Tier oder Mensch behandeln?

von Robert W. Haas | 4. Feb. 2026 | Psychologie

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Wenn der Mensch ebenso einer Behandlung bedarf

Im Bezug auf energetische Arbeit sind der Mensch und sein Tier eine Einheit, wie Mann und Frau, Tag und Nacht oder Yin und Yang: also als unzertrennliches Paar.

Autor: Robert W. Haas, Energetische Behandlung von Tieren (zuerst veröffentlicht im 2016 auf 4my.horse)

Viele Leute fragen mich, ob es bei manchen Tieren nicht sinnvoller wäre, deren Menschen zu behandeln. Es liegt nahe, dass Menschen, welche (psychische) Probleme haben, diese zum Teil auf ihre Tiere übertragen und daher die Behandlung der Menschen fast sinnvoller als die der Tiere wäre.

Doch manchmal ergeben sich auch völlig unerwartete Situationen: Es ist mir schon passiert, dass ich die Haustiere einer sehr netten Familie behandeln durfte und bei zwei dieser Tiere ein gewisses aggressives Verhalten hätte etwas mindern sollen. Die Tiere wehrten sich jedoch gegen diese verhaltensverändernde Behandlung und ich war etwas verwundert darüber.

Ein Gespräch mit den Menschen ergab, dass die Hauptbezugsperson zu diesem Zeitpunkt beruflich sehr gestresst und daher auch zu Hause immer in Gedanken bei der Arbeit war. Eine Untersuchung mit dem Pendel bei den Tieren bestätigte dies. Die Tiere wollten wieder die Aufmerksamkeit der Hauptperson haben und rebellierten deshalb in gewissen Situationen. Ein Gespräch mit der betroffenen Person löste das Problem, da sie sich der Situation bewusst wurde und ihre Arbeit nicht mehr mit nach Hause zu ihren Tieren nahm. Bei Ihren Tieren lebt sie wieder im hier und jetzt.

Tiere können auch mal ärgerlich sein

Die Erlaubnis des Tieres oder des Menschen?

Während meiner Ausbildung lernte ich, dass man Tiere nur mit der Erlaubnis ihrer „Besitzer“ behandeln darf. Das erschien mir immer als selbstverständlich, doch ist dies auch eine Regel unserer menschlichen „Besitz-Gesellschaft“.

Eigene Lebensregeln

Ich selbst – oder mein Pendel – betrachten dies jedoch als ebenso normal wie das Einverständnis des Besitzers. Ein Tier ist kein Objekt, sondern ein Lebewesen mit seinen eigenen Lebensregeln. Ich stelle mich deshalb immer zuerst dem Tier vor und teile ihm energetisch mit, was meine Absichten sind. (Manchmal zeigt mir ein Tier auch, dass es Hilfe benötigt und da ist diese Frage natürlich bereits beantwortet.)

Wenn die Tiere eine gute Absicht spüren (und sie spüren es wirklich!), öffnen sie sich mir und meinen Behandlungen meistens. Ist der „Besitzer“ anwesend, geht es noch besser, denn das Tier vertraut ihm und daher dann auch mir. Es ist wie wenn ein Erwachsener sein Kind zum Arzt bringt: das Kind vertraut dem Entscheid von Vater oder Mutter. (Wenn ich meine Katzen zum Tierarzt bringen muss, bezweifle ich diese Ansicht jedoch des Öfteren.)

Mensch und Tier als Vertrauenseinheit

Nach diesen ersten zwei Erkenntnissen betrachte ich Mensch und Tier immer mehr als eine Einheit, wie Mann und Frau, Tag und Nacht oder Yin und Yang: also als unzertrennliches Paar.

Einen Menschen kann ich alleine behandeln, doch bei einem Tier ist die Anwesenheit „seines Menschen“ wirklich wichtig (leider nicht immer möglich). Es ist eine Vertrauensbasis und das Tier spürt sofort ob ich eine gute Verbindung zu „seinem Menschen“ habe oder nicht. Die meisten Tiere wollen mich auch immer zuerst beschnuppern (Kann ich den Typen da riechen?, sagen wir Menschen ja auch) und das ist richtig und wichtig: damit spüren sie instinktiv, ob wir miteinander auskommen werden. Sollte es einmal zu einer Ablehnung kommen, so muss ich dies akzeptieren, so schmerzhaft dieser Moment auch sein mag.

Das Vertrauensdreieck

Tiere und Ihre Menschen sind also irgendwie eine Einheit, die es zu wahren gilt. Es geht nicht nur um die Information die ich vom Menschen verbal erhalte – und die wichtig ist – sondern um den temporären Aufbau eines Vertrauendreiecks Tier-„Besitzer“-Behandler. Beim Erwachsenen, welcher mit seinem Kind zum Arzt geht, ist es doch auch nicht anders! Und wenn wir einen Tierarzt für unser Tier benötigen doch auch nicht. Der „Tierbesitzer“ wird auch nach der Behandlung weiterhin viel Zeit mit „seinem“ Tier verbringen. Ich als Behandler jedoch nicht.

Daher ist es mir besonders wichtig, dass diese Person gut informiert ist und die Veränderung oder allfällige Genesung verfolgen kann. Ich arbeite auf einer anderen Ebene als ein Arzt oder Tierarzt (und kann keinen der zwei ersetzen!), doch mit der gleichen Vertrauensbasis wie dieser. Und: Vertrauen ist eine reine Gefühlssache und dabei sind uns die Tiere bei weitem überlegen!

Ich heile nicht – ich behandle

Genauso wie ich von Vertrauen oder von Erlaubnis spreche, sage ich auch, dass ich nicht heile, sondern behandle. Ein gebrochenes Bein wird mit einer Fixierung (Gips oder Schiene) behandelt. Geheilt ist es aber damit noch nicht: Die Heilung kommt nicht vom Behandler! Solange ich Tiere oder Menschen behandle muss ich demütig bleiben und mir immer wieder dieses Beispiel vor Augen führen.

Vertrauen bedeutet nämlich auch, dass man nichts Unerwünschtes macht oder keine unhaltbaren Versprechen abgibt. Ich behandle und hoffe, dass dadurch die Genesung positiv unterstützt wird. Sehr oft geschieht es so, doch manchmal tritt die erhoffte Wirkung auch nicht ein. Da braucht es viel Demut, um zu akzeptieren, dass die Heilung nicht von uns kommt. Verbesserungen bewegen mich jedoch dazu, weiter zu behandeln, denn die positiven Erfahrungen sind unbeschreiblich schöne Gefühle.

Und was gibt es Schöneres als mit Gefühl zu behandeln und Erfolge zu sehen? Oder sollte ich sagen: „zu spüren“?

Robert W. Haas / Energetische Behandlungen von Tieren / www.ebvt.ch

Robert W. Haas, der Autor des wunderbaren Buches "Der Tierheiler"

Healing Touch for Animals® von Robert Haas ausgeführt
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