Das Ausbildungsspektrum der Ecole de Légèreté kennenlernen
Am Sonntag, 14. Juni laden der französische Reitmeister Philippe Karl, sein internationales Master Teacher Team und die Schweizer Ausbildner der Ecole de Légèreté (EdL) dazu ein, das Ausbildungskonzept dieser einzigartigen Schule kennenzulernen. Unter dem Motto «Vom Jungpferd bis zur Hohen Schule» wird den Besuchern aufgezeigt, wie auch durchschnittlich begabte Pferde ohne Zwangsmittel auf artgerechte Weise bis zu den höheren Lektionen gefördert werden können.
Der Schulungsweg der Ecole de Légèreté führt zu einem vielseitig einsetzbaren Gefährten, sei es in der Dressur, im Springen, in Arbeitsreitweisen oder in der Freizeitreiterei. Das Ziel ist ein mobiles, locker und aktiv vorwärtsgehendes Pferd mit schwingendem Rücken, das jederzeit bereit ist, nach einer versammelten Aufrichtungsphase «am Zügel» in eine Dehnungshaltung «hin zur Hand» zu wechseln. In der Aufrichtung soll das Pferd weder über noch hinter den Zügel gehen. In der Dehnung soll es die Nase vertrauensvoll nach vorne nehmen und die gesamte Oberlinie strecken, ohne dabei Gleichgewicht und Rhythmus zu verlieren. Die EdL lehnt jegliche Exzesse in einer bestimmten Richtung ab. Weder soll das Pferd zwischen Hand und Bein eingezwängt und vorwärts gejagt werden, noch durch übermässige Fokussierung auf kurze, vertikale Tritte oder künstlichen Federtrab in Langsamkeit seine natürlichen Gänge verlieren. Die Leichtigkeit der Vorhand wie auch Mobilität werden durch gezielte Gymnastik und fliessende Übergänge gefördert, ohne sich auf eine fixe Haltung zu versteifen.
Philippe Karl hat in seinem Streben, einen natürlichen und pferdegerechten Ausbildungsweg ohne Zwangsmittel zu finden, einen Grossteil der Schriften und Arbeitsweisen der alten Reitmeister analysiert. Daraus selektierte der mittlerweile 79jährige Franzose dank seiner grossen reiterlichen Erfahrung und seinem intellektuellen Scharfsinn die sinnvollsten Methoden und ergänzte sie mit wissenschaftlichen Erkenntnissen der Gegenwart.
Das Resultat seiner Studien ist eine Reitlehre, welche den Respekt vor dem Wesen Pferd und seiner Natur in den Mittelpunkt stellt. Im 2004 gründete er mit der der Ecole de Légèreté (EdL) seine eigene Schule und begann nach seinem Konzept Reitlehrer auszubilden. Die wichtigsten EdL-Grundpfeiler sind der Aufbau einer Kommunikation, die nie widersprüchliche Hilfen einsetzt sowie Gleichgewicht, mentale Entspannung gepaart mit vielen Übungen zur Gymnastizierung. Die Reiterhilfen werden dem Pferd zuerst erklärt und sind so für den vierbeinigen Partner jederzeit klar verständlich.
Im 2006 erschien sein drittes Buch «Irrwege der modernen Dressur», in welchem Philippe Karl die negativen Auswirkungen der sportorientierten Kraftreiterei aufzeigt und eine klassische Alternative anbietet, deren Logik sich kein denkender Reiter entziehen kann. Damit setzte er ein viel beachtetes Ausrufezeichen in seiner unermüdlichen Mission als Botschafter für das Wohl und die Gesundheit des Reitpferdes.
Am öffentlichen EdL-Tag vom 14. Juni im Seminarzentrum Farmersplace in Kleindöttingen wird der gesamte Ausbildungsweg nach dem Konzept der EdL Schritt für Schritt in kommentierten, praktischen Präsentationen aufgezeigt und erläutert. Von der Longen- und Handarbeit über Springen bis hin zur Erarbeitung der Lektionen der hohen Schule ist alles dabei. Dazu gibt es einen Theorievortrag von Philippe Karl und die Möglichkeit, Fragen zu stellen. In einer Verlosung können die Besucher Schnupperreitstunden gewinnen.
Der EdL-Tag will nicht nur dazu beitragen, die Pferde besser verstehen zu lernen. Er bietet auch die Möglichkeit, die schweizerischen EdL-Ausbildner aus allen Regionen sowie die international tätigen Master Teacher der Schule kennenzulernen.
Sonntag, 14. Juni 2026, 9 bis 17 Uhr
Im Farmersplace, 5314 Kleindöttingen/AG
Unkostenbeitrag: Fr. 40.– (ohne Mittagessen)
Anmeldung an Renate Schneider, E-Mail oder +41 79 370 87 24 (bitte nur SMS oder WhatsApp)
Die Zuschauerplätze sind begrenzt. Eintritt nur mit Anmeldung.








