aufstehen oder der Zustand verbessert sich nicht innerhalb einer halben Stunde, solltest du den Tierarzt holen.</p>
<h6>Tipp 7</h6>
<p>Achtung bei dem gängigen Abspritzen des Pferdes: die Temperatur des Wassers darf nicht mehr als 15 Grad unter der der Aussentemperatur liegen. <strong>Kurz die Beine abspritzen hilft gar nicht, im Gegenteil.</strong> Es erhöht die Temperatur. Unbedingt beachten, dass Pferde grosse Angst vor Wasserschläuchen haben. Siehe <a href="http://:http://www.cavallo.de/medizin/pferdebeine-kuehlen-kurzes-abspritzen-bringt-keine-erfrischung.571725.233219.htm" target="_blank" rel="noopener">hier mehr</a> dazu.</p>
<blockquote>
<p>In diesem Sinne einen tierisch guten Sommer euch allen.</p>
<p>Geniesst die Pferde in vollen Zügen, es sind so wunderbare Wesen.</p>
</blockquote>
</div></div></div></div></div>]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>Let&#8217;s talk about Sex, Baby</title>
		<link>https://passion.4my.horse/lets-talk-about-sex-baby/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Steffi Kilcher]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Sep 2023 06:34:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
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					<description><![CDATA[Sex auf der Weide. Zuschauen, Wegsehen oder gar Handeln? Unsere Ethologin packt ein Thema an, über welches selten gesprochen wird.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1>Ein Blick ins Schlafzimmer der Pferde</h1>
<p><em>Autorin: Steffi Kilcher</em></p>
<p>Nach dem Umzug meines Pferdes in einen neuen Stall integrierten wir meinen Wallach nach vier Tagen Abtrennung in die Herde. Einige Tage später bekam ich eine SMS, dass mein Wallach eine Stute <em>„….häghäm…besprang.“</em> Ich meine so richtig, mit allem „drum und dran“.</p>
<p>Die Stutenbesitzerin wirkte sehr besorgt auf mich, denn sie fand es überhaupt nicht toll, dass mein Wallach ihre Stute deckte. Sie äusserte Bedenken. Der Rücken könnte durch das ständige Bespringen in Mitleidenschaft gezogen werden oder in der vaginalen Gegend könnte eine Entzündung entstehen! Denn die beiden trieben ihr Liebesspiel nicht einmalig, sondern <strong>mehrmals die Stunde</strong>. Herrje, was sollte ich da tun?</p>
<h2>Kann zuviel Sex schädlich sein?</h2>
<p>Ich machte mir stundenlang Gedanken darüber. Besprach es mit meinem Ehemann. Der fand es natürlich witzig…ist ja ein Mann.</p>
<p>War das nun ein ernst zu nehmendes Problem? War es an mir als Besitzerin eines sexuell aktiven Wallachs, nach Lösungen zu suchen? Welche Lösungen gab es denn? Ihn wieder zu trennen von der Herde?</p>
<p>Diese Option stimmte mich traurig. Irgendwie liess mich der Gedanke nicht los, dass es uns Menschen nicht wirklich was angeht, was hinter den „Schlafzimmertüren“ der Pferde passiert. Es ist für mich nicht etwa ein Tabu. Jedoch wird die Paarung in der Natur auch nicht durch uns Menschen kontrolliert und ich stelle da nichts Schlechtes dabei fest, wenn sich zwei Pferde seeeehr nahe kommen 🙂</p>
<h2>Mit der Gewissenhaftigkeit einer Ethologin</h2>
<p>Nun gut. Wie ich es als Ethologin gelernt habe, begab ich mich am nächsten Tag ins Geschehen und <strong>setzte mich zum Beobachten an den Rand der Herde.</strong></p>
<p>Das Schauspiel liess nicht lange auf sich warten. Die rossige Stute suchte die Nähe meines Wallachs und das Liebesspiel begann. Mit seinen Lippen liebkoste er ihre Beine und knabberte an Ihr, streichelte sie zuerst überall. Er scharrte, flehmte, imponierte, zeigte Vorhandschlag und äusserte Laute. Es waren brummelnde Geräusche. Bis die ganze Paarung vorüber war, dauerte es ca. 20 Minuten.</p>
<p>Wenn eine Stute aus irgendwelchen Gründen keine Paarung will, zeigt sie dies deutlich durch Drohen, Weggehen, Hinterhand-Schlag oder Urinspritzen. <strong>Erst eine paarungswillige, hochrossige Stute bleibt stehen. </strong></p>
<p>Dies ist auch der Grund, wieso ich persönlich den Sprung aus der Hand nicht wirklich Artgerecht finde. Der Hengst wird mit Trense zur Stute geführt. Diese wird in der Regel an den Fesseln ausgebunden und vorne angebunden. Das natürliche Paarungsvorspiel wird so auf ein Minimum reduziert und die jungen Hengste lernen auf diese Weise, sofort aufzuspringen.<strong> Erzwungene Kopulationen von nicht paarungsbereiten Stuten sind in der Natur sehr selten. </strong></p>
<p>Wieder zurück zu meinem liebestollen Wallach. Nach 3-4 Tagen beruhigte sich das Liebesspiel wieder und es kehrte Normalität ein. <strong>Die zwei blieben sehr verliebt.</strong> Bei jeder Rosse das gleiche Szenario. Die Stutenbesitzerin bemerkte auch, dass die Stute das Liebesspiel suchte und es auch wollte.</p>
<p>Einige Zeit später, gründete ich eine Stallgemeinschaft. Mein Wallach traf erneut auf eine ihm unbekannte Stute. Wieder begann ein Vorspiel mit Knabbern, Beschnuppern, Streicheln…bis zur Paarung. Auch hier erhielt ich einige Tage später eine SMS von einer besorgten Anwohnerin, die beobachtete, dass mein Wallach seinen Schlauch so oft ausschachtete.</p>
<p>Ich liess es tierärztlich abklären und erhielt folgende Antwort: Es könnte ein Anzeichen auf Kolik sein, nur wären dann da auch noch andere Symptome zu sehen. Bei einem gesundheitlichen Leiden nimmt der Wallach die Position zum Urinieren ein und uriniert dann nicht. Auch vaginale Probleme wie Entzündungen, habe sie in den Jahren noch nie behandelt. Also Entwarnung der Tierärztin, mit einem Grinsen im Gesicht.</p>
<h2>Sex &#8211; ein Tabuthema</h2>
<p>Langsam hatte ich das Gefühl, es sei eher <strong>ein Problem der Menschen,</strong> zwei Pferde beim Paarungsakt zu sehen. Es kann vorkommen, dass ich meinen Wallach beim Masturbieren sehe. Da bleibe ich doch nicht stehen und starre ihn an?! <strong>Hat ein Pferd nicht auch seine Privatsphäre verdient?</strong></p>
<h2>Mein Fazit:</h2>
<p>Das Sexualverhalten meines Pferdes nehme ich einfach an wie es ist. Ich finde es weder verwerflich, noch beängstigend.</p>
<blockquote><p>Solange es natürlich, respektvoll und von beiden Seiten erwünscht ist, ist es einfach wie es ist. Punkt.</p></blockquote>
<p><a class="fmh-colorbox rechts" title="Let's talk about sex" href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2016/09/lets_talk_about_sex.jpg"><img decoding="async" class=" size-full wp-image-6619" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2016/09/lets_talk_about_sex.jpg" alt="Let's talk about sex" width="800" height="618" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2016/09/lets_talk_about_sex.jpg 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2016/09/lets_talk_about_sex-480x371.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" /></a></p>
<p>Teaserbild von <a href="https://pixabay.com/de/users/FrankRichter-2022321/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=1186750">Frank Richter</a> auf <a href="https://pixabay.com/de/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=1186750">Pixabay</a></p>
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			</item>
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		<title>Führen ohne Gefühle</title>
		<link>https://passion.4my.horse/fuehren-ohne-gefuehle/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Steffi Kilcher]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Apr 2024 23:17:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
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					<description><![CDATA[Panische, steigende und bockende Pferde…quälende angsterfüllte Augen… Eine Autistin erklärt Dir, wieso Pferde so heftig reagieren oder so schweigsam dulden!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section_1 et_pb_section et_section_regular et_block_section"><div class="et_pb_row_1 et_pb_row et_block_row"><div class="et_pb_column_1 et_pb_column et_pb_column_4_4 et-last-child et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough"><div class="et_pb_text_1 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h1>Die Wahrnehmung der Pferde verstehen</h1>
<p><em>Autorin: Steffi Kilcher</em></p>
<p>Panische, steigende und bockende Pferde…quälende angsterfüllte Augen…Wer hat dies nicht schon gesehen und sich gefragt, wieso Pferde so heftig reagieren oder so schweigsam erdulden?</p>
<p>Ich bin Autistin und durch diese autistische Wahrnehmung, kann ich die Pferde verstehen. Weshalb?</p>
<p>Pferde habe eine ähnliche Wahrnehmung wie ich. Eine hohe Wahrnehmung basierend auf Gefühlen. Für Pferde ist dies absolut überlebenswichtig, denn in der Natur sind sie ständig Gefahren ausgesetzt, auf welche sie unmittelbar reagieren müssen.</p>
<h2>Ich fühle ihren Schmerz.</h2>
<p><a class="fmh-colorbox rechts" title="Pferde fühlen" href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2018/03/fuehlen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" alignright size-full wp-image-7019" style="height: 410px; width: 359px; float: right;" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2018/03/fuehlen.jpg" alt="Pferde fühlen" width="800" height="914" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2018/03/fuehlen.jpg 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2018/03/fuehlen-480x548.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" /></a></p>
<p>Ich fühle ihre Angst und ihre Verzweiflung. Durch mein Verständnis, das ich ihnen entgegenbringe, werden sie ruhig. Sie fühlen sich von mir verstanden. Das einzige, was die Pferde möchten, ist verstanden werden. Sobald dies geschieht, schliessen sie sich uns an. Freiwillig.</p>
<p>Angst vor Gerten und Peitschen, scharfen Sporen und Trensen, die in den Gaumen drücken, Nasenbänder, welche die Atemwege blockieren und das Schlucken von Speichel verhindern, Schmerzen von  Sätteln, die nicht passen und scheuern, harte Arbeit ohne Pausen, Erschöpfung, Resignation, der Drang nach Bewegung, nach Zuneigung mit anderen Pferden, der Schrei nach Liebe und Verständnis…dies sind die erdrückenden Gefühle, die ich bei vielen Pferden in Reitställen fühle.</p>
<p>Die Abgestumpftheit der Menschen, die dies nicht merken, macht die Pferde traurig. Sie resignieren und lassen alles mit sich machen, oder aber sie wehren sich. Es gibt bei ihnen genauso verschiedene Charaktere, wie bei uns Menschen.</p>
<p>Pferde möchten Sicherheit. Sie möchten einen guten Anführer. Sie möchten einen Menschen, dem sie vertrauen können. Einem solchen Menschen bringen sie Respekt entgegen und mit ihm sind sie bereit, eine starke Bindung einzugehen. So kann sich eine tiefe, echte Liebe entwickeln.</p>
<p>Ein Pferd kontrollieren zu wollen, hat mit Liebe nichts zu tun. Kontrolle und Macht über ein anderes Wesen zu haben, ist definitiv nicht Liebe.</p>
<h2>Wie wirst du zu diesem Anführer, der dein Pferd wünscht?</h2>
<p>Ein guter Anführer kann individuell auf jedes Individuum eingehen. Um das zu können, braucht es EinFÜHLungsvermögen. Denn nicht jedes Individuum braucht den gleichen Führungsstil.</p>
<p>Ein Beispiel: wenn ich einem hochsensiblen Pferd zuviel Druck mache, wird es panisch. Es hat wirklich Angst.</p>
<p>Wenn ich hingegen einem nervenstarken, ranghohen Pferd zuviel Druck mache, wehrt es sich. Der gleiche Mensch, das gleiche Roundpen, die gleiche Übung - aber jedes Pferd wird anders darauf reagieren.</p>
<h2>Sich selber reflektieren</h2>
<p>Führen heisst also auch, sein eigenes Tun in jedem Moment zu reflektieren. Genau das ist jedoch für die meisten Menschen schwierig. Weil es viel einfacher ist, den Fehler beim Gegenüber zu suchen, als bei sich selbst. Dies ist menschlich…dennoch für jeden sofort zu ändern. Verhaltensweisen können wir sofort ablegen. Wenn nur der Wille dazu da ist.</p>
<p>Wie fühlt sich ein Pferd, dass genau so geführt wird, wie es seinem Wesen und Charakter entspricht?</p>
<p>SICHER fühlt es sich. Geborgen und ernst genommen. Diese Gefühle machen es sanft. Es möchte bei uns sein. Da spielt es auf einmal keine Rolle mehr, ob ein 700kg schwerer Koloss vor einer kleinen zierlichen Frau steht. Hier geht es nicht um körperliche Kraft, sondern um innere Stärke. Wer fair, souverän und mit Gefühl führt, wird respektiert.</p>
<p>Führen bedeutet auch Verantwortung zu übernehmen. Wenn ich eine Situation falsch einschätze, macht mein „Herdenmitglied“ hoffentlich nicht mit. Denn:</p>
<blockquote>
<p>Leben will überleben.</p>
</blockquote>
<p>Ein Beispiel: Vor kurzem machte ich einen langen Ritt, um mein Pferd vom alten in den neuen  Stall  zu bringen. Irgendwo mitten im Wald habe ich die falsche Abzweigung genommen. Mein Pferd bemerkte meine Unsicherheit sofort und wollte umkehren. Ich blieb jedoch eine Weile stur und verfolgte den falschen Weg einfach weiter, in der Hoffnung, nicht umdrehen zu müssen und den richtigen Weg wieder zu finden. Dem war jedoch nicht so. Dieser Weg führte in eine Sackgasse.</p>
<blockquote>
<p>Führen heisst also auch, die Ressourcen des anderen zu anerkennen und nicht immer auf seinem Recht zu beharren.</p>
</blockquote>
<p>So habe ich mich bei meinem vierbeinigen Partner für den Umweg entschuldigt und habe ihn eine Weile grasen lassen. Danach bin ich zwei Stunden neben ihm gelaufen. Demütig sein im richtigen Moment erschafft noch mehr Respekt.</p>
<h2>Was kannst du nun tun?</h2>
<p>Du kannst versuchen, dein Pferd zu fühlen. Fühle hin, wenn Du mit dem Pferd auf dem Reitplatz bist oder wenn Du reitest. Wenn sich dein Pferd wehrt, werde ruhig und fühle. Dann findest Du die Lösung.</p>
<p>Meine autistische Wahrnehmung, erlaubt es mir, sehr viel mehr wahrzunehmen. Ich bin aber davon überzeugt, dass jeder Mensch in der Lage ist, hinzufühlen. Es braucht nur den Willen, das Herz ein wenig zu öffnen.</p>
<p>In diesem Sinne wünsche ich Dir eine besinnliche, gefühlvolle Zeit mit deinem Pferd.</p>
<p><em>Teaser-Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/Uki_71-1547363/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=2707691">Uki_71</a> auf <a href="https://pixabay.com/de/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=2707691">Pixabay</a></em></p>
<p><em>Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/kudybadorota-6300591/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=3010137">Dorota Kudyba</a> auf <a href="https://pixabay.com/de/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=3010137">Pixabay</a></em></p>
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