<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Passion 4my.horse</title>
	<atom:link href="https://passion.4my.horse/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://passion.4my.horse</link>
	<description>Der Name ist Programm</description>
	<lastBuildDate>Mon, 05 Oct 2026 13:40:47 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1.3</generator>

<image>
	<url>https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2024/08/cropped-Passion-Logo-Kopf-512-32x32.png</url>
	<title>Passion 4my.horse</title>
	<link>https://passion.4my.horse</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Wenn aus Angst Flucht wird</title>
		<link>https://passion.4my.horse/4410773-2/</link>
					<comments>https://passion.4my.horse/4410773-2/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[4my. Horse]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Oct 2026 15:37:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://passion.4my.horse/?p=4410773</guid>

					<description><![CDATA[Gedanken über Sicherheit Vertrauen und Annäherung und Rückzug.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section_0 et_pb_section et_section_regular et_flex_section">
<div class="et_pb_row_0 et_pb_row et_flex_row">
<div class="et_pb_column_0 et_pb_column et-last-child et_flex_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et_flex_column_24_24 et_flex_column_24_24_tablet et_flex_column_24_24_phone">
<div class="et_pb_text_0 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h2><span>Gedanken über Sicherheit,</span><span> Vertrauen und Annäherung und Rückzug</span></h2>
<p><strong>In memoriam Adrian Heinen</strong></p>
<p><em>Adrian Heinen schrieb diesen Beitrag im Jahr 2021. Unseres Wissens blieb er damals unveröffentlicht. Nach seinem Tod in diesem Jahr veröffentlichen wir ihn in dankbarer Erinnerung, als fachlichen Denkanstoss eines Menschen, dem das Verständnis zwischen Pferd und Mensch am Herzen lag.</em></p>
<p><span>Der Text wurde redaktionell gegliedert und sprachlich behutsam überarbeitet.</span></p>
<h3><span>Eine andere Perspektive</span></h3>
<p><span>Ich muss es mir einfach von der Seele schreiben – in der Hoffnung, dem einen oder anderen (<em>Lernbegierigen</em>) vielleicht einen Gedankenanstoss zu geben, der dazu führt, dass Pferde anders verstanden und <strong>sowohl Ross als auch Reiter sicherer im Gelände unterwegs sind</strong>. Die folgenden Anregungen sollten grundsätzlich in die Ausbildung zum Reitpferd einfliessen und insbesondere nach einer oft langen Winterpause im Frühjahr geprüft werden.</span></p>
<p><span>Es geht mir nicht um falsch oder richtig, das sind Kategorien, in denen ich nicht denke. <a href="https://fb.watch/5GoQFOp6fJ/" target="_blank" rel="noopener">Das im Video</a> gezeigte Ereignis, aber auch die Bewertung des Geschehens<em> (in den Kommentaren)</em> veranlasst mich vielmehr, hier eine andere Perspektive darzulegen. Die Frage ist doch: Gibt es andere Möglichkeiten? Gibt es Strategien, die mehr Sicherheit und Erfolg versprechen? Das Ereignis gibt jedem die Gelegenheit seine eigenen Entscheidungen, seine eigene Reaktion und seine eigenen Fertigkeiten zu überdenken.</span></p>
<p><span>Es ist klar, dem Reiter ist nicht gelungen, was er wollte. Es geht mir nicht um die Beurteilung der Qualität des Reiters, sondern darum, <strong>welche Möglichkeiten wir alle in einer solchen Situation haben.</strong> Welche Möglichkeit wir dann wählen, wenn wir einmal wissen, welche es gibt, ist jedem selbst überlassen.</span></p>
<blockquote>
<p><span>Es wäre mir viel wert, wenn jemand die folgenden Gedanken aufnimmt, die Strategien ausprobiert und sie als zielführend, zweckmässig und dienlich erfährt.</span></p>
</blockquote>
<p><span>Meine Gedanken werden nur von denjenigen wirklich auf Tauglichkeit geprüft, die diese Zeilen mit einer positiven, offenen Einstellung lesen und ausprobieren. All jenen, die dazu nicht bereit sind, rate ich, ab hier nicht mehr weiter zu lesen, denn sie werden keine ernsthafte und sorgfältige Prüfung mit positiver Einstellung unternehmen und damit kein entsprechendes Resultat erzielen.</span></p>
<p><span>Es liegt mir fern jemanden zu kritisieren. Stattdessen möchte ich eine Perspektive anbieten, die aus über 60 Jahren Erlerntem resultiert und aus dem Wunsch geboren ist, dass es gelingen könnte, diese Welt für Ross und Reiter besser zu machen.</span></p>
</div></div>

<div class="et_pb_image_0 et_pb_image et_pb_module et_flex_module"><span class="et_pb_image_wrap"><img alt="" fetchpriority="high" decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Brauner_Foto_Thilo.png" title="Brauner_Foto_Thilo" width="800" height="533" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Brauner_Foto_Thilo.png 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Brauner_Foto_Thilo-480x320.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" class="wp-image-4410781" /></span></div>

<div class="et_pb_text_1 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><p><em>Foto: Thilo Schönebäumer</em></p>
<h3><span>Der Anlass für diese Gedanken</span></h3>
<p><span>Ausgangspunkt ist das Video “Frühlingsgefühle” bei EQUITANAs Firlefranz – sowie Anregungen, Gedanken und mögliche Strategien, um solche Unfälle zu vermeiden und/oder die Auswirkungen zu vermindern:</span></p>
<h3><span>Warum sich gefährliche Muster wiederholen</span></h3>
<p><span>Exakt solche Situationen wie in oben genannten Video zu sehen,<strong> werden nur allzu oft erlebt und als unvermeidlich und unvorhergesehen angenommen.</strong> Es wird auch behauptet, man könne nichts dagegen tun. Es gebe halt Pferde, die seien so. Warum diese fatalistische Ansicht?</span></p>
<p><span>Ich denke dies entsteht durch sich wiederholende und sich selbst bestätigende Erlebnisse und Ereignisketten und das <strong>fehlende Wissen, diese Verhaltensmuster erfolgreich zu durchbrechen.</strong></span></p>
<blockquote>
<p><span>Wenn ich nicht weiss, was ich nicht weiss, kann ich nicht wissen, was ich nicht weiss.</span></p>
</blockquote>
<p><span>Wenn man immer das gleiche erlebt und auf die gleiche Weise reagiert, und das gleiche Resultat erzielt, bedeutet das nicht, dass die Dinge so sein müssen.</span></p>
<p><span>Wir lernen durch das Umfeld, in dem wir uns bewegen und aufhalten, und von jenen, denen wir vertrauen. Dabei ist Imitation der schnellste und effizienteste Weg zu lernen, keine Frage. Was wir in der Pferdewelt wiederholt sehen, wird oft leichtfertig nachgemacht.</span></p>
<p><span>Auch solche unwirksamen und gefährlichen Strategien, wie in diesem Fall zu sehen. Unwirksam, weil nicht wirklich zum Erfolg führend.</span></p>
<p><strong>Erfolg in dieser Situation wäre aus meiner Sicht ein auf feine Signale sofort und im Vertrauen reagierendes Pferd.</strong></p>
<p><span>Das ist doch das, was jeder Reiter möchte.</span></p>
<p><span>Viele Reiter erreichen das leider nie. Die meisten Reiter erreichen das nur dort, wo sie sich oft aufhalten – sei es in der Reithalle, auf dem Platz, im Gelände – aber eben nur dort, wo sie die meiste Zeit verbringen. Obwohl ich davon überzeugt bin, dass die meisten Reiter es erreichen könnten. Es geht um entsprechendes Wissen und Können, und darum dieses im entscheidenden Moment anzuwenden.</span></p>
<p><span>Ich finde, Horsemanship-Kunst ist, wenn ein auf feine Signale sofort und im Vertrauen reagierendes Pferd – überall, auch und vor allem in ungewohnten und unvorgesehenen Situationen auf Signale sofort, fein und im Vertrauen reagiert.</span></p>
<p><span>Dazu gehört auch die Fähigkeit des Reiters, das Pferd nicht zu überfordern und es dort abzuholen, wo es in seiner Entwicklung ist. Es aber auch nicht zu unterfordern. Unter anderem deswegen heisst es Kunst.</span></p>
</div></div>

<div class="et_pb_text_2 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h3><span>Wenn das Pferd keinen Ausweg mehr sieht</span></h3>
<p><span>Aber zurück zu der Situation, die Gegenstand dieser Gedankenanregung sein soll:</span></p>
<p><span>Immer wieder an der gleichen, sich wiederholenden Begebenheit zu scheitern <em>(in diesem Fall: Pferd scheut “ganz plötzlich” und ist nicht mehr kontrollierbar)</em> führt zwangsläufig zu der Ansicht, eine bessere Lösung sei unmöglich. Solche Ereignisse sind aber gefährlich und sollten auch nicht unbewusst und wiederholt kreiert werden.</span></p>
<p><span>Der in diesem Fall oft angefügte Kommentar “Glücklicherweise ist Pferd und Reiter nichts passiert”, ist nur oberflächlich richtig. Auch “unvorhersehbar” sind Situation und Reaktion nicht, wenn sie jedes Frühjahr passieren.</span></p>
<p><span>Jedes Pferd ist ein Fluchttier und hat als solches bestimmte, angeborene Verhaltensmuster – wie etwa auch zu steigen, zu beissen, durchzugehen oder zu scheuen – <strong>die Frage ist somit nicht ob es passiert. Die Frage ist, wann es passiert</strong> – und noch viel wichtiger: warum es passiert und wie ich vermeiden kann, dem Pferd das Gefühl zu geben, es hätte keinen anderen Ausweg mehr.</span></p>
<p><span>Jeder Zuschauer wird zustimmen, dass solche Situationen wie im Video zu beobachten, gefährlich sind. Ich kann als Reiter darauf zählen, dass eine “unvorhersehbare Situation” passieren wird, vor allem dann, wenn ich es nicht erwarte. Somit sind solche Situationen unausweichlich und vorhersehbar.</span></p>
<p><span>Was kann ich in Vorbereitung tun, um etwaig entstehenden mentalen, emotionalen und physischen Schaden zu verringern oder gar zu verhindern und die unausweichliche Situation zu deeskalieren anstatt zu eskalieren?</span></p>
</div></div>

<div class="et_pb_text_3 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h3><span>Was in der gezeigten Situation geschieht</span></h3>
<p><span>Es ist ersichtlich, dass das Pferd nicht mehr vorwärts will und seine Hinterbeine reflexartig parallel stellt – die klassische, instinktive Vorbereitung zur Flucht. Die Reiterin unterstützt die Fluchtreaktion des Pferdes <em>(im Sinne eines Signals fürs Pferd)</em> noch mit Verkürzen beider Zügel und Schenkeldruck. Wo soll das Pferd denn hin?</span></p>
<p><span>Die Reiterin versucht, das Pferd mit zwei Zügeln unter Kontrolle zu halten. Was denkt das Pferd dabei? Zügel verkürzen wird zu vielen Zwecken gebraucht, vor allem zum Stoppen. Das Pferd steht aber schon und bekommt trotzdem die entsprechende Hilfe/Signal. Angezogene Zügel animieren auch nicht zum Vorwärtsgehen <em>(angezogene Handbremse),</em> obwohl: Da soll das Pferd doch hin?</span></p>
<p><span>Gleichzeitig signalisiert der Schenkeldruck “vorwärts” und/oder Engagement der Hinterbeine, was dem Pferd die Situation aufgrund der vermeintlich drohenden Gefahr und der verkürzten Zügel noch verdriesslicher macht.</span></p>
<blockquote>
<p><span>Vom Pferd aus gesehen alles in allem eine verwirrliche und widersprüchliche Kommunikation und eine angsterregende, zwanghafte Einwirkung, zusätzlich zur drohenden Gefahr.</span></p>
</blockquote>
<p><span>Das alles aus dem Bemühen heraus das Pferd an Ort und Stelle festzuhalten oder vorwärts zu bewegen. Das funktioniert aber bei Pferden nicht. Zum einen kann man ein Pferd nicht festhalten. 500-700 kg Fluchttier hält niemand von uns davon ab, zu flüchten, wenn es sein Leben bedroht und in Gefahr sieht.</span></p>
<p><span>Stellt Euch vor: Ihr habt eine Schlange um Euren Hals. Ihr versucht mit allen Mitteln dieses unheimliche Tier loszuwerden. Dabei werdet Ihr aber von zwei starken Männern festgehalten?!</span></p>
<p>Zum anderen: Wenn ein Pferd so abrupt und vehement erstarrt, geht es selten auf Antreiben sofort ruhig weiter.</p>
<p><span>Aus Pferdesicht: Bei derart kurzen Zügeln spürt das Pferd Druck im Maul und auf der Zunge, gegebenenfalls Schmerz, was die Angst verstärkt. Pressende Schenkel braucht man auch zum Vorwärtstreiben, bewirken aber ein Engagieren der Hinterhand. Beide Signale gleichzeitig ausgeführt bewirken Platzangst. Dazu kommt noch das Klopfen am Hals. Dieses rhythmische Klopfen am Hals wirkt wie eine treibende Gerte. Dem Pferd wird es unmöglich ruhig zu stehen. Wenn es ein Lob sein sollte, dann kommt es zu einem ausgesprochen ungünstigen Zeitpunkt, da das Pferd für seine Angstreaktion gelobt würde. Dies war sicher nicht gemeint. Etwas beruhigender wäre ein Streicheln gewesen. Pferde und Frauen mögen es nicht so beklatscht zu werden. <strong>Somit unterstützt die Reiterin unbewusst den Drang des Pferdes sich zu verdünnisieren.</strong></span></p>
</div></div>

<div class="et_pb_text_4 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h3><span>Was das Pferd aus dem Erlebnis lernt</span></h3>
<p><span>Was das Pferd in dieser Situation erlebt und lernt, ist eindeutig:<em> “Ich werde gezwungen, ich kann auf meinem Menschen nicht bauen, er ist meines Vertrauens mein Leben zu schützen nicht würdig, seine Signale sind widersprüchlich und ich kann sie mit Erfolg ignorieren."</em></span></p>
<p><span>Ich fliehe, ich “gewinne” und beweise mir selbst mit der erfolgreichen Flucht, dass ich imstande bin die bessere Entscheidung zu treffen.</span></p>
<p><span>Für die nächste, vergleichbare Situation ist das Pferd jetzt bereits besser vorbereitet auf die gleiche Weise zu reagieren. <strong>Perfektes Training. Nur nicht in die gewünschte Richtung.</strong></span></p>
<p><span>In dieser Situation ist also nicht “nichts” passiert.</span></p>
<p><span>Beide haben ein Erlebnis durchlebt, das negative Spuren hinterlässt, zu enormer Anspannung und möglicherweise erneuter Eskalation in der Zukunft führt. Wir lernen was wir erleben und wir leben was wir erlernt haben, auch die Pferde.</span></p>
<p><span>Was geschieht im Video konkret? Das Pferd möchte abwenden, was die Reiterin vehement verhindert, was das Pferd noch mehr in Spannung bringt. Dann versucht das Pferd rückwärts aus der Gefahrenzone zu gehen. Die Reiterin treibt wiederum vorwärts und stoppt dadurch das Pferd. Die Spannung verstärkt sich noch. Besagte Spannung wird insbesondere durch die Hinterbeine deutlich, die parallel gestellt und untergestellt sind.<strong> Dies gibt dem Pferd maximale Kraft, seine Fluchtreaktion auszuführen.</strong> Dies ist die Kraft, die wir uns bei einer Piaffe, Passage oder Levade wünschen. Da das Pferd nicht abwenden darf, nicht rückwärts aus dem Gefahrenbereich darf und aufgrund der vermeintlich drohenden Gefahr auch nicht entspannen kann <em>(dazu gespannte Zügel und pressende Schenkel)</em> gibt es für das Pferd nur noch begrenzte Möglichkeiten, sein Leben zu retten. Ein Pferd kann sich nur vorwärts, rückwärts, rechts, links, rauf und runter bewegen oder in einer Kombination davon. Wie das aussehen kann sehen wir im Video in Perfektion. Das Pferd geht mit dem Kopf ins Rassembler, hebt den Widerrist und katapultiert sich und Reiter in die Luft und dreht sich dabei noch. Eine äusserst athletische Bewegung, zu einem unglücklichen Zeitpunkt, ausgelöst durch eine vermeintliche Gefahr und verstärkt durch die reflexartigen Reaktionen des Reiters.</span></p>
<h3><span>Deeskalation statt geradliniger Konfrontation</span></h3>
<p><span>Was könnte eine mögliche Lösung sein, die für Pferd und Reiter weniger gefährlich ist und das Pferd bestärkt, vermeintlichen Gefahren mit Mut und Selbstbewusstsein entgegen zu treten, anstatt seinem Instinkt zu folgen und blindlings zu flüchten?</span></p>
<p><span>Trotz des athletischen und erfolgreichen “Not-Abstiegs” der Reiterin ist die von der Reiterin gewählte Vorgehensweise für Pferd und Reiter keine erfolgreiche. Die Reiterin könnte sich alle Knochen gebrochen haben und das Pferd hätte auf der Autobahn oder Bundesstrasse landen und dort sein Leben verlieren oder anderes Leben gefährden können.</span></p>
<p><span>Ich schlage vor: Wir ändern unsere Haltung des geradlinigen (<em>Raubtier</em>)Denkens und verzichten vorerst darauf, geradewegs auf die Gefahr zuzugehen.</span></p>
<p><span>Ein Pferd <em>(das Fluchttier)</em> würde nie im Leben geradewegs auf eine wahrgenommene Gefahr zugehen. Man stelle sich vor wie das Pferd sich fühlen muss! Etwa so wie der Mensch, der vor Schlangen Angst hat. Jemand versucht nun diesen Schlangen Phobiker zu zwingen, sich einer offensichtlichen Giftschlange zu nähern und die Schlange ganz von Nahem zu betrachten. Jede Aufforderung dazu ist ein immenser Druck, der noch mehr Angst auslöst und kaum Vertrauen aufbaut.</span></p>
</div></div>

<div class="et_pb_text_5 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--group--divi-text--divi-font-body--h1yjkjr--nested--r060qjfx82 preset--module--divi-text--6f7ii9e99i"><div class="et_pb_text_inner"><h3><span>Wie Pferde Gefahren beurteilen</span></h3>
<p><span>Wie wählt ein Pferd natürlicherweise seinen Weg?</span></p>
<p><span>Pferde entscheiden immer entsprechend derselben Kriterien, in immer derselben Reihenfolge:</span></p>
<ol>
<li><span>Die Natur des Pferdes <em>(Flucht vor Gefahr bzw. Sicherheit, Komfort und Spiel)</em></span></li>
<li><span>Gelernte, frühere Erfahrungen, in Herde oder Ausbildung</span></li>
<li><span>Die menschliche Einwirkung: ergibt sie aus Sicht des Pferdes Sinn?</span></li>
</ol>
<p><span>Es liegt nicht in der Natur des Pferdes geradewegs auf eine etwaige Gefahr zuzugehen. Pferde sind skeptisch, angeborene Feiglinge, haben Platzangst und flüchten als Beutetier immer in Panik <em>(gefühlt “Todesgefahr”)</em> in unterschiedlicher Ausprägung.</span></p>
</div></div>

<div class="et_pb_text_6 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h3><span>Annäherung und Rückzug</span></h3>
<p><span>Ein Pferd folgt von Natur aus dem Konzept "Annäherung und Rückzug"<em> (“Approach and Retreat”).</em></span></p>
<p><span>Dabei bedeutet Rückzug die vom Pferd aus betrachtet notwendige Distanz zur vermeintlichen Gefahr<em> (=natürliche Flucht)</em>, aber auch die proaktive Aktion des Reiters, das Pferd aus der Gefahrenzone zu bringen, und damit zu deeskalieren.</span></p>
<blockquote>
<p><span>Sobald ein Pferd eine Gefahr bemerkt, stoppt es und analysiert die Situation. Es schaut. Es wägt ab. Ok oder nicht okay?</span></p>
</blockquote>
<p><span>Soll heissen: Leben oder Tod? Für das Pferd gibt es kein “vielleicht”. <strong>Es gibt nur ja oder nein.</strong> Wäre es tödlich, Neugier zu zeigen? Als geborene Skeptiker gehen Pferde kein Risiko ein und entscheiden sich beim geringsten Zweifel für die Flucht. “Sicher ist sicher”, entscheidet das Pferd.</span></p>
<p><span>Pferde können Gefahren in 2,5 km Entfernung bemerken. Das ist (<em>schon</em>) die Annäherung: Die Gefahr ist in der Fluchtdistanz des Pferdes angekommen. Näher ran zu gehen, oder die Gefahr näher rankommen zu lassen, würde für das Pferd zuerst mal den sicheren Tod bedeuten. Solange das Pferd schaut und steht/eventuell “einfriert”, befindet es sich in der Analyse. Es wägt ab, ob Rückzug/Flucht überlebensnotwendig ist. Sind Ross und Reiter weit genug von der Gefahr entfernt, kann es stehen bleiben und eventuell entspannen und die Angst verfällt. Dies ist nur möglich, wenn das Pferd dabei nicht gestört wird. Ruhe ist also angesagt und Neutralität. Viele Reiter erkennen den Moment der “Analyse” zwar, aber geben dem Pferd aus welchen Gründen auch immer, nicht genügend Zeit zur Analyse. Oft sind sie dann der Meinung, das Pferd hätte vollkommen “unvorhersehbar” reagiert. Diese Gefahren sind zwar nicht genau vorhersehbar, jeder weiss aber, dass im Leben immer etwas Unvorhergesehenes passieren kann. Leider sind wir Menschen oft nicht bereit diese Reaktion des Pferdes als gegeben zu akzeptieren.</span></p>
<p><span>Kommt das Pferd nach der Analyse zur Erkenntnis, dass alles okay ist, könnten wir weiterreiten. Oft wäre es aber zu Beginn der Ausbildung besser, proaktiv einen Rückzug anzutreten.<em> (Im Video versucht das Pferd genau das durch Abwenden nach rechts oder dann alternativ durch Rückwärtstreten).</em></span></p>
<p><span>Vorsicht beim Weiterreiten: das Pferd könnte gleich wieder an diese “Feine Schwelle” stossen, die erneut den Fluchtinstinkt auslöst.</span></p>
<p><span>Sofern das Pferd nach der Analyse der Gefahr zu der Feststellung kommt, dass die Situation wirklich gefährlich und die Distanz zur Gefahr zu klein ist, ist Rückzug angesagt, d.h. schnellstmögliches Entfernen von der Gefahr. Dabei ist es unwichtig, ob wir Menschen die Situation auch als gefährlich sehen. Wenn wir dem Pferd nicht genügend Zeit geben “zu denken” <em>(aka: zu analysieren)</em> und stattdessen noch gewollt oder unbewusst Druck ausüben, erfolgt meist der sofortige Rückzug/Panik.</span></p>
<p><span>Ausserhalb des Gefahrenbereichs halten Pferde an, schauen zurück und wenden auf der Vorhand. Neugierige(!) Pferde nähern sich nun der Gefahr wieder (<em>approach</em>). Da ja “nichts passiert ist” – es hatte keine Folgen für ihr Leben bzw. den Verlust dessen – kommen sie diesmal etwas näher. Sie schieben sozusagen besagte “Feine Schwelle” etwas in Richtung Gefahr, ihr Zutrauen steigt. Es folgt wiederum der Rückzug. Man kann ja nie wissen. Der aufmerksame Beobachter wird feststellen, dieses Verhalten wiederholt sich so oft bis das Pferd die Gefahr <em>(bzw. den Gegenstand)</em> berührt hat.</span></p>
<p><span>Dieses, dem Pferd natürliche Vorgehen können wir uns zunutze machen. “Approach und retreat” ist das Mittel zum Zweck das Pferd zu lehren, keine Angst zu haben. Wir erfüllen sozusagen sein natürliches Bedürfnis nach Sicherheit.</span></p>
<blockquote>
<p><span>Indem wir das Pferd erleben lassen, dass keine Gefahr besteht in der jeweiligen Situation, lehren wir es, uns zu vertrauen und unsere Signale zu respektieren.</span></p>
</blockquote>
<p><span>Wir müssen bedenken: Dem Pferd stellt sich die Situation als ein “farbiges, tönendes, riechendes und Gefühle auslösendes, gefährliches Bild” dar. Das Pferd reagiert auf Sinneseindrücke und agiert instinktiv.</span></p>
<p><span>Je mehr solcher (<em>vermeintlich</em>) gefährlichen Erfahrungen sie mit uns positiv überwinden, umso weniger werden sie in neuen Situationen ängstlich und “unvorhergesehen” reagieren, und umso leichter fällt es ihnen, unseren Aufforderungen und Anforderungen zu folgen.</span></p>
</div></div>

<div class="et_pb_text_7 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--group--divi-text--divi-font-body--h1yjkjr--nested--r060qjfx82 preset--module--divi-text--135414ef-035a-4f87-9dca-5c6d19acfbc3"><div class="et_pb_text_inner"><h3><span>Was Reiter konkret tun können</span></h3>
<p><span>Also: Was können wir tun?</span></p>
<p>Wir befinden uns in einer vergleichbaren Situation (Video):</p>
<p><strong>Ich schlage vor:</strong></p>
<ul>
<li><span>Sofort absteigen</span></li>
<li><span>Hals seitlich biegen und absteigen</span></li>
<li><span>Rückwärtsrichten und die Gefahrenzone verlassen</span></li>
<li><span>Abwenden mit einer Wendung um 360° auf der Vorhand und eventuell<em> (für den Reiter: vermeintliche; für das Pferd: wahrhaftige)</em> Gefahrenzone vorläufig verlassen</span></li>
<li><span>Abwenden zu einem Schulterherein auf einem sehr engen Kreis</span></li>
</ul>
<p><span>Anmerkung: Diese Vorschläge sind keine Vermeidungstaktik sondern proaktive Prävention zur Schadensminderung.</span></p>
</div></div>

<div class="et_pb_text_8 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h3><span>Vorbereitung schafft Sicherheit</span></h3>
<h4>Was können wir präventiv tun?</h4>
<p><span>Alle die folgenden möglichen Strategien können und sollten vorher in Ruhe geübt werden. Damit Pferd und Reiter sie verlässlich abrufen können, wenn die Situation es erfordert.</span></p>
<blockquote>
<p><span>Prior and proper preparation prevents poor performance - </span><span>Pat Parelli</span></p>
</blockquote>
<p><span>Wir wollen nun die einzelnen aufgezählten Strategien beschreiben und den Zweck erklären.</span></p>
<h4>Sofort absteigen</h4>
<p><span>Sofort absteigen (<em>Notabstieg</em>) würde der Reiterin im Video sicher mit Eleganz gelingen. Wann ist der beste Zeitpunkt, abzusteigen? <strong>Wenn man das erste Mal daran denkt!</strong> In dem Moment, wenn uns in den Sinn kommt, absteigen zu “sollen” muss im Grunde augenblicklich der Abstieg folgen. Das Zeitfenster für einen sicheren Notabstieg ist wie man auch in diesem Video sieht sehr klein. Es macht viel Sinn, einen Notabstieg auf beiden Seiten, in einem gesicherten Umfeld, <em>(Reithalle oder Platz)</em> zu üben.</span></p>
<h4>Seitliche Biegung und Absteigen</h4>
<p><span>Den Hals des Pferdes seitlich biegen <em>(“seitliche Biegung”)</em> und absteigen: ist mit ein wenig Übung für viele Reiter leichter möglich. Jedes Pferd, dem man den Hals maximal seitlich biegt, wird irgendwann stehen bleiben <em>(Gelegenheit zum schnellen Absteigen).</em> Wiederholtes Üben dieser seitlichen Biegung in Ruhe oder bis sich Ruhe beim Pferd einstellt und dem Pferd als etwas Gutes vorkommt<em> (es fühlt sich sicher)</em> führt später durch Konditionierung beim Pferd zu einem Verhaltensmuster, das das Pferd bei jeder Aufforderung und in jeder Situation und immer schneller wiederholt. Eine seitliche Biegung des Pferdes um mehr als 30° bewirkt eine Behinderung der Vorwärtsbewegungen und ein Kreuzen der Hinterbeine (<em>disengagement</em>). Das verhindert automatisch eine Parallelstellen der Hinterbeine und vermindert die Gefahr von Piaffe, Galopp, Steigen Levade, Bocken zu einem ungünstigen Zeitpunkt und gibt dem Reiter die Kontrolle über den Motor: Die Hinterhand. Wir trennen sozusagen wie bei einer Kupplung die Kraft des laufenden Motors von den Rädern. Das Pferd kann sich sehr schnell bewegen, es kommt aber nicht von der Stelle. Dies wäre in der beschriebenen Situation auch möglich gewesen, es kann aber nur eingesetzt werden, wenn das Pferd und Reiter darin geübt sind.</span></p>
<h4>Rückwärtsrichten und die Gefahrenzone verlassen</h4>
<p><span>Wenn das Pferd nicht vorwärts gehen will, dann will es schon halb rückwärts. Deshalb wäre es in dieser Situation einfach, dem Pferd etwas “rückwärts” und den Rückzug (“<em>retreat</em>”) zu gestatten. Durch die grössere Distanz zur Gefahr verhindern wir die Eskalation der Angst des Pferdes. Damit vermeiden wir auch, das Pferd weiter “vorwärts” zu drängen, und gestatten ein “instinktgerechtes” “anhalten und observieren”. Nur ein solches Verhalten macht uns in der Perspektive des Pferdes zu einem verlässlichen, respektablen und vertrauenswürdigen Partner.</span></p>
<h4>Abwenden mit einer Wendung auf der Vorhand</h4>
<p><span>Diese Strategie bedingt die seitliche Halsbiegung <em>(siehe oben).</em> Die Wendung wird mit nur einem Zügel ausgeführt und mit einem einseitigen Seitwärts Treiben der Hinterhand kombiniert. Diese Kombination von einseitiger Zügeleinwirkung und seitwärts Treiben der Hinterhand hat ein Kreuzen der Hinterbeine zur Folge, ein sog. “dis-engagement”. Dabei ist wichtig: Linker Zügel, linker Schenkel oder rechter Zügel, rechter Schenkel.</span></p>
<p><span>Jedes Pferd wird umso ruhiger, je länger es sich so bewegt. Eine Strategie, die sich in vielen Situationen als wertvoll erweisen kann. Daraus ergibt sich dann auch die Möglichkeit, in einem etwas ruhigeren Moment kontrolliert abzuspringen. Ich empfehle, diese Manöver in Ruhe und an einem sicheren Ort zu lernen und zu üben.</span></p>
<p><span>Wer diese Übung studiert wird feststellen, dass dieses Manöver einen weiteren Vorteil bietet: Denn in dem Moment, wo die Füsse des Reiters auf dem Boden aufkommen, entfernt sich die Hinterhand vom Reiter. Die Nase des Pferdes hingegen ist dem Reiter zugewandt. Die dadurch entstehende Position vom Pferd zum Reiter wird ein unkontrolliertes <strong>“Davonstürmen” des Pferdes deutlich erschweren und meist verhindern.</strong></span></p>
<h4>Schulterherein auf einem engen Kreis</h4>
<p><span>Auch diese Strategie benötigt Vorbereitung und darüber hinaus ein neues Verständnis für das Manöver “Schulterherein”. Macht ein Pferd ein Schulterherein auf einem engen Kreis, so gehen die Hinterbeine einen weiteren Kreis, kreuzen sich und können nicht mehr schieben. Disengagement. Damit machen die Vorderbeine einen sehr kleinen Kreis und/oder bleiben an Ort. Das Pferd bewegt sich zwar extrem, kommt aber nirgendwo hin. Das Pferd wird nicht festgehalten<em> (siehe oben)</em>, aber es geht auch nicht irgendwo hin. Die eigentliche Flucht ist nur noch schwer möglich.</span></p>
<p><span>Auch durch dieses Manöver wird jedes Pferd umso ruhiger, je länger es sich so bewegt. Eine sichere, gute Alternative um die unerwünschte Kraftentwicklung des Pferdes zur Flucht zu vermeiden. Denn dadurch, dass das Pferd seine Hinterbeine parallel stellen kann, kann es mehr Kraft entwickeln, die Flucht erfolgreich durchzuführen.</span></p>
</div></div>

<div class="et_pb_text_9 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h2><span>Das Unvorhersehbare ist Teil des Reitens</span></h2>
<p><span>Aus den Kommentaren ist zu entnehmen, dass Situationen wie im beigefügten Video “unvorhergesehen” und kaum “kontrollierbar” seien. Dem widerspricht aber, dass es kaum einen Reiter gibt, der ein solches Ereignis nicht bereits erlebt hat. Daraus folgere ich, dass die Ausnahmen nur “Glück” hatten. Das wiederum bedeutet für mich aber auch, dass eine solche Situation jedem jederzeit passieren kann.</span></p>
<p><span>Ist es deswegen nicht möglicherweise lohnenswert, sich auf solche unvorhersehbaren und unkontrollierbaren Situation vorzubereiten?</span></p>
<p><span>Wenn doch die Chancen hoch stehen, dass mir passiert, was jedem passiert, dann bereite ich mich doch vor. Warum denn nicht?</span></p>
<h3><span>Vertrauen entsteht durch Vorbereitung</span></h3>
<blockquote>
<p><span>The definition of confidence is knowing that you are prepared for the unthinkable. </span>- Ray Hunt</p>
</blockquote>
<p><em>Eine gute Zeit, Euer Adrian</em></p>
<p><span>© Adrian Heinen, 2021. Alle Rechte vorbehalten</span></p>
</div></div>

<div class="et_pb_text_10 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--group--divi-text--divi-font-body--h1yjkjr--nested--r060qjfx82 preset--module--divi-text--135414ef-035a-4f87-9dca-5c6d19acfbc3"><div class="et_pb_text_inner"><h3><span lang="EN-US">In dankbarer Erinnerung an Adrian Heinen<o:p></o:p></span></h3>
<p class="Vorspann"><span lang="EN-US">Seine Gedanken und sein Wissen bleiben. Als Einladung, Pferde genauer zu beobachten, ihre Reaktionen besser zu verstehen und ihnen auch in schwierigen Situationen ein verlässlicher Partner zu sein.<o:p></o:p></span></p>
</div></div>
</div>
</div>
</div>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://passion.4my.horse/4410773-2/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Heilkunst mit Pferden</title>
		<link>https://passion.4my.horse/heilkunst-mit-pferden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Caroline Wolfer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Sep 2026 06:46:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://passion.4my.horse/?p=4410804</guid>

					<description><![CDATA[Pferde – auch domestizierte Pferde – sprechen nicht mit unserem Verstand, auch nicht mit unseren zivilisierten Verhaltensweisen. Ihre Sprache ist eine Herzenssprache und redet auch nur mit unserem Herzen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section_1 et_pb_section et_section_regular et_flex_section">
<div class="et_pb_row_1 et_pb_row et_flex_row">
<div class="et_pb_column_1 et_pb_column et-last-child et_flex_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et_flex_column_24_24 et_flex_column_24_24_tablet et_flex_column_24_24_phone">
<div class="et_pb_text_11 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Schon als Kind habe ich viel von Wildpferden geredet und allen erzählt, dass ich sie einmal zähmen werde. Das hat mir niemand geglaubt, aber heute ist das so. Es ging mir nie aus dem Kopf und ich habe meinen Traum sehr beharrlich mit vielen Herausforderungen verfolgt, bis er zur Berufung wurde. Was ich mit meiner Arbeit mitgeben will, ist die Sicherheit, dass im Leben alles möglich ist. Auf verschiedenen Ebenen.</strong></p>
<p>Seit mehr als 20 Jahren bin ich mehrere Monate pro Jahr in Argentinien, wo ich die Wildpferde kennen gelernt habe und sehr schnell erkennen konnte, wie man mit ihnen umgehen muss, um sie zu zähmen. Sie sind sehr stark mit der geistigen Welt verbunden und auch mit der der Erde. Sie wissen, wie man Informationen «von oben» herunterlädt. Ohne Wlan.</p>
<p>Wildpferde sind die Essenz der Pferde. Sie sind rein, nicht menschenbelastet durch ihre Themen, Schatten und Inkohärenzen. Sie sind tatsächlich frei. Frei von Zäunen, frei von energetischen Belastungen. Nicht nur, weil sie in der Wildnis leben. Auch wenn ich sie schon lange kenne, lerne ich immer wieder Neues dazu. Sie sind geistige Meister und wenn wir die inneren und äusseren Augen und Ohren offen haben, erkennen wir durch sie sehr viel, was wir vorher nicht wussten.</p>
</div></div>

<div class="et_pb_text_12 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h3>Die Sprache des Herzens</h3>
<p>Pferde – auch domestizierte Pferde – sprechen nicht mit unserem Verstand, auch nicht mit unseren zivilisierten Verhaltensweisen. Ihre Sprache ist eine Herzenssprache und redet auch nur mit unserem Herzen. Das ist eine ganz andere Frequenz und Schwingungsebene, als die Mentalebene. Da liegt unser Potential.</p>
<p>Unsere Herzebene ist das Zuhause unserer Seele und die hat auch einen «Radiokanal». Der ist aber leiser als unser gewohntes Kopf-Radio. Pferde helfen uns, den leisen Kanal langsam wieder zu hören und somit unsere Seele zu verstehen, ihr zuzuhören und ihren Weg einzuschlagen.<br />Weil ich diesen Weg selbst gegangen bin, schon mein ganzes Leben lang, weiss ich auch, wie rein und frei man selbst werden kann auf diese Weise. Anders gesagt: Man wird heil. Oder geheilt. Körperlich, geistig und energetisch.</p>
<p>Heilkunst ist eine Form von Kunst, deine kreativen Urkräfte und deine Anbindung an die göttliche Quelle wieder zu erwecken, damit du in deine Schöpferkraft kommst. Es bedarf dafür viele Einsichten und Verfeinerungen deiner Wahrnehmung, damit das überhaupt geschehen kann. Es ist ein Lebensweg, der sich lohnt.</p>
</div></div>

<div class="et_pb_image_1 et_pb_image et_pb_module et_flex_module"><span class="et_pb_image_wrap"><img loading="lazy" alt="" decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Heilpferde2.png" title="Heilpferde2" width="1920" height="1080" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Heilpferde2.png 1920w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Heilpferde2-1280x720.png 1280w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Heilpferde2-980x551.png 980w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Heilpferde2-480x270.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1920px, 100vw" class="wp-image-4410805" /></span></div>

<div class="et_pb_text_13 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h3>Mein eigener Weg als Beispiel</h3>
<p>Wenn man etwas selbst erfahren hat und durch gegangen ist, kann man es auch wahrhaftig vermitteln. So ist das bei mir.</p>
<p>Mich hat das Leben einige Male «an den Ohren genommen», um mir etwas zu zeigen. Die heftigste Lektion war meine Nahtoderfahrung. Das ist jetzt erst vier Jahre her und hat mich zu einem anderen Menschen gemacht. Jedoch musste ich ganz viele Herausforderungen meistern, sonst wäre ich nicht mehr auf der Erde. Ich lag mit Schädelbruch und Gehirnthrombose im Krankenhaus im Koma. Längere Zeit. Da ich ausserhalb meines Körpers war, sah ich den Körper von oben. Ich war im himmlischen Paradies gelandet, weiss dadurch auch bestens was Geistwesen sind und was sie alles machen für uns. Durch diese Umstände war ich vollkommen geführt von der göttlichen Quelle, welche durch mich wirkte. Die Arztprognose war, dass ich nicht mehr wieder komme. Doch da meine Hellsinne voll offen waren, wurde mir «von oben» klar gesagt, welche Medikamente ich nehmen soll, welche nicht, was ich machen soll und wohin ich gehen soll, damit ich überlebe. Ich war im Rollstuhl, konnte nicht gehen, nicht gut reden, hören und überhaupt nicht riechen. Und so würde es bleiben, hiess es im Krankenhaus.</p>
<p>«So wird es nicht bleiben!» war meine Antwort und ich fing selbst an, laufen, reden, hören und riechen wieder zu lernen. Viele Monate lang hing ich noch an einem Faden und dann wusste ich, jetzt muss ich zu den Pferden nach Hause. Die Ärzte wollten mich nicht gehen lassen in meinem Zustand, und ich hielt es energetisch nicht mehr aus im Krankenhaus. Zuhause empfing mich mein Pferd galoppierend, meine Katze, welche verschwunden war, stand vor der Tür und die Rosen blühten knallrot Ende Oktober. Ein so herzlicher Empfang von der ganzen Schöpfung, die dauernd mit mir in Herzenssprache redete, «da oben und hier unten», war herzerwärmend und bestärkte mich, hier zu bleiben. Mehr Informationen dazu kann man bald in einem weiteren Buch von mir lesen.</p>
<p>Ich beschreibe hier noch ein Beispiel, was Pferde für uns machen, wenn man das Geistwesen in ihnen hören kann: Meine Stute Reina hat mich empfangen, als ich vom Krankenhaus heimkam. Sie ist das höchst schwingende Pferd, das ich kenne. Das heisst, sie ist hauptsächlich mit der Quelle verbunden und wirkt «von oben». Man kann es auch Gott auf vier Hufen nennen.</p>
<p>Wenn ich jeweils nicht weiterwusste, wie ich meinen Körper, meine Emotionen und meine Psyche heilen konnte, fragte ich Reina. Meine linke Gehirnhälfte war ziemlich inaktiv und das verursachte unzählige Schwierigkeiten, weil sie nicht mehr wirklich steuern konnte. Ich brauchte verschiedenartig Hilfe, ging zu Reina und wir standen unter einem Wallnussbaum. Ich hatte tausend Fragezeichen um den Kopf, was Reina natürlich wahrnahm und nach Möglichkeiten suchte, mir eine Lösung anzubieten. Sie lief an mir vorbei und ich hörte es am Boden knacken. Dann lief sie um mich herum und es knackte fortwährend. Ich begriff es nicht. Beim nächsten Schritt setzte sie behutsam einen Huf auf eine Baumnuss, welche am Boden lag, stand aber nicht drauf, sondern knackte sie. Dann schaute sie mich an. Und ich sie. Fragezeichen. Also nahm sie die Baumnuss in ihren Mund und reichte sie mir hin. «Wie komisch, dass Pferde Nüsse fressen», dachte ich mir. Aber sie frass sie nicht, sondern legte sie mir in die Hand. Ich schaute die Nuss an und erkannte, dass sie die Form eines Gehirns hat. Darauf nahm sie Reina wieder und frass sie. Also hiess das, dass ich Baumnüsse essen sollte. «Ja, sagte Reina, «das ist für dein Gehirn und Chestnut Bachblüten dazu.» Nun hatte ich ihre Botschaft verstanden. Natürlich ist das nur eine von Tausenden von geistigen Botschaften, die ich erwähnen könnte. Als Beispiel zum Verstehen.</p>
<p>Aufgrund dieser Erfahrungen weiss ich, dass alles geheilt werden kann und habe eine Ausbildung kreiert, welche dir hilft, diesen Weg zu finden und zu gehen in deinem Leben.</p>
</div></div>

<div class="et_pb_text_14 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h3>Voraussetzungen</h3>
<p>Dafür musst du offen und bereit sein, deine Blockaden und Steine im Weg zu erkennen und weg zu räumen. Es ist auch ratsam, die Kanäle der Hellsinne zu öffnen und die Sprache des Herzens zu lernen. Meine Idee ist, dir zu helfen, in Zukunft dich hauptsächlich selbst heilen zu können. Der Unterricht ist nicht nur mit Pferden. Aber sie bieten sich an, als sehr direkter Kanal, wo du nicht drum herumkommst, bei dir hin zu schauen. Dafür brauchst du Zeit, Konsequenz, Kohärenz und ein offenes Herz.</p>
<p>Du darfst neue Entscheidungen treffen in deinem Leben, ganz egal wie gross oder klein diese sind.</p>
</div></div>

<div class="et_pb_image_2 et_pb_image et_pb_module et_flex_module"><span class="et_pb_image_wrap"><img loading="lazy" alt="" decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Heilpferde3.png" title="Heilpferde3" width="1920" height="1080" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Heilpferde3.png 1920w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Heilpferde3-1280x720.png 1280w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Heilpferde3-980x551.png 980w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Heilpferde3-480x270.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1920px, 100vw" class="wp-image-4410810" /></span></div>

<div class="et_pb_text_15 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--group--divi-text--divi-font-body--h1yjkjr--nested--r060qjfx82 preset--module--divi-text--135414ef-035a-4f87-9dca-5c6d19acfbc3"><div class="et_pb_text_inner"><h2>Was die Ausbildung beinhaltet</h2>
<p>Ich habe verschiedene Module kreiert, wobei du diejenigen machen kannst, welche dich ansprechen und zu dir passen. Auf jeden Fall geht es immer darum, mit deiner Seele Kontakt aufzunehmen. Das kann über Malereien sein, Seelenschreiben, über meditative Naturverbindung und/oder mit den Pferden. Alles muss Freude bereiten, sonst fliesst es nicht.</p>
<p>Von Pferden muss man bei mir keine Ahnung haben. Sie treffen «das Rote in der Scheibe» sowieso. Zudem suchen sie in jedem Menschen die weiblichen und männlichen Urkräfte und zeigen sehr schnell an, wenn diese noch nicht oder nur zum Teil vorhanden sind. Wir werden geistig und energetisch vorarbeiten, damit deine Hellsinne sich langsam öffnen. Erst so kriegst du eine Verbindung zur Quelle, zu dir und zum Pferd.</p>
<p>Danach geht es darum, die empfangenen Eingebungen in deinem Leben umzusetzen. Wir Menschen sind auf der Erde, um unsere Berufung zu leben. Deshalb haben wir einen Körper geschenkt bekommen.</p>
<h3>Verschiedene Ebenen</h3>
<p>Mit den Pferden lernst du sowohl die telepathische Kommunikation, aber auch die körperliche. Beide Ebenen sind wichtig und ich helfe dir auch, sie zu verbinden. So wirst du eins mit dir, den Pferden und der Natur. In der Einheit gibt es keine Krankheiten mehr, wahre Probleme auch nicht.</p>
<p>Als optionales Schlussmodul kannst du mit mir nach Patagonien zu den Wildpferden kommen. Da wirst du auf höhere Stufe geprüft, ob du die vorherigen Module begriffen hast. Denn Wildpferde sind um ein Vielfaches feinfühliger und hellsichtiger als domestizierte Pferde, reagieren auf jeden Millimeter Bewegung und auf jeden Gedanken.</p>
<p>Für mich ist das die beste «Droge». Schöner gesagt ist es eben eine Kunst, die heilt.</p>
<p>Du stehst vor einem Wildpferd und es spricht mit deiner Essenz. Denn auch wir Menschen waren einst eine Urnatur, genauso verbunden mit der Quelle und den Urkräften wie die Wildpferde. Auch wenn du dich nicht mehr daran erinnerst, was die Ur-Essenz der Menschheit ist.</p>
<h3>Bewusstseins-Erweiterung</h3>
<p>Ich kann meine Arbeit auch als eine Erweiterung des Bewusstseins nennen. Kein Pferd ist unbewusst. Schon gar nicht ein Wildpferd, sonst wäre es nicht überlebensfähig. Wenn du unbewusst in deine Gedanken abschweifst, wird das sofort erkannt und du wirst daran erinnert, dass du «weg gegangen bist». Das ist eine nette Erinnerung an das bewusste Hier Sein. Nach einiger Übungszeit wird das wieder zur Normalität, hier im Jetzt zu sein. Was für uns einmal normal war. Du wirst durch die Pferde auch wieder daran erinnert und ermahnt, was wir daraus gemacht haben.</p>
<blockquote>
<p>Je mehr Bewusstes Sein, desto mehr in der Einheit, desto lichter und leichter wirst du und dein Leben. Das ist die Heilkunst.</p>
</blockquote>
</div></div>
</div>
</div>
</div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>PASSION Herbst 04/26</title>
		<link>https://passion.4my.horse/passion-herbst-04-26/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Passion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Sep 2026 08:27:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Reitmagazin]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://passion.4my.horse/?p=4410788</guid>

					<description><![CDATA[Die neue PASSION ab dem 03. Oktober: Spezial PASSION EXPO Pferdewelt und Ferien, Fahren &#38; exklusive Einblicke in die Schweizer Pferdeszene.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section_2 et_pb_section et_section_regular et_block_section">
<div class="et_pb_row_2 et_pb_row et_block_row">
<div class="et_pb_column_2 et_pb_column et_pb_column_4_4 et-last-child et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough">
<div class="et_pb_text_16 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h2>Die Highlight-Themen der neuen PASSION</h2>
<h3>Ab dem 03. Oktober im Handel</h3>
<ul>
<li><strong><strong>Spezial: PASSION EXPO Pferdewelt 2026</strong></strong></li>
<li><strong>Ferien </strong></li>
<li><strong>Fahren: Rückblick Aachen und vieles mehr..</strong></li>
</ul>
<p>PASSION berichtet eigenständig, exklusiv und umfassend über alles Wissenswerte aus der Schweizer Reitszene. Aktuelle Reportagen über Persönlichkeiten, Trends und Events finden ebenso Platz wie Beiträge über Training, Ausbildung, Medizin oder Tourismus.</p>
</div></div>
</div>
</div>

<div class="et_pb_row_3 et_pb_row et_block_row">
<div class="et_pb_column_3 et_pb_column et_pb_column_1_2 et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough">
<div class="et_pb_text_17 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h3><b>Alle Themen</b></h3>
<p><b>SZENENNEWS<br /></b>S. 4 Verschiedenes</p>
<p><b>SPEZIAL<br /></b>S. 8 PASSION EXPO Pferdewelt<br />S. 28 Ferien</p>
<p><b>ARENA<br /></b>S. 35 zu Dick oder zu Dünn?<br />S. 38 Wenn das Gewicht zum Thema wird<br />S. 40 Entscheide zulasten der Freibergerzucht<br />S. 44 Stiftung pro Pferd<br />S. 45 Ironische Kolumne</p>
<p><b>FAHREN<br /></b>S. 48. Emotion Pur</p>
<p><b>AUS DEN VERBÄNDEN<br /></b>S. 54 Horseathlon<br />S. 60 SFRV</p>
<p> </p>
</div></div>
</div>

<div class="et_pb_column_4 et_pb_column et_pb_column_1_2 et-last-child et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough">
<div class="et_pb_text_18 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h4>PASSION 4/26 vorbestellen</h4>
<p>Die PASSION kannst Du ab sofort hier vorbestellen:</p>
</div></div>

<div class="et_pb_module et_pb_button_module_wrapper et_pb_button_0_wrapper preset--module--divi-button--d5658be8-d227-4887-8c02-e75b9180d94e_wrapper"><a class="et_pb_button_0 et_pb_button et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-button--d5658be8-d227-4887-8c02-e75b9180d94e" href="https://passion.4my.horse/abo-heft/">Magazin bestellen</a></div>

<div class="et_pb_image_3 et_pb_image et_pb_module et_block_module"><a href="https://passion.4my.horse/produkt/herbst-04-26/"><span class="et_pb_image_wrap"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Passion_04-2026_Cover.png" title="Passion_04-2026_Cover" width="1190" height="1683" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Passion_04-2026_Cover.png 1190w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Passion_04-2026_Cover-980x1386.png 980w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Passion_04-2026_Cover-480x679.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1190px, 100vw" class="wp-image-4410790" alt="Passion Cover 03-24" /></span></a></div>
</div>
</div>
</div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Angeschwollene Beine im Fellwechsel</title>
		<link>https://passion.4my.horse/angeschwollene-beine-im-fellwechsel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[4my. Horse]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Sep 2026 09:35:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://passion.4my.horse/fachbeitrag/angeschwollene-beine-im-fellwechsel/</guid>

					<description><![CDATA[Die Tage werden kürzer - es ist wieder Fellwechselzeit und die Pferde zeigen häufiger angeschwollene Beine. Warum ist das so und was kann man dagegen tun?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section_3 et_pb_section et_section_regular et_block_section">
<div class="et_pb_row_4 et_pb_row et_block_row">
<div class="et_pb_column_5 et_pb_column et_pb_column_4_4 et-last-child et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough">
<div class="et_pb_text_19 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h2>Warum haben Pferde im Fellwechsel häufig angelaufene Beine?</h2>
<p><em>Autorin: Michaela von Zerssen, PferdeGesundheitSchweiz</em> im September 2016 für 4my.horse</p>
<p><strong>Die Tage werden kürzer und kühler – es ist wieder Fellwechselzeit und die Pferde zeigen häufiger angeschwollene Beine. Warum ist das so und was kann man dagegen tun?</strong></p>
<p>Fast jeder Pferdebesitzer weiss inzwischen, dass Pferde von der Winterstallhaltung langsam auf die Weidesaison vorbereitet werden müssen. Weniger bekannt ist, dass die Umstellung von der Sommerhaltung in die Stallhaltung genauso langsam erfolgen sollte, damit sich der Verdauungstrakt wieder an den wesentlich höheren Raufaseranteil im Heu gewöhnen kann. Findet diese Umstellung zu rasch statt, führt dies zu einem unerwünschten Gleichgewicht von Mikroorganismen im Darm, was Kotwasser und somit Störungen der Verdauung zur Folge haben kann.  </p>
</div></div>

<div class="et_pb_text_20 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h3 class="wp-block-heading">Die zentrale Rolle des Darms</h3>
<p><strong>Der gesunde und gut funktionierende Darm</strong> mit seinen vielen Schleimhautzotten hat eine sehr grosse Oberfläche und spielt bei der Immunabwehr eine zentrale Rolle. Über 75 Prozent der Antikörper produzierenden Zellen befinden sich in der Darmwand. In der Dünndarmschleimhaut befindet sich eine Vielzahl von Lymphknötchen, die oft in Gruppen bis zu 80 Knötchen angesammelt sind. Lymphfollikel kommen vermehrt dort vor, wo die Exposition gegenüber Fremdkörper hoch ist. So lösen eingedrungene Krankheitserreger direkt eine Immunabwehrreaktion aus. Zahlreich sind sie daher in Organen des Lymphgefässsystems wie Lymphknoten, Milz und Mandeln zu finden.</p>
<h3 class="wp-block-heading">Lymphgefässsystem und Blutkreislauf</h3>
<p>Das <strong>Lymphgefässsystem</strong> ist neben dem Blutkreislauf ein zweites Gefässsystem, welches im Wesentlichen der Erhaltung der Unversehrtheit des Körpers dient.</p>
<p>Die Lymphe dient der Regulation des Flüssigkeitsvolumens zwischen den Zellen. Die von der Lymphe umspülten Zellen entnehmen aus ihr die verwendbaren Nahrungsbestandteile und scheiden nicht verwertbare Stoffe in die Gewebsflüssigkeit aus.</p>
<p>Um nicht verwertbare Stoffe, Bakterien und Viren zu eliminieren, durchläuft die Gewebsflüssigkeit in Lymphgefässen zur Reinigung die Lymphknoten, die als Filterstationen dienen.</p>
<p>Über abführende Gefässe verlässt die Flüssigkeit die Lymphknoten und wird durch rhythmische Muskelkontraktionen der Lymphgefässe dem venösen Blutkreislauf zugeführt. <strong>Bei Bewegung kann der Lymphabfluss um das 10 bis 15fache ansteigen.</strong></p>
<h3 class="wp-block-heading">Wenn der Verdauungstrakt überlastet ist</h3>
<p>Bei <strong>Überlastung des Verdauungstrakts durch unsachgemässe Fütterung</strong>, <strong>Entzündungen, Verletzungen</strong> oder <strong>Infektionen</strong> häufen sich Flüssigkeitsansammlungen zwischen den Zellen an. Das Drainagesystem der Lymphe tritt vermehrt in Aktion und sorgt dafür, dass die überständige Flüssigkeit mit ihren Abfallprodukten aufgenommen und sicher beseitigt wird.</p>
<p>Wird nicht die gesamte überständige Gewebsflüssigkeit zurück ins Venensystem transportiert, staut sich diese eiweissreiche Flüssigkeit auf. Es kann zu Umbauprozessen kommen wie Verhärtungen und schliesslich zu einer Behinderung des Abflusses, was sich in Form von Ödemen zeigt.</p>
<h3 class="wp-block-heading">Die wichtige Funktion der Leber</h3>
<p><strong>Die Leber</strong> übernimmt die lebenswichtige Produktion von Proteinen, Gallensekrete, verwertet Nahrungsbestandteile und ist für dessen Abbau verantwortlich. Somit leistet die Leber auch einen überaus wichtigen Beitrag zur Ausscheidung von Stoffwechselprodukten, Medikamenten und Giftstoffen.</p>
<p>Die Gallenflüssigkeit erleichtert die Resorption der Fette, die wegen ihrer Grösse zunächst über die Lymphe transportiert werden, die sie wiederum dem Blutgefässsystem zuführt. Das Fett kann dann über das Blut zu verschiedenen Teilen des Körpers transportiert und dort verwertet oder gespeichert werden.</p>
<p>Ist die Leberfunktion beeinträchtigt, gerät der Flüssigkeitshaushalt des Körpers aus dem Gleichgewicht.</p>
<h3 class="wp-block-heading">Dicke Beine im Fellwechsel vermeiden</h3>
<p>Um <strong>dicke Beine</strong> beim Pferd im Fellwechsel zu vermeiden, kann nebst ausreichender Bewegung der Lymphfluss, die Milz- und Leberfunktion über Lymphdrainage, Akupunktur, Homöopathie und über Teekräuter angeregt werden. Für einen gesunden und gut funktionierenden <strong>Darm</strong> empfehlen wir <strong>Bierhefe</strong>, diese ist in Pelletform sowie in Granulat erhältlich.</p>
<h6 class="wp-block-heading">Einige Heilkräuter die als Lymphfluss anregend beschrieben werden*:</h6>
<ul class="wp-block-list">
<li>Buchweizenkraut</li>
<li>Rosskastanie</li>
<li>Ackerschachtelhalm</li>
<li>Birkenblätter</li>
<li>Ginkgo</li>
</ul>
<h6 class="wp-block-heading">Einige Heilkräuter die für die Leber gut sind*:</h6>
<ul class="wp-block-list">
<li>Löwenzahn</li>
<li>Mariendistelsamen</li>
<li>Kurkuma</li>
<li>Schachtelhalmkraut</li>
<li>Wermut</li>
<li>Wacholder</li>
<li>rote Bete</li>
<li>Brennnessel</li>
<li>Andorn</li>
</ul>
<blockquote class="wp-block-quote">
<p>*Lass Dich von einem ausgewiesenen Therapeuten beraten, welche Kräuter für Dein Pferd am besten geeignet sind.</p>
</blockquote>
</div></div>
</div>
</div>

<div class="et_pb_row_5 et_pb_row et_flex_row">
<div class="et_pb_column_6 et_pb_column et_flex_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et_flex_column_12_24 et_flex_column_12_24_tablet et_flex_column_24_24_phone">
<div class="et_pb_image_4 et_pb_image et_pb_module et_flex_module"><span class="et_pb_image_wrap"><img alt="" loading="lazy" decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2016/09/fellwechsel.jpg" title="fellwechsel" width="800" height="2000" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2016/09/fellwechsel.jpg 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2016/09/fellwechsel-480x1200.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" class="wp-image-6599" /></span></div>
</div>

<div class="et_pb_column_7 et_pb_column et-last-child et_flex_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et_flex_column_12_24 et_flex_column_12_24_tablet et_flex_column_24_24_phone">
<div class="et_pb_image_5 et_pb_image et_pb_module et_flex_module"><span class="et_pb_image_wrap"><img alt="lymphsystem" loading="lazy" decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/lymphsystem.jpg" title="lymphsystem" width="800" height="2000" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/lymphsystem.jpg 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/lymphsystem-480x1200.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" class="wp-image-4410742" /></span></div>
</div>
</div>
</div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Podcast: Die Pferdedolmetscherin &#8211; Was will mein Pferd mir sagen?</title>
		<link>https://passion.4my.horse/podcast-die-pferdedolmetscherin-was-will-mein-pferd-mir-sagen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[4my. Horse]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Sep 2026 15:36:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://passion.4my.horse/fachbeitrag/podcast-die-pferdedolmetscherin-was-will-mein-pferd-mir-sagen/</guid>

					<description><![CDATA[Nicole Luzar ist Expertin für Persönlichkeitsentwicklung und die Kommunikation mit Pferden. Nicole hat eine Technik entwickelt, mit der sie theoretisch auch mit Pinguinen oder Nashörnern kommunizieren könnte.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section_4 et_pb_section et_section_regular et_block_section">
<div class="et_pb_row_6 et_pb_row et_block_row">
<div class="et_pb_column_8 et_pb_column et_pb_column_4_4 et-last-child et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough">
<div class="et_pb_text_21 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h2 class="wp-block-heading">Mit den Pferden sprechen und sie verstehen – das geht.</h2>
<p><strong>Sagt Nicole Luzar. Sie ist Expertin für Persönlichkeitsentwicklung und die Kommunikation mit Pferden. Nicole hat eine Technik entwickelt, mit der sie theoretisch auch mit Pinguinen oder Nashörnern kommunizieren könnte. Aber, weil so viele Pferdebesitzer mit dem Wunsch an sie herangetreten sind, hat sie sich auf Pferde spezialisiert. Deswegen nennt man Nicole auch die Pferdedolmetscherin.</strong></p>
<p><em>Podcast von Karen Golz</em> - auf 4my.horse im Januar 2023 zuerst veröffentlicht</p>
<p>Wie verlässlich die Aussagen der Pferde in dem Gespräch dann sind und wie Nicole Kritikern begegnet, die das alles als „Humbug“ bezeichnen – das erfährst Du in der neuen Podcast-Folge mit der Pferdedolmetscherin.</p>
<p>Wenn Du auch den Wunsch hast, Dein Pferd besser lesen zu lernen, zu verstehen, was es Dir wirklich sagen will, die innere Verbundenheit mit Deinem Pferd zu stärken und so für ein gutes Vertrauensverhältnis zu sorgen - dann solltest Du Dir die Folge unbedingt anhören.</p>
<p><em>Karen Golz: <a href="https://golz-ps.at/" target="_blank" rel="noopener">www.golz-ps.at</a>, <a href="mailto:karen@golz-ps.at">karen@golz-ps.at</a></em></p>
<p><em></em></p>
<p><em>Den Podcast kannst Du hier öffnen:</em></p>
</div></div>

<div class="et_pb_code_0 et_pb_code et_pb_module"><div class="et_pb_code_inner"></div></div>
</div>
</div>
</div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Stallbandagen – gut oder nur gut gemeint?</title>
		<link>https://passion.4my.horse/stallbandagen-gut-oder-nur-gut-gemeint/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[4my. Horse]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Sep 2026 09:49:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdehaltung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://passion.4my.horse/fachbeitrag/stallbandagen-gut-oder-nur-gut-gemeint/</guid>

					<description><![CDATA[Stallbandagen sollen helfen, die Beine in Form zu behalten und werden oftmals auch bereits präventiv angewendet. Sie können jedoch auch durchaus schädlich sein und Tierärzte warnen vor übertriebener Fürsorge am Pferdebein.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section_5 et_pb_section et_section_regular et_block_section">
<div class="et_pb_row_7 et_pb_row et_block_row">
<div class="et_pb_column_9 et_pb_column et_pb_column_4_4 et-last-child et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough">
<div class="et_pb_text_22 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h2>Angelaufene Pferdebeine</h2>
<h3>Vorsicht vor übertriebener Fürsorge</h3>
<p><em>Autor: horses.ch im November 2019 für 4my.horse</em></p>
<p>Gerade bei Pferden in Boxenhaltung kommt es immer wieder vor, dass sie angelaufene Beine bekommen. Stallbandagen sollen helfen, die Beine in Form zu behalten und werden oftmals auch bereits präventiv angewendet. Wer darauf zurückgreift, sollte sich aber auch den Risiken bewusst sein, denn Stallbandagen können durchaus auch schädlich sein und Tierärzte warnen vor übertriebener Fürsorge am Pferdebein.</p>
<p>Pferde haben eine starke Neigung zu Wassereinlagerungen im Gewebe und verfügen über ein sehr druckempfindliches Lymphsystem. Besonders die Pferdebeine sind von solchen Wasseransammlungen betroffen. Werden die Gefässe am Pferdebein nun durch eine Stallbandage komprimiert, kann kein Wasser mehr eingelagert werden und die Beine bleiben dünn.</p>
<h3>Das Lymphsystem muss arbeiten können</h3>
<p>Doch nur schon durch den Druck einer leicht angelegten Bandage wird das Lymphsystem in seiner Arbeit behindert und es können langfristig Schäden entstehen. Wenn man bedenkt, dass Pferde, die zu angelaufenen Beinen neigen, bereits eine Unterfunktion des Lymphsystems haben, so ist der Einsatz von Stallbandagen in diesem Kontext sogar kontraproduktiv. Die richtige Lösung für dieses Problem ist es, dem Pferd zu ermöglichen, dass es sich <strong>ausreichend bewegen</strong> kann.</p>
<p>Ein weiterer negativer Aspekt ist die Temperaturentwicklung unter der Bandage. Während am Pferdebein im Normalzustand etwa 24 Grad gemessen werden können, steigt die Temperatur der Haut unter der Bandage schnell auf 36 Grad, was von den Sehnen nur schlecht vertragen wird. In gewissen Situationen ist nicht auf die Schutzfunktion von Gamaschen und Bandagen zu verzichten, jedoch sollte vom Einsatz während mehrerer Stunden abgesehen werden. Immer wieder hört man auch von Pferden, die Kolikanzeichen zeigen, wenn sie unter den Stallbandagen einen unangenehmen Hitzestau entwickeln.</p>
</div></div>
</div>
</div>

<div class="et_pb_row_8 et_pb_row et_flex_row">
<div class="et_pb_column_10 et_pb_column et_flex_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et_flex_column_12_24 et_flex_column_12_24_tablet et_flex_column_24_24_phone">
<div class="et_pb_image_6 et_pb_image et_pb_module et_flex_module"><span class="et_pb_image_wrap"><img alt="lymphsystem" loading="lazy" decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/lymphsystem.jpg" title="lymphsystem" width="800" height="2000" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/lymphsystem.jpg 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/lymphsystem-480x1200.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" class="wp-image-4410742" /></span></div>
</div>

<div class="et_pb_column_11 et_pb_column et-last-child et_flex_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et_flex_column_12_24 et_flex_column_12_24_tablet et_flex_column_24_24_phone">
<div class="et_pb_text_23 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h3 class="wp-block-heading">Druckneurosen</h3>
<p>Zu enge Bandagen oder Gamaschen können zudem Druckneurosen auslösen – bestimmt kennst auch du ein Pferd mit weissen Spuren am Röhrbein, die durch dauerhaften Druck ausgelöst wurden.</p>
<p>Wir hoffen, dich mit diesem Bericht bezüglich der Gefahren von übermässigem Einsatz von Stallbandagen sensibilisiert zu haben. Wenn dein Pferd angelaufene Beine aufgrund eines Lymphstaus hat, solltest du besser versuchen, die Ursache des Problems zu beheben, als die Symptome zu bekämpfen.<a href="https://passion.4my.horse/angeschwollene-beine-im-fellwechsel/" target="_blank" rel="noopener"></a></p>
</div></div>

<div class="et_pb_text_24 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><p>&nbsp;</p>
<h4 class="wp-block-heading">Zu diesem Thema passt</h4>
<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://www.4my.horse/fachbeitrag/angeschwollene-beine-im-fellwechsel" target="_blank" rel="noopener"></a><a href="https://passion.4my.horse/angeschwollene-beine-im-fellwechsel/" target="_blank" rel="noopener">Angeschwollene Beine im Fellwechsel</a></li>
</ul>
</div></div>
</div>
</div>
</div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mein Pferd soll zunehmen</title>
		<link>https://passion.4my.horse/mein-pferd-soll-zunehmen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[4my. Horse]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Sep 2026 12:36:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fütterung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://passion.4my.horse/fachbeitrag/mein-pferd-soll-zunehmen/</guid>

					<description><![CDATA[Von der Grossmutter hat Cornelia Lausmann das Rezept erhalten, um Kartoffelbällchen herzustellen. Diese werden Pferden verfüttert, die Zunehmen sollen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section_6 et_pb_section et_section_regular et_block_section">
<div class="et_pb_row_9 et_pb_row et_block_row">
<div class="et_pb_column_12 et_pb_column et_pb_column_4_4 et-last-child et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough">
<div class="et_pb_text_25 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h2>Was tun, wenn das Pferd zu dünn ist?</h2>
<p><em>Gastautorin: Cornelia Lausmann im März 2017 für 4my.horse</em></p>
<p><em><strong>Von der Grossmutter hat Cornelia Lausmann das Rezept erhalten, um Kartoffelbällchen herzustellen. Diese werden Pferden verfüttert, die Zunehmen sollen.</strong></em></p>
<p>Der Fachbeitrag '<a href="https://passion.4my.horse/hilfe-mein-pferd-ist-zu-duenn/" target="_blank" rel="noopener">Hilfe, mein Pferd ist zu dünn</a>' hat grosse Resonanz ausgelöst. Offenbar gibt es mehr Pferde als vermutet, die gewichtsmässig nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen und die gerne ein paar Pfunde mehr auf den <strong>Waschbrett-Rippen</strong> haben möchten.</p>
<p>Zu Lunas Gewichtsproblem hat sich Cornelia Lausmann gemeldet, die mit dem <em>mobilen Pferdeflüsterer</em> eine revolutionäre Idee auf den Markt gebracht hat. Allerdings setzt sie in diesem Fall nicht in erster Linie auf tiefenentspannende Musik, sondern auf <strong>Kartoffelbällchen!</strong></p>
<p>Etwas skeptisch habe ich kurz bei der <a href="https://www.pferdegesundheitschweiz.ch/" target="_blank" rel="noopener">Fütterungsexpertin meines Vertrauens</a> nachgefragt<em> ("Kartoffelbällchen? Wirklich?").</em> Michaela von Zerssens Antwort war erstaunlich entspannt:</p>
<p><em>"Zu früheren Zeiten fütterte man gerne mal <strong>Kartoffelflocken</strong>. Ich selber habe dies lange Zeit vor der Reiskleie auch empfohlen. Das Problem war dann aber, dass Kartoffelflocken nirgendwo mehr erhältlich waren".</em></p>
<p>Und dann folgt der wichtige Nachsatz:</p>
<blockquote>
<p>Genügend Heu ist aber das A und O!</p>
</blockquote>
<h3>Nach Grossmutters Art</h3>
<p><strong>Cornelia Lausmann: </strong>Als ich mir Arons Geburtstagsfoto anschaute, fiel mir auf, dass er nun sicher das Gewicht, das er vor der Kolik im November 2014 hatte, wieder erreicht hat.</p>
<p>Während des Aufenthalts in der Klinik in Hattersheim wegen einer Kolik und auch noch danach hatte Aron doch <strong>sehr abgenommen</strong>, denn er hatte drei Tage gar nichts zu fressen bekommen und war dann mit Heu langsam wieder angefüttert worden. Nach einer Woche konnte langsam wieder Hafer zugefüttert werden.</p>
<p>Ich hatte gehofft, dass Aron sein altes Gewicht mit der Zeit <strong>von ganz allein </strong>wieder bekommen würde, das war aber nicht der Fall. Meine Tochter meinte dann, so ginge das aber nicht, ich müsse etwas unternehmen.</p>
<p>Das tat ich dann auch. Aron bekam jeden Tag gleich wenn ich kam, die Tiefenentspannung zu hören (mindestens eine halbe Stunde, gerne auch länger, denn wir haben festgestellt, dass das das Zunehmen unterstützt) und ich machte ihm <strong>Kartoffelbällchen</strong>. Das Rezept schreibe ich Euch hier auf. Es stammt von meiner Großmutter, die während des zweiten Weltkrieges<strong> etlichen Tieren (nicht nur Pferden) mit diesem Rezept geholfen hat</strong>, die schwierigen Zeiten zu überstehen.</p>
<p>Man kann die Kartoffelbällchen auch in größeren Mengen füttern, aber für Aron war die im Rezept angegeben Menge (als Zusatzfutter) absolut ausreichend, um sein altes Gewicht wieder zu gewinnen.</p>
<h3>Kartoffelbällchen für Pferde</h3>
<p><a class="fmh-colorbox rechts" href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2017/03/kartoffelbaellchen.jpg" title="Kartoffelbällchen"><img loading="lazy" decoding="async" class=" alignright size-full wp-image-6793" alt="Kartoffelbällchen" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2017/03/kartoffelbaellchen.jpg" style="float: right;" width="169" height="300" /></a></p>
<p>Welche Zutaten benötigt man?</p>
<ul>
<li>3 Kartoffeln</li>
<li>4 Eßlöffel Haferflocken</li>
<li>2 Esslöffel Öl (Leinöl ist super, es geht aber auch Sonnenblumenöl usw.)</li>
<li>Eine Prise Salz</li>
<li>evtl. Kräuter (Löwenzahn oder Petersilie oder Spitzwegerich oder oder oder)</li>
<li>ein paar Haferflocken oder Mehl, um die Bällchen leichter dem Glas entnehmen zu können.</li>
</ul>
<h3>Zubereitung:</h3>
<ol>
<li>Die Kartofflen weich kochen (20 bis 25 Min), sie dann zerdrücken, (man muss nicht abwarten, bis sie ausgekühlt sind, kann man aber machen)</li>
<li>Öl, Salz, Haferflocken und Kräuter dazugeben und alles gut durchkneten.</li>
<li>Aus dem Teig Bällchen formen, sie in den Extrahaferflocken oder in Mehl wälzen, damit sie nicht so aneinander kleben.</li>
<li>Dann kann man sie – wie ich es mache – in ein Glas geben und sie dann verfüttern.</li>
</ol>
<p>Aron mag seine Kartoffelbällchen nur <strong>frisch</strong>, d.h. sie dürfen nicht älter als einen Tag sein, sonst will er sie nicht mehr. Er bekommt einen Teil der Bällchen, wenn ich komme (einzeln und direkt aus der Hand) und den anderen Teil wenn ich gehe. Er lauert morgens schon immer, wenn ich komme und <strong>freut sich </strong>auf seine Bällchen. Ich kann sie gar nicht schnell genug aus dem Glas nehmen.</p>
<p>Andere Pferde sind, was die Frische der Bällchen anbelangt, nicht so empfindlich und fressen sie auch noch, wenn sie zwei Tage <strong>im Kühlschrank</strong> verbracht haben.</p>
<blockquote>
<p>Ich finde es erstaunlich, dass es mit diesen Bällchen gelingt, das Pferd zum Zunehmen zu bringen.</p>
</blockquote>
<h3>Hier seht Ihr nun die beiden Fotos im Vergleich</h3>
<p>Aron im November 2014 und im April 2015:</p>
</div></div>

<div class="et_pb_image_7 et_pb_image et_pb_module et_flex_module"><span class="et_pb_image_wrap"><img alt="aron duenn propper" loading="lazy" decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Aron_duenn_propper.jpg" title="Aron_duenn_propper" width="800" height="1131" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Aron_duenn_propper.jpg 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Aron_duenn_propper-480x679.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" class="wp-image-4410755" /></span></div>

<div class="et_pb_text_26 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h4>Pferdegewicht messen - eine Einschätzung des Pferdegewichts</h4>
<p>Interessant ist sicher auch, dass man sein Pferd nicht unbedingt wiegen lassen muss, um herauszufinden, wie schwer es ist. <strong>Man kann auch messen und rechnen</strong>. Das geht wie folgt (dabei ist zu beachten, dass in Zentimetern gemessen und gerechnet wird):</p>
</div></div>

<div class="et_pb_image_8 et_pb_image et_pb_module et_flex_module"><span class="et_pb_image_wrap"><img alt="pferdegewicht messen" loading="lazy" decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Pferdegewicht_messen.jpg" title="Pferdegewicht_messen" width="1024" height="756" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Pferdegewicht_messen.jpg 1024w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Pferdegewicht_messen-980x724.jpg 980w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Pferdegewicht_messen-480x354.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" class="wp-image-4410756" /></span></div>

<div class="et_pb_text_27 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><p>Massband rund um den Körperrumpf unmittelbar am hinteren Ende des Widerristes in Höhe der Gurtlage anlegen und Umfang messen.</p>
<ol>
<li>Massband am Buggelenk (als knöcherner Punkt der Schulter ertastbar) anlegen (wenn man alleine misst, ankleben), dann bis zum Sitzbeinhöcker als äusserstem knöchernen Punkt an der Hinterhand etwas seitlich unterhalb des Schweifrübenansatzes messen</li>
<li>Berechnen: Brustumfang x Brustumfang x Körperlänge geteilt durch 11877,4</li>
</ol>
<p><strong>Das Ergebnis nähert sich dem tatsächlichen Gewicht gut an.</strong></p>
<p>Auf diese Weise lässt sich beispielsweise feststellen, wie groß der Unterschied zwischen den Zeitpunkten vor und nach einer Massnahme ist.</p>
<blockquote>
<p>Viel Erfolg beim Umsetzen.</p>
</blockquote>
</div></div>
</div>
</div>
</div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Hilfe, mein Pferd ist zu dünn!</title>
		<link>https://passion.4my.horse/hilfe-mein-pferd-ist-zu-duenn/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Beatrice Hohl]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Sep 2026 13:38:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fütterung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://passion.4my.horse/fachbeitrag/hilfe-mein-pferd-ist-zu-duenn/</guid>

					<description><![CDATA[Die Trakehnerstute Luna hat über den Winter erschreckend stark abgenommen und ein Termin mit der Fütterungsberaterin steht an. Wozu wird sie raten? Und was können auch Besitzer von zu dicken Pferden von dieser Beratung lernen?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section_7 et_pb_section et_section_regular et_block_section">
<div class="et_pb_row_10 et_pb_row et_block_row">
<div class="et_pb_column_13 et_pb_column et_pb_column_4_4 et-last-child et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough">
<div class="et_pb_text_28 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h2>Fütterungsberatung für das dünne Pferd</h2>
<h3>Pferde auffüttern - worauf zu achten ist</h3>
<p><em>Autorin: Beatrice Hohl im März 2017</em></p>
<p><strong>Die Trakehnerstute Luna hat über den Winter erschreckend stark abgenommen und ein Termin mit der Fütterungsberaterin steht an. Wozu wird sie raten? Und was können auch Besitzer von zu dicken Pferden von dieser Beratung lernen?</strong></p>
<p>Rabenmutter. Ich schaue mein Pferd an und denke: “Was bin ich nur für eine <strong>Rabenmutter</strong>!“</p>
<p>Zu offensichtlich ist, dass das arme Tier in einem Ausmass <strong>abgenommen</strong> hat, dass sogar die Weight Watchers bekümmert eine Augenbraue hochziehen würden.</p>
<h3>Mager ist nicht das neue Schlank<a href="https://www.4my.horse/fachbeitrag/mangelernaehrt-oder-krank"></a></h3>
</div></div>

<div class="et_pb_image_9 et_pb_image et_pb_module et_flex_module"><span class="et_pb_image_wrap"><img alt="mager" loading="lazy" decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/mager.jpg" title="mager" width="800" height="585" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/mager.jpg 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/mager-480x351.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" class="wp-image-4410722" /></span></div>

<div class="et_pb_text_29 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><p>Es kam langsam, schleichend. Von der adretten Sommerfigur zur schlanken Sportlerin, bis hin zum Hungerhaken. Keine Diät, kein übermässiger Sport. Nur ein <strong>harter Winter</strong> auf kahler Weide.</p>
<p>Hat mir der Blick auf das Offensichtliche gefehlt oder hat sich der <strong>erbärmliche Zustand</strong> so unmerklich eingeschlichen, dass er erst jetzt, im Schein der Spätwintersonne so ins Auge sticht?</p>
<h3>Beschränkter Einfluss</h3>
<p>Ein bescheidener Versuch, meine Ehre zu retten; ich hatte wohl bemerkt, dass mein Pferd an Masse verloren hat und habe meinem Pferd jedes Mal, wenn ich zu ihr ging, ein leckeres, warmes Mash mitgebracht. Und ihr den Heusack - als <strong>Supplement </strong>zur Stallfütterung - prall gefüllt.</p>
<p>Aber wir führen da so eine <strong>Zweitages-Beziehung</strong>. An einem Tag bin ich bei ihr, am anderen Tag gehen wir beide unserer Arbeit nach. Ich arbeite dann in Zürich und Luna, meine Perle, nimmt ihre Aufgabe als Herdenchefin wahr. Sonntags hat sie extra Herdentag, denn dann muss ich meinen Ehemann bewegen. Deal ist Deal.</p>
<p>Kein wirklicher Deal, aber halt doch ein sich Anpassen an vorherrschende Umstände, ist die nächtliche Boxenruhe von Luna. Ein akzeptabler Kompromiss, weil sie sich tagsüber (im Sommer nachtsüber) mit ihrer Clique auf einer <strong>grossen Weide </strong>tummeln darf. Grundsätzlich sind wir damit ganz glücklich und es erscheint uns naheliegend, dass in einer Pferdepension nicht tausend Extrawünsche erfüllt werden können.</p>
<h3>Hilfe muss her</h3>
<p>Es hilft aber keine Entschuldigung; mein Pferd ist zu dünn und es muss gehandelt werden! Nun habe ich ja das unschätzbare Glück, viele tolle Profis auf unserem Portal vereint zu haben und so zögere ich nicht, mich an Michaele von Zerssen von <a href="https://www.4my.horse/online-praesenz/pferdegesundheitschweiz-kraeuter-spezialitaeten-und-gesundheit-fuer-ihr-tier">PferdeGesundheitSchweiz </a>zu wenden. Als ausgewiesene Fachfrau hat sie ihr fundiertes Wissen bereits mehrfach den Lesern von 4my.horse zur Verfügung gestellt. Wenn uns jemand helfen kann, dann ist es Michi!<a href="https://www.4my.horse/fachbeitrag/mangelernaehrt-oder-krank"></a></p>
</div></div>

<div class="et_pb_text_30 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h3>KISS</h3>
<p>Zuerst gibt Michi mir Hausaufgaben auf. Online erfasse ich, was meine Perle derzeit auf dem <strong>Menueplan</strong> hat. Ich bin bass erstaunt, was man dem Pferd alles füttern könnte! Klar, auch ich kann die omnipräsente Futtermittelwerbung für dieses oder jenes Edelfütterchen nicht ganz ausblenden, aber ich hatte mich bislang stur an die KISS-Formel gehalten.</p>
<blockquote>
<p>Keep it simple and stupid</p>
</blockquote>
<p>Denn von Frau Dr. Fritz - oder besser gesagt <a href="https://www.amazon.de/Pferde-fit-f%C3%BCttern-artgerecht-ern%C3%A4hre/dp/3840410290/ref=as_sl_pc_as_ss_li_til?tag=wwwfourelseco-21&amp;linkCode=w00&amp;linkId=a5e60a5d0003f4d8a774c38f5b4273ee&amp;creativeASIN=3840410290" target="_blank" rel="noopener">von ihrem Buch 'Pferde fit füttern'</a> - habe ich gelernt, was alles <strong>nicht in den Pferdemagen </strong>gehört. Da bleibt nämlich gar nicht so viel übrig für den Futtereimer!</p>
</div></div>

<div class="et_pb_image_10 et_pb_image et_pb_module et_flex_module"><span class="et_pb_image_wrap"><img alt="menu fürs pferd" loading="lazy" decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Menu-fuers-Pferd.jpg" title="Menu fürs Pferd" width="800" height="1035" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Menu-fuers-Pferd.jpg 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Menu-fuers-Pferd-480x621.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" class="wp-image-4410723" /></span></div>

<div class="et_pb_text_31 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><ul></ul>
<p>Die <strong>Menuekarte </strong>meines Pferdes besteht daher aus einfachen Zutaten:</p>
<ul>
<li>gutes Heu</li>
<li>Weidegras</li>
<li>Mineralfutter ohne Melasse</li>
<li>Grünhafer</li>
<li>Im Winter auch gerne Mash</li>
<li>Kräuter und Blätter vom Waldwegrand <em>(bei Ausritten darf hin und wieder genascht werden; aber bitte aufpassen, dass keine giftigen Pflanzen mit dabei sind)</em></li>
<li>und als kleines Ritual vor dem Aufsteigen ein Stückchen trockenes Brot oder eine Karotte <em>(als kleines Vorab-Dankeschön, dass mich Luna durch die Gegend tragen wird)</em></li>
</ul>
<p>Dennoch ist mächtig was schief gegangen, sagt mir der Blick auf mein eingefallenes Pferd.</p>
<p>Ich bin sehr gespannt auf den Besuch von Michaela von Zerssen!</p>
<h3>Flashback</h3>
<p>Früher war alles anders, ist es ja immer. Früher hatte Luna auf der Sommerweide locker mal 50 kg zugenommen. Denn früher hatten wir die <strong>Pferdewaage </strong>kommen lassen und die gab ganz klar Bescheid: 670 kg bei 173 cm Stockmass. Ja, ganz schön Reserve angefuttert hatte sie, meine Dame! Aber bis im Frühling war die stille Reserve jeweils wie Schnee in der Sonne bis auf 620 kg weggeschmolzen und anfangs Sommer war die Bikinifigur wieder perfekt.</p>
<p>Bis zu jenem Winter, als wir uns eine neunwöchige Auslandreise gegönnt haben. Der Ehemann, zwangsbewegt jeden Sonntag, bestand anlässlich unseres 25jährigen Hochzeitstages auf einer längeren Reise. Die war dann auch wunderprächtig toll 🙂</p>
<h3>Schreckmoment</h3>
<p>Wenn man sich als Pferdebesitzer sorgt, wenn man eine lange Reise tut.... dann hat das durchaus seine Berechtigung. Während wir in Australiens Sonne schwitzten, hungerten die Pferde zuhause infolge eines sehr kalten Winters und einer unbarmherzigen Stallbesitzerin sich das letzte Restchen Fett von den Rippen. Die Situation war bereits <strong>tierschutzrelevant</strong>, aber das ist eine andere Geschichte. Sie endete mit einem sehr abrupten Stallwechsel.</p>
<p>Im ersten Moment erkannte ich mein Pferd überhaupt nicht wieder. Sie war zu einem knochigen Etwas abgemagert. Die notdürftig mit Messband gemachte Schätzung liess einen <strong>Gewichtsverlust</strong> von rund 150 kg seit dem herbstlichen Auftritt auf der Pferdewaage vermuten. Das Schlimmste war aber der desolate Zustand des Nervenkostüms! Meine so extrovertierte und verspielte Luna drohte mir jeden Augenblick schutzsuchend auf die Arme zu hüpfen.</p>
<h3>Hungerfolgen</h3>
<p>Diese alte Geschichte rolle ich nur ungern auf. Jedoch hat sie in der jetzigen Situation eine gewisse Bedeutung. Ich weiss deswegen, dass es <strong>extrem lange</strong> dauern kann, bis ein abgemagertes Pferd wieder in einem guten Fütterungszustand gebracht ist:</p>
<ul>
<li><strong>Wenn Pferde hungern, verlieren sie nicht nur Fett, sondern auch Muskeln:</strong> Mittelgrosse, normal ernährte Pferde können aus den Fettdepots über einen längeren Zeitraum 1000 bis 1500 MJ freisetzen. Sind diese Fettreserven erschöpft, wird schliesslich eiweisshaltiges Gewebe zur Energiegewinnung abgebaut. Eiweisshaltige Gewebe sind Muskeln. Anders als beim Menschen ist das Fettgewebe direkt mit dem Muskel verbunden, so dass ein Gewichtsverlust immer auch Verlust von Muskelmasse bedeutet.</li>
<li>Infolge von zu langen Fütterungspausen <strong>greift die Magensäure die Magenschleimhaut an</strong> <em>(in Lunas damaligem Stall wurden die Pferde frühmorgens auf die zugeschneite Weide gestellt und erhielten erst gegen 5 Uhr, wenn sie wieder in den Stall gebracht wurden, ihr Futter)</em></li>
<li>Stress jeglicher Art <em>(also auch infolge Nahrungsentzugs und Magenschmerzen)</em> macht Pferde unsicher und nervös.</li>
</ul>
<p>Bei Luna hat es über ein Jahr gedauert, bis ihre Form und Gelassenheit wieder einigermassen zurückkam. Rund wie zu den 'guten alten Zeiten' wurde sie seither jedoch nie mehr.</p>
<p>Zurück zur aktuellen Situation.</p>
<h2>Die Fütterungsberaterin ist da</h2>
<p>Nach dem prüfenden Blick auf Luna stellt mir Michi die <strong>Gretchenfrage</strong>. Oder mit Shakespeares Worten:</p>
<blockquote>
<p>Heu oder nicht Heu - das ist hier die Frage<a href="https://www.4my.horse/fachbeitrag/mangelernaehrt-oder-krank"></a></p>
</blockquote>
</div></div>

<div class="et_pb_image_11 et_pb_image et_pb_module et_flex_module"><span class="et_pb_image_wrap"><img alt="heu wägen" loading="lazy" decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Heu-waegen.jpg" title="Heu wägen" width="800" height="894" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Heu-waegen.jpg 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2026/09/Heu-waegen-480x536.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" class="wp-image-4410725" /></span></div>

<div class="et_pb_text_32 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h3>Eine Waage leistet hier gute Dienste</h3>
<p>Denn es zeigt sich, dass es enorm schwierig ist, das Gewicht einer Heuportion ohne Hilfsmittel abzuschätzen. Man liegt immer daneben. Darum - so Michis Plädoyer - sollte in jedem Stall <strong>eine Waage </strong>vorhanden sein. Sie hat eine mitgebracht und so wägen wir zuerst das in die Boxe gegebene Heu (5 kg) und das voll gefüllte Heunetz (9 kg). Im besten Fall sind dies bei Luna also täglich (3 x 5kg plus 9 kg =) maximal 21kg. Im schlechtesten Fall - wenn der Bauer die nächtliche Heugabe vergessen würde und der Heusack leer ist = 2 x 5kg = 10kg).</p>
<p>Dann vermessen wir mein Pferd, das sich aufführt wie eine Diva. Ich kenne mein Pferd nicht mehr und befürchte, dass der Hunger auch bezüglich Verhalten wieder seinen Tribut eingefordert hat. Wir können dann doch noch die wichtigsten Daten ermitteln. Michi berechnet nun aufgrund der Grösse (173 cm), des Umfangs und des Zielgewichtes (ca. 650 kg) die täglich benötigte Heumenge.</p>
<blockquote>
<p>Berechnung täglicher Heubedarf: 2 - 2,5 kg pro 100kg Pferdegewicht</p>
</blockquote>
<p>Bei Luna ergibt sich ein Mindestbedarf von 16.25 kg. Wohlgemerkt: für ein Pferd, das gut im Gewicht ist und nicht aufgefüttert werden muss!</p>
<h3>Das Dilemma der Stallbetreiber</h3>
<p>Ich muss eine Lanze brechen für Lunas Pensionsgeber. <strong>Es ist nicht leicht, eine Pferdepension zu führen. </strong>Mal vereitelt das Wetter eine ertragsreiche Heuernte, mal ist der Winter derart kalt, dass die Pferde ein Mehrfaches an der üblichen (Heu-)Energie benötigen, um ihren Körper warm zu halten.</p>
<p>Dann sollten die Stallbetreiber ihre Arbeit effizient machen können, damit sie mit der vorhandenen Arbeitskraft die erforderlichen Dienstleistungen erbringen können. <strong>Extraleistungen liegen da nicht drin</strong>, denn eine zusätzliche Arbeitskraft würde die Pensionspreise zu sehr verteuern.</p>
<p>Es muss also alles fix gehen und die Pferde erhalten - beim Beispiel Heu - ihre Ration in <strong>routinemässig</strong> portionierten Haufen. Da kriegt der kleine Quarter gleich viel Heu wie der grosse Vollblüter. Dass der Kleine weniger braucht als der Grosse wird da gern unter den Teppich oder ins Stroh gekehrt.</p>
<p>Und dann gibt es noch ein Mysterium! Denn</p>
<h3>Heu ist nicht gleich Heu</h3>
<p>Wie unterschiedlich der Nährwert von Heu sein kann und wie unterschiedlich der Bedarf an Nährwerten bei den Pferden sein kann, zeigt mir Michi mit Hilfe einer Tabelle zur <strong>Heuqualität</strong> auf. Hier gibt es nicht einfach 'gutes' oder 'schlechtes' Heu. Pferde sollten ihre Futterrationen in einem guten Verhältnis von Energie und Protein erhalten. Die Heuzusammensetzung hängt jedoch stark vom Mähzeitpunkt, dem Wetter, Anzahl Wendungen und der Lagerung ab, weshalb es enorm schwierig ist, das «ideale» Heu zu finden. Strebt man dieses Ziel an, so ist eine Heuanalyse unumgänglich.</p>
<p><strong>Ein Vergleich verschiedener Nährstoffgehalte im Heu:</strong></p>
<p>Heu im 1. Schnitt in guter Qualität pro kg 82 gr dvRp und 6.9 MJ ME<br />Heu im 1. Schnitt überständig pro kg 46 gr dvRp und 6 MJ ME.<a href="https://www.4my.horse/fachbeitrag/mangelernaehrt-oder-krank"></a></p>
</div></div>

<div class="et_pb_text_33 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--group--divi-text--divi-font-body--h1yjkjr--nested--r060qjfx82 preset--module--divi-text--6f7ii9e99i"><div class="et_pb_text_inner"><h3>Richtwerte bei der Rationsgestaltung</h3>
<p>Rationsgestaltung in der Erhaltung und zur Sicherung normaler verdauungsphysiologischer Abläufe (nach Kamphues/ Wolf/ Coenen/ Kienzle/ Iben/ Liesegang/ Männer/ Zebeli/ Zentek)</p>
<hr />
<p><strong>Raufutter: mind.</strong> 15 gr Trockensubstanz pro kg Körpermasse und Tag</p>
<p>► Luna, müsste man sie nicht auffüttern und würde sie 650 kg wiegen, müsste somit <strong>mind.</strong> 9750 gr Trockensubstanz pro Tag erhalten.</p>
<p>1 kg Heu hat einen TS-Anteil von ca. 860 gr, dies ergibt eine<strong> Mindestheumenge von</strong><strong> 11.33 kg</strong> Heu in der <strong>Erhaltung. </strong>Nun muss aber noch die Offenstallhaltung – sprich die Energie für die Eigenbewegung - , die Stellung als Herdenchefin und ein allfälliger Fellwechsel dazu gerechnet werden.<strong> </strong>Dies bedeutet, dass Luna nach Coenen/Meyer 16 kg Heu täglich erhalten müsste.</p>
<p>→ Die jetzige tägliche Heuration schwankt zwischen 9 und 21 kg</p>
<hr />
<p><strong>Stroh: max</strong>. 10 g Trockensubstanz pro kg Körpermasse und Tag (ansonsten droht Gefahr von Verstopfungskoliken)</p>
<p>► Ein<strong> 650 kg</strong> schweres Pferd in der Erhaltung benötigt 6500 g/Trockensubstanz pro Tag. 1 kg Stroh hat ebenfalls einen TS-Anteil von ca. 860 gr. Das Pferd benötigt somit: <strong>max.</strong> <strong>5.59 kg</strong> Stroh täglich.</p>
<p>→ Lunas Boxe wird täglich mit frischem Stroh aufgeschüttet<a href="https://www.4my.horse/fachbeitrag/mangelernaehrt-oder-krank"></a></p>
</div></div>

<div class="et_pb_text_34 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h2>Der neue Menueplan</h2>
<p>Nun wäre ja damit zu rechnen, dass eine Fütterungsberaterin gerne zufüttert. Denn damit lässt sich ja Geld verdienen. Umso mehr erstaunte mich der Bescheid von Michaela von Zerssen. "Dein Pferd braucht in erster Linie ausreichend Heu. Wäge es aber. Oder gib Heu ad libitum, wenn das möglich ist." Die mitgebrachte <em><strong>Reiskleie stabilisiert</strong></em>, die sie sonst gerne zum Auffüttern empfiehlt, hat sie gar nicht erst aus dem Auto ausgeladen. <strong>"Ohne ausreichend Heu nützt auch die Zufütterung nichts!"</strong></p>
<p>Mit den Stallbetreibern konnte ich reden. Sie hatten sich ja wirklich schon Sorgen um mein Pferd gemacht. Luna hätte Würmer haben können <em>(wir testen jedoch regelmässig)</em> oder Zahnprobleme <em>(der Zahnarzt ist bestellt)</em>. <strong>An das Naheliegende zu denken</strong> ist eben nicht immer so naheliegend.</p>
<p>Weil nach längerem wieder einmal Ferien angestanden sind <em>(Deal ist Deal),</em> war ich erleichtert über ihre Zusage, Luna <strong>Heu satt </strong>zu geben, damit sie wieder zu ihrer alten Form kommt.<a href="https://www.4my.horse/fachbeitrag/mangelernaehrt-oder-krank"></a></p>
</div></div>

<div class="et_pb_image_12 et_pb_image et_pb_module et_flex_module"><span class="et_pb_image_wrap"><img alt="" loading="lazy" decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2020/01/luna7.jpg" title="luna7" width="800" height="533" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2020/01/luna7.jpg 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2020/01/luna7-480x320.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" class="wp-image-7525" /></span></div>

<div class="et_pb_text_35 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h3>Wie geht es weiter?</h3>
<p>Wie schnell kann Luna zunehmen? Klappt es mit der Fütterung? Ist während dem aktuell stattfindenden Fellwechsel die Gabe von Magnesium empfehlenswert? Wie kriegen wir die noch vorhandene Überaufmerksamkeit in den Griff? Was sagt der Zahnarzt zu den Zähnen?</p>
<p>Ob Luna wieder ihre alte Form (siehe Foto) bekommt?<strong> Ich werde weiter darüber berichten. </strong></p>
</div></div>

<div class="et_pb_text_36 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module preset--group--divi-text--divi-font-body--h1yjkjr--nested--r060qjfx82 preset--module--divi-text--135414ef-035a-4f87-9dca-5c6d19acfbc3"><div class="et_pb_text_inner"><p>Zu diesem Thema sind weitere Artikel erschienen:</p>
<ul>
<li><a href="https://passion.4my.horse/mein-pferd-soll-zunehmen/">Mein Pferd soll zunehmen</a></li>
<li><a href="https://passion.4my.horse/mangelernaehrt-oder-krank/">Mangelernährt oder krank?</a></li>
<li><a href="https://passion.4my.horse/nervoese-pferde-im-winter/" target="_blank" rel="noopener">Nervöse Pferde im Winter</a></li>
</ul>
</div></div>
</div>
</div>
</div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mangelernährt oder krank?</title>
		<link>https://passion.4my.horse/mangelernaehrt-oder-krank/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[4my. Horse]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Sep 2026 12:45:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fütterung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://passion.4my.horse/fachbeitrag/mangelernaehrt-oder-krank/</guid>

					<description><![CDATA[Mangelernährung heißt nicht unbedingt „dürr und abgemagert“. Mangelernährung hat viele Gesichter.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section_8 et_pb_section et_section_regular et_block_section">
<div class="et_pb_row_11 et_pb_row et_block_row">
<div class="et_pb_column_14 et_pb_column et_pb_column_4_4 et-last-child et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough">
<div class="et_pb_text_37 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h2 class="wp-block-heading">Heu ist nicht gleich Heu!</h2>
<p><strong>In diesem Jahr ist die Anzahl der mangelernährten Pferde signifikant gestiegen. Und jetzt, am Ende des Winters, zeigt sich die ganze Bandbreite der Auswirkungen auf die Pferde. Mangelernährung heißt nicht unbedingt „dürr und abgemagert“. Mangelernährung hat viele Gesichter.</strong></p>
<p><em>Autorin: Conny Röhm, mit ihrer freundlicher Erlaubnis übernommen von ihrer Facebookseite, im März 2017 auf 4my.horse veröffentlicht</em></p>
<p>Graues Fell, müde Augen, Lethargie, Laufunlust, fehlende Muskeln. Infekte, Mauke, Raspe und Verhaltensstörungen. Mit einem Wort: Das Pferd ist krank!</p>
<p>Wo manche jedoch direkt eine schreckliche<em> (und oft nicht vorhandene)</em> Stoffwechselerkrankung vermuten <em>(und leider auch durch die Vielzahl von Ferndiagnosen, <strong>Fehlinformationen </strong>und Behauptungen aus den sozialen Netzwerken darin bestätigt werden)</em>, handelt es sich meistens um ein ganz einfaches Phänomen:</p>
<h3 class="wp-block-heading">Mangelernährung</h3>
<p>Ja, in diesem Jahr (<em>2017</em>) ist die Anzahl der mangelernährten Pferden <strong>signifikant gestiegen</strong>. Und jetzt, am Ende des Winters, zeigt sich die ganze Bandbreite der Auswirkungen auf die Pferde. Mangelernährung heißt nicht unbedingt „dürr und abgemagert“. Mangelernährung hat viele Gesichter.</p>
<figure class="wp-block-image alignright is-resized"><a class="fmh-rechts" href="http://amzn.to/2ngFESA" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2017/03/rashid.jpg" alt="Rashid und Purzel's 31 Goldene Regeln" style="aspect-ratio: 0.7054108216432866; width: 352px; height: auto;" /></a></figure>
<p>In 2016 wurde in weiten Teilen Deutschlands erst äußerst spät gemäht. Das lag am Wetter. So ist das halt. Das sorgt für <strong>sehr sehr niedrige Kohlenhydrat- aber vor allem Eiweißwerte</strong> im Raufutter.</p>
<p>Vor allem stark bemuskelte Pferde und stark behaarte Pferde sind in diesem Jahr von Mangelernährung betroffen. Ja genau, richtig gelesen: Der <strong>pummelige Tinker, der verfressene Haflinger, das gemütliche Quarterhorse</strong> und alle anderen behaarten und bemuskelten Rassen sehen in diesem Frühjahr signifikant schlechter aus als im Vorjahr.</p>
<h3 class="wp-block-heading">Sie können unterernährt sein!</h3>
<p>Und während im letzten Jahr das erste, spät geschnittene Heu Energiegehalt von rund 6,2 MJ ME hatte, sehen wir in diesem Jahr eher 5,1 MJ ME. Der Eiweißgehalt lag bei rund 50g dvRP, in diesem Jahr sind es mancherorts <strong>sogar unter 30g dvRP</strong> im Pferdeheu.</p>
<p>Zu Beginn des Winters freut sich der Besitzer meistens noch, denn viele dieser Rassen neigen ja zu etwas <strong>Einhornspeck </strong>auf den Hüften. Sie haben langsam und kontinuierlich abgenommen. Wenn man aber leider nicht genau hinschaut, dann hat das Lieblingseinhorn zwar abgenommen, weil weniger Energie im Heu war – aber leider auch Masse verloren.</p>
<p>Meist unbemerkt, denn es ist ja noch genug Speck und nun auch Winterfell drauf, <strong>gehen die Muskeln langsam flöten</strong>. Hier und da merkt jemand, dass die Oberlinie auch leider etwas abgenommen hat – aber die meisten reiten im Winter ja auch weniger.</p>
<h3 class="wp-block-heading">Vom Pummelpony zum Hungerhaken</h3>
<figure class="wp-block-image is-resized"><a class="fmh-colorbox rechts" href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2017/03/pummelpony.jpg"><img decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2017/03/pummelpony.jpg" alt="Das Pummelpony" style="aspect-ratio: 1.1782032400589102; width: 800px; height: auto;" /></a></figure>
<p> </p>
<p>Stellen wir uns vor, so ein Pummelpony frisst 12 kg Heu pro Tag. Im letzten Winter hat es damit rund 74MJ ME aufgenommen und ist, weil es vielleicht nur 60 MJ ME braucht, kontinuierlich dicker geworden. Vor allem wenn es nicht bewegt wurde. Gleichzeitig hat es rund 600 g dvRP aufgenommen. Etwas zu viel - aber <strong>nicht weiter problematisch.</strong></p>
<p>In diesem Jahr hat es mit seiner Heuration aber nur 61 MJ ME aufgenommen und hat mit etwas Bewegung kontinuierlich Fettmasse abgebaut. Hurra! Leider hat es aber auch nur 360 g dvRP aufgenommen. Sein Bedarf liegt aber vielleicht bei 380g dvRP….<strong>nicht Hurra</strong>. Täglich mindestens -20g Grundbaustein des Lebens.</p>
<h3 class="wp-block-heading">Rationskontrolle</h3>
<p>Sieht Dein Pferd also nicht gut aus – kontrolliere bitte die Ration, bevor Du oder jemand anderes per Ferndiagnose, oder ohne echte Rationskontrolle, Deinem Pferd eine Stoffwechselstörung diagnostizierst und gegebenenfalls selbst die bisher gegebene kleine Kraftfuttermenge streichst. <strong>Lass Dich nicht durch Ferndiagnosen verunsichern! </strong></p>
<p>Überprüfe die Ration, rechne den Bedarf des Pferdes gegen den Gehalt des Futtermittels. Und wenn Du nicht weisst, wie das geht: komm in ein Basiswebinar oder in einen Basiskurs. Oder wirf einen Blick in das Buch „Purzel speckt ab!“ oder riskiere einen ersten Blick in das Thema Pferdefütterung mit dem Buch „Rashid und Purzel’s 31 goldene Regeln zum Glücklich Füttern“.</p>
<blockquote class="wp-block-quote">
<p>Aber streiche keinesfalls einem sowieso schon mangelernährten Tier noch weiter sein Futter.</p>
</blockquote>
<p> </p>
<p> </p>
</div></div>
</div>
</div>
</div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Aberglaube</title>
		<link>https://passion.4my.horse/aberglaube/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Caroline Wolfer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Aug 2026 05:58:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://passion.4my.horse/fachbeitrag/aberglaube/</guid>

					<description><![CDATA[Überall auf der Welt gibt es Pferde – aber auch Männer, die meinen, so ein Tier müsse unterworfen sein, damit es sich reiten lasse. ­Caroline Wolfer praktiziert den umgekehrten Weg. Sie hat gelernt, die subtile Sprache der Pferde zu verstehen und zu führen wie eine Leitstute.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section_9 et_pb_section et_section_regular et_block_section">
<div class="et_pb_row_12 et_pb_row et_block_row">
<div class="et_pb_column_15 et_pb_column et_pb_column_4_4 et-last-child et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough">
<div class="et_pb_text_38 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module preset--module--divi-text--default"><div class="et_pb_text_inner"><h4>Unterwegs auf 6 Beinen - Teil 2</h4>
<h2>Leseprobe aus "Die Pferdin"</h2>
<p><strong><em><a href="https://passion.4my.horse/dona-carolina-die-gauchos-warten-auf-sie/" target="_blank" rel="noopener">Teil 1 kannst Du hier nachlesen</a></em></strong></p>
<p><em>Autorin: Caroline Wolfer, natural horses, erstveröffentlicht im September 21 auf 4my.horse</em></p>
<p>Das fuchsfarbene Pferd im steinernen Gehege drängte sich in die hinterste Ecke des Mauergevierts. Möglichst weit von uns entfernt, äugelte es herüber, sich noch nicht sicher, was es von der Situation halten sollte. Seine Gefühle trafen sich mit den meinen. Die Gefühle standen zusammen in der Mitte des Geheges und schienen sich zu unterhalten. «Was machen wir hier? Sollen wir lachen oder weinen?» Und sie fragten sich, ob sie wohl gesehen würden.</p>
<p>Und dieses Versteckspiel fand nicht allein im Gehege statt. Aus den Augenwinkeln sah ich, wie hinter jeder Ecke der uralten Steinmauern Augen hervorlugten, oder Haarbüschel, als hätten die Steine Augen bekommen. Im Dorf der Angestellten war es still. Da war niemand. Nicolas hatte den Angestellten zwar gesagt, dass ich keine Zuschauer wünschte. Das, was hier geschah, war aber die Attraktion.</p>
<p>Man hörte förmlich die Steine aufeinander stehen. Ich hielt meinen Fokus auf den kleinen Fuchs gerichtet. Seine Anwesenheit beruhigte mich, meine Anwesenheit beruhigte ihn. Die Augen zwischen den Steinen rückten in den Hintergrund, wurden unwesentlich. Das erschrockene Pferd war einem Menschen noch nie so nahe gewesen. Zwölf Meter standen wir voneinander entfernt. Mehr erlaubte der extra für den Kurs erbaute Korral nicht. Der Fuchs war eines von zehn Pferden, die wir mit den Gauchos einreiten sollten.</p>
<p><!-- wp:image {"id":7875,"width":"800px","height":"auto","aspectRatio":"1.702127659574468","linkDestination":"custom"} --></p>
<figure class="wp-block-image is-resized"><a class="fmh-colorbox rechts" href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/rit.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="470" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/rit.png" alt="Unterwegs in der rauen Landschaft" class="wp-image-7875" style="aspect-ratio: 1.702127659574468; width: 800px; height: auto;" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/rit.png 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/rit-480x282.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" /></a></figure>
<p><!-- /wp:image --></p>
<p>Ich fühlte aus meinem Bauchnabel ein unsichtbares Band wachsen, das sich sogleich mit dem Nabel des Pferdes verband. Der Tanz konnte beginnen. Die Energie der fünf über den Zaun gelehnten Gauchos verriet mir, dass sie gerne eine Niederlage gesehen hätten. Doch der Fuchs hielt mich, an unserem Band gab es nichts zu rütteln. Mit der Dramaturgie von Tangotänzern bewegten wir uns synchron in die eine oder andere Richtung, so langsam wie wir konnten. Der Tanz nahm sich die Zeit, die es dafür brauchte. Bis wir nebeneinanderstanden. Keiner wollte nichts vom anderen. Wir standen nur da in innerer Berührung. Die Tasthaare der Pferdenase fuhren über die Haare meiner Arme. Dann ein leises Pusten. Eine wiederholte Berührung. Ich fühlte die Erlaubnis des Fuchses, meine Hand zu heben und ihn ebenfalls zu berühren.</p>
<p>Kurz darauf war das Halfter am Pferdekopf. Und wir standen da. Mit dem unsichtbaren Band, das nur noch einige Zentimeter lang war. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich meinen Blick erhoben. Das hätte das Pferd eingeschüchtert. So sah ich auch nicht, ob noch Zuschauer da waren oder ob sie schon alle beim Mittagessen saßen. Als ich mich dankend vom Pferd abwandte, waren alle noch genau gleich über den Zaun gelehnt, die Augen immer noch in den Steinen.</p>
<p>Ich hatte nichts gesprochen. Es gab nichts zu sagen. Außer:</p>
<blockquote>
<p>«Blickt den Pferden nicht in die Augen.»</p>
</blockquote>
<p>Leandro war der ehrgeizigste der fünf Gauchos.  Ich merkte, wie schwer erträglich es ihm war, dass eine Frau etwas konnte, was er nicht konnte. Deshalb wollte er zuerst arbeiten. In den Korral ließen wir eine Palominostute. Ihre beiges Fell und die weiße Mähne glitzerten. Es war eines der schönsten der zehn Pferde. Leandros Blick war stechend, herausfordernd, durchdringend. Ich wusste, dass wenn er diesen Blick bei den Pferden anwendete, er sie alle in die Flucht schlagen würde. Doch der junge Gaucho war talentiert und mit einer guten Intuition ausgestattet. Er wusste meine Bewegungen gut nachzuahmen, und die Stute ging ein paar Mal auf seinen Tanz ein.</p>
<p><!-- wp:image {"id":7876,"width":"800px","height":"auto","aspectRatio":"1.5009380863039399","linkDestination":"custom"} --></p>
<figure class="wp-block-image is-resized"><a class="fmh-colorbox rechts" href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/braune.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/braune.jpg" alt="wilde Schönheiten" class="wp-image-7876" style="aspect-ratio: 1.5009380863039399; width: 800px; height: auto;" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/braune.jpg 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/braune-480x320.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" /></a></figure>
<p><!-- /wp:image --></p>
<p>Sein Problem war die Geduld. Jedes Mal, wenn er ihr näher kam, wollte er sie berühren, und das Pferd galoppierte erschrocken in die entfernte Ecke. Bald war sein Frust zwischen der Einzäunung spürbar. Seine Finger klammerten sich zunehmend mehr um das Lederhalfter. Die Stute wurde immer nervöser. Das Spiel schlug eine falsche Richtung ein. Auf einmal stapfte Leandro mit großen Schritten auf mich zu, drückte mir wütend das Halfter in die Hände und sagte herausfordernd:</p>
<blockquote>
<p>«Ich will noch einmal zuschauen, wie das geht.»</p>
</blockquote>
<p>Dieses Spiel kannte ich gut. Sie wollten bewiesen haben, dass ich etwas konnte, was sie nicht konnten.</p>
<p>oggeli stieg mit mir ins Gehege. Er flüsterte: «Geh nicht auf das Spiel ein. Verbinde dich mit meinem Herzschlag.» Mein Puls wurde ruhiger, die Nüstern der Palominostute auch. Bald stand sie mir gegenüber. «Jetzt», sagte sie. Und ich legte ihr den Strick über den Hals. Auch wenn ihr Fell überall zuckte, war sie bereit. Ich hätte ihr in diesem Moment das Halfter nicht angezogen, wäre ich alleine gewesen, denn sie war an der Grenze dessen, was ihr möglich war. Ich bat sie innerlich, es diesmal zuzulassen, es sei wichtig. Und so half sie mir, duldete meine Hände, das Leder, die ungewohnte Einengung. Ein Aufatmen ging durch unsere Körper, während sich außerhalb unserer Blase Groll ansammelte wie ein aufziehendes Gewitter. Es war nicht der Zeitpunkt, weiterzufahren.</p>
<p>Ich war mir nicht sicher, ob ich in dieser Nacht gut aufgehoben war alleine im meinem Zimmer. Im Dorf der Gauchos war ich zum wichtigsten Gesprächsthema geworden. Die Frauen beteten in der Dorfkapelle, auf dass sie «sehen» konnten. Eine große Verwirrung war entstanden. Meine Gefängniszelle war zum Zufluchtsort für mich geworden, und ich hoffte, dass von außerhalb niemand die Schlüssel zu meiner Zelle hatte. Angst holte meinen Körper ein wie eine Meereswelle, vor der du nicht wegschwimmen kannst.</p>
<p>Frühmorgens wurde ich geweckt durch Hundegebell. Kurz darauf hallten Stiefelschritte, und ich vernahm ein Poltern gegen meine Tür. «Doña Carolina, Doña Carolina!» Es war Leandros Stimme. Mir stellten sich die Nackenhaare auf. Ich rührte mich nicht. Und wieder: «Doña Carolina, Doña Carolina!» Die Stimme flehte. Ich öffnete die Tür einen Spalt breit. Er habe es nicht gewollt, schrie er. Leandros Augen waren verzerrt vor Angst, er bat mich um Vergebung. Ich verstand nichts. Seinen wirren Sätzen konnte ich entnehmen, dass er nachts mit der Palominostute gearbeitet hatte, sie dabei aber anblickte, worauf er einer höheren Kraft erlag – so nannte er es. Darauf habe er sie mit einem Stock geschlagen, bis das Tier über den Zaun sprang und sich davon machte. Er habe das so nicht gewollt und bitte mich darum um Vergebung.</p>
<p>Langsam, Tröpfchen für Tröpfchen, rieselte es in mich ein, und ich begann, die Informationen zusammenzuspinnen.</p>
<p><!-- wp:image {"id":7877,"width":"800px","height":"auto","aspectRatio":"1.5009380863039399","linkDestination":"custom"} --></p>
<figure class="wp-block-image is-resized"><a class="fmh-colorbox rechts" href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/schwarzer.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/schwarzer.jpg" alt="Dunkler" class="wp-image-7877" style="aspect-ratio: 1.5009380863039399; width: 800px; height: auto;" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/schwarzer.jpg 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/schwarzer-480x320.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" /></a></figure>
<p><!-- /wp:image --></p>
<p>Nicolas erschien mit wütender Miene neben Leandro und wollte ihn wegzerren. Doch der verzweifelte junge Mann hielt sich am Türrahmen fest und fragte mit Zittern in der Stimme:</p>
<blockquote>
<p>«Warum haben Sie gesagt, dass man den Pferden nicht in die Augen schauen dürfe? Ist das ein ‹Geheimnis›?»</p>
</blockquote>
<p>Ich blickte fragend zu Nicolas. Dieser kapierte und gab zur Antwort: «Ja, das ist ein ‹Geheimnis›.»</p>
<p>Es schien, dass das Leben zurückfloss in den jungen Mann vor der Tür. Sein verzerrtes Gesicht wechselte seine Farbe von einem Gipston zu Bordeaux. Ich lächelte ihm zu, und dabei spürte ich das gleiche Band, das mich mit den Pferden im Gehege verband.</p>
<p>Die Stimmung des folgenden Tages war angespannt. Das ganze Dorf wusste vom Vorfall. Leandro schämte sich zutiefst, sein Blick bohrte sich in den Boden. Wie ein kleiner Junge, der bei einem Streich ertappt worden war. Er tat mir leid. Ich ließ mir nichts anmerken. Hinter jedem Stein der Mauer steckte ein Augenpaar. Immer noch. Angespannter denn je. Alle erwarteten, dass ich wütend sei. Dass ich ihn tadeln würde. Das tat ich genau so wenig, wie ich es mit einem Pferd tun würde. Und dann kam der Braune in den Corral. Ein kleiner Hengst, mit dem Leandro arbeiten wollte. Wir waren schon so weit, dass er gesattelt werden konnte. Er war ein eher ruhiges Pferd, ließ auf keine  Anzeichen von Nervosität schließen. Ich erkannte, wie wichtig es war, in ganz kleinen Schritten vorzugehen, damit dieses Pferd von Anfang an keine schlechten Erfahrungen machte.</p>
<p>Der Braune verfolgte jede meiner kleinsten Bewegungen aus den Augenwinkeln. Er begutachtete meinen Atem, wo er hinfloss, und wehe, der Atem blieb mir in der Brust stecken! Sogleich war es an der Körperhaltung des Pferdes abzulesen. Ich folgte den Anweisungen des Braunen, in die Füße zu atmen. Er folgte meinen körperlichen Zeichen, gab wiederum Anweisungen. Den rechten Fuß etwas zurück, sonst war der Druck zu viel. Die Augen senken. Zwischen uns war ein ständiger Kommunikationsfluss, der von außen jedoch wohl kaum sichtbar war. Gleichzeitig legte ich in behutsamstem Tempo die Satteldecke auf seinen Rücken, ein bisschen vor, ein bisschen zurück. Seine Ohren spielten. Kaum nahm ich eine gespannte Regung in seinen Augen wahr, hielt ich inne. Entspannten seine Augen sich wieder, machte ich weiter.</p>
<p>Dann der Gurt. Behutsam ließ ich ihn auf der einen Seite runter, darauf bedacht, dass er das Vorderbein nicht berührte. Die Chancen, dass er sonst in die Luft sprang und der Sattel im hohen Bogen durch die Luft flog, wären groß gewesen. Den Sattelgurt unten durchführen, ohne beim Bücken eine brüske Körperbewegung zu machen. Weiter atmen. Achtung beim Berühren des Bauches, innehalten. Ich führte den Gurt in Richtung Schnalle auf meiner Seite, um ihn anzuknoten. Zum x-ten Mal verfluchte ich in mir das rohe Leder der Gauchosättel, das extrem rau in den Fingern lag und sich überhaupt nicht fließend handhaben ließ. Den Knoten zog ich erst ganz locker an. Wenn der Braune springen würde, so geschähe es in dem Moment, wenn er zum ersten Mal den Gurt am Bauch spürte. Das ist ein kritischer Punkt.</p>
<p><!-- wp:image {"id":7878,"width":"800px","height":"auto","aspectRatio":"1.8604651162790697","linkDestination":"custom"} --></p>
<figure class="wp-block-image is-resized"><a class="fmh-colorbox rechts" href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/herde.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="430" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/herde.png" alt="Herde" class="wp-image-7878" style="aspect-ratio: 1.8604651162790697; width: 800px; height: auto;" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/herde.png 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/herde-480x258.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" /></a></figure>
<p><!-- /wp:image --></p>
<p>Noch ein klein wenig nachziehen, aber nicht zu viel. Seine Augen gaben mir den Rhythmus vor. Sie waren der Druckmesser. Ich konnte noch ein bisschen mehr. Besser, denn würde er bei der nächsten Bewegung bocken, so wäre es gut, wenn der Sattel oben bliebe. Geschafft. Ich atmete aus. Der Braune auch.</p>
<p>Leandro immer noch hinter mir, war dem Geschehen aufmerksam gefolgt. Gerne hätte er das selber machen wollen, aber das war nicht der richtige Moment dafür, und schon gar nicht wäre es der Augenblick für eine Niederlage gewesen, falls ihm etwas misslingen würde.</p>
<p>Einige Tage darauf. Je zwei Augen hinter jedem Stein. Diesmal war Leandro an der Reihe. Er wollte auf den Braunen aufsteigen. In ihm vibrierte es, nicht nur vor Nervosität. Da war ein Wall aus gemischten Emotionen, den er kaum mehr im Zaum zu halten vermochte. Pferde sind Meister im Erkennen von Emotionen, in erster Linie von unterdrückten.</p>
<p>Ich konnte es ihm nicht beibringen. Diese Sprache verstanden Gauchos nicht. Für sie gab es keine Gefühle. Dafür hatten sie keinen Platz. Was sollte ich tun? Dem Braunen sträubten sich fast die Haare. Erkannte Leandro das denn nicht? Sollte ich eingreifen? Ich entschied, dem Geschehen seinen Lauf zu lassen. Ein Stiefel im Steigbügel. Die Augen des Braunen rollten sich. Ein Hüpfer von Leandro – viel zu impulsiv – mit der Absicht, auf dem Rücken des Pferdes zu landen. Der Braune schaffte es nicht mehr, sich zu beherrschen, und Millisekunden später flog er in die Luft, mit allen vieren zugleich, das Maul und die Augen aufgerissen, den Mann zwischen Steigbügel und Sattel mit sich reißend. Ein paar Hüpfer mehr, von einem Rand des Korrals in den andern. Dann eine Staubwolke.</p>
<p>Ich wollte, die Wolke hätte sich nie gelüftet. Ich wusste nicht, was dahinter zu erwarten war. In Leandros verzerrter Miene überwog die Wut. Vielleicht hatte er Schmerzen, doch spürbar bis übers Dorf hinaus war die Wut. Wie eine schwere Gewitterwolke verdüsterte sie alles und drohte zu platzen. Doch Leandro beherrschte sich. Seine Schritte waren trotzig, die Sporen an den Stiefeln klimperten. So schritt er auf mich zu. Ich wusste nicht, wie ich es hätte anstellen sollen, um der erdrückenden schwarzen Wolke zu entfliehen. Worte waren überflüssig. Sein Blick war eindeutig. Ich verstand.</p>
<p>Mit leisen, aber bestimmten Schritten näherte ich mich dem verstörten Braunen. Es war ungeschickt, wenn einem Pferd beim ersten Mal Aufsteigen so etwas widerfuhr. Das wusste ich. Der Druck der noch dunkleren Wolke außerhalb des Korrals war kaum auszuhalten. Wenn ich jetzt nicht aufstieg, glaubte mir niemand mehr. Das wusste ich auch.</p>
<p>Der Atem in den Füßen. Mein Blick nach innen gerichtet. Da drinnen war es ruhig. Da drinnen schien die Sonne. Da drinnen fand ich, was ich in dem Moment brauchte. Es steuerte mich. Ein bisschen Gewicht auf den Steigbügel geben, ein behutsamer Hüpfer. Ich hatte keine Ahnung was ich tat. Es steuerte mich. Ich fand mich auf dem Pferd wieder. Es war ruhig. Es schnaubte. Die Steuerung schien aufgehoben. Ich nahm wieder wahr.</p>
<p><!-- wp:image {"id":7879,"width":"800px","height":"auto","aspectRatio":"1.8181818181818181","linkDestination":"custom"} --></p>
<figure class="wp-block-image is-resized"><a class="fmh-colorbox rechts" href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/gaucho.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="440" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/gaucho.png" alt="Gaucho" class="wp-image-7879" style="aspect-ratio: 1.8181818181818181; width: 800px; height: auto;" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/gaucho.png 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/gaucho-480x264.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" /></a></figure>
<p><!-- /wp:image --></p>
<h2>Ponyreiten mit Gaucho</h2>
<p>Das Dorf war freundlich. So schien es mir. Die skurrile Situation störte diesmal niemanden. Ich führte einen Gaucho auf einem Pferd spazieren. Tatsächlich. Einmal, als ich es merkte, musste ich beinahe laut rauslachen. Leandro saß auf dem Braunen. Ich auf einem «caballo manso», einem zahmen Pferd. Ich hielt den Braunen an einem langen Führstrick, was ihm Vertrauen gab. Ich glaube nicht, dass so etwas je vorgekommen war. Eine Frau, die einen Gaucho Ponyreiten führt.</p>
<p>Doch das Dorf war freundlich.</p>
<p>Von da an waren alle freundlich. Leandro zeigte mir, wie man Halfter knüpft. Wenn es regnete, knüpfte man Halfter. Mit unglaublicher Hingabe und Konzentration schnitt er das Leder in feine Streifen. Diese wurden dann an einen Nagel gehängt, damit man sie knüpfen konnte. Eins oben, dann eins unten und dann rundherum. Ich eiferte seinen gewandten Fingern nach, um sie zu imitieren. Immer wieder verpasste ich den letzten Schritt und musste von vorne anfangen. Doch vermied ich es, dauernd zu fragen. Gauchos fragen nicht, und sie verstehen sich auch nicht darauf, etwas zu erklären. Sie lernen beim Zuschauen. Sie beobachten und ahmen nach. Wie Kinder. So versuchte ich, dies auch zu tun: «Eins oben, eins unten und rundherum.» Es bildete sich tatsächlich ein schön aussehender Knoten, und aus den Lederstreifen wurde ein kleines Kunstwerk, das aussah wie eine verzierte Schlange. Die Zeit war stehen geblieben.<br />¨<br />Gestern hatten wir alles Lederzeug sauber geputzt und eingefettet. «Nimm von dem Herz», hatte mir Leandro gesagt, worauf ich ihn fragend anschaute: «Welches Herz denn?» «Na, das Fett ist im getrockneten Herz, das dort hängt!» Ich blickte mich in der Sattelkammer um, und dort hing tatsächlich ein für mich undefinierbares Organ mit schmierigem Zeugs drin. Der ungewohnte Anblick, verbunden mit dem übelriechenden, noch nicht alten Fett, ließ mich die Nase rümpfen. Ich brauchte eine Weile und ein paar Meter Leder, bis ich meine Finger vorbehaltlos reinstecken konnte, sie mit dem Fett vollschmierte und über das Leder zog. «Das Leder sollte glänzen. Schließlich ist es für das Fest.» Leandros Augen glänzten. Das Fest. Seit Tagen sprach er nur noch von dem Fest. Alles wurde dafür vorbereitet. Für das Fest hatten wir Halfter geknüpft. Alles geputzt. Kühe geschlachtet, ein Riesenloch ausgehoben, um die Kühe darin zu vergraben, mit Gemüse und allem Möglichen gefüllt, und alles wieder zugedeckt. Oben drauf kam ein Feuer. In dem Loch wurden die Tiere mehrere Tage gegart wie in einem großen Backofen. Für das Fest.</p>
<p>Die Pferde waren prachtvoll herausgeputzt. Das in stundenlanger Arbeit geknüpfte und mit Rinderfett polierte Lederzeug wurde nur einmal im Jahr für den Umzug verwendet. Leandro lächelte mir zu. Voller Stolz saß er auf der Palominostute, deren glitzerndes, beiges Fell und die weiße Mähne noch schöner geworden waren. Ich durfte den Moro reiten, ein dunkelgraues Pferd von Leandro. Für den Umzug hatte er mir eigens ein Lasso und ein Halfter geknüpft. Lederarbeiten waren eine Spezialität der Gauchos. Mit viel Sorgfalt wussten viele von ihnen wahre Kunststücke herzustellen. Die Arbeit füllte die Regenwettertage, an denen es keinen Sinn machte, mit den Tieren zu arbeiten.</p>
<p>Ich war die einzige Frau am Umzug. Frauen waren am höchsten Fest des Jahres als Reiterinnen nicht erlaubt, sie hatten auch sonst nichts mit Pferden zu tun. Ich fühlte mich zutiefst geehrt. In einen weißen Poncho eingekleidet, der das halbe Pferd bedeckte. Ein schwarzer Hut, der mir Schatten spendete. Nur Gesandte vom Himmel würden die «Geheimnisse» kennen, erklärte mir Leandro. Und solche Botschafter hätten für Gauchos kein Geschlecht.</p>
<p><!-- wp:image {"id":7880,"width":"669px","height":"auto","aspectRatio":"1.3326693227091633","linkDestination":"custom"} --></p>
<figure class="wp-block-image is-resized"><a class="fmh-colorbox rechts" href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/himmel.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="669" height="502" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/himmel.jpg" alt="Mein Reitpferd" class="wp-image-7880" style="aspect-ratio: 1.3326693227091633; width: 669px; height: auto;" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/himmel.jpg 669w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2021/09/himmel-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 669px, 100vw" /></a></figure>
<p><!-- /wp:image --></p>
<hr />
<h3 class="wp-block-heading">Die Pferdin</h3>
<p><!-- /wp:heading --></p>
<blockquote>
<p>Lust darauf, mehr zu lesen?</p>
</blockquote>
<p class="rtecenter"><strong><a class="btn btn-default" href="https://www.natural-horses.com/buecher" target="_blank" rel="noopener">Das Buch kannst Du hier bestellen</a></strong></p>
<p><!-- wp:image {"id":6059,"width":"750px","height":"auto","aspectRatio":"0.5859375","linkDestination":"custom"} --></p>
<figure class="wp-block-image is-resized"><a class="fmh-colorbox rechts" href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2022/05/die_pferdin.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="750" height="1280" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2022/05/die_pferdin.jpg" alt="Die Pferdin" class="wp-image-6059" style="aspect-ratio: 0.5859375; width: 750px; height: auto;" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2022/05/die_pferdin.jpg 750w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2022/05/die_pferdin-480x819.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 750px, 100vw" /></a></figure>
<p><!-- /wp:image --></p>
</div></div>
</div>
</div>
</div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
