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	<title>Pferdehaltung | Passion 4my.horse</title>
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	<description>Der Name ist Programm</description>
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	<title>Pferdehaltung | Passion 4my.horse</title>
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	<item>
		<title>Stallwechsel ohne Stress</title>
		<link>https://passion.4my.horse/stallwechsel-ohne-stress/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Katja Hammerschmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Apr 2025 14:47:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pferdehaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein stressfreier Stallwechsel kann gelingen mit einer guten Planung und Vorbereitung Deines Pferdes.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_0 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Ein Stallwechsel ohne Stress ist eine Herausforderung</h1>
<h3>Wie Tierkommunikation und Seelenlauf-Coaching Dich und Dein Pferd unterstützen können</h3>
<p><em><strong>Autorin / Foto:</strong> © Katja Hammerschmidt Fotografie</em></p>
<p>Einen Stallwechsel ohne Stress vorzunehmen, ist sowohl für Dein Pferd als auch für Dich als Besitzerin eine große Herausforderung. Es geht nicht nur um die praktische Planung – auch emotionale und mentale Aspekte spielen eine große Rolle.</p>
<p>Als ich vor Kurzem mit meinem Pferd Maël nach 7 Jahren den Stall gewechselt habe, wurde mir wieder bewusst, wie wichtig es ist, unsere Pferde in solche Entscheidungen einzubeziehen. Nur so können sie ohne Stress und mit Vertrauen auf diese Herausforderungen reagieren.</p>
<p>In diesem Blogbeitrag möchte ich Dir zeigen, wie telepathische Tierkommunikation und Seelenlauf-Coaching dabei helfen können, solche Situationen für Dich und Dein Pferd zu meistern.</p>
<p><strong>Inhaltsverzeichnis</strong></p>
<ol>
<li><a href="#anker_stress">Ein Stallwechsel ist eine Herausforderung</a></li>
<li><a href="#anker_tk">Die Bedeutung der Tierkommunikation &#8211; Dein Pferd mit einbeziehen</a></li>
<li><a href="#anker_coaching">Seelenlauf-Coaching &#8211; Klarheit und Ruhe für Dich und Dein Pferd</a></li>
<li><a href="#anker_stallwechsel">Tipps für einen stressfreien Stallwechsel &#8211; so kannst Du Dein Pferd vorbereiten</a></li>
<li><a href="#anker_fazit">Fazit &#8211; Dein Pferd als Partner in Entscheidungen</a></li>
</ol></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Die Bedeutung der Tierkommunikation &#8211; Dein Pferd mit einbeziehen</h2>
<p>Pferde sind Individuen mit Vorlieben und Abneigungen. Viele Pferde lieben Routinen und eine Umgebung, die ihnen vertraut ist. Pferde knüpfen Freundschaften, die ein Leben lang halten. Du kannst Dir also vorstellen, dass ein Stallwechsel für Dein Pferd eine echt stressige Angelegenheit ist.</p>
<p>Deshalb ist es so wichtig, dass wir mit unseren Pferden kommunizieren und sie in unsere Entscheidungen einbinden – vor allem bei so großen Veränderungen. Das hat mir mein eigener Stallwechsel nochmal deutlich vor Augen geführt.</p>
<h3>Wie Tierkommunikation bei der Vorbereitung auf Veränderungen helfen kann</h3>
<p>Telepathische Tierkommunikation ermöglicht es uns, direkt mit unseren Pferden in Verbindung zu gehen und zu sprechen. Wir können ihnen unsere Absichten und Gedanken erklären und sie an unserer Entscheidungsfindung teilhaben lassen. Die Pferde können uns im Gegenzug ihre Sicht der Dinge schildern. Oftmals haben Pferde Vorschläge, was ihnen helfen könnte, die stressige Situation besser zu meistern. Dabei geht es nicht nur darum, ihnen zu sagen, was passieren wird, sondern auch das &#8222;Warum&#8220; zu erklären.</p>
<p>Vor dem Stallwechsel habe ich Maël beispielsweise gefragt, wie er sich fühlt und ob es für ihn okay ist, seine alten Freunde zu verlassen. Seine Antwort war erstaunlich gelassen: <em>&#8222;Ich habe noch genug Zeit, mich zu verabschieden – und freue mich auf meinen neuen Freund.&#8220;</em></p>
<p>Hätte ich ihm nicht erzählt, dass wir in einen neuen Stall umziehen, hätte ich ihm die Möglichkeit genommen, sich von seinen alten Freunden zu verabschieden. Ohne telepathische Tierkommunikation wäre es auch schwierig gewesen, ihm zu erklären, warum der Umzug nötig ist.</p>
<p>Besonders meine größte Sorge – der Transport im Pferdeanhänger – war ein Punkt, der mich im Vorfeld stark beschäftigte. Maël hatte bei früheren Transporten schlechte Erfahrungen gemacht und seine Bereitschaft, in den Anhänger zu steigen, war gleich null. Das konnte ich bis zum Zeitpunkt des Umzugs auch nicht durch Verladetraining ändern. Doch im Pferdegespräch konnte ich klären, ob bzw. dass er mit dem Umzug einverstanden ist. Am Tag des Umzugs stand er innerhalb von 20 Minuten ruhig im Anhänger, bereit für das neue Abenteuer.</p>
<p>Es ist unglaublich wichtig, dass wir unsere Pferde in Entscheidungen einbeziehen und ihnen ein Mitspracherecht geben. Wenn Maël nicht gewusst hätte, warum wir umziehen oder warum er in den Anhänger steigen soll, hätte er sich niemals freiwillig verladen lassen. <em>(Er kann nämlich sturer sein als ein Esel! 😅)</em></p>
<blockquote><p>&#8222;Warum hat Gott mir vier Füße gegeben, wenn ich fahren soll? Das kann doch nicht für mich bestimmt sein. Ich mochte das noch nie und habe es nur widerwillig ertragen.&#8220; Zitat von Maël</p></blockquote></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3>Wie Du Dein Pferd darüber hinaus auf Veränderungen vorbereiten kannst</h3>
<ol>
<li><strong>Gedanken formen</strong><br />
Stelle Dir bildlich vor, wie Dein Pferd die neue Situation meistert – mit Gelassenheit und Neugier. Diese positiven Gedanken und Emotionen übertragen sich auf Dein Pferd.</li>
<li><strong>Klare und ruhige Worte</strong><br />
Sprich mit Deinem Pferd und sag ihm, was passiert bzw. was Du planst. Erklär ihm, warum Du diese Entscheidung triffst und dass es in Sicherheit ist. Dein Pferd wird Dich verstehen und Deine Worte wirken beruhigend.</li>
<li><strong>Berührung als Unterstützung</strong>Während Du mit Deinem Pferd sprichst, halte sanften Körperkontakt. Streicheln und Berührung vermitteln Sicherheit und Vertrauen.</li>
</ol></div>
			</div><div id="anker_coaching" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_3  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h3>Seelenlauf-Coaching &#8211; Klarheit und Ruhe für Dich und Dein Pferd</h3>
<p>Pferde sind unglaublich feinfühlige Wesen. Sie spüren Deine Unsicherheiten und Ängste und reagieren darauf, egal wie sehr Du versucht sie zu überspielen. Daher war es wichtig, dass ich mit der Entscheidung für den neuen Stall ganz klar und sicher war.</p>
<p>Neben der telepathischen Tierkommunikation hat mir der Seelenlauf enorm geholfen, den Stallwechsel emotional und mental zu meistern, so dass ich auf mein Bauchgefühl hören und die Entscheidung für den neuen Stall im Vertrauen treffen konnte.</p>
<p>Der Seelenlauf ist eine körperorientierte Methode, die viel in der Traumatherapie eingesetzt wird. Den Seelenlauf kannst Du aber auch ganz großartig als Entscheidungshilfe heranziehen. Mich unterstützt er in intensiven Situationen immer wieder.</p>
<h2>Warum ist der Seelenlauf so kraftvoll?</h2>
<p>Der Seelenlauf bringt Dich in Kontakt mit Deiner Intuition. Gerade in Situationen, in denen der Kopf voller Zweifel und Sorgen ist, hilft er dabei, klare Entscheidungen zu treffen und dabei ruhig und zentriert zu bleiben. Bei der Entscheidung für den neuen Stall habe ich mich oft gefragt, ob dieser wirklich der Richtige für Maël ist, ob er sich mit den anderen Pferden verstehen wird oder ob der Umzugsstress für ihn zu groß wäre.</p>
<p>Im Seelenlauf konnte ich diese Sorgen loslassen und darauf vertrauen, dass mein Bauchgefühl mich richtig leitet. Sobald ich selbst ruhiger und gelassener wurde, übertrug sich diese Energie auch auf Maël.</p>
<h3>Wie der Seelenlauf Dir helfen kann</h3>
<p><strong>Klarheit</strong><br />
Der Seelenlauf bringt Ruhe in Deine Überlegungen und hilft Dir, klare Entscheidungen zu treffen. So kannst Du Deine Zweifel ad acta legen.</p>
<p><strong>Vertrauen</strong><br />
Er stärkt das Vertrauen in Dich selbst und die Verbindung zu Deinem Pferd. Dies ist besonders wichtig, wenn Du vor großen Entscheidungen wie einem Stallwechsel stehst.</p>
<p><strong>Ausgeglichenheit</strong><br />
Der Seelenlauf hilft Dir, Dein inneres Gleichgewicht zwischen Verstand und Intuition herzustellen. Diese innere Harmonie überträgt sich auch auf Dein Pferd.</div>
			</div><div id="anker_seelenlauf" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_4  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h3>Seelenlauf-Coaching &#8211; Klarheit und Ruhe für Dich und Dein Pferd</h3>
<p>Pferde sind unglaublich feinfühlige Wesen. Sie spüren Deine Unsicherheiten und Ängste und reagieren darauf, egal wie sehr Du versucht sie zu überspielen. Daher war es wichtig, dass ich mit der Entscheidung für den neuen Stall ganz klar und sicher war.</p>
<p>Neben der telepathischen Tierkommunikation hat mir der Seelenlauf enorm geholfen, den Stallwechsel emotional und mental zu meistern, so dass ich auf mein Bauchgefühl hören und die Entscheidung für den neuen Stall im Vertrauen treffen konnte.</p>
<p>Der Seelenlauf ist eine körperorientierte Methode, die viel in der Traumatherapie eingesetzt wird. Den Seelenlauf kannst Du aber auch ganz großartig als Entscheidungshilfe heranziehen. Mich unterstützt er in intensiven Situationen immer wieder.</p>
<h2>Warum ist der Seelenlauf so kraftvoll?</h2>
<p>Der Seelenlauf bringt Dich in Kontakt mit Deiner Intuition. Gerade in Situationen, in denen der Kopf voller Zweifel und Sorgen ist, hilft er dabei, klare Entscheidungen zu treffen und dabei ruhig und zentriert zu bleiben. Bei der Entscheidung für den neuen Stall habe ich mich oft gefragt, ob dieser wirklich der Richtige für Maël ist, ob er sich mit den anderen Pferden verstehen wird oder ob der Umzugsstress für ihn zu groß wäre.</p>
<p>Im Seelenlauf konnte ich diese Sorgen loslassen und darauf vertrauen, dass mein Bauchgefühl mich richtig leitet. Sobald ich selbst ruhiger und gelassener wurde, übertrug sich diese Energie auch auf Maël.</p>
<h3>Wie der Seelenlauf Dir helfen kann</h3>
<p><strong>Klarheit</strong><br />
Der Seelenlauf bringt Ruhe in Deine Überlegungen und hilft Dir, klare Entscheidungen zu treffen. So kannst Du Deine Zweifel ad acta legen.</p>
<p><strong>Vertrauen</strong><br />
Er stärkt das Vertrauen in Dich selbst und die Verbindung zu Deinem Pferd. Dies ist besonders wichtig, wenn Du vor großen Entscheidungen wie einem Stallwechsel stehst.</p>
<p><strong>Ausgeglichenheit</strong><br />
Der Seelenlauf hilft Dir, Dein inneres Gleichgewicht zwischen Verstand und Intuition herzustellen. Diese innere Harmonie überträgt sich auch auf Dein Pferd.</div>
			</div><div id="anker_stallwechsel" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_5  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h3>Tipps für einen stressfreien Stallwechsel &#8211; so kannst Du Dein Pferd vorbereiten</h3>
<p>Damit auch Dein Stallwechsel stressfrei abläuft, habe ich einige bewährte Tipps für Dich zusammengestellt:</p>
<ol>
<li><strong>Frühzeitig mit der Tierkommunikation beginnen</strong><br />
Je eher Du Dein Pferd in die Planung einbeziehst, desto besser kann es sich auf den Wechsel einstellen. Sprich mit Deinem Pferd über die Veränderungen und lass es wissen, dass Du seine Gefühle respektierst.</li>
<li><strong>Verladetraining als Ritual</strong><br />
Wenn Dein Pferd Schwierigkeiten beim Verladen hat, ist es wichtig, dieses Training entspannt und regelmäßig zu wiederholen. Mach kleine Schritte und unterstütze mit positiver Verstärkung.</li>
<li><strong>Geduld und Vertrauen</strong><br />
Vertraue auf die Verbindung zwischen Dir und Deinem Pferd. Deine innere Ruhe und Klarheit wird sich auf Dein Pferd übertragen, genauso wie Deine Unsicherheit.</li>
<li><strong>Seelenlauf nutzen</strong><br />
Wenn Du Dir unsicher bist, ob der Wechsel der richtige Schritt ist, hilft der Seelenlauf dabei, Klarheit zu schaffen. Du kannst so sicherstellen, dass Deine Entscheidungen aus einer Position der Ruhe und Überzeugung getroffen werden.</li>
</ol></div>
			</div><div id="anker_fazit" class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_6  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Fazit &#8211; Dein Pferd als Partner in Entscheidungen</h2>
<p>Egal, ob es um einen Stallwechsel, einen Klinikaufenthalt oder andere große Veränderungen geht &#8211; Dein Pferd sollte immer in die Entscheidungen mit einbezogen werden. Die Kombination aus Tierkommunikation und Seelenlauf-Coaching ist ein kraftvolles Werkzeug, um solche Herausforderungen gemeinsam mit Deinem Pferd und ohne Stress zu meistern.</p>
<p>Wenn Du und Dein Pferd vor einem Stallwechsel oder einer anderen Herausforderung stehen und Du Unterstützung brauchst, melde Dich gerne bei mir. Ich helfe Dir, die Verbindung zu Deinem Pferd zu stärken und Klarheit in Deinen Entscheidungen zu finden.</p>
<p><a href="https://www.katjahammerschmidt.de/stallwechsel-stressfrei" target="_blank" rel="noopener">👉 Hier findest Du detaillierte Infos zu meinem Angebot &#8222;Stallwechsel stressfrei meistern&#8220;</a></p>
<blockquote><p>&#8222;Mir gefällt sehr, daß wir immer gemeinsam entscheiden, was wir machen. Das ist richtig toll. Ich werde nicht gezwungen zu irgendwas.“ Zitat von Curly Sue</p></blockquote></div>
			</div><div class="et_pb_button_module_wrapper et_pb_button_0_wrapper  et_pb_module ">
				<a class="et_pb_button et_pb_button_0 et_pb_bg_layout_light" href="https://www.katjahammerschmidt.de/stallwechsel-stressfrei" target="_blank">Her mit den Infos!</a>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_0">
				
				
				
				
				<a href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2025/04/Stressfreier_Stallwechsel.jpg" class="et_pb_lightbox_image" title=""><span class="et_pb_image_wrap "><img alt="" alt="" fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="399" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2025/04/Stressfreier_Stallwechsel.jpg" alt="" title="Stressfreier_Stallwechsel" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2025/04/Stressfreier_Stallwechsel.jpg 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2025/04/Stressfreier_Stallwechsel-480x239.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" class="wp-image-4406625" /></span></a>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Exklusives Pferdeanwesen</title>
		<link>https://passion.4my.horse/exklusives-pferdeanwesen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Passion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Feb 2025 12:17:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pferdehaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Reitmagazin]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://passion.4my.horse/?p=4406173</guid>

					<description><![CDATA[Ein Traum für Pferdeliebhaber steht in Buch bei Frauenfeld zum Verkauf.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_1 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
				<div class="et_pb_row et_pb_row_1">
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><strong>Aus PASSION 01/25 </strong></em></p>
<div class="page" title="Page 1">
<div class="layoutArea">
<div class="column">
<h2>Buch bei Frauenfeld, TG</h2>
</div>
</div>
</div>
<div class="page" title="Page 1">
<div class="layoutArea">
<div class="column">
<p><em>Erleben Sie das Besondere: Dieses aussergewöhnliche Anwesen verbindet luxuriöses Wohnen und hochklassige Pferdehaltung auf beeindruckenden 5928 Quadratmetern – ein Traum für alle, die Eleganz, Funktionalität und modernste Technik inmitten der Natur schätzen.</em></p>
</div>
</div>
</div>
<h3>Das Anwesen im Überblick</h3>
<p>In einem charmanten kleinen Weiler, unweit der grösseren Zentren, erwartet Sie eine exklusive Villa im modernen 1920er-Jahre-Landhausstil sowie eine erstklassige Pferdeanlage. Das Anwesen besticht durch harmonisches Design, edle Materialien und sorgfältige Planung.</p>
<p>Die Villa mit 571 m² Wohnfläche umfasst 6 geschlossene Zimmer und eine hochwertige Einliegerwohnung, ideal für Gäste oder Personal. Der parkähnliche Garten lädt zum Entspannen ein und bietet eine traumhafte Kulisse für das Leben auf dem Land.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_1">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap has-box-shadow-overlay"><div class="box-shadow-overlay"></div><img loading="lazy" decoding="async" width="900" height="601" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2025/02/Haus-und-Garten.jpg" alt="Pferde benötigen Raufutter" title="Haus und Garten" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2025/02/Haus-und-Garten.jpg 900w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2025/02/Haus-und-Garten-480x321.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 900px, 100vw" class="wp-image-4406176" /></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_8  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h3>Für Pferdeliebhaber ein Traum</h3>
<p>Die 935 m² grosse Pferdeanlage erfüllt höchste Standards:</p>
<p><strong>Reithalle:<br /></strong>20 x 40 m, 12 LED-Flutlichter, bombierte Schlagwände, Beregnungs- &amp; Musikanlage, elektrische Fensterfront</p>
<p><strong>Pferdeboxen:</strong><br />8 übergrosse Boxen</p>
<p><strong>Pflegeräume:</strong><br />Pferdewaschplatz mit Pferdesolarium, Sattelkammer</p>
<p><strong>Reiterstube:</strong><br />Mit Küche und Fenster zur Reithalle, Estrich als Lager oder ausbaubar zu einem Studio</p>
<p><strong>Sandplatz:</strong><br />Ein grosser 15&#215;15 m Reitplatz vor den Boxen</p>
<p>&nbsp;</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_2">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap has-box-shadow-overlay"><div class="box-shadow-overlay"></div><img alt="" loading="lazy" alt="" decoding="async" width="900" height="601" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2025/02/Reithalle.jpg" alt="" title="Reithalle" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2025/02/Reithalle.jpg 900w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2025/02/Reithalle-480x321.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 900px, 100vw" class="wp-image-4406177" /></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_3">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap has-box-shadow-overlay"><div class="box-shadow-overlay"></div><img alt="" alt="" loading="lazy" decoding="async" width="900" height="601" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2025/02/Stall.jpg" alt="" title="Stall" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2025/02/Stall.jpg 900w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2025/02/Stall-480x321.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 900px, 100vw" class="wp-image-4406178" /></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_4">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap has-box-shadow-overlay"><div class="box-shadow-overlay"></div><img alt="" alt="" loading="lazy" decoding="async" width="900" height="601" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2025/02/Solarium-Waschplatz.jpg" alt="" title="Solarium-Waschplatz" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2025/02/Solarium-Waschplatz.jpg 900w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2025/02/Solarium-Waschplatz-480x321.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 900px, 100vw" class="wp-image-4406179" /></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_9  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h3>Daten und Fakten</h3>
<p><strong>Grundstück</strong>: 5&#8217;928 m²<br />
<strong>Baujahr</strong>: 2015<br />
<strong>Zustand</strong>: Hervorragend gepflegt<br />
<strong>Villa</strong>: 6 geschlossene Zimmer + Einliegerwohnung, 12 Parkplätze<br />
<strong>Pferdeanlage</strong>: 8 Pferdeboxen, Reithalle (20 x 40 m)</p>
<h3>Besichtigungen und Angebote</h3>
<p>Besichtigungen nach Vereinbarung. Bei weiterem Interesse stellen wir Ihnen gerne zusätzliche Unterlagen zur Verfügung.</p>
<h4>Preisrahmen</h4>
<p>Oberes Preissegment über CHF 10 Mio.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_10  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h3>Ihr Traum vom luxuriösen Landleben</h3>
<blockquote>
<p>Dieses Anwesen vereint Exklusivität, Naturverbundenheit und die Leidenschaft für das Reiten in perfekter Harmonie. Lassen Sie sich diese seltene Gelegenheit nicht entgehen!</p>
</blockquote>
<p><strong>Kontakt:</strong> <br /><a href="https://www.ginesta.ch/de/immobilien/aussergewoehnliches-anwesen-mit-luxurioeser-pferdeanlage-bei-frauenfeld-tg-27574" target="_blank" rel="noopener">www.ginesta.ch</a><br />Frau Vanessa C. Jeannet <a href="mailto:jeannet@ginesta.ch">jeannet@ginesta.ch</a></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Holzrücken</title>
		<link>https://passion.4my.horse/holzruecken/</link>
					<comments>https://passion.4my.horse/holzruecken/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Passion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Feb 2025 13:27:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pferdehaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Reitmagazin]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://passion.4my.horse/?p=4406202</guid>

					<description><![CDATA[Holzrücken ist sowohl ein traditionelles, nachhaltiges Handwerk zur bodenschonenden Holzbeförderung mit Pferden als auch ein anspruchsvoller Wettkampfsport, der präzises Teamwork und feinste Kommunikation erfordert.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_2 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
				<div class="et_pb_row et_pb_row_2">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_2  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_11  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><em><strong>Erschienen im PASSION 01/24 von Karin Rohrer</strong></em></p>
<h2>Handwerkskunst und Wettkampfsport</h2>
<p><em>Holzrücken ist einerseits die Arbeit im Wald, ein traditionelles Handwerk, wenn mit Pferden bodenschonend und nachhaltig Stämme und Holz befördert werden. Eine Win-win Situation für Waldbesitzer und Holzrücker. Andererseits wird heute das Holzrücken auch als Wettkampfsport ausgeführt, auf hohem Niveau und mit feinster Kommunikation im eingespielten Teamwork.</em></p>
<p>Gemeinsam sind die intensive Beziehung zwischen Pferd und Fuhrmann, die harmonische Zusammenarbeit von Mensch und Tier und die Befriedigung nach gemeinsam getätigter Präzisions-Arbeit. Bei beiden Holzrücke-Varianten stehen eine sorgfältige Ausbildung von Fuhrmann und Pferd sowie die Sicherheit im Wald oder im Parcours im Vordergrund. Als Fuhrmann im Wald benötigt man hohe Konzentration, Ausdauer und Kraft sowie Geschicklichkeit und sicherlich Freude an der Natur und am Draussen sein. Wichtig sind Kenntnisse über die Ausrüstung, Werkzeuge und Hilfsmittel. Wer mit seinem Pferd an Rückeprüfungen des Schweizerischen Freibergerverbandes teilnehmen will, muss sich über die entsprechenden Weisungen informieren, denn der Ablauf der Prüfung ist genau vorgeschrieben. Es wird nach Punkten und Zeit gewertet, wenn der 5m lange und 25-30 cm dicke Baumstamm durch einen Geschicklichkeitsparcours gezogen wird. Nach dem einleitenden Rückwärtsrichten hängen die Teilnehmenden den Baumstamm an und zuletzt, nach dem Poltern, wird das Ortscheit (an welches die Last angehängt wird) an den nächsten Konkurrenten übergeben. Beim Poltern muss der Fuhrmann den Stamm so auf zwei nebeneinander am Boden fixierte Stämme platzieren, dass er parallel zu liegen kommt. Das Ende des Stammes darf die anderen nicht überragen, allfällige Abweichungen werden gemessen.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Mit drei Freibergerstuten auf Erfolgskurs</h2>
<p>Der 33-jährige Remo Emmenegger aus Schüpfheim hat das Flair zum Holzrücken von seinem Vater geerbt, ist seit gut zehn Jahren Wettkampf-Rücker und hat zuhause auf dem Betrieb mit dem Schleppen von Gülleschläuchen oder dem Abschleppen der Weide ein zusätzliches Training. Explizit vor einem Turnier trainiert er noch das Rückwärtsrichten oder die Waage. Hier muss der Stamm seitlich auf einen anderen Stamm gezogen werden mit dem Ziel, dass er weder nach vorne noch nach hinten kippt: «Holzrücken ist für die Pferde eine gute Sache, denn sie lernen viel dabei, sind ausgeglichener und unerschrockener», erzählt der Lastwagenchauffeur, welcher zudem die Lehre als Landwirt und Hufschmied abgeschlossen hat. An vier bis fünf Turnieren pro Jahr startet er, dies mit den drei Freiberger-Zuchtstuten seines Vaters. Durch die letzte Saison hindurch holte Remo Emmenegger einige Siege und 2022 den dritten und sechsten Rang am Final des Schweizerischen Freibergerverbandes in Avenches. Souverän und zuverlässig zeigt sich die neunjährige Petit Coeur Mandarine: «Da passieren kaum Fehler im Parcours und sie arbeitet und hilft richtig mit». Am Turnier setzt er ein normales Bündner Geschirr ein, welches zu Hause auch für den Gesellschaftswagen gebraucht wird, sowie ein Zaumzeug mit Postkandare oder Vier-Ring-Trense. Wenn Remo Emmenegger eine frühe Startnummer hat, kann er seinen Mitkonkurrenten nicht zuschauen und findet es spannend, wenn dann andere Konkurrenten seine Linie übernehmen.</p>
<h2>Ein schönes Bild abgeben</h2>
<p>«Mir sind die Hindernisse am liebsten, welche klar richtbar sind, also wenn ein Ball runterfallen kann, dann gibt es auch keine Diskussionen. Das Balance-Hindernis ist für mich schwierig, denn dort kann man Pech haben und es entscheiden Zentimeter. Beim Poltern mag ich, wie entscheidend ein guter Anfang sein kann, das ist dort die Herausforderung und ja, manchmal muss man halt etwas improvisieren.» Remo Emmenegger lobt die Atmosphäre unter den Rückern, man helfe sich, diskutiere zusammen und habe es gut untereinander. Gross nervös ist er eigentlich nicht mehr, aber so ein Kribbeln im Bauch verspürt er schon:</p>
<blockquote>
<p>«Die Pferde sind manchmal vor dem Parcours nervöser als dann im Wettkampf selbst. Es ist schon wichtig, als Fuhrmann ruhig zu bleiben, denn eine Nervosität schlägt sich sofort auf die Pferde nieder. Verbissenheit ist fehl am Platz. Mir ist wichtig, dass es ein gutes Bild abgibt, kein ‘Geknorze’ entsteht und ich mein Pferd nicht überfordere. Zwischen Pferd und Fuhrmann soll eine schöne Harmonie zu sehen sein im Parcours.»</p>
</blockquote></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Leidenschaft für Holzrücke-Kurse</h2>
<p>Irene Oppliger gibt ihre Erfahrungen im Holzrücken gerne an interessierte Neueinsteiger weiter, fühlt sich beim Arbeiten im Wald wohler als im Wettkampf, kennt aber beide Metiers: «Nicht jedes Turnierpferd geht automatisch gut im Wald, denn dort kommt mehr Akustik dazu, da knacken Äste, Motorsägen erzeugen Lärm, der Boden ist nicht immer optimal und es ist ein Pferd mit ruhigem Gemüt gefordert. Wenn man im Wald rückt, muss man immer wissen, was dem Pferd zugemutet werden kann und wie es reagiert, sonst kann es schnell mal gefährlich werden.» Oberstes Gebot für Irene Oppliger ist ‘fein an der Hand sein’, dann arbeiten die Pferde gerne mit und sind motiviert. Ihre 15-jährige Freibergerstute Vianne ist seit Fohlenalter in ihrem Besitz und hört hervorragend auf die Stimm-Kommandos:</p>
<blockquote>
<p>«Ich benutze die klassischen Fuhrmann-Kommandos wie ‘hüscht’ und ‘hott’, aber das wichtigste Kommando überhaupt ist ‘ho’, damit die Stute sogleich steht, wenn ich stolpere oder anhalten muss. Und die wichtigste ‘Gangart’ überhaupt ist für mich das Stehen, denn ein Pferd muss wirklich ruhig stehen, wenn man mit den Ketten hantiert, sonst fehlt da schnell mal ein Finger.»</p>
</blockquote>
<h2>Vertrauen und Teamwork</h2>
<p>Für die 48-jährige Planerin Marketing aus Rechthalten übt Holzrücken eine Faszination aus, weil bei dieser Arbeit abends ersichtlich ist, was man gemacht hat: «Das Pferd wurde gut und sinnvoll eingesetzt, dieses Teamwork und Vertrauen sind unbeschreiblich, auch wenn man nachher todmüde ist, aber diese Zufriedenheit ist einmalig.» Sie schirrt im klassischen Bündner Arbeitskummet an, setzt Hintergeschirr, Fahrzaum ohne Scheuleder und Leinen ein. Seit etwa acht Jahren frönt Irene Oppliger dem Holzrücken. «Ich bin mehrere Prüfungen pro Saison gestartet und Vianne war dreimal am FM National, auch mit einem anderen Fuhrmann, und nun wäre mein Ziel der Aufstieg in die Kategorie M. Hier ist die Hindernisbreite schmaler, das Rückwärtsrichten länger und mit zwei Hindernispassagen. Ich fahre und rücke bei Wind und Wetter, habe zuhause eine Station aufgebaut, übe im benachbarten Wald und nehme regelmässig an Dressur- und Stangenkursen teil, arbeite am Langzügel oder mache Bodenarbeit. Immer wieder mal kann ich in einem Privat-Wald etwas Holz rücken. Ich wurde auch schon angefragt, im Burgerwald eine Holzrücke-Demo vorzuführen, was mir grosse Freude bereitet, denn mir liegt es sehr am Herzen, diese wunderbare Tradition des Holzrückens bekannt zu machen.»</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Gute Ausbildung von Pferd und Fuhrmann ist unerlässlich</h2>
<p>Peter Nussbaumer ist von Beruf Fuhrmann bei der Brauerei Feldschlösschen. Der 53-Jährige wohnt in Magden und ist gelernter Zimmermann und Dachdecker. Gute 25 Jahre ist er schon aktiver Holzrücker und hatte das Glück, das Holzrücken vom Vater von Grund auf erlernen zu dürfen. Seit gut 20 Jahren ist er für den Schweizerischen Freibergerverband als Parcoursbauer und Richter Holzrücken tätig. Um den Bezug zur Basis zu erhalten, startet er zwei, drei Mal im Jahr selbst an Wettkämpfen. Peter Nussbaumer ist regelmässig unterwegs mit Gesellschaftsfahrten und hat Pferde zur Fahrausbildung. Seine Freiberger sind durchschnittlich einen Tag die Woche am Holzrücken, ziehen in Naturschutzgebieten Holz raus, ein- oder zweispännig. Er bietet den Gemeinden diese Dienstleistung an und ist jederzeit einsatzbereit, körperlich fit und auch die Pferde sind dafür trainiert.</p>
<blockquote>
<p>«Mich begeistert am Holzrücken erstens die alte Tradition, denn schon unsere Vorfahren haben grosse Bäume aus den Wäldern gezogen, grossartiges geleistet mit ihren Pferden und das möchte ich den Menschen wieder näher bringen, denn viele haben den Bezug dazu verloren. Zweitens ist es ökologisch und es gibt keine Schäden davon im Wald. Der dritte Faktor ist die Beziehung zwischen Mensch und Pferd, das ist präzises Arbeiten im Team», erklärt Peter Nussbauer.</p>
</blockquote>
<h2>Den Pferden die Freude an der Arbeit erhalten</h2>
<p>Ihm ist wichtig, sachte an die Aufgabe heranzugehen, die Arbeit zu steigern, um die Muskeln daran zu gewöhnen: «Nicht gleich einen dicken Stamm anhängen und einen Baum immer quer oder im rechten Winkel anziehen dann braucht es weniger Kraft als geradeaus. Ansonsten nimmt man den Pferden die Freude an der Arbeit. Ich nehme immer beide Pferde mit in den Wald und wechsle jede Stunde ab, dann können sie Pause machen, Heu fressen. Ich arbeite mit Halb-Schlitten, dann ist nicht die ganze Auflagefläche am Boden, sondern ein Teil auf dem Schlitten und das erzeugt weniger Widerstand. Vor allem kann der Stamm vorne nicht einstecken im Waldboden und es braucht weniger Kraft des Pferdes. Ich hänge immer kurz an, auch die Kette ist kurz, dann heben die Pferde das Holz im Zug an und es steckt weniger ein.“ Peter Nussbaumer setzt für den achtjährigen Don Figaro und den 16-jährigen Nico ein Mönch-Kombigeschirr ein, welches fast so eng anliegt wie ein Brustblatt und in der Höhe verstellbar ist. Das Holzrücke-Training kombiniert Peter Nussbaumer gleich mit der Arbeit im Wald, die Bäume ersetzen die Pylone. Ganz wichtig ist ihm die Ausbildung von Fuhrmann und Pferd:</p>
<blockquote>
<p>«Man darf als Anfänger nicht einfach in den Wald, denn Sicherheit ist elementar und es lohnt sich, Tipps von Profis zu holen und seine eigene Kondition aufzubauen.»</p>
</blockquote></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap has-box-shadow-overlay"><div class="box-shadow-overlay"></div><img decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2025/02/DavidBarras_02.JPG" alt="" title="DavidBarras_02" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Als 14-jähriger den ersten Holzrücke-Sieg geholt</h2>
<p>David Barras aus La Roche ist 29 und gelernter Hufschmied, betreibt das wettkampfmässige Holzrücken seit ungefähr 15 Jahren, weil dies auch schon die Leidenschaft seiner Eltern war, welche beide an Wettkämpfen dabei waren. Das Holzrücken ist für ihn ein Hobby, welches er nebst dem Fahren von Promotionsprüfungen ausübt und gleichzeitig ist ein erfolgreich absolvierter Holzrücke-Parcours beste Werbung, um junge Pferde zu verkaufen. Ob gewinnen oder verlieren spielt für ihn keine grosse Rolle, denn er hat einfach Spass am Rücken und am Austausch mit den Konkurrenten. Er schätzt, dass es in diesem Metier keine Arroganz gebe und alle freundlich seien in der Welt des Holzrückens. Begeistert ist David Barras von der Freiberger-Rasse, welche sich vorzüglich für das Holzrücken eigne. «Die Pferde sind ruhig und einfach im Handling. Zwei Zuchtstuten und zwei Jungpferde gehören ihm, dazu kommen die rund 15 Pferde der Eltern. Als 14-Jähriger heimste er seinen ersten Sieg ein und viele weitere folgten. Den Final in Avenches gewann David Barras zweimal in der Kat. M und dreimal in der Kat. L, diese fünf Gold-Medaillen haben einen Ehrenplatz. Während der Saison ist er an sechs oder sieben Wettkämpfen dabei, immer die Ruhe selbst, was sich auf die Pferde überträgt. «Früher war das anders, da hatte ich mit Nervosität zu kämpfen», schmunzelt David Barras, welcher es schön findet, dass alle Teilnehmenden eine Plakette erhalten und manchmal noch einen Naturalpreis:</p>
<blockquote>
<p>«Das Mindestalter ist 14 Jahre, aber es ist keine Brevet-Pflicht vorhanden, auch Junge können so sachte in die Turnierwelt einsteigen.»</p>
</blockquote>
<h2>Sinnvoll und dem Pferd angepasst trainieren</h2>
<p>Hat er junge oder Turnier-unerfahrene Pferde angemeldet, übt er drei, vier Mal vor dem Start. Mit den älteren, erfahrenen Pferden sei dies nicht mehr gross nötig: «Sie wissen, was ich will und zuviel Training wäre nicht gut. Ich trainiere ja auch, indem ich sie fahre, viel und unterschiedlich bewege. Aber spezielle Hindernisse im Holzrücken übe ich in dem Sinn nicht.» David Barras freut sich immer, wenn ein neuer Parcoursbauer amtet und knifflige Hindernisse aufstellt, die er studieren kann, wie sie am besten zu lösen sind. Schon bei der Parcoursbesichtigung sucht er für sich die beste Möglichkeit, die Hindernisse anzugehen, um damit Zeit für das Poltern am Schluss zu gewinnen. «Gerade das Balance-Hindernis kann etwas wetterabhängig sein und das Poltern gelingt auf ebenem Boden am besten. Hindernisse mit Pylonen gehören aus meiner Sicht zu den einfacheren, aber eigentlich sind alle auf ihre Art knifflig», sinniert David Barras, bei der Ausrüstung schwört er auf Bündnergeschirr und Fahrzaum.</p></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap has-box-shadow-overlay"><div class="box-shadow-overlay"></div><img decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2025/02/RetoZuercher02.JPG" alt="" title="RetoZürcher02" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Mensch und Pferd fügen sich zu einem Arbeitsteam zusammen</h2>
<p>Reto Zürcher ist Huf- und Waffen-Schmied in Huttwil, Besitzer der achtjährigen Burgdorfer-Stute Fleur und hat das Holzrücken vor vier Jahren für sich entdeckt. «Es hat wie ein Experiment angefangen und mittlerweile sind wir fest eingeplant beim Förster, welcher dankbar ist für diese Wald-Pflege. So ist unsere kleine Holzrücke-Truppe, ein bunt zusammengewürfeltes Team aus Freibergern, Ardenner, Burgdorfer, Polopferd und Isländer regelmässig im Wald. Für uns Pferdebesitzer ist es ein Hobby und gleichzeitig Wintertraining für die Pferde. Wir haben einen schönen Tag im Wald und sehen abends die Ergebnisse, das ist unglaublich befriedigend», erklärt Reto Zürcher, welcher das Ganze mit Förster und Herdgemeinde aufgegleist hat. Diese sehen Vorteile, weil die Rücker in schwachen Durchforstungen Holz rausnehmen, welches sonst liegen gelassen würde, weil die Mittel dazu fehlen. Durch das Rücken mit den Pferden gibt es kleine Furchen in den Boden, welche wiederum eine ideale Struktur bilden zum Keimen der Samen. Gerade Waldföhren, Lerchen und Weymouthsföhren haben dadurch bessere Chancen. Reto Zürcher transportiert mit seiner Fleur sogenanntes Schwachholz, Stämme mit kleinem Querschnitt, welches für den Einsatz als Brennholz vorgesehen ist.</p>
<h2>Niemals das Pferd überfordern</h2>
<p>Dafür benutzt er ein amerikanisches Kummet-Geschirr, welches den Ursprung bei den Amish-People in den USA hat und mit einem dicken und weichen Unterkissen ausgestattet ist. Praktisch findet er sein spezielles Holzrücke-Geschirr der Sattlerei Blaser, dessen Zugstrangen aus Spannset-Material angefertigt sind und damit sehr widerstandsfähig. Der 46-Jährige ist mit seinem Team zwischen Oktober und März alle vier Wochen im Wald, hilft auch mal privat dem Nachbar, wenn Gehölz transportiert werden soll. Die Sicherheit im Wald steht im Fokus, Reto Zürcher hat immer eine Motorsäge dabei:</p>
<blockquote>
<p>«Wenn etwas zu schwer ist, oder ungünstig liegt, zersägen wir es, denn wir wollen nichts erzwingen oder unter Druck machen, oder gar die Pferde überfordern.»</p>
</blockquote>
<p>Die Gruppe hat ein System, fängt in einer Wald-Ecke an und arbeitet sich Stück für Stück weiter, aber die Holzrücker können individuell arbeiten. «Das Mensch-Pferd Team lernt bei konstanter Zusammenarbeit, wie man seinem Partner helfen kann. Wenn mir Fleur etwas mitteilen will, geht sie zwei Schritte retour und ich schaue nach, ob vielleicht noch Äste im Boden feststecken, oder ein Stamm nicht gut von ihr angezogen werden kann. Danach zieht Fleur selbständig wieder an, die Arbeit kann weitergehen. Genau diese schönen Erlebnisse bereichern extrem und man wächst richtig mit seinem Partner zusammen», sinniert Reto Zürcher.</p></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Giftige Pflanzen</title>
		<link>https://passion.4my.horse/giftige-pflanzen/</link>
					<comments>https://passion.4my.horse/giftige-pflanzen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Passion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Dec 2024 08:56:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdehaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Reitmagazin]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor welchen Pflanzen sollte man sich im Winter in Acht nehmen, wenn man mit einem Pferd unterwegs ist oder wenn man es an Bäumen oder Sträuchern anbinden will?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_3 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Was Pferde nicht fressen sollten</h1>
<p><strong><em>Erschienen in PASSION 01/24 von Muriel Willi </em></strong></p>
<p>Binden Sie Pferde nicht an Bäumen oder Sträuchern fest, sie könnten für die Tiere giftig sein. Manchmal reicht schon ein Maul voll (eine geringe Menge) bei einem Ritt oder Spaziergang, für eine ernsthafte Vergiftung. Pferde reagieren von allen Haustieren am sensibelsten auf Giftpflanzen, hinzukommt, dass sie stets neugierig und hungrig sind und daher gerne mal die eine oder andere Giftpflanzen anknabbern oder fressen. Es gibt bei den Pferden aber durchaus Unterschiede; die einen verschmähen Giftpflanzen, andere wiederum fressen sie. Es sind insbesondere die jungen Triebe von Pflanzen, die noch keine Bitterstoffe gebildet haben, die den Pferden, obwohl giftig, dennoch schmecken.<em> (Somit ist das Mähen, insbesondere vom Jakobs-Greiskraut und Hahnenfuss der falsche Weg, denn durch das Mähen treiben die Pflanzen wieder junge Triebe aus.)</em></p>
<p>Passion möchte dem eine Serie widmen, welche saisonal aufzeigen soll, auf welche Pflanzen man achten sollte. Wir starten hier mit den Pflanzen, welchen man im Winter Beachtung schenken sollte.</p>
<h4>Adlerfarn (Adlerfarngewächse)</h4>
<p><strong>Bestimmungsmerkmale:</strong><br />Der Adlerfarn hat hellgrüne, derbe Blätter, die zweifach gefiedert sind. Die Blattfläche ist bogenförmig geneigt, der Blattrand eingerollt. Der Farn wird bis zu 2 m hoch.</p>
<p><strong>Standort und Verbreitung:</strong><br />Man findet den Adlerfarn in Mitteleuropa häufig an Waldrändern und in lichten Wäldern.</p>
<p><strong>Giftstoffe, Wirkung und Symptome:</strong><br />Die gesamte Pflanze ist giftig, der höchste Gehalt an Wirkstoffen findet sich in den jungen Blättern. Auch nach dem Trocknen behält die Pflanze ihre Giftwirkung. Die Giftstoffe sind das Enzym Thiaminase, Blausäureglycoside und ein Saponin (Pteridin). In einigen Gebieten der USA, in Japan und Neuseeland wird der Adlerfarn jung als Wildsalat gegessen. Dies kann die Ursache dafür sein, dass es in diesen Gegenden ein erhöhtes Auftreten an Tumoren gibt; ebenso werden ein verstärktes Auftreten an Speiseröhren und Magenkarzinomen in Japan damit in Verbindung gebracht.<br />Ein weiterer giftiger Farn ist der Wurmfarn.</p>
<p><strong>Tiergiftig:</strong><br />Adlerfarn ist giftig für Pferde. Eine Vergiftung bei Pferden zeigt sich durch eine Vitamin B1-zerstörende Wirkung, verantwortlich dafür ist das Enzym Thiaminase. Es entstehen zentralnervöse Störungen, Störungen im Bewegungsablauf sowie motorische Störungen. Eine Menge ab 2 Kg über einen Zeitraum von 30 Tagen gefressen kann für Pferde tödlich sein.</p></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap has-box-shadow-overlay"><div class="box-shadow-overlay"></div><img loading="lazy" decoding="async" width="900" height="525" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2024/12/Jakobs-Kreuzkraut.png" alt="Pferde benötigen Raufutter" title="Jakobs-Kreuzkraut" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2024/12/Jakobs-Kreuzkraut.png 900w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2024/12/Jakobs-Kreuzkraut-480x280.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 900px, 100vw" class="wp-image-4405927" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><div>
<h2>Jakobs-Kreuzkraut, Jacobs-Kreuzkraut, Jakobs-Greiskraut (Korbblütler)</h2>
</div>
<p><strong>Bestimmungsmerkmale:</strong><br />Das Jakobs-Kreuzkraut wächst 30 &#8211; 120 cm hoch (in Ausnahmen auch deutlich höher), trägt gelbe Blütenköpfchen mit 13 Zungenblüten, die in aufrechten Doldentrauben stehen. Die Stängelblätter der blühenden Pflanzen haben schmale lanzettliche und gezähnte Fiederblätter (Blatt aus mehreren getrennten Blättchen) Die einjährigen Blattrosetten haben diese Fiederblätter noch nicht, ihre Blätter sind gebuchtet. Der Stängel ist oft rötlich-braun überlaufen. <a href="https://www.botanikus.de/Botanik3/Ordnung/Jakobs-Kreuzkraut/Jakobs-Kreuzkraut-Bilder/jakobs-kreuzkraut-bilder.html" target="_blank" rel="noopener">Details sehen Sie hier</a>. Blütezeit ist Juni &#8211; Oktober. Weitere ebenfalls giftige Greiskräuter sind das Gemeine Kreuzkraut (Senecio vulgaris), das Fuchs-Kreuzkraut (Senecio ovatus), das Wasser-Kreuzkraut (Senecio aquaticus), das Alpen-Kreuzkraut (Senecio alpinus), das Schmalblättrige Kreuzkraut, das aus Afrika eingeschleppt wurde und noch spät im Jahr blüht, aber auch noch andere Arten.</p>
<p><strong>Standort und Verbreitung:</strong><br />Die Pflanze wächst an Wegen und Rainen; man findet sie an Waldrändern und Gebüschen und auf Wiesen und Weiden. Das Jakobs-Kreuzkraut bevorzugt lehmige Tonböden mit mässigem Stickstoffgehalt, ist aber sonst recht anspruchslos. Jakobs-Kreuzkraut ist eine Pflanze die möglicherweise auch vom Klimawandel profitiert und sich immer weiter ausbreitet.</p>
<p>Ein einziges Jakobs-Kreuzkraut produziert bis zu 150.000 Samen. Das Kreuzkraut siedelt sich nur in Lücken von Grasnaben an und wird gewöhnlich vom dichten Untergräsern und Kräutern unterdrückt.</p>
<p><strong>Tiergiftig:</strong><br />Das Jakobs-Kreuzkraut ist vermutlich für alle Haustiere giftig. Bei akuter Vergiftung in hohen Dosen tritt beim Pferd die so genannte Seneziose oder “Schweinsberger Krankheit” auf. Diese zeigt sich durch Magen- und Darmbeschwerden, blutigem Durchfall, Verstopfung, Krämpfen und schwerer Leberschädigung bis zum Tod. Die Symptome sind weiterhin Appetitlosigkeit, häufiges Gähnen, beschwerliches Atmen, Gewichtsverlust, Lecksucht und auch Erblinden. Es kommt zum Krankheitsbild des „Walking Desease“, das sich in ziellosem Umherirren, Taumeln und Schleifen der Hufe zeigt. Die Pferde werden regelrecht wahnsinnig, laufen gegen Wände und Zäune und sind oft nicht zu bändigen. Teilweise ist es kaum oder gar nicht möglich den Pferden die erlösende Giftspritze zu setzen. Eine Heilung beim Walking Disease ist nicht möglich, es bleibt nur die Erlösung des Tieres. Bei leichteren oder schnell erkannten Vergiftungsfällen können Magenspülungen in der Tierklinik helfen.</p>
<p>Man kann davon ausgehen, dass bei einem Pony die tödliche Dosis an frischem Kreuzkraut bereits nach der Aufnahme von 4 Kg und an getrocknetem Kreuzkraut von 0,5 Kg erreicht sein kann. Bei kleineren Pferden (z. B. Isländer, Haflinger, Lewitzer) beginnt die tödliche Menge an frischem Kraut bei 14 Kg, bei getrocknetem bei 2 Kg. Bei Großpferden fängt die tödliche Dosis mit 20 Kg an frischem Kraut an und bei getrocknetem mit 3 Kg. Es kann aber auch sein, dass eine tödliche Vergiftung erst nach Aufnahme der doppelten Mengen einsetzt. Dies ist von Pferd zu Pferd sehr unterschiedlich. Es reicht aus, dass die Pflanzen in kleinen Portionen über einen längeren Zeitraum gefressen werden, da sich die Abbauprodukte der Alkaloide in der Leber anreichern. Am gefährlichsten sind die Pflanzen getrocknet im Heu oder in der Silage, dort schmecken sie auch nicht mehr bitter.</p>
<p>Bei einer chronischen, also langsamen Vergiftung, ist in jedem Fall mit Leberschädigung, Krebs, Schädigung der Fruchtbarkeit und des Erbguts, bei starker Vergiftung auch mit Schädigung des zentralen Nervensystems, der Lunge und der Nieren zu rechnen. Die getrockneten Stängel des Jakobs-Kreuzkrautes sind nur schwer im Heu erkennen, manchmal sieht man sie an ihrer roten Farbe, es gibt aber auch getrocknete Pflanzen, die die gleiche Farbe wie das Heu haben. Eine Vergiftung zeigt sich nach wenigen Tagen bis zu mehreren Monaten. Aber die Dunkelziffer ist garantiert viel höher. Eine Vergiftung mit den Pyrrolizidinalkaloiden ist nur über eine Obduktion nachweisbar. Somit sind sicher viele Pferdebesitzer der Meinung, ihr Tier wäre an einer Kolik verendet, in Wirklichkeit war es das Jakobs-Kreuzkraut, wie in der Schweiz eine Gruppe Islandpferde am Kreuzkraut gestorben ist.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_11">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap has-box-shadow-overlay"><div class="box-shadow-overlay"></div><img alt="" alt="" loading="lazy" decoding="async" width="900" height="525" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2024/12/was-tun-im-Notfall.png" alt="" title="was tun im Notfall" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2024/12/was-tun-im-Notfall.png 900w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2024/12/was-tun-im-Notfall-480x280.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 900px, 100vw" class="wp-image-4405929" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><div>
<h2><b>Im Falle einer Vergiftung</b></h2>
</div>
<ul>
<li>Ruhe bewahren</li>
<li>Pflanzenteile aus dem Mund entfernen</li>
<li>Pflanzenteile zur Bestimmung aufheben</li>
<li>kein Erbrechen auslösen</li>
<li>Notarzt rufen</li>
</ul>
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		<title>Was ein guter Stall kosten darf und wieso billig selten gut ist</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Beatrice Hohl]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Sep 2024 13:59:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pferdehaltung]]></category>
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					<description><![CDATA[Welche Kosten sind wirklich gerechtfertigt? Was darf, muss und soll ein guter Stall kosten und wie setzen sich die Kosten zusammen?]]></description>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Was ein guter Stall kosten darf</h1>
<h2>und wieso billig selten gut ist</h2>
<p><strong><em>Mit freundlicher Genehmigung vom Ausbildungsstall Eisenhauer</em></strong></p>
<p>Man liest es derzeit vermehrt in sämtlichen Pferdegruppen: <em><strong>„Was zahlt ihr an Stallmiete?“</strong> </em>Dabei kommen die skurilsten Kommentare. Von 200€ Für Vollpension, über die sich keine wundert, über 250€, die einige für „<em><strong>Waaas? So teuer?“</strong></em> halten, bis hin zu Preisen um CHF 1000 (rund 900€) die in der Schweiz ganz normal sind. Immer wieder kommt auch die regionale Frage auf. Offenbar sind viele der Meinung, dass Leistung im östlichen Dorf nichts kosten darf, in der westlichen Großstadt hingegen schon.</p>
<blockquote>
<p>Doch was ist wirklich gerechtfertigt? Was darf, muss und soll ein guter Stall kosten und wie setzen sich die Kosten zusammen?</p>
</blockquote>
<p>Pensionskosten setzen sich aus 3 Hauptfaktoren zusammen. Dem Mietanteil, dem Futteranteil und dem Dienstleistungsanteil. Widmen wir uns zunächst ersterem.</p>
<h2>Der Mietanteil</h2>
<p>Er setzt sich aus den Kosten für Grundstückskauf/-Pacht, Erstellung der Stall- und Reitanlage, Instandhaltung, Verbrauchskosten wie Strom und Wasser sowie Versicherung und Mistentsorgung zusammen.</p>
<p>Die Preise für Kauf/Pacht von Boden ist tatsächlich regional sehr unterschiedlich. Pacht fällt in der Regel eher für fertige Stallanlagen und Grünland an. Selten wird bebaubares Land verpachtet und darauf für mehrere hunderttausend gebaut. Um hier keine zu extremen Schwankungen einzubauen, gehe ich mal davon aus, dass einem das Grundstück bereits <em>(zB durch Erbschaft oder früheren Erwerb)</em> gehört.</p>
<p>Die Erstellung einer Reitanlage hängt natürlich auch von zahlreichen Gegebenheiten ab. Wird alles neu gebaut oder womöglich nur alte Gebäude <em>(zB aus Kuhhaltung)</em> umgebaut. Bei zweiterem sind oftmals massive Sanierungsarbeiten nötig, sodass es nicht wirklich günstiger wird. Gleichzeitig kann man sehr einfach oder auch sehr aufwändig bauen. Rein aus Holz, mit Metalleinsätzen z.B. als Verbissschutz oder mit schlüsselfertigen Trennelementen.</p>
<p>In der folgenden Berechnung gehe ich jeweils von Durchschnittspreisen professionell erbauter Anlagen aus, d.h. Keine zusammengeschusterten Baracken, sondern ordentlicher Aufbau, der auch Jahre nach Erbauung noch hält.</p>
<h4>Kosten für Gebäudeerstellung und Instandhaltung</h4>
<p>Stallanlage incl. Sattelkammer und Futterlager / Pro Pferd ~ 10.000 €<br />Abschreibung 3% = 300€/Jahr<br />Instandhaltung 1,5% = 150€/Jahr</p>
<p><strong>Kosten pro Pferd / Jahr = 450 €</strong></p>
<p>Reithalle 20x40m mit Reitboden und Bewässerungsanlage / Baukosten: 200.000 €<br />Abschreibung 3% = 6000€/Jahr<br />Instandhaltung 3% = 6000€/Jahr<br />Austausch Tretschicht alle 10 Jahre 10.000 €</p>
<p>Reitplatz 20x40m mit Reitboden und Umzäunung / Baukosten: 30.000 €<br />Abschreibung 3% = 900€/Jahr<br />Instandhaltung 3% = 900€/Jahr<br />Austausch Tretschicht alle 10 Jahre 10.000 €</p>
<p>Abschreibung: 6900 €/Jahr<br />Instandhaltung: 6900 € / Jahr<br />Tretschichtaustausch: 2000 € / Jahr<br />= 15800€ / Jahr</p>
<p>Bei 30 Pferden = 527€/ Pferd / Jahr</p>
<p><strong>Stallanlage + Reitanlage = 977€/Pferd / Jahr = 81€ pro Pferd und Monat</strong></p>
<h4>Weiter geht es mit dem Auslauf:</h4>
<p><strong>Paddocks</strong></p>
<p>pro Pferd 100qm<br />etwa 30€/qm = 3000€<br />Abschreibung 3% = 90€/Jahr<br />Austausch Tretschicht etwa alle 5 Jahre = 500€ = 100€/Pferd/Jahr<br />Umzäunung Holz/Elektrozaun je 2-reihig ~ 350 € / Pferd<br />Austausch Zaunmaterial etwa alle 7 Jahre = 50€/Pferd/Jahr<br />= 90 + 100 + 50 = 240€/Pferd/Jahr<br />= 20€ / Pferd / Monat</p>
<p><strong>Weiden</strong></p>
<p>pro Pferd 5000qm<br />Pacht etwa 150€/Jahr<br />Pflege etwa 75€/Jahr<br />Umzäunung Elektrozaun 3-Reihig ~ 400€<br />Austausch Zaunmaterial etwa alle 7 Jahre = 57€/Pferd/Jahr<br />= 150 + 75 + 57 = 282 €/Pferd/Jahr<br />= 24€ / Pferd / Monat</p>
<p><strong>Macht weitere 44€/Monat</strong></p>
<p>Macht pro Pferd und Monat schon mal eine Kaltmiete von 125 € aus. Hinzu kommen nun Verbrauchskosten pro Pferd:<br />Strom 15 €<br />Wasser 15€<br />Mistentsorgung 10€<br />Versicherung 10€</p>
<p><strong>= Mietanteil: 175€ pro Monat</strong><a href="http://www.ausbildungsstall-eisenhauer.com/" target="_blank" rel="noopener"></a></p></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap has-box-shadow-overlay"><div class="box-shadow-overlay"></div><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2019/02/Heu_fressen.jpg" alt="Pferde benötigen Raufutter" title="Pferde benötigen Raufutter" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2019/02/Heu_fressen.jpg 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2019/02/Heu_fressen-480x320.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" class="wp-image-7282" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Weiter geht’s mit dem Futteranteil</h2>
<h4>Heu / Stroh</h4>
<p>Hier kommt es natürlich sehr darauf an, wie viel Heu/Stroh/Kraftfutter inclusive ist. In einem normalen Stall sollten für ein Warmblut mindestens 10kg Heu pro Tag inclusive sein. Im Sommer bei Weidegang weniger, im Winter mehr. Stroh fallen mindestens 5kg/Tag an.</p>
<p>Der Einkaufspreis für Heu liegt je nach Region und Jahr bei 110 bis 200€ pro Tonne. Für Stroh bei 80 bis 160€ pro Tonne.</p>
<p>Ausgehend von einem Tagesverbrauch von 10kg Heu und 5kg Stroh kommen wir pro Monat also auf 45 bis 108 €. Macht im Durchschnitt 77€/Monat.</p>
<p>Wird nun Heu ad libidum gefüttert und nicht am Stroh gespart, so schaut es gleich anders aus. Hier liegen wir bei einem Verbrauch von etwa 15kg Heu und 8kg Stroh pro Tag.</p>
<p>Bei einem Durchschnittseinkaufspreis kommen wir also auf ganze <strong>100€ pro Monat nur für Heu und Stroh.</strong></p>
<h4>Kraftfutter</h4>
<p>Weiter geht es mit dem Kraftfutter. Hafer in guter Qualität kommt auf etwa 50cent/kg bei Sackware. Lose Ware sollte nur bei entsprechender Lagermöglichkeit <em>(verschlossenes Silo)</em> erworben werden, andernfalls ist das Risiko der Verunreinigung durch Mäusekot und ähnliches zu hoch.<br />Bei 1kg Hafer/Tag sind das also ganze 15€/Monat.</p>
<p>Handelsübliche Pellets/Müslis, welche aus gesunden Bestandteilen und nicht aus ungesunden Abfallprodukten bestehen, liegen deutlich höher, bei mindestens 0,75 bis 1,25 pro KG. Macht bei 1kg täglich schon 30€/Monat. Leider liegen die Pellets/Müslis, die in Pensionsställen gefüttert werden, oft bei gerademal 35cent/kg – entsprechend ist leider auch der Müll an Bestandteilen.<br />Rechnen wir nun einen Durchschnitt von 1 Schippe Hafer und 1/2 Schippe Müsli pro Fütterung so sind dies rund 1kg Hafer und 0,8kg Müsli täglich, ergo rund 39€ pro Monat.</p>
<p>Der Futteranteil liegt somit bei einer guten und gesunden Versorgung des Pferdes mit hervorragender Qualität und ausreichender Menge bei <strong>etwa 130€/Monat.</strong></p>
<p>Damit sind wir schon mal bei <strong>300€/Monat für die Unterbringung in einem gepflegten Stall mit entsprechender Reitausstattung ohne jegliche Serviceleistungen!</strong><a href="http://www.ausbildungsstall-eisenhauer.com/" target="_blank" rel="noopener"></a></p></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap has-box-shadow-overlay"><div class="box-shadow-overlay"></div><img alt="" alt="" loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2024/10/Stallarbeit.jpg" alt="" title="Happy man cleaning the stables" srcset="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2024/10/Stallarbeit.jpg 800w, https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2024/10/Stallarbeit-480x320.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" class="wp-image-4405582" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Kommen wir zum letzten Teil.</p>
<h2>Der Dienstleistungsanteil</h2>
<p>Ob nun Angestellte den Job erledigen oder der Stallbetreiber selbst – Mindestlohn sollte es mindestens sein! Incl. Lohnnebenkosten fallen minimum 12€ pro Stunde an. Schauen wir uns also einmal an, wie viel Zeit für welche Leistung anfällt.</p>
<p>Füttern 2x tgl. Heu + Kraftfutter etwa 5 Minuten pro Tag = 1€/Tag = 30€/Monat<br />Misten incl. Nachstreuen und Kehren etwa 10 Minuten pro Tag = 2€/Tag = 60€/Monat<br />Raus/Reinbringen auf Paddock/Koppel bei Boxenhaltung je nach Koppelentfernung etwa 10 Minuten pro Tag / 2 Pferde bei gleichzeitigem Führen = 1€/Tag = 30€/Monat<br />Abäppeln der Paddocks etwa 5 Minute pro Tag = 1€/Tag = 30€/Monat<br />Anlagenpflege (Reithalle, Reitplatz, Außenanlage, Ernteeinlagerung usw.) etwa 2 Stunden täglich (pro Pferd etwa 5 Minuten) = 1€/Tag = 30€/Monat</p>
<p><strong>Macht bei Vollpension pro Pferd und Monat etwa 180€ bei Mindestlohn!</strong></p>
<p>Zusammen mit dem Miet- und Futteranteil kommen wir also auf satte 480€/Monat. Selbst wenn wir nun den geringsten Futteranteil nehmen und damit rechnen, dass die Einsteller ihre Paddocks selbst abäppeln müssen sind wir immer noch bei 380€/Monat.</p>
<p>Ihr seid etwas geschockt über die Höhe des wirtschaftlichen Pensionspreises? Dann setzt euch besser, denn eines ist noch nicht einberechnet: Die Umsatzsteuer von 19%.</p>
<p><strong>Macht aus 380€ satte 452€ und bei 480€ sogar ganze 571€!</strong></p>
<p>Und nun gibt es immer noch Leute, die sich wundern, dass sie für unter 300€ pro Monat demotivierte Stallbetreiber, unzureichende Futterqualität/-Menge, schlechte Dienstleistung und ungepflegte Reitanlagen vorfinden. Natürlich darf genau das niemals vorkommen. Man muss investieren, um hohe Preise verlangen zu können, man muss aber auch hohe Preise verlangen, um investieren zu können.</p>
<p>Und dabei ist es vollkommen egal, ob es sich um Offenställe oder Boxen handelt – wenn Pferde im Matsch versinken oder sich die Beine in den Bauch stehen, ist beides nicht akzeptabel. Egal, ob nun die Paddockbefestigung oder der Rausbringservice fehlen. Stimmt hingegen alles, so fühlen sich Pferd und Reiter gleichermaßen wohl.</p>
<p>Viel Futter guter Qualität und eine gepflegte Anlage mit zuverlässigem Service bei ganztags Auslauf und viel frischer Luft MUSS IMMER der Fall sein – dafür müssen aber Stallbetreiber und Einsteller gleichermaßen aufwachen und bereit sein, angemessene Preise zu verlangen und zu zahlen! Vollkommen egal, ob man nun im östlichsten Dorf oder in der westlichen Großstadt lebt. </p>
<blockquote>
<p>Leistung kostet. Gutes Futter auch. Und Zufriedenheit fällt nicht vom Himmel.</p>
</blockquote>
<div class="field field-name-field-stalltalk-links field-type-link-field field-label-above">
<div class="field-label">Links:</div>
<div class="field-items">
<div class="field-item even"><a href="https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=923742361110495&amp;id=835553713262694" target="_blank" rel="noopener">Zum Originalbeitrag auf Facebook</a></div>
<div class="field-item odd"><a href="http://www.ausbildungsstall-eisenhauer.com/" target="_blank" rel="noopener">Ausbildungsstall Eisenhauer</a></div>
</div>
</div></div>
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		<title>Spezial-Thema PASSION SOMMER 03/24: Die Piaffe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Passion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 May 2024 07:58:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdehaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Reitmagazin]]></category>
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					<description><![CDATA[Spezial-Thema PASSION SOMMER 03/24: Die Piaffe und Galopp-Arbeit. Das richtige Umfeld also für Euch als Trainer, Ausbildner und Coaches, Eure Arbeit unseren Lesern vorzustellen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_5 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Spezial-Thema PASSION SOMMER 03/24: Die Piaffe</h2>
<p>Bilder oder Videos von piaffierenden Pferden sind auf FB, Instagram oder TikTok immer ein Garant, um Likes oder Follower zu generieren. Doch oft sind die gezeigten <strong>Piaffen</strong> nicht annähernd korrekt. Hier handelt es sich mehr um ein „<strong>Treten an Ort</strong>“ und nicht eine korrekte Arbeit. In unserem nächsten Heft werden wir der Fragen nachgehen, wie eine korrekte Piaffe aussehen sollte und wie man sich diese erarbeitet.</p>
<h4>Ebenfalls ein grosser Artikel wird über die <strong>Galopp-Arbeit</strong> behandeln:</h4>
<p>Immer verbreiteter kommt die Gepflogenheit auf, Pferde nicht, oder nur selten zu galoppieren. Sei es aus Unsicherheit, oder aus einem falschen Verständnis von Überforderung heraus. Dabei ist der Galopp eine hervorragende Gangart um Pferde zu lösen, fit zu halten und Kondition aufzubauen. Warum das so ist, kannst Du bei uns nachlesen.</p>
<p>&nbsp;</p></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img alt="" alt="" decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2024/08/Profitipp-Berni.svg" alt="" title="Profitipp Berni" class="wp-image-4404537" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h4>Profi-Tipp:</h4>
<p>Das Sommerheft 03/24 bietet das richtige Umfeld für Dich als Trainer, Ausbildner und Coach, um Deine Arbeit unseren Lesern vorzustellen!</p>
<p>Eine &#8222;Visitenkarte&#8220; im Printmagazin gibt es bereits ab CHF 199.- (exkl. MwSt.)</p>
<p>Wir freuen uns auf Deine Kontaktaufnahme.</p></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Die 8 Mythen über Pferdedecken</title>
		<link>https://passion.4my.horse/die-8-mythen-ueber-pferdedecken/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Beatrice Hohl]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Dec 2023 18:07:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pferdehaltung]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor Regen schützt die Regendecke, dem schwitzenden Pferd hilft die Abschwitzdecke, die Nierendecke bewahrt das Pferd vor Nierenerkältungen, beim Ausreiten hat man die Ausreitdecke... ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_6 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Das wohlbehütete Pferd</h1>
<p><em>Wir danken Herrn Dr. Maximilian Pick, Fachtierarzt für Pferde, für die Erlaubnis zur Veröffentlichung dieses Artikels.</em><a class="fmh-colorbox rechts" href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2016/10/maximilian_pick.jpg" title="Dr. Maximilian Pick"><img loading="lazy" decoding="async" class=" alignright size-full wp-image-6633" alt="Dr. Maximilian Pick" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2016/10/maximilian_pick.jpg" style="width: 200px; height: 288px; float: right;" width="200" height="288" /></a></p>
<p><strong>Vor Regen schützt die Regendecke, dem schwitzenden Pferd hilft die Abschwitzdecke, die Nierendecke bewahrt das Pferd vor Nierenerkältungen, beim Ausreiten hat man die Ausreitdecke&#8230; Wenn man den Katalogen Glauben schenken möchte, sind Decken für das Wohlbefinden der modernen Pferde unverzichtbar. Ist dem tatsächlich so? Fachtierarzt Dr. Maximilian Pick geht der Frage auf den Grund.</strong></p>
<p>Wer noch mit einer einfachen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Trense" target="_blank" rel="noopener">Wassertrense </a>das Pferd an die Hilfen stellen will oder gar ein Pferd artgerecht halten möchte, geht nicht mit der Zeit. So kann man es aus den zahlreichen Zubehörkatalogen herauslesen. Seitenweise werden dort auch Pferdedecken angeboten, die das Pferd vor allen möglichen Schädlichkeiten schützen sollen:</p>
<p>Vor Regen schützt die <strong>Regendecke</strong>, dem schwitzenden Pferd hilft die <strong>Abschwitzdecke</strong>, die <strong>Nierendecke </strong>bewahrt das Pferd vor Nierenerkältungen, beim Ausreiten hat man die <strong>Ausreitdecke</strong>, der modebewusste Reiter kann wahlweise mit einer <strong>Lodendecke </strong>oder einer <strong>Baumwolldecke </strong>ausreiten. Die <strong>Fliegendecke </strong>schützt das seiner Dreck-(Schutz)-Schicht entkleidete, eventuell sogar gewaschene und säuberlich frisierte Pferd vor den lästigen Insekten. Die <strong>Stalldecke </strong>ist für den Stall, und das kleine Fohlen gewöhnt sich rechtzeitig an den perversen Deckenkult mit einer <strong>Fohlendecke</strong>. Wer jetzt glaubt, der Autor dieser Zeilen würde übertreiben, der muss nur einen entsprechenden Katalog aufschlagen.</p>
<p>Welchen Zweck haben aber die Decken nun wirklich? Es kann doch nicht sein, dass alle Welt Decken benutzt, ohne dass ein vernünftiger Grund dahintersteckt.</p>
<hr />
<h2>1. Grund: Die Erkältungskrankheit</h2>
<p>Ein Pferd, welches im Wind oder in der Zugluft steht, vielleicht gar nass ist, sei es vom Regen oder vom Schweiss, wird sich erkälten. So behaupten die selbsternannten &#8222;Pferdekenner&#8220;. In den 40 Jahren seiner tierärztlichen Pferdepraxis hat der Autor aber kein einziges erkältetes Pferd erlebt!</p>
<p>Gewiss: es gibt Infektionskrankheiten, Heu- und Stroh-Stauballergien und Lungenprobleme durch schlecht belüftete Stallungen und ähnliches. Diese Pferde helfen sich mit Husten als Abwehr und Heilmassnahme. Erkältet sind sie nicht, ganz im Gegenteil, wären sie in frischer &#8211; kalter &#8211; Luft gestanden, würden sie nicht in dem Masse an Atemwegserkrankungen leiden.</p>
<p>Bei einer vernünftigen Stallung sind Decken überflüssig: die Pferde stehen nämlich hier jeden Tag und bei jedem Wetter auch auf der Weide und haben deshalb auch kaum Atemwegserkrankungen. Sie haben einen gut trainierten Thermoregulationsmechanismus. Wenn also der Grund der Erkältung nicht stichhaltig ist, dann muss doch ein anderer Grund das Eindecken der Pferde rechtfertigen.</p>
<h2>2. Das Winterfell</h2>
<p>Auch hier sagt der Deckenfetischist: Deckt man die Pferde im Herbst nicht rechtzeitig ein, bekommen sie ein stärkeres Winterfell und schwitzen beim Reiten sehr stark. Hier kann man nur sagen: Na und&#8230;?</p>
<p>Es ist richtig, dass manche Pferde &#8211; vor allem die alten &#8211; im Winter ein relativ dichtes Winterfell bekommen. Zum Glück, denn bei einer artgerechten Haltung sollten sie auch im Winter mindestens tagsüber auf der Koppel sein und hier brauchen sie einen Kälteschutz. Das heisst aber nicht, dass sie nicht auch im Winter gearbeitet werden können: Die Dressurarbeit oder das Springtraining kann auch mit einem Winterfell unverändert weitergehen. Natürlich schwitzen die Pferde schneller und intensiver. Aber sie trocknen schneller wieder, wenn man ihnen anschliessend keine Decke auflegt.</p>
<p>Am schnellsten trocknen sie auf der Weide. Innerhalb von wenigen Minuten sind Fell und Haut trocken. Nicht so die eingedeckten Pferde: diese schwitzen unter Umständen noch nach einer Stunde. Geradezu schädlich sind die Solarien. Hier dauert der Trocknungsprozess noch länger. Letztendlich will die Natur die innere Körpertemperatur, die durch Winterfell und Arbeit schnell gestiegen ist, durch Schwitzen wieder abbauen.</p>
<p>Natürlich ist es unreiterlich, ein Pferd intensiv zu arbeiten und es übergangslos in die Box oder auf die Koppel zu stellen. Jede Arbeit ist mit einer längeren Schrittphase abzuschliessen. Das Pferd sollte den Reiter nicht nur als fordernden, sondern auch als entspannten, freundlichen und lobenden Freund kennen lernen. In diesem Zusammenhang ist es als Gipfel einer fehlenden horsemanship anzusehen, die Pferde zum &#8222;Trocknen&#8220; an eine Führanlage zu &#8222;hängen&#8220;, die die psychologisch wertvolle Schritt-Abschlussphase ersetzen soll.</p>
<p>Aber keineswegs ist es erforderlich, die Pferde so lange Schritt zu reiten, bis sie ganz trocken sind. Haut und Unterfell sind häufig schon nach 5 &#8211; 10 Minuten trocken. Auch ein noch feuchtes Pferd wird sich bei Wind und Wetter nicht erkälten.</div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_15">
				
				
				
				
				<a href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2016/10/winter-3087849_1280.jpg" class="et_pb_lightbox_image" title=""><span class="et_pb_image_wrap has-box-shadow-overlay"><div class="box-shadow-overlay"></div><img decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2016/10/winter-3087849_1280.jpg" alt="" title="winter-3087849_1280" /></span></a>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_26  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h2>3. Grund: Der verspannte Rücken</h2>
<p>Es ist unklar, auf welcher Erfahrung die Behauptung beruht, ein nicht eingedecktes Pferd habe schneller Rückenprobleme. Ein guter Reiter wird sein Pferd durch korrektes Reiten im Rücken locker machen.</p>
<p>Der schlechte Reiter aber kann sein Pferd auch mit drei Decken eindecken, das Pferd wird trotz dieser Massnahme bei mangelnder Hilfengebung und schlechtem Beritt immer verspannt bleiben. Eine Decke als &#8222;Beritthilfe&#8220;? Diesen Grund kann nur ein unerfahrener und schlechter Reiter vorgeben.</p>
<h2>4. Grund: Der Schmutz</h2>
<p>Das Argument des Schmutzes ist wahrlich nicht zu entkräften. Tatsächlich macht es Arbeit, ein Pferd, welches sich auf der Weide gewälzt hat, zu &#8222;entkrusten&#8220;.</p>
<p>Aber das Pferd braucht die Dreckkruste auf der Haut als eine Art der Haut- und Fellpflege. Das Pferd hat andere Vorstellungen von Hygiene und andere Bedürfnisse als wir Menschen. Lassen wir doch dem Pferd die Freude des Wälzens im Schlamm, im Sand oder der Erde. Es wird glücklich sein und auch eine gesunde Haut haben. Auch die lästigen Insekten können so eher abgewehrt werden. Die Zeit von 10 Minuten zum Putzen sollte man vor dem Reiten schon haben.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_16">
				
				
				
				
				<a href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2016/10/stallion-horse-wallowing-in-the-dirt-picture-id1092590838.jpg" class="et_pb_lightbox_image" title=""><span class="et_pb_image_wrap has-box-shadow-overlay"><div class="box-shadow-overlay"></div><img decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2016/10/stallion-horse-wallowing-in-the-dirt-picture-id1092590838.jpg" alt="" title="stallion-horse-wallowing-in-the-dirt-picture-id1092590838" /></span></a>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_27  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h2>5. Grund: Die Wertsteigerung</h2>
<p>Wenn Herr Springhoch und Frau Mitteltrab ihr 100&#8217;000 Euro-Pferd nach der Arbeit bedeutungsvoll eindecken, so hofft doch auch Lieschen Pferdelieb, dass ihr Doppelpony etwas an Wert gewinnt, wenn es wenigstens eine schöne Decke anhat.</p>
<h2>6. Grund: das gute Tun</h2>
<p>Viele Reiter haben unbewusst oder bewusst manchmal (oder immer) ein schlechtes Gewissen, wenn sie ihrem Pferd zuviel abverlangen. Andererseits war das Pferd sehr teuer und sie wollen eine adäquate Gegenleistung von ihrem &#8222;Sportgerät&#8220;.</p>
<p>Sozusagen als Entschuldigung oder auch als Dankeschön tun sie dem Pferd nach dem Abschluss der Arbeit etwas &#8222;Gutes&#8220;: sie legen dem Tier eine schöne Decke auf. Aber sie tun nur sich selbst etwas Gutes!</p>
<h2>7. Grund: Pflegebedürfnis</h2>
<p>Pferdepflege ist nicht nur ein Gebot der Hygiene und Gesundheit, sie hat noch wesentlich wichtigere Bedeutung für das Wohlbefinden der Pferdebesitzer.</p>
<p>Das Umsorgen, Versorgen, Betreuen, Bemuttern, Verhätscheln, Zufüttern und ähnliches mehr gipfelt irgendwie auch in einer Decke. Sie ist die Krone der Fürsorge. Der Mensch tut sich hier selbst einen Gefallen.</p>
<p>Besonders junge Mädchen, die ihre Puppe gerade mit einem Pferd eingetauscht haben, glauben hier ihre Pflege weiter betreiben zu müssen. Dem Pferd wird man mit dieser naturfremden Betreuung sicherlich nichts Gutes tun. </p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_17">
				
				
				
				
				<a href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2016/10/little-girl-brushing-her-pony-picture-id846456136.jpg" class="et_pb_lightbox_image" title=""><span class="et_pb_image_wrap has-box-shadow-overlay"><div class="box-shadow-overlay"></div><img decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2016/10/little-girl-brushing-her-pony-picture-id846456136.jpg" alt="" title="little-girl-brushing-her-pony-picture-id846456136" /></span></a>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_28  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h2>8. Grund: Tiermedizinischer Notfall</h2>
<p><strong>Dies ist wirklich einer der wenigen vernünftigen Gründe für eine Decke:</strong> Im Schock &#8211; sei es nach einem Unfall, bei der Kolik, bei starkem Blutverlust oder ähnlichem kann es von grosser Bedeutung sein, das Pferd vor einem weiteren Temeraturverlust zu bewahren.</p>
<blockquote>
<p>Hier ist eine gute warme Decke absolut vernünftig und gerechtfertigt.</p>
</blockquote>
<p><a class="fmh-colorbox rechts" href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2016/10/Pferdedecke_abziehen.jpg" title="Dieses Pferd hat eine klare Meinung zu seiner Decke"><img loading="lazy" decoding="async" class=" alignright size-full wp-image-6637" alt="Dieses Pferd hat eine klare Meinung zu seiner Decke" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2016/10/Pferdedecke_abziehen.jpg" style="float: right; height: 603px; width: 400px;" width="531" height="800" /></a></p>
<p>Nun könnte der aufmerksame Leser meinen, die Aufregung des Autors über Decken wäre völlig überflüssig, da sie doch keinen Schaden am Pferd ausrichten können. Dem ist jedoch nicht so:</p>
<p>Das Thermoregulationszentrum des Pferdes wird nur durch Temperaturschwankungen in der Umgebung des Pferdes trainiert. Wenn es schon eine Förderung der Stallhygieniker ist, dass die Stalltemperatur an die Aussentemperatur angeglichen werden soll, so gilt dies auch für die unmittelbare Luftschicht in direkter Umgebung zu der Pferdehaut.</p>
<p>Auch kann die Bedingung einer artgerechten Weidehaltung nicht erfüllt werden, wenn die Pferde nachts eingedeckt im Stall stehen und tagsüber ohne Schutz auf der Weide. Oder sollten die Pferde vielleicht mit einer Decke auf die Weide kommen?<strong> Eingedeckte Pferde auf der Weide aber sind der Gipfel der Unvernunft.</strong></p>
<p>Artgerecht gehaltene Pferde haben die geringsten Risiken einer Atemwegsinfektion, einer Kolik und vieler anderer Krankheiten. Im Übrigen ist es doch eigenartig, dass die oben erwähnten selbsternannten Pferdefachleute es weitgehend tolerieren, wenn Pferde in den ersten drei Jahren ohne Decken im Gestüt auf die Weide gehen und nach Abschluss ihrer sportlichen Karriere wieder in die &#8222;Unbillen&#8220; der Natur in den sogenannten &#8222;Gnadenhof&#8220; entlassen werden.</p>
<div>
<p>&nbsp;</p>
</div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_29  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div>
<h2>Publikationen von Herrn Dr. Pick</h2>
<p><a href="https://www.amazon.de/Artgerechte-Haltung-Pferden-Sachverst%C3%A4ndige-Pferdehaltung/dp/3734545358?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;keywords=maximilian+pick&amp;qid=1563786485&amp;s=gateway&amp;sr=8-1&amp;linkCode=li3&amp;tag=wwwfourelseco-21&amp;linkId=91f7ddbf368f4f30c6fe68f737792f10&amp;language=de_DE&amp;ref_=as_li_ss_il" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" border="0" src="//ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;ASIN=3734545358&amp;Format=_SL250_&amp;ID=AsinImage&amp;MarketPlace=DE&amp;ServiceVersion=20070822&amp;WS=1&amp;tag=wwwfourelseco-21&amp;language=de_DE" style="float: right;" /></a><img loading="lazy" decoding="async" src="https://ir-de.amazon-adsystem.com/e/ir?t=wwwfourelseco-21&amp;language=de_DE&amp;l=li3&amp;o=3&amp;a=3734545358" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border: none !important; margin: 0px !important;" /></p>
<hr />
<p><a href="https://passion.4my.horse/artgerechte-haltung-von-pferden-buchbesprechung/" target="_blank" rel="noopener"><span>Lies hier unsere Buch-Rezension auf 4my.horse</span></a></p>
<p>In diesem Buch besprechen die Autoren, die sich alle über Jahrzehnte aktiv mit dem Pferdesport und der Pferdehaltung beschäftigen, wichtige Grundlagen zur artgerechten Haltung von Pferden. Die früher weit verbreitete Meinung, dass das Pferd ein reines Nutztier sei und sich den Anforderungen des Pferdesportlers anpassen müsse, gilt heute so nicht mehr. Das zum leidensfähigen Mitgeschöpf aufgewertete Pferd wird nicht nur durch das Tierschutzgesetz vor Schmerzen, Leiden und Schäden geschützt, auch die Leitlinien des Bundesministeriums räumen ihm bei dessen Nutzung und Haltung vermehrt Rechte ein. Dies belegen zahlreiche in diesem Buch zusammengetragene Gerichtsurteile.</p>
<p>Die Autoren erklären an einigen Stellen die „Grundrechte“ des Pferdes. Hierzu gehört an erster Stelle der Weidegang mit Artgenossen. Als ehemaliges „Steppentier“ stellt die Weide die ursprünglichste und heutzutage adäquateste Umgebung dar. Als Herdentier ist das Pferd auf die Gesellschaft anderer Pferde angewiesen. Wo Weide und Gesellschaft fehlen, leidet das Pferd zwangsläufig. Für die Umsetzung einer artgerechte Pferdehaltung gilt es jedoch einiges zu beachten. Artgerecht gehaltene Pferde sind nicht nur „glücklicher“, sie werden auch weniger krank. Circa 60 % aller Pferdekrankheiten sind durch eine nicht tiergerechte Haltung bedingt. Abgesehen von der positiven Auswirkung auf die Gesundheit der Pferde sind diese auch unterm Sattel oder vor dem Wagen ausgeglichener und leichter zu reiten oder zu fahren.</p>
<p>Dieses Buch gibt dem Leser wertvolle Informationen zum Sozialverhalten von Pferden, zur Fütterung, Bewegung und Pflege, und erklärt das Management von Weide und Stall. Das alles mit Tipps aus und für die Praxis. Es gibt fast keine Nachteile bei der artgerechten Haltung, warum also sollten wir sie nicht praktizieren.</p>
<hr />
<h4>Der Verkehrswert eines Pferdes und seine Minderung</h4>
<p><a href="https://www.amazon.de/Verkehrswert-eines-Pferdes-seine-Minderung-ebook/dp/B00A40YODK?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;keywords=maximilian+pick&amp;qid=1563786485&amp;s=gateway&amp;sr=8-2&amp;linkCode=li3&amp;tag=wwwfourelseco-21&amp;linkId=07329a4f23a4bd64ff3073da6112a6de&amp;language=de_DE&amp;ref_=as_li_ss_il" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" border="0" src="//ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;ASIN=B00A40YODK&amp;Format=_SL250_&amp;ID=AsinImage&amp;MarketPlace=DE&amp;ServiceVersion=20070822&amp;WS=1&amp;tag=wwwfourelseco-21&amp;language=de_DE" style="float: right;" /></a><img loading="lazy" decoding="async" src="https://ir-de.amazon-adsystem.com/e/ir?t=wwwfourelseco-21&amp;language=de_DE&amp;l=li3&amp;o=3&amp;a=B00A40YODK" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border: none !important; margin: 0px !important;" /></p>
<p>Richard III bot in der Schlacht von Bosworth, als er sich schnell davon machen wollte, „sein Königreich für ein Pferd“. Manch Pferdehändler träumt von einer solchen Situation. In der heutigen Zeit geht es aber ruhiger zu. Dennoch wird häufig vor Gericht und auch mit Versicherungen um den Wert eines Pferdes gestritten. Was wird nicht alles angeführt, um noch schnell den Wert des verunglückten Pferdes anzuheben: Zeugen werden aufgeboten, die das Pferd am Tag vorher noch zu einem hohen Preis kaufen wollte, beabsichtigte Nennungen für hochkarätigen Turnieren oder Rennen in absehbarer Zukunft, ein bisheriger hoher Kostenaufwand und vieles mehr. Manch lieb gewordenes Pferd ist sogar unbezahlbar!</p>
<p>Nicht ganz reelle Pferdeverkäufer preisen ihre Pferde zu einem angeblichen „Schnäppchenpreis“ an, der in Wirklichkeit weit überhöht ist. Dies führte zu der falschen Feststellung, dass ein Pferd so viel wert ist, wie der Dümmste dafür bezahlt. Auch Gesundheitsstörungen, Mängel oder Abweichungen vom Physiologischen werden im Streitfall unterschiedlich bewertet. Wie man aber den objektiven Wert eines Pferdes wirklich ermitteln kann, erfahren Sie bei der Lektüre dieses Buches.</p>
<p>Vier renommierte Pferdetierärzte und Sachverständige aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben in diesem Buch Ihre Erfahrung in der Wertermittlung zusammengefasst und hier veröffentlicht.</p>
</div>
<hr />
<p><em>Fotos: iStock / Pferd wälzt sich im Schnee-Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/greb-7728627/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=3087849" target="_blank" rel="noopener">greb</a> auf <a href="https://pixabay.com/de/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=3087849" target="_blank" rel="noopener">Pixabay</a></em></p></div>
			</div>
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]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Meine 4 Fakten über Pferdedecken</title>
		<link>https://passion.4my.horse/meine-4-fakten-ueber-pferdedecken/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Beatrice Hohl]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Dec 2023 16:40:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pferdehaltung]]></category>
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					<description><![CDATA["Kürzlich habe ich einen Fachartikel über Pferdedecken gelesen und war sehr erstaunt, was der Tierarzt dort schrieb. Es entspricht nicht dem, was ich bereits erlebt habe."]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_7 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Mein Contra &#8211; aber auch Pro Pferdedecken</h1>
<p>Kristina Gau schrieb in einem Stallgespräch auf 4my.horse:</p>
<p><strong>Kürzlich habe ich hier einen Fachartikel über Mythen bezüglich Pferdedecken gelesen. Ich war sehr erstaunt, was der Tierarzt dort schrieb. Denn es entspricht nicht dem, was ich bereits erlebt habe und erschien mir sehr einseitig verfasst. Daher habe ich mich dazu entschieden, ein paar Wahrheiten aus meiner Erfahrung mit Pferdedecken aufzuschreiben.</strong></p>
<p>Ja, die Industrie hat definitv bemerkt, dass mit Pferdedecken viel Geld zu verdienen ist. Und ja, es macht nicht immer alles gleich Sinn, nur weil man es kaufen kann. Hier meine persönlichen 4 Wahrheiten über Pferdedecken.</p>
<h2>1. Eine Frage des Stoffwechsels</h2>
<p>Unabhängig von gesundheitlichen akuten Notfällen macht nicht jedes Pferd ein gutes Winterfell. Manchmal liegt es daran, dass das Pferd es durch die Haltungsform zuvor nie musste, der Stoffwechsel darauf einfach nicht optimal vorbereitet ist oder der Körper durch andere Faktoren keine Energie hat, ein dichtes Winterfell zu entwickeln. Ein sehr dünnes und aus welchen Gründen auch immer schwerfuttriges Pferd macht oftmals zu wenig Winterfell und wenn es das doch macht, spart es an anderen Stellen die Energie ein und baut zum Beispiel Muskulatur ab.</p>
<h2>2. Das verspannte Kreuz</h2>
<p>Hat ein Pferd wirklich kalt, dann kann es im Kreuz verspannen. Ja, ich habe dies bereits erlebt und es ist sicherlich kein Reiterfehler. Ein gutes Training wird das Pferd im Kreuz mindestens in Teilen wieder lösen können. Aber in einzelnen Fällen sicherlich nicht komplett und das Pferd sollte im akuten Zustand nicht geritten werden. In manchen Fällen muss dem Pferd aktiv geholfen werden, die Verspannung zu lösen. Ob durch Körperarbeit, Decken, oder Massage muss von Fall zu Fall entschieden werden.</p>
<h2>3. Das Nachschwitzen</h2>
<p>Das Pferd hat im Training geschwitzt und wird trocken geritten oder geführt. Man hat das Gefühl es sei trocken und muss keine Abschwitzdecke nutzen. Aber manche Pferde schwitzen noch nach längere Zeit nach, sobald der Fellwechsel begonnen hat oder das Winterfell ausgebildet ist. Ist das Pferd nun zum Beispiel Zugluft ausgesetzt, kann dies gesundheitliche Auswirkungen haben. Im Zweifelsfall bleibt eine Abschwitzdecke lieber einen Moment länger auf dem Pferd. Wichtig ist es sein Pferd zu kennen.</p>
<h2>4. Mit Sinn und Verstand</h2>
<p>Ich finde es wunderbar, wenn das Pferd gesund ist und durch ein gutes Winterfell keine Decke braucht. Auf das Scheren möchte ich heute nicht genauer eingehen. Aber es ist wichtig sein Pferd zu beobachten. <strong>Wenn es ihm gut geht und alle Parameter stimmen braucht es sicher keine Decke.</strong> Und es sollte auch keine bekommen, nur weil es dann für den Menschen praktischer erscheint bezüglich der Pflege.</p>
<p><strong>Aber wenn es offensichtlich kalt hat, wenn es gesundheitlich angeschlagen ist, oder zum nachschwitzen neigt, sollte man eine entsprechende Decke einsetzen.</strong> Und mit entsprechendem Sinn und Verstand kann sich der Fellzustand bzw. Gesundheitszustand auch über die Jahre verbessern. Je gesünder und körperlich balancierter das Pferd wird und artgerecht gehalten wird, desto seltener braucht es eine Decke.</p>
<blockquote><p>Aber eben, so viel wie nötig, so wenig wie möglich!</p></blockquote>
<p>Wichtig finde ich es, wie immer offen zu bleiben und hinzuschauen. Es hilft gerade bei Decken nicht zu sagen, sie seien unbedingt und bedingungslos notwendig oder nur im medizinischen Notfall zu nutzen. <strong>Es gibt Grauzonen und wir müssen von Fall zu Fall entscheiden, was DAS PFERD braucht</strong>.</p>
<p>Ich hoffe dein Pferd und du habt eine gesunde und entspannte Winterzeit!</div>
			</div>
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			</div>
				
				
			</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Artgerechte Haltung von Pferden &#8211; Buchbesprechung</title>
		<link>https://passion.4my.horse/artgerechte-haltung-von-pferden-buchbesprechung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Beatrice Hohl]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Dec 2023 18:08:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdehaltung]]></category>
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					<description><![CDATA[Welches die rechtlichen Grundlagen für die Haltung der rund 1,2 Millionen Pferde und Ponys Deutschlands sind, erläutert die sachverständigen Empfehlungen zur Pferdehaltung aus Sicht des Tierschutzes.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_8 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Pferdehaltung aus Sicht des Tierschutzes</h1>
<p><em>Buchbesprechung von Beatrice Hohl</em></p>
<p>Derzeit leben in Deutschland circa<strong> 1,2 Millionen Pferde und Ponys,</strong> die grösstenteils als Zucht-, Sport- und Freizeitpferde gehalten werden. Sie gelten im Sinne des Tierschutzgesetzes als landwirtschaftliche Zuchttiere, auch wenn sich nur wenige davon ihren Hafer als Holzrückepferd, Kutschpferd oder Schulpferd erarbeiten.<a href="https://www.amazon.de/Artgerechte-Haltung-Pferden-Sachverst%C3%A4ndige-Pferdehaltung/dp/3734545358?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;keywords=maximilian+pick&amp;qid=1563786485&amp;s=gateway&amp;sr=8-1&amp;linkCode=li2&amp;tag=wwwfourelseco-21&amp;linkId=d744f6e6f3a0a46b076e78671b669b25&amp;language=de_DE&amp;ref_=as_li_ss_il" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" border="0" src="//ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;ASIN=3734545358&amp;Format=_SL160_&amp;ID=AsinImage&amp;MarketPlace=DE&amp;ServiceVersion=20070822&amp;WS=1&amp;tag=wwwfourelseco-21&amp;language=de_DE" style="float: right;" width="141" height="199" /></a><img loading="lazy" decoding="async" src="https://ir-de.amazon-adsystem.com/e/ir?t=wwwfourelseco-21&amp;language=de_DE&amp;l=li2&amp;o=3&amp;a=3734545358" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border: none !important; margin: 0px !important;" /></p>
<p>Das Tierschutzgesetz gibt den Rahmen für eine artgerechte, tierschutzkonforme Haltung der Pferde vor. In Deutschland gelten folgende</p>
<h2>Rechtliche Grundlagen</span></h2>
<p><strong>§1 </strong>Zweck dieses Gesetzes ist es, aus <strong>der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf </strong>dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leid oder Schäden zufügen.</p>
<p><a class="fmh-colorbox rechts" title="Tierschutzgesetz" href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2016/10/tierschutz.png"><img loading="lazy" decoding="async" class=" alignright size-full wp-image-6645" style="float: right; height: 251px; width: 300px;" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2016/10/tierschutz.png" alt="Tierschutzgesetz" width="940" height="788" /></a></p>
<p><strong>§2 </strong>des Tierschutzgesetzes schreibt vor:</p>
<ol>
<li>Ein Tier muss seiner Art und seinen Bedürfnissen nach <strong>angemessen ernährt, gepflegt und verhaltensrecht untergebracht </strong>werden.</li>
<li>Die Möglichkeit zur artgemässen Bewegung darf nicht so eingeschränkt werden, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden.</li>
<li>Der Tierhalter muss über die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.</li>
</ol>
<h2>Der Normalfall</h2>
<p><strong>Schätzungen</strong> gehen davon aus, dass 60% der Pferde in Einzelboxenhaltung ohne Auslauf gehalten werden. Im Rahmen einer <strong>Untersuchung </strong>in Niedersachsen wurde ermittelt, dass von 2&#8217;147 Pferden deren 94% in Einzelboxen gehalten wurden. Der Anteil an Innenboxen ohne Kontakt zur Aussenwelt machte dabei mit 63% die häufigste Haltungsform aus.</p>
<p>Einzelboxenhaltung scheinen demzufolge der Standard zu sein, welche damit die Norm bestimmen.</p>
<h2>Die Haltungsform beeinflusst die Lebensdauer</h2>
<p>Die Mehrzahl aller heutigen Pferdekrankheiten sind haltungsbedingt. Gesundheitliche Schäden stehen bei Pferden meist mit der mangelhaften Haltung, Ernährung und dem falschen Umgang in Verbindung. So sollen gegen <strong>80% der Stallpferde</strong> symptomatische oder latent vorhandene Schäden der Atemwege aufweisen.</p>
<p>Es muss davon ausgegangen werden, dass Pferde in herkömmlichen Haltungformenen etwa nur<strong> die Hälfte ihres biologisch möglichen Lebensalters </strong>erreichen! Wird den geschätzten 720&#8217;000 Pferden aus Einzelboxenhaltung also ein unerwartet<strong> frühes Ableben</strong> bevorstehen?</p>
<h2>Was bedeutet artgerecht?</h2>
<p>Wenn sogenannt normale Haltungsformen die Lebenserwartung so drastisch reduzieren, können sie nicht artgerecht sein. Welche Tierart gibt schon seine Freiheit auf, um sich aus freien Stücken dem Menschen anzuschliessen?</p>
<p><a class="fmh-colorbox rechts" title="Das Buch zur Rezension" href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2016/10/buchlektuere.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" alignright size-full wp-image-6646" style="float: right; width: 300px; height: 315px;" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2016/10/buchlektuere.jpg" alt="Das Buch zur Rezension" width="800" height="764" /></a></p>
<p>Um beurteilen zu können, was Tiere für ihre physische und psychische Gesundheit benötigen, müssen wir zuerst ihre natürlichen Bedürfnisse kennen. Genau aus diesem Grund ist das Buch <strong>&#8222;Artgerechte Haltung von Pferden&#8220;</strong> mit seinen</p>
<blockquote><p>Sachverständigen Empfehlungen zur Pferdehaltung aus Sicht des Tierschutzes</p></blockquote>
<p>ein längst fälliges Werk für jeden Pferdehalter!</p>
<p>Darin beschreiben die Autoren, welche Voraussetzungen unabdingbar sind, um Pferden ein gesundes, glückliches Leben in unserer Obhut zu ermöglichen.</p>
<p>Wer sich wie die Autoren für einen <strong>pferdegerechten Umgang</strong> einsetzt, wird von Mitmenschen schnell einmal belächelt. Flugs findet er sich in der Birkenstock- und Wollpullover-Schublade wieder, mit gefühlt fünf aus Drittweltländern evakuierten Hunden an der Seite und zwölf aus dem Tierheim geretteten Katzen auf den Bett, dem Kühlschrank und an den Vorhängen.</p>
<h2>Wagen wir daher zuerst einen Blick auf die Autoren</h2>
<p><a class="fmh-colorbox rechts" title="Dr. Maximilian Pick" href="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2016/10/maximilian_pick.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" alignright size-full wp-image-6633" style="float: right;" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2016/10/maximilian_pick.jpg" alt="Dr. Maximilian Pick" width="200" height="288" /></a></p>
<p>Das Autorenteam setzt sich aus gestandenen Berufsleuten zusammen. Als ehemalige Turnierreiterin und Pferdewirtschaftsmeisterin Richtung Galopptraining betreibt <strong>Jutta Pick</strong> zusammen mit ihrem Mann<strong> Dr. med. vet. Maximilian Pick </strong>die<a href="http://www.gut-holzen.de/"> Reitanlage Gut Holzen</a>. Dieser ist Fachtierarzt für Tierschutz und ebenfalls ehemaliger Turnierreiter.  <strong>Dr. med. vet. Antje Rahm</strong> ist nicht nur tierschutzbeauftragte Tierärztin, sie ist auch mehrfache Landesmeisterin Dressur und Inhaberin eines Gestüts, Ausbildungs- und Verkaufsstalls für Dressurpferde. <strong>Dipl. Ing. Hanns Ullstein jun. </strong>hat über 50 Jahre Pferdehaltungs-Erfahrung und setzt sich seit 30 Jahren für die Entwicklung und Verbesserung der Pferdehaltung ein. <strong>Dr. med. vet. Norber Wolff</strong> schlussendlich ist Fachtierarzt für Pferde, Fachtierarzt für Fortpflanzung und Inhaber eines Reitstalls.</p>
<h2>Auf den Punkt gebracht</h2>
<p>Im Buch fassen die Autoren sehr sachlich und ohne Gefühlsdusselei <strong>relevantes Wissen</strong> zu folgenden Themen zusammen:</p>
<ol>
<li>Vom Wildpferd zum Hauspferd</li>
<li>Verhalten, Psychologie und Physiologie</li>
<li>Rechtliche Grundlagen</li>
<li>Pferdehaltung</li>
<li>Bewegungseinrichtungen</li>
<li>Pferdefütterung und Tränken</li>
<li>Pferdepflege</li>
<li>Weidemanagement</li>
<li>Management eines Betriebes</li>
</ol>
<p>Der Leser weiss nach der Lektüre, worauf er das Augenmerk richten muss. Und wer sich mit einem Themengebiet vertiefter beschäftigen möchte, findet im Anhang (Gerichtsurteile / Verwendete und weiterführende Literatur) genügend Hinweise, um sich noch eingehender informieren zu können.</p>
<h2>Jeder trägt Verantwortung</h2>
<p>Beim Lesen des Buches wurde mir bewusst, dass viele Pferdebesitzer ihrem Pferd Gutes tun möchten, dies aber aus mangelndem Wissen heraus nicht wirklich tun. Verantwortung für ein Lebewesen übernehmen heisst auch, sich mit dessen Bedürfnissen auseinandergesetzt zu haben. <strong>Hier leistet das Buch quasi &#8218;Erste Hilfe&#8216; </strong>&#8211; Taten müssen dann durch die Pferdehalter selber folgen.</p>
<h2>Epilog</h2>
<p>Auf Dr. med. vet. Maximilian Pick bin ich aufmerksam geworden durch einen <a href="https://passion.4my.horse/die-8-mythen-ueber-pferdedecken/" target="_blank" rel="noopener">Artikel über den Sinn oder Unsinn von Pferdedecken</a>, der schon lange in einem Stoss Papier lag, den ich <strong>für unterbeschäftigte Zeiten</strong> zur Seite gelegt hatte. Nicht die Musse, sondern eine rigorose Aufräumaktion beförderte den Artikel in mein Bewusstsein zurück.</p>
<p>Dieser Artikel war zu gut für&#8217;s Altpapier! Locker bringt er auf den Punkt,<strong> wieso Pferdedecken glücklich machen</strong>. Wir reden hier natürlich nicht von glücklichen Pferden, sondern von glücklich-besorgten Pferdebesitzern und geschäftstüchtigen Pferdedeckenhändlern. Ich wollte unbedingt den Autoren um Erlaubnis anfragen, diesen Artikel veröffentlichen zu dürfen!</p>
<p>Am Sonntag, 9. Oktober 2016, erschien die Bekanntmachung des Artikels auf Facebook. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich der Artikel in den sozialen Medien und innert der ersten drei Tage wurde der Artikel über 45&#8217;000 Mal aufgerufen!</p>
<blockquote><p>Die Zeit scheint reif, umzudenken und zu hinterfragen.</p></blockquote></div>
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		<title>Athlet Pferd &#8211; Zwischen Langeweile und Überforderung</title>
		<link>https://passion.4my.horse/athlet-pferd-zwischen-langeweile-und-ueberforderung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Passion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Sep 2023 14:30:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pferdehaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Reitmagazin]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdegesundheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Symposium PFERDE 2022 suchte die Diskussion zum Thema «Langeweile und Überforderung» mit zahlreichen bekannten Experten und Expertinnen aus dem In- und Ausland. Die Podium Sprecher setzten sich au…]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[

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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Das Symposium PFERDE 2022 suchte die Diskussion zum Thema «Langeweile und Überforderung» mit zahlreichen bekannten Experten und Expertinnen aus dem In- und Ausland. Die Podium Sprecher setzten sich aus verschiedenen Reitweisen, Berufen rund um das Pferd und rassenübergreifend zusammen. Das Wissen dieser authentischen «Pferdeprofis», mit insgesamt gut 400 Jahren praktischer Tätigkeit am Pferd sucht seinesgleichen. Alle haben eines gemeinsam: Faszination Pferd. Es gilt der Tatsache, dass die letzten Jahrzehnte eher «Menschen mit Pferden» statt echten Pferdemenschen hervorbrachten, mit Gelassenheit zu begegnen, um die Chance zu nutzen, die Schönheit und Wahrheit rund um das hippologische Universum wieder gedeihen zu lassen. Nicht die äussere Form ist das Kriterium, auch nicht der Reitstil sondern immer die Harmonie, die Bewegungsqualität eines Reiter-Pferde-Paares. Die klassische Reitweise ist die Grundlage jeder Ausbildung von Reiter und Pferd. Aber was ist das klassische Reiten eigentlich? Es ist simpel:  Gutes Reiten = Reitkunst! In jeder Reitweise umsetzbar! Denn klassisch bedeutet ein harmonisches Fördern und Formen des Reitpferdes und des Reitenden. Die oder der Reitende soll das gute Handwerk, welches eine Pflicht ist, lernen. Die Ausbildung des Pferdes sowie auch des Reitenden soll ausgewogen, gleichmässig und wohl proportioniert sein. Wichtig dabei ist, dass die Pferdebranche über das alte und das moderne Wissen verfügen und es in der Praxis korrekt vermitteln können.</p>
<p>Wir können alle unsere Begeisterung nutzen, um vereint daran zu arbeiten, dass der Pferdeverstand und die angeborenen Bedürfnisse des Pferdes wieder ins Zentrum gerückt werden. Stehen wir einfach zusammen, um gemeinsam den Reitsport, Reitweisen übergreifend, ins positive Licht zu stellen!</p>
<p>Sieben Fragen aus den Podiumsdiskussionen gestellt an sechs teilnehmenden Pferdepersönlichkeiten. Die Antworten könnten nicht spannender ausfallen. Wenn wir die Vorschläge und Ideen daraus umsetzen können, sind wir einen grossen Schritt weiter zu einem fairen Umgang mit unserem Partner Pferd.</p>
<p>Ich danke der Zeitschrift PASSION für die Gelegenheit, diese Einleitung schreiben zu dürfen.</p>
<p>Corinne Hauser</p></div>
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				<div class="et_pb_team_member_description">
					<h4 class="et_pb_module_header">Berni Zambail</h4>
					
					<div><p>Berni Zambail ist als sechs Stern Parelli Instruktor eine bekannte Pferdepersönlichkeit in ganz Europa. Seine Passion gehört der klassischen Dressur. Auf diesem Gebiet bildet er sich immer noch bei verschiedenen Reitlehrer und Lehrerinnen weiter. Als ursprünglich gelernter Hufschmied ist seine Beziehung zu Pferden eine bereits sehr lange.<br /><a href="https://zambail.com/" target="_blank" rel="noopener" title="zambail.com">zambail.com</a></p></div>
					
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2><strong><em>Das Pferd, der geborene Athlet</em></strong></h2>
<p><strong><em>Es ist auf Leistung getrimmt – von Geburt an. Die Frage ist nicht, ob sie können, sondern vielmehr, ob sie sollen?<br /></em></strong>Wenn wir uns mit Pferden auseinandersetzen, vernünftige Wege finden und ihnen ihren Bedürfnissen entsprechende Bedingungen schaffen, dürfen Pferde ihren Anlagen gerecht trainiert, geritten und gearbeitet werden. Sie wollen nicht als „Schosshündchen“ in einem schlecht geführten Offenstall irgendwie zusammengepfercht verkümmern. Wer an sich arbeitet und das Training ernst nimmt, darf auch Leistung verlangen. Das Pferd darf gefordert, aber nicht überfordert werden. Wir müssen Pferde motivieren mit uns Menschen zu kooperieren und uns als Partner zu betrachten. Einmal „sauer“ gemacht, wird es ein steiniger Weg die Motivation in ihnen wieder zu wecken. Pferde sollen arbeiten, einmal am Tag eine halbe Stunde spazieren gehen reicht nicht. Pferde müssen galoppieren können um ihre Atmung mal so richtig in Schwung zu bringen. Um die geforderten Leistungen erbringen zu können, braucht es qualitativ hervorragendes Futter. Vor allem Heu. Nicht den billigsten Heuanbieter wählen, mit dem verschmutzten Futter. Mir ist bewusst, dass Stallbetreiber wirtschaftlich denken und handeln müssen. Es bedingt aber auch eine gewisse Verantwortung gegenüber den anvertrauten Tieren. Es ist machbar Geld zu verdienen und einen guten Job zu machen!</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><em>Die Pferde werden immer athletischer, schneller, beweglicher und die Menschheit wird träger, langsamer und ängstlicher. Wohin führt das?<br /></em></strong>Mir fehlen zunehmend Pferde, welche robust sowohl im Ex – wie im Interieur gezüchtet werden. Diese würden sich dann auch besser für den durchschnittlichen Reiter eignen. Ich sage es ganz deutlich, die heutige moderne Pferdezucht ist für mich ein „Schwerverbrechen“. Da werden längere Vorderbeine, beweglichere Rücken herausgezüchtet, um das Richtergremium zufrieden zu stellen. Deformierte Halswirbel sind nur ein negativer Aspekt einer solchen Zucht. Pferde werden immer mehr zu „Wegwerfartikeln“, die moderne Zucht ist nicht auf längerfristigen Gebrauch der Pferde ausgerichtet. Ich als Trainer brauche ein gesundes Pferd, sowohl im Kopf wie im Körper. Ich stecke viel Zeit in die Ausbildung und verdiene damit mein tägliches Brot. Daher tue ich alles um mein Pferd möglichst lang fit, agil und arbeitsfreudig zu erhalten.</p>
<p><strong><em>Wie wird eine Akzeptanz in der breiten Öffentlichkeit für den Pferdesport erreicht?<br /></em></strong>In England und den USA gibt es eine breite Strömung in der öffentlichen Wahrnehmung, welche dafür plädiert, den Pferdsport ganz zu verbieten. Ich sehe ein hier grosses, fast unlösbares Problem. Zum einen sind da die sozialen Netzwerke mit den Möglichkeiten jegliche Informationen, sei es wahr oder „fake“, rasch und mit Bildern dokumentiert hochzuladen und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Zudem ist durch diese Informationsflut heute jeder und jede „Experte“ und hat seine ganz eigene Meinung, leider nicht immer fundiert und seriös. Das dient der Problemlösung überhaupt nicht.<br />Zum anderen sind da die offiziellen Stellen wie die FEI (Internationale Reiterliche Vereinigung), welche darüber nachdenkt die „Blood rules“ aufzuheben. Die Verbände müssten sich dazu durchringen um geschlossen nach aussen aufzutreten und die beschlossenen Regeln konsequent umzusetzen und bei grobem tierschutzwidrigem Reiten hart durchzugreifen.</p>
<p><strong><em>Wird das Fluchttier Pferd in der heutigen Zeit zu wenig bewegt?<br /></em></strong>Ja in vielen Fällen ist das so. Die Rolle des Pferdes hat sich verändert. Weg vom Arbeitstier hin zum Partner, Tröster, Therapeuten und Seelenverwandten. Damit habe ich grundsätzlich kein Problem, wenn dem Pferd die Möglichkeit geboten wird, seine Energie und seinen Bewegungsdrang auszuleben. Sei das in einer Herde auf der Weide zu galoppieren oder als Handpferd ins Gelände zu gehen, wenn sich beispielsweise der Besitzer nicht getraut selbst auszureiten. Kopflos longieren ist zwar bewegt, aber nicht pferdegerecht. Ich plädiere dafür, den Pferden Aufgaben zu stellen. Intelligente Arbeit macht den Unterschied.</p>
<p><strong><em>Wird die vollendete Reiterei und das Trainieren von Pferden immer eine Kunst bleiben?<br /></em></strong>Von „Kunst“ ist nicht mehr viel vorhanden! Wenn ich den Begriff „Kunst“ im Umgang mit Pferden verwende, dann heisst das für mich in erster Linie nicht das Können einer perfekten Piaffe oder Passage. Es bedeutet viel mehr, habe ich genug Wissen über Pferde? Bin ich körperlich fit und habe ich Rhythmus und Gefühl im Sattel? Bleibe ich konstant an der Verbesserung meines reiterlichen Könnens? Wenn ich Künstler werden will, muss ich anfangen zu lernen. Reiten können ist mehr als nicht runterzufallen, wenn das Pferd mal unerwartet zur Seite springt.</p>
<p><strong><em>Wie könnte eine gemeinsame, breit abgestützte Zusammenarbeit aller pferdeaffinen Gruppierungen aussehen?<br /></em></strong>Diese Frage habe ich schon beantwortet. Es braucht eine geschlossene Haltung aller Pferdemenschen gegen Aussen. Also jeder einzelne von uns muss sich der Verantwortung bewusst sein, wie ihn die Öffentlichkeit mit seinem Pferd wahrnimmt.</p>
<p><strong><em>Was heisst ethisch korrekt gegenüber dem Pferd?<br /></em></strong>Ethik setzt sich aus all den gegebenen Antworten in diesem Interview zusammen. Also Haltung, Fütterung, die Art des Trainings und des Reitens, die Ausbildung und meine innere Haltung gegenüber allen Tieren und Menschen. Ethik bedeutet, wenn ich mich nach getaner Arbeit mit gutem Gewissen im Spiegel betrachten kann.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Das Pferd, der geborene Athlet. Es ist auf Leistung getrimmt – von Geburt an. Die Frage ist nicht, ob sie können, sondern vielmehr, ob sie sollen?<br /></strong>Das Pferd wurde zum Athleten in speziellen Rassen (Vollblut, Araber, Quarter Horse) über Generationen zum Laufathleten herausgezüchtet. Andere Rassen wir Kaltblüter wurden arbeitswillige Schwerarbeiter. Wenn, wie bei den Vollblütern in Hochzuchtländern, nur gut 10 Prozent der Youngsters jemals eine Rennbahn sehen, deutet dies daraufhin, dass nur ein kleiner Teil über die Voraussetzungen verfügen, sich auf der Rennbahn durchzusetzen. Als Rennpferde wurden sie aber gezüchtet, umso schwieriger wird es dann, wenn sie nicht richtig beschäftigt werden. Inwiefern Pferde für den Sport eingesetzt werden sollen, hängt aus unserer Sicht von mehreren Faktoren ab, u.a. ob Pferde es selbst gerne machen, sie dürfen nicht überfordert und ihnen dürfen keine Schmerzen (u.a. auch mittels Hilfsmittel und scharfen Gebissen) zugefügt werden. </p></div>
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				<div class="et_pb_team_member_image et-waypoint et_pb_animation_off"><img decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2023/09/Sandra-Schaefler.png" alt="Sandra Schaefler" /></div>
				<div class="et_pb_team_member_description">
					<h4 class="et_pb_module_header">Sandra Schaefler</h4>
					
					<div><p><em></em></p>
<p><em>Sandra Schaefler, dipl. Zoologin, Fachstelle Heimtiere und Pferde, Schweizer Tierschutz STS<br /><a href="https://www.tierschutz.com" target="_blank" rel="noopener" title="www.tierschutz.com">www.tierschutz.com</a><br /></em></p></div>
					
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Die Pferde werden immer athletischer, schneller, beweglicher und die Menschheit wird fauler, langsamer und ängstlicher. Wohin führt das?<br /></strong> Der Mensch verlangte schnelle Athleten genauso wie muskulöse Schwerarbeiter oder vielseitige Reitpferde, die in Dressurprüfungen eingesetzt wurden. Über gezielte Anpaarungen wurde als Zuchtkriterium nur noch auf das Gangwerk geschaut, mit dem Resultat, dass immer mehr Pferde angeborene Mängel (bspw. ECVM Equine Complex vertebral malformation) aufweisen und frühzeitig euthanasiert werden müssen. Gleiches lässt sich auch bei Springpferden sagen: In dieser Sparte suchen die Züchter genauso nach Gen-Kombinationen, die einen Zuchtfortschritt versprechen. Der Erfolg blieb auch hier nicht aus, wir haben heute zweifellos viel beweglichere Pferde wie vor 50 Jahren. Manche Zuchten möchten einen Olympiasieger hervorbringen. Nur wenige Pferde schaffen es aber ganz an die Spitze. Die restlichen Pferde verfügen über ein vergleichbares Leistungspotenzial und verlangen von den Reiterinnen und Reitern entsprechendes reiterliches Können, um mit diesen Veranlagungen als Hochleistungspferd umgehen zu können. Wenn die reiterlichen Voraussetzungen fehlen, kommt es zu Überforderungen, manche entwickelt man sogar eine Angst vor dem eigenen Pferd.</p>
<p> Langsamkeit ist im Umgang mit Pferden kein Nachteil, nervöse und hastige Menschen bringen die Pferde aus der Ruhe. Angst vor dem eigenen Pferd führt zu einer schlimmen Negativspirale und endet leider meistens darin, dass die Pferde nicht mehr genutzt werden. Unerlässlich ist jedoch, dass man Pferde beschäftigt und sie nicht tagelang im Stall, in einer kleinen Einzelboxe, herumstehen lässt. Ebenfalls problematisch ist, dass Reitergewicht und Pferdegewicht/Pferdefitness nicht immer zusammenpassen. Hierzu hat der STS gemeinsam mit dem Schweizerischen Verband für Pferdesport (SVPS) eine Broschüre publiziert.</p>
<p><strong>Wie wird eine Akzeptanz in der breiten Öffentlichkeit für den Pferdesport erreicht?<br /></strong>Wäre der Umgang stets gut, die Ausrüstung tierfreundlich und wären die Pferde nie überfordert, gäbe es mehr Akzeptanz in der breiten Öffentlichkeit. Solange gar Spitzensportler in aller Öffentlichkeit Pferde „überkorrigieren“ und Offizielle nicht einschreiten, wenn Pferde überfordert werden, melden sich kritische Stimmen aus der Gesellschaft zu recht.</p>
<p>Nicht zu vergessen ist die Haltung: Noch viele wertvolle Sportpferde stehen tagtäglich allein in der Boxe und gehen allein auf die Weide. Dies aus Angst vor Verletzungen. Dabei wird aber nicht berücksichtigt, dass sich das Pferd als soziales Wesen in einer Herde viel wohler fühlen würde. Wird das Herden- und Bewegungstier Pferd hiermit in seiner Anpassungsfähigkeit nicht überfordert?</p>
<p> <strong>Wird das Fluchttier Pferd in der heutigen Zeit zu wenig bewegt?<br /></strong>Der Ausdruck Fluchttier ist hier falsch gewählt. Pferde sind nicht 24 Stunden im Tag auf der Flucht. Eine Flucht dauert in freier Wildbahn nicht lange, meistens nur wenige Minuten. Wie einfach wäre es, man müsste Pferde nur ein paar Minuten pro Tag bewegen und alles wäre geregelt. Aufgrund ihres Fressverhaltens bewegen sich Pferde auf der Suche nach dem besten Futter jedoch sehr lange, sie interagieren in der Herde und müssen stets aufmerksam sein. In menschlicher Obhut sehen wir tatsächlich oft gelangweilte Pferde, die nur herumstehen und sowohl mental als auch körperlich unterfordert sind. Die geistige wie auch physische Auslastung ist aber sehr wichtig. Wir sehen deshalb zwei Problemfelder, die der Unterforderung und Langeweile auf der einen, die der Überforderung und Überlastung von Pferden auf der anderen Seite.</p>
<p> <strong>Wird die vollendete Reiterei und das Trainieren von Pferden immer eine Kunst bleiben?<br /></strong>Ja, es gibt Künstler, Kleinkünstler und Handwerker. Persönlichkeit und Einfühlungsvermögen spielen im Umgang mit Pferden eben eine sehr wichtige Rolle. Eine vollendete Reiterei wird es aber nie geben, es gibt immer noch das eine und andere zu verbessern.</p>
<p><strong>Wie könnte eine gemeinsame breit abgestützte Zusammenarbeit aller pferdeafinen Gruppierungen aussehen?<br /></strong>Das Pferd ist in den Mittelpunkt zu stellen, die eigenen Bedürfnisse und Vorstellungen entsprechend anzupassen, im Sinne des Tierwohls. Es sollte Konsens darüber bestehen, dass das Ziel eine möglichst tiergerechte Haltung und Nutzung von Pferden ist, ohne Schmerz, Leid, Angst und Überforderung zu verursachen. Grundpfeiler sind Aufklärung und eine korrekte, tierschutzaffine Ausbildung. Der Austausch zwischen verschiedenen Gruppierungen ist unabdingbar.</p>
<p><strong>Was heisst ethisch korrekt gegenüber dem Pferd?<br /></strong>Ein Pferd ist ein Pferd, unabhängig von der Rasse, dem Alter, dem Geschlecht und dessen Einsatz in Zucht, Freizeit und Sport. Seine Grundbedürfnisse müssen respektiert, seine Anpassungsfähigkeit darf nicht überfordert werden. Ethisch korrekt sein gegenüber dem Pferd bedeutet, ihm eine möglichst artgerechte Haltung zu ermöglichen, mit ihm pferdegerecht umzugehen und ihm weder Leid, Schmerz noch Angst zuzumuten. Seine Bedürfnisse stehen stets über den persönlichen Interessen und Ambitionen der Menschen.</p></div>
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				<div class="et_pb_team_member_image et-waypoint et_pb_animation_off"><img decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2023/09/Charles-Trolliet-Stephane-Montavon.png" alt="Dr. Stéphane Montavon und Charles Trolliet" /></div>
				<div class="et_pb_team_member_description">
					<h4 class="et_pb_module_header">Dr. Stéphane Montavon und Charles Trolliet</h4>
					
					<div><p>Dr. med. vet. Stéphane Montavon, hat in Bern Veterinärmedizin studiert. Seit 2003 ist Stéphane Montavon Chef Veterinärdienst der Schweizer Armee. Er ist damit der fachtechnische Vorgesetzte sämtlicher Armeeveterinäre und hat die Sparte Pferd des VBS (Train und NPZ) unter sich. Seit 2005 gehört Montavon als Chef Technik der Leitung der Disziplin Springen an und hat als Co-Equipenchef die Schweizer Springreiter an viele Turniere begleitet.</p>
<p>Charles Trolliet war während 12 Jahren Präsident des SVPS.</p>
<p><a href="https://www.cofichev.ch" target="_blank" rel="noopener" title="Cofichev">cofichev.ch</a></p></div>
					
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2><strong>Das Pferd, der geborene Athlet</strong></h2>
<p><strong>Es ist auf Leistung getrimmt – von Geburt an. Die Frage ist nicht, ob sie können, sondern vielmehr, ob sie sollen?<br /></strong>Die Domestizierung des Pferdes reicht etwa 7000 Jahre zurück. Diese Domestizierung brachte verschiedene Veränderungen im Leben der Pferde mit sich, auch wenn ihr Körperbau und ihr Ethogramm weitgehend unverändert blieben. Eine dieser Veränderungen ist der geringere Bedarf an körperlicher Aktivität, sei es zur Nahrungsaufnahme oder zur Flucht vor Raubtieren. In diesem Sinne stellt die Nutzung von Pferden eine gewisse &#8222;Kompensation&#8220; für diese Abnahme dar und ist zudem für den Menschen von Vorteil, sei es in Form von Arbeit oder sportlicher Aktivitäten, sowohl in der Freizeit als auch im Wettkampf. Wenn das Leistungsniveau den eigenen Fähigkeiten des einzelnen Pferdes sowie seinem Ausbildungs- und Trainingsstand entspricht und diese Leistungen unter Wahrung des Wohlergehens und der Würde des Tieres erzielt werden, sind sie daher ethisch akzeptabel oder sogar wünschenswert.</p>
<p><strong>Die Pferde werden immer athletischer, schneller, beweglicher und die Menschheit wird fauler, langsamer und ängstlicher. Wohin führt das?<br /></strong>Ich bin mir nicht sicher, ob diese Analyse völlig richtig ist&#8230; Es stimmt, dass einige Pferderassen wegen ihrer Schnelligkeit oder Wendigkeit gezüchtet wurden, aber andere wurden wegen ihrer Widerstandsfähigkeit, ihres leichten Charakters und ihrer guten Anpassungsfähigkeit selektiert.<br />Bei den Menschen ist die Risikobereitschaft wahrscheinlich etwas gesunken, stattdessen wird eher nach Schnelligkeit gesucht, um ein Ergebnis zu erreichen, was manchmal auf Kosten der Qualität des Ergebnisses geht. Es ist hingegen nicht falsch zu sagen, dass der heutige Mensch zu einer gewissen Faulheit neigt bzw. nach Lösungen sucht, die weniger Anstrengung erfordern, auch in seiner Beziehung zum Pferd.</p></div>
			</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Dies kann dazu führen, dass die Bedürfnisse und Fähigkeiten der Pferde nicht ausreichend analysiert werden und die Tendenz besteht, entweder die eigenen Fähigkeiten zu überschätzen oder die Pferde zu vermenschlichen. Man kann auch eine gewisse Ungeduld bei der Erzielung von Resultaten feststellen, wobei manchmal die eigenen Interessen des Pferdes vernachlässigt werden. Dies kann die Qualität der Beziehung zwischen Mensch und Pferd beeinträchtigen und erfordert vom Menschen ein ständiges Hinterfragen, das sich möglichst auf wissenschaftlich belegte Fakten stützt.</p>
<p><strong>Wie wird eine Akzeptanz in der breiten Öffentlichkeit für den Pferdesport erreicht?<br /></strong>Die Domestizierung von Pferden mit dem Ziel, ihre körperlichen Fähigkeiten zu nutzen, ist sehr alt. Dies ist insofern akzeptabel, als diese Nutzung, auch im Sport, unter Wahrung des Wohlergehens und der Würde der Pferde erfolgt. Alle Akteure der Pferdebranche, seien es Reiter oder Fahrer, die Funktionäre der verschiedenen Verbände, die Sportverbände selbst sowie die pferdesportbegeisterte Öffentlichkeit müssen sich darum bemühen, diese Bedingungen zu respektieren bzw. zu verbessern wenn nötig und für ihre Einhaltung zu sorgen. Es ist auch sehr wichtig, konkret über die Maßnahmen zu informieren, die zu diesem Zweck ergriffen werden, und sich nicht auf leere Phrasen wie &#8222;Das Wohlbefinden des Pferdes ist in allen Disziplinen von größter Bedeutung&#8220; zu beschränken!<br />Die Medien spielen in diesem Prozess ebenfalls eine wichtige Rolle, indem sie es vermeiden, Praktiken, die das Wohlbefinden von Pferden beeinträchtigen könnten, in den Vordergrund zu rücken, selbst wenn dies unbeabsichtigt geschieht. Eine solche Darstellung kann den Eindruck erwecken, dass diese Praktiken erwünscht oder wünschenswert sind und sie folglich zu fördern.<br />Es ist Aufgabe der gesamten Branche, offen über die positiven Aspekte ihrer Aktivitäten zu berichten, aber auch Fehler oder Mängel zu erkennen und Korrekturmaßnahmen zu ergreifen. Diese Einstellung wird die Zukunft des Pferdesports langfristig sichern.</p>
<p><strong>Wird das Fluchttier Pferd in der heutigen Zeit zu wenig bewegt?<br /></strong>Das Pferd ist zwar ein Fluchttier, aber es ist, von Natur an, vor allem ein Tier der langsamen und langanhaltenden Bewegung, da diese Bewegung für seine Ernährung unerlässlich ist. Durch die Domestikation, bei der der Mensch das Pferd an einem bestimmten Ort füttert, wurde die Notwendigkeit der Bewegung für das Pferd eingeschränkt. Es liegt in unserer Verantwortung, den Pferden so viel Bewegung wie möglich zu ermöglichen, und ich muss zugeben, dass dies derzeit nicht immer der Fall ist. Eine korrekte Arbeit, regelmäßiger Auslauf oder Einrichtungen wie &#8222;Paddock Paradies&#8220; können diesen Mangel an Bewegung ausgleichen.</p>
<p><strong>Wird die vollendete Reiterei und das Trainieren von Pferden immer eine Kunst bleiben?<br /></strong>Wenn man bedenkt, dass eine Kunst eine Reihe von Regeln und Methoden ist, die es zu beachten gilt, ist es sicher, dass das Reiten eine Kunst ist und immer eine Kunst bleiben wird. Doch neben diesen Regeln und Methoden kommt noch eine Sensibilität gegenüber dem Partner Pferd hinzu, die ich ebenfalls als künstlerisch bezeichnen würde. Jeder Mensch und jedes Pferd ist ein Individuum mit einer eigenen Sensibilität und einem eigenen Empfinden. Und es ist unbestreitbar eine Kunstform, sie auf eine für beide Seiten befriedigende Art und Weise zusammenzubringen.</p>
<p><strong>Wie könnte eine gemeinsame breit abgestützte Zusammenarbeit aller pferdeafinen Gruppierungen aussehen?<br /></strong>Welche Aktivitäten auch immer ausgeübt werden, das Pferd, sein Wohlbefinden und seine Würde müssen stets im Mittelpunkt stehen. Das Pferd ist der gemeinsame Nenner und alle Pferdesportgruppen sollten sich daran erinnern!<br />Außerdem muss man Demut zeigen und sich selbst in Frage stellen. Man muss auch zugeben, dass die Praktiken einer anderen &#8222;Gruppe&#8220;, auch wenn sie anders oder unbekannt sind, es wert sind, beobachtet und analysiert zu werden und, wenn sie positiv sind, in die eigene Gruppe übernommen zu werden. Diese Offenheit sollte die Zusammenarbeit bestimmen.</p>
<p><strong>Was heisst ethisch korrekt gegenüber dem Pferd?<br /></strong>Der Mensch hat beschlossen, das Pferd zu benutzen, das Pferd hat nicht beschlossen, benutzt zu werden&#8230; Wie bereits gesagt, ist diese Nutzung ethisch akzeptabel, solange sie das Wohlbefinden und die Würde des Pferdes respektiert und die Belastungen, die dem Pferd auferlegt werden &#8211; Belastungen, die unweigerlich mit der Domestikation verbunden sind &#8211; durch Vorteile in Form von Sicherheit, Komfort oder Wohlbefinden ausgeglichen werden. Auch wenn das Ziel an sich ethisch akzeptabel ist, sollte man sich fragen, ob es nicht mit geringeren Belastungen erreicht werden kann, und, wenn dies der Fall ist, die weniger belastenden Maßnahmen wählen. Auch hier ist ein ständiges Hinterfragen angebracht.<br />Charles Trolliet<br />Stéphane Montavon</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2><strong>Das Pferd, der geborene Athlet<br /></strong></h2>
<p><strong>Es ist auf Leistung getrimmt – von Geburt an. Die Frage ist nicht, ob sie können, sondern vielmehr, ob sie sollen?<br /></strong>Pferde sind zwar geborene Athleten, aber nicht auf „Leistung getrimmt“. Schließlich haben alle Pferde sehr individuelle Veranlagungen und Talente. Trotz arttypischer Biologie und Physiologie sind im Hinblick zu erbringender bzw. zu erwartender Leistung sehr unterschiedliche Grundvoraussetzungen zu berücksichtigen, wie z.B. Alter, Ausbildungs- und Trainingsstand, Art der Haltung oder individuelle aktuelle Konstitution. Pferde sollen auf jeden Fall im Rahmen ihrer jeweiligen Konstitution und sportlichen Veranlagung zu körperlich vernünftigen und ethisch klar vertretbaren sportlichen Leistungen gebracht werden. Wenn das fachlich richtig im Sinne des Pferdes gemacht wird und entsprechende Pausen berücksichtigt werden, dient das ihrer physischen Gesunderhaltung und ihrem mentalen Wohlbefinden.</p>
<p><strong>Die Pferde werden immer athletischer, schneller, beweglicher und die Menschheit wird fauler, langsamer und ängstlicher. Wohin führt das?<br /></strong>Antwort: Ich teile nicht die Meinung, dass der Mensch immer fauler wird, zumindest nicht im Umgang mit dem Pferd. Entscheidend ist, dass der Reiter sich dazu ausbilden lässt, dass er die Bewegungsanforderungen, die das Pferd stellt, auch vom Sattel aus erfüllen  und ihnen gerecht werden kann. Dazu gehört eine vielseitige Ausbildung des Reiters, die ihm ermöglicht, das Pferd auch ausgiebig im Gelände bzw. in der freien Natur zu bewegen, möglichst auch mal in erhöhtem Galopptempo. Denn das Reithaus sprich Halle, ist nicht das natürliche Bewegungsumfeld des Lauf- und Fluchttieres Pferd. Der Reiter muss in der Lage sein, die jeweiligen Bewegungsbedürfnisse des Pferdes auch vom Sattel aus zu erfüllen.</p></div>
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					<h4 class="et_pb_module_header">Martin Plew</h4>
					
					<div><p>Martin Plewa ist ein Ausbilder von Pferden, Reitern und Reitlehrern. Er war leitender Bundestrainer der Vielseitigkeitsreiter im Deutschen Olympiade-Komitee für Reiterei, Goldmedaillengewinner bei Olympischen Spielen und Teilnehmer bei Welt- und Europameistern der Reiter. </p>
<p><a href="http://plewaandhorses.com/" target="_blank" rel="noopener" title="plewaandhorses">plewaandhorses.com</a></p></div>
					
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Wie wird eine Akzeptanz in der breiten Öffentlichkeit für den Pferdesport erreicht?<br /></strong>Am wichtigsten ist die Vermittlung von Wissen und Kenntnissen um das Pferd. Diese Informationen müssen auch Personenkreise erreichen, die nicht dem Pferdesport nahestehen. Wir müssen den Pferdesport den Unkundigen nahebringen und ihnen den Pferdesport besser erklären. Entscheidend ist, dass wir Pferdeleute uns als kompetente Partner verstehen und uns glaubwürdig für den Tierschutz und das Pferdewohl einsetzen.</p>
<p><strong>Wird das Fluchttier Pferd in der heutigen Zeit zu wenig bewegt?<br /></strong>Ich kann es nicht beweisen, aber ich vermute, dass die meisten im Sport eingesetzten Pferde zu wenig freie, d.h. unkontrollierte Bewegungsmöglichkeiten auf ausreichend großen Flächen haben.</p>
<p><strong>Wird die vollendete Reiterei und das Trainieren von Pferden immer eine Kunst bleiben?<br /></strong>Kunst kommt von „Können“. In dem Sinne wird gute Reiterei immer eine Kunst bleiben, die aber nie vollendet sein kann, sondern immer nur nach Vollendung streben soll. Denn als Pferdemensch lernt man nie aus. Reitkunst darf aber nicht verwechselt werden mit individueller, kreativer Kunst wie Malerei oder Musik. Eine künstlerische Freiheit kann es beim Reiten nicht geben, denn die Natur des Pferdes bestimmt die Grenzen, an denen wir uns im Umgang mit dem Pferd zu orientieren haben.</p>
<p><strong>Wie könnte eine gemeinsame breit abgestützte Zusammenarbeit aller pferdeaffinen Gruppierungen aussehen?<br /></strong>Wichtig erscheint mir ein steter gemeinsamer fachlicher Austausch, in dem es immer nur um das Wohl des Pferdes gehen kann, unabhängig von seiner Nutzung oder einer bestimmten Reitweise. Wenn das erfolgt, können wir uns im Sinne des Pferdesports zusammen und gemeinsam immer unterstützen und die Interessen nach außen vertreten, was uns zu einer besseren und gesicherteren gesellschaftlicheren Akzeptanz verhelfen wird.</p>
<p><strong>Was heißt ethisch korrekt gegenüber dem Pferd?<br /></strong>Voraussetzung: charakterliche Haltung des Menschen, Demut und Achtung; Disziplin, Selbstbeherrschung, Selbstkritik, ständige Lernbereitschaft u.a.,</p>
<ul>
<li>Übernahme von Verantwortung für das Wohl und die Zukunft des Pferdes,</li>
<li>Artgerechte Haltung und entsprechender Umgang (Orientierung an der Natur und Biologie des Pferdes; keine Vermenschlichung!),</li>
<li>Pferdegerechte Ausbildung und sportliche Nutzung,</li>
<li>Vermeiden von Überforderung,</li>
<li>Berücksichtigung individueller Veranlagungen des Pferdes,</li>
<li>Vorrang physischer Gesundheit und mentalen Wohlbefindens,</li>
<li>Vermeiden von Überforderung,</li>
<li>Verantwortung für die gesamte Lebenszeit, auch für die Zeit nach einer sportlichen oder züchterischen „Nutzung“ und für das Lebensende eines Pferdes.</li>
</ul>
<p>Martin Plewa</p></div>
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				<div class="et_pb_team_member_image et-waypoint et_pb_animation_off"><img decoding="async" src="https://passion.4my.horse/wp-content/uploads/2023/09/Robert-Strodulka.png" alt="Dr. Robert Strodulka" /></div>
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					<h4 class="et_pb_module_header">Dr. Robert Strodulka</h4>
					
					<div><p>Dr. Robert Stodulka ist Fachtierarzt für «Physikalische Medizin &amp; Rehabilitationsmedizin» und Autor zahlreicher Fachbücher. Er entwickelte sein eigenes, geschütztes Training-System für Pferde, die «Medizinische Reitlehre nach Dr. Stodulka®», lehrt an der VMU- Wien und ist ein international gefragter Experte auf seinem Gebiet</p>
<p><a href="https://www.medizinische-reitlehre.com" target="_blank" rel="noopener" title="Medizinische-Reitlehre">medizinische-reitlehre.com</a></p></div>
					
				</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2><strong>Das Pferd, der geborene Athlet</strong></h2>
<p><strong>Es ist auf Leistung getrimmt – von Geburt an. Die Frage ist nicht, ob sie können, sondern vielmehr, ob sie sollen?<br /></strong>Pferde sind als domestizierte Haustiere seit Jahrtausenden für das Zusammenleben mit dem Menschen gezüchtet und auf diese durch Selektion vorbereitet worden. Ich sehe keinen Widerspruch   zwischen der vernünftigen Nutzung unsere hochspezialisierten Haus-Sportpferde und einem damit verbundenen ethischen Umgang mit dem Tier.</p>
<p><strong>Die Pferde werden immer athletischer, schneller, beweglicher und die Menschheit wird fauler, langsamer und ängstlicher. Wohin führt das?<br /></strong>Die Menschen müssen sich für Ihre Pferde, aber auch für ihr eigenes Leben fitter machen- so einfach ist das – Alle Zivilisationserkrankungen haben sich erst in den letzten Jahrzehnten so stark etablieren können weil die Menschen wie auch die Pferde überernährt und dafür massiv unterbewegt sind</p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong>Wie wird eine Akzeptanz in der breiten Öffentlichkeit für den Pferdesport erreicht?<br /></strong>Der Grossteil der heutigen Menschen ist von der Natur und auch vom Pferd, das ja Teil unserer sozialkulturellen Entwicklung ist, sehr weit entfernt, deshalb gehört massiv aufgeklärt und scheinbar „tierschutzrelevantes“ entsprechend erklärt- Ein Pferd ohne Decke und mit Fell im Schnee friert nicht zwingend usw.<strong> </strong></p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Wird das Fluchttier Pferd in der heutigen Zeit zu wenig bewegt?<br /></strong>JA und wenn dann häufig falsch oder so, dass viele Pferde durch Unterforderung physisch und Psychisch kaputt gehen- Das geht auch mit der Unsportlichkeit vieler Menschen, die Pferde besitzen Hand in Hand.</p>
<p><strong>Wird die vollendete Reiterei und das Trainieren von Pferden immer eine Kunst bleiben?<br /></strong>JA- jeder kann, wenn er fleissig und konstant ist das Handwerk, die Campagneschule, erlernen für die Hohe Schule bedarf es weit mehr, als der Durchschnitt der Reiter in der Lage ist zu leisten.</p>
<p><strong>Wie könnte eine gemeinsame breit abgestützte Zusammenarbeit aller pferdeafinen Gruppierungen aussehen?<br /></strong>Ein Miteinander statt ein Gegeneinander wäre sinnvoll- Ansprechen von Missständen innerhalb der Gruppen und der versuch möglichst rasch interdisziplinär diese abstellen.</p>
<p><strong>Was heisst ethisch korrekt gegenüber dem Pferd?<br /></strong>Ich stelle die Präambel voran, dass wir Menschen Tiere zu unserem Vergnügen und für unsere Zwecke nutzen dürfen- Dann geht es um einen Pferdegerechten Umgang, systematischen sportlichen Aufbau wie dies z.B. die FN -Skala oder der Medizinischen Reitlehre nach Dr. Stodulka ® bietet um das Pferd für den angedachten Nutzen entsprechend optimal vorzubereiten, sodass dieses lange gesund und leistungsfähig in seiner Arbeit bleiben kann. Die Artgerechten Bedürfnisse in Haltung und Sozialleben müssen entsprechend der individuellen Disposition der Tiere befriedigt werden können.</p>
<p>Dr. Robert Stodulka</p></div>
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