Bremsen, Fliegen und Mückenzeit!
Ein Hausrezept von Berni Zambail
Berni Zambail hat uns bereits 2017 verraten, mit welchen Zutaten er den Bremsenspray für seine Pferde selber herstellt.
Seit Jahren stellen wir den Insektenspray selbst her. Gerne teilen wir mit Euch unser Rezept:
Rezept
- 1 Liter Schwarztee
- 1 Liter Apfelessig
- 2 Knoblauchzehen gequetscht
- 1 Zitrone
- 4 ml Teebaumöl*
- 4 ml Nelkenöl*
- Nach 24h: 3-4 Liter Wasser zum Verdünnen
Als Basis werden schwarzer Tee und Bio-Apfelessig im Verhältnis 1:1 gemischt.
Zusammen mit den weiteren Zutaten wird alles aufgekocht und 24 Stunden stehen gelassen. Dieses Konzentrat wird anschliessend abgesiebt, mit bis zu 4 Litern Wasser (wir nehmen nur 3 Liter) verdünnt und gut verschüttelt. In Sprühflaschen abfüllen und schon ist der Insektenspray fertig!
Wirkt gut – ohne Giftstoffe!
Achtung: Vor Gebrauch immer gut schütteln und nicht ins Gesicht und auf die Geschlechtsteile sprühen!
Kokosöl für die empfindlichen Partien
Organisches Kokosöl kann sehr gut rund um die Geschlechtsteile und das Gesicht gebraucht werden. Kokosöl hat hautpflegende Eigenschaften und kann vor Zecken schützen.
Zusatz-Tipp
Gegen Juckreiz und Stiche hilft sehr gut, das Pferd mit einer Mischung aus Wasser mit Obstessig im Verhältnis 1:1 abzuwaschen. Der Juckreiz wird damit gelindert und Stiche heilen besser ab. Der Geruch hält auch die Insekten etwas fern. Zudem mögen es die Pferde und es ist sehr hautverträglich.
Mit dieser Mischung wasche ich nach der Arbeit auch die Sattel- und Gurtenlage ab. Dies ist übrigens ein Tipp von den alten Stallmeistern, sie haben die Sattel/Gurtenlage vielfach mit Essigwasser abgewaschen, weil es auch vorbeugend für Schwellungen etc. sein soll.
Warum wirkt das Rezept eigentlich?
Unser Rezept entstand aus der Praxis und wurde über Jahre erfolgreich eingesetzt. Interessant ist, dass verschiedene Studien und Erfahrungsberichte der letzten Jahre einige der verwendeten Zutaten als besonders wirksam gegen Fliegen und Bremsen beschreiben.
- Apfelessig verändert den Körpergeruch und wird von vielen Insekten gemieden.
- Knoblauch wird seit Jahrzehnten in der Pferdehaltung eingesetzt. Viele Pferdehalter berichten von einer reduzierten Insektenbelastung.
- Nelkenöl enthält Eugenol, das auf viele Insekten abschreckend wirkt.
- Schwarzer Tee liefert Gerbstoffe und einen intensiven Eigengeruch.
- Zitrone bringt zusätzliche ätherische Duftstoffe ins Gemisch.
Wer empfindliche Pferde hat, kann die Konzentration der ätherischen Öle reduzieren oder zunächst an einer kleinen Hautstelle testen.
Für empfindliche Bereiche
Für Gesicht, Augenpartie und Geschlechtsbereich hat sich weiterhin Kokosöl bewährt. Es pflegt die Haut und kann gleichzeitig dazu beitragen, Insekten fernzuhalten.
Warum wir bis heute bei diesem Rezept geblieben sind
Nach wie vor verwenden wir hauptsächlich das oben beschriebene Rezept. Es lässt sich mit einfachen Zutaten herstellen, riecht angenehm und hat sich bei unseren Pferden über viele Jahre bewährt.
Mögliche Ergänzungen
Einige Pferdehalter ergänzen ähnliche Rezepte heute zusätzlich mit:
- Lavendelöl
- Citronellaöl
- Eukalyptusöl
- Pfefferminzöl
Diese ätherischen Öle werden von vielen Insekten gemieden und können den Schutz zusätzlich unterstützen. Da Pferde unterschiedlich reagieren, empfiehlt sich jedoch immer ein vorsichtiger Test auf einer kleinen Hautstelle.
Was möglicherweise besonders wirksam ist
Interessanterweise gelten heute vor allem folgende Bestandteile als die eigentlichen „Arbeitstiere“ vieler Hausrezepte:
- Apfelessig
- Nelkenöl
- Citronella
- Knoblauch
Sie finden sich in zahlreichen selbstgemachten Fliegensprays wieder.
Unsere Erfahrung
Das Rezept wurde ursprünglich nicht entwickelt, um wissenschaftliche Studien zu erfüllen, sondern weil wir etwas Einfaches, Natürliches und Bezahlbares suchten. Entscheidend war für uns immer die praktische Wirkung im Stallalltag. Dass viele der verwendeten Zutaten heute auch in modernen Natur-Insektensprays zu finden sind, bestätigt unsere damaligen Erfahrungen auf interessante Weise.








