Hexen oder Beautyqueens

von Beatrice Hohl | 16. Juni 2024 | Kolumne | 0 Kommentare

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Was geht da in den Reitställen vor sich?

Autorin: Steffi Schmidt (sponsored Content)

Wir alle kennen diese Mädchen, immer gestylt, die eigenen Klamotten abgestimmt auf die Bandagen und die Satteldecke des Pferdes. Während ich in meinen alten Stallklamotten in der Box stehe und ausmiste, frage ich mich:

Wie zum Teufel machen die das? Und auch, warum?

Mädchen im Kleid auf Pferd

Ich bin eher der Typ funktional. Bloß nicht die neue Hose beim Arbeiten im Stall kaputt machen, die ausgelatschten Turnschuhe und das T-Shirt mit dem Loch reichen doch aus, um mich bei der Stallarbeit nicht nackt dastehen zu lassen.

Aber schon lange hat die Modewelt Einzug gehalten in die Reitställe. In vielen Foren wird über Aufbewahrungsmöglichkeiten von Schabracken diskutiert. Ähm, meine liegt unterm Sattel, da gehört sie doch auch hin, oder? Und wenn sie kaputt ist, kommt sie in den Müll, und ich kaufe mir eine Neue. Zugegeben, ich mag auch schöne Schabracken. Aber ich sammle schon Punkte (in Flensburg und auf meinem Paybackkonto), da fehlt mir die Intension für eine weitere Sammelleidenschaft.

In diesen besagten Foren gibt es Bilder von Schabrackenschränken, die sind größer und voller als mein eigener Kleiderschrank. Bei solchen Bildern hab ich Dollarzeichen in den Augen. Was das alles kostet…!!

Natürlich gibt es auch immer mal günstige, schöne Schabracken zu kaufen, wo ich dann auch nicht widerstehen kann; ich bin ja auch nur ein Mädchen. Aber die machen dann auch optisch nicht so viel her, wenn ich die wunderschöne mintgrüne Schabracke mit meinen einzigen, roten Bandagen kombiniere und mit meinen dreckigen Klamotten auf meinem dicken Kaltblut sitze. Aber mir gefällt’s!

Zurück zu den Modemädchen. Wir alle kennen sie, an der Bande stehend und lästernd, am langen Zügel durch die Halle schlendernd und tratschend. Wann zum Teufel misten die eigentlich ihre Boxen? Und wie schaffen die das, grad jetzt im Frühling, so haarfrei rumzulaufen? Ich hab nach einmaligem Anfassen meines Pferdes eine Hand wie ein Affe. Nach dem Putzen gehe ich im Partnerlook mit meinem Pferd und kann mein altes Kopfkissen mit dem Berg von Haaren füllen. Aber diese Mädels riechen immer noch nach dem Sternschnuppenshampoo mit Einhorn drauf und kein Pferdehaar klebt an ihrer karierten Reithose.

Sind das Hexen? Wie lautet der Zauberspruch?

Da stubst mich mein Pferd an (Notiz an mich: KEINE weißen T-Shirts in der Rote Beete Zeit) und ich weiß wieder, warum ich es genau so mag, wie ich es mache: Weil er keinen Schabrackenschrank braucht, solange ich genug Möhren in der Tasche habe und er mich liebt, auch wenn ich stinke.

 

Mit dem weissen T-Shirt im Stall

 

Aberglaube

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