Der 5. Open Day der Ecole de Légèreté (EdL) Schweiz war mit 200 Besuchern ausverkauft und ein voller Erfolg. Der Anlass vom 14. Juni im FarmersPlace Kleindöttingen zeigte eindrücklich das grosse Interesse an einer pferdegerechten und fundierten Reitausbildung.
Der Tag bot ein lehr- und abwechslungsreiches Programm. Als Einstieg hielt Philippe Karl einen seiner einzigartigen Theorievorträge – dieses Mal zum Thema «Takt in der Reitkunst». Dabei erläuterte er die Bedeutung des Taktes für die Gesunderhaltung und Ausbildung des Pferdes. Eine seiner Kernaussagen war: «Es gibt zwei Arten von Takt. Den einen kann man sich durch die Anschaffung eines gut gezüchteten Leistungspferdes kaufen; den anderen kann man durch korrekte Schulung eines weniger mit Gängen begnadeten Vierbeiners erarbeiten. Seine Ausbildungsmethoden hinterfragen muss man, wenn sich der Takt – vor allem beim Schritt – im Laufe der Zeit verschlechtert.». Der Vortrag stiess auf grosses Interesse und regte zu spannenden Gesprächen unter den Besuchern an.
Mit seiner Leidenschaft für wissenschaftliche Grundlagen gepaart mit seiner Gabe, komplexe Zusammenhänge einfach zu erklären und seiner langjährigen reiterlichen Erfahrung, prägt der französische Reitmeister bis heute die Philosophie und Ausbildung der EdL. Seit vielen Jahren setzt er sich für eine faire Partnerschaft zwischen Mensch und Pferd ein. Aus diesem Grund gründete er im Jahr 2004 die Schule der Ecole de Légèreté und begann nach seinem Konzept in aller Welt Reitlehrer auszubilden. In der Schweiz gibt es mittlerweile fünf Teachergruppen.
Im Praxisteil der Veranstaltung zeigte eine Formation von acht Reitlehrern den Besucherinnen und Besuchern der Ausbildungsweg vom Jungpferd bis zur Hohen Schule auf. Vorgestellt wurden Longieren ohne Hilfszügel, Handarbeit, gymnastisches Basisreiten, höhere Lektionen mit Schulschritt, Piaffe, Passage, fliegenden Galoppwechseln sowie Springen. Die Vorführungen wurden von fachkundigen und verständlichen Erklärungen der international tätigen Master Teacher begleitet und machten deutlich, wie die unterschiedlichsten Pferdetypen durch eine systematische, verständliche und respektvolle Ausbildung optimal gefördert werden können.
Dabei wurde deutlich, dass die Ecole de Légèreté ein Ausbildungskonzept anbietet, das die individuellen biomechanischen Möglichkeiten jedes Pferdes respektiert und dessen körperliches wie auch mentales Wohlbefinden in den Mittelpunkt stellt. Ziel ist stets eine feine Kommunikation, Leichtigkeit und Harmonie zwischen Pferd und Reiter. Die EdL richtet sich bewusst an alle Pferderassen und will sich nicht spezialisieren. In den einzelnen Vorführungen waren denn auch verschiedenste Züchtungen vertreten: der Lipizzanerwallach «Divino», die Quarterstute «Greenie», die Freibergerstute «Luna», der Shagya Araber «Janosh» sowie die Warmblüter «Belissima», «Casino Royal», «Dyon», «Luma» und «Solea».
Die durchwegs positive Stimmung, die hohe Besucherzahl und das grosse Interesse an den Präsentationen machten diesen EdL-Tag zu einem besonderen Erlebnis. Zahlreiche Feedbacks bestätigten den gelungenen Anlass: «Gute Erklärungen, sehr spannend und vielseitig, viel Witz, lächelnde Gesichter und zufriedene Pferde. Hohes Niveau ohne Überheblichkeit. Super organisiert».
Erwähnenswert ist abschliessend auch das tolle, überaus kollegiale Teamwork der EdL-Reitlehrerinnen und -Reitlehrer aus der ganzen Schweiz, das diesen Anlass erst ermöglichte. Egal ob aktiv reitend oder bei den vielen Nebenaufgaben helfend im Einsatz, egal ob bereits mit Lizenz oder noch in der Grundausbildung, alle spendeten für die Zuschauerverlosung zum Abschluss des Tages eine Gratisreitstunde.
Weitere Informationen zur Schule finden sich unter:









