Wildpferde und Urkräfte in Patagonien
Was wir davon lernen können
Ich soll ein Wildpferdereservat in Gang setzen, damit die Freiheit leben darf. So hiess es. Von oben. Sozusagen ist diese Botschaft mir auf den Kopf gefallen. Allerdings zeigt mir die geistige Welt ihre Aufforderungen oft durch Botschaften der Pferde. Die sind nicht immer schön, aber sie haben einen Sinn.
Was heisst das denn: «Damit die Freiheit leben darf?» Auf jeden Fall werden mir meistens Metaphern gezeigt oder gesagt. Ganz klar geht es um unsere innere Freiheit. Aber die hat eben mit dem Entdecken der Urkräfte zu tun, was um einiges schwieriger ist in einem bequemen 1. Welt-Land. Da sind diese Kräfte schon lange nicht mehr gefragt beziehungsweise vermeintlich nicht mehr nötig. Stimmt aber nicht. Im Gegenteil.
Gerade in so einem Land, wo man so viel Komfort und Luxus hat, und es gar nicht mal wirklich so wahrnimmt, da stumpfen viele Menschen ab und verwandeln sich in einen Komfortzonen-Roboter. Dieser ist aber nicht glücklich oder fröhlich. Er funktioniert noch. Aber er lebt kaum mehr, oder nicht mehr in Verbindung mit seiner Essenz. Wenn Kontrolle die Oberhand nimmt oder Methoden und konditionierte Wahrheiten, dann entfernt man sich von seinem Selbst, von den Urkräften und vom «Universum». Man ist nicht in seiner Kraft und kann auf der Erde nicht umsetzen, für was man hergekommen ist.
Wieso erzähle ich das?
Das hat mir ein Ereignis in Argentinien klar aufgezeigt. Wie das so ist, auch mit urindigenen Menschen wieder in Kontakt zu kommen. Mit solchen,wo die Urkräfte, die uns vom Universum geschenkt wurden, noch voll aktiv sein müssen. Denn sonst überleben diese Menschen nicht. Sie leben noch so, wie wir vor einem Jahrhundert gelebt haben. So sind sie es gewohnt, so sind sie aufgewachsen und ein Badezimmer, welches wir an die Hütte gebaut haben, wollen sie nicht benutzen. Mit Pferden gehen sie so um, wie es früher üblich war. Das ist nicht immer schön, aber für sie wichtig. Denn ein Pferd ist ein Überlebensinstrument, um auf diesen enorm grossen Flächen Kühe oder Schafe zu züchten, treiben, Pumas oder andere Tiere töten, ins Dorf einkaufen gehen und alles erledigen, was zum Überleben notwendig ist.
Auf der Estancia (Farm), wo ich vom Besitzer hin gebeten wurde, weil er weiss, wie fein ich mit Pferden umgehen und kommunizieren kann, habe ich nach 2 Tagen direkt mit seinen indigenen Gauchos zu tun gehabt – als Frau. Ich kenne die Situation in dieser urigen Männerwelt zwar schon Jahrzehnte, aber immer kommt wieder mal was neues dazu, was ich erkennen soll. Für sie bin ich wie ein Hollywood-Film, den sie noch nie gesehen haben. Denn eine Frau, dann noch blond, hat doch mit Pferden nichts am Hut…
Als ich ankam hiess es, man würde Wildpferde in den Korral treiben. Ob ich mitreiten wolle.
«Klar», sagte ich. Mit einer ganz anderen Vorstellung dahinter, als sich mir zeigte.
Also ritt ich mit fünf jungen Gauchos der Wildnis entlang. Das Landstück des Besitzers, wo sie angestellt sind, ist 25 000 Hektaren gross. Ungefähr zwei Schweizer Kantone.
«Nur» einen Teil davon ritten wir ab, denn es hatte verschiedene «Weiden», die auf dem Land eingezäunt waren. Und die Wildpferde waren eben auf dieser.
Lange fanden wir keine Pferde, zwischen Felsen und Hochebenen und weiter Flur. Alle gingen wir in andere Richtungen und galoppierten ein paar Pferden nach, die wir entdeckten. Es gelang nicht, sie entkamen. Bis auf zwei, drei, die völlig erschöpft waren und wir dann zum Korral trieben. Dann grillten wir Fleisch – wie das so ist – ich verabschiedete mich und ging zum Haupthaus auf der Farm. Irgendetwas stimmte nicht für mich.
Nach einer Weile hörte ich einen Lastwagen anfahren, in dem ein paar Pferde hin und her rumpelten. Die Wildpferde wurde zu den Korrals beim Haupthaus gebracht. Nach einem weiteren Moment hörte ich Schreie und viel Krach. Ich ging raus. Eines der Wildpferde wurde mit dem Lasso eingefangen. Die Männer schrien auf es ein, es stieg und versuchte sich zu wehren. Ich konnte leider nicht gegen steuern und ging wieder rein. Dann war es ruhig. Nach einer Weile ging ich wieder raus, um zu schauen, was da war. Das Wildpferd wurde geschlachtet. Zum Essen. Denn die indigenen Männer sind sich gewohnt, alles zu essen, was über den Weg läuft. Um zu überleben. So sind sie auch aufgewachsen.
Das neue Projekt
Ich brauchte die ganze Nacht, um es zu begreifen, warum ich genau jetzt hier hin bestellt wurde, und was ich hier zu tun hatte.
Am Morgen stand ich auf und begriff, dass ich nun das Projekt umsetzen soll, von dem ich schon über 10 Jahre rede: ein Wildpferdereservat zu machen, wo Wildpferde einfach leben dürfen, ohne Gegner sein zu müssen von Kühen oder Menschen. Weil sie Gras fressen.
Auf den meisten Farms in Argentinien werden diese abgeschlachtet, so wie es geht. Das ist auch in Nordamerika ähnlich. Da ich aber die unglaublich Urkraft, die in den Wildpferden noch lebt, und auch in den Zellen der domestizierten Pferden gespeichert ist, gerne anders «nutze» als zum Essen, habe ich dieses Projekt in Gang gesetzt.
Mit Wildpferden gebe ich schon viele Jahre Kurse, um Menschen beizubringen, was die Essenz der Pferde ist, wie man ihr begegnet, und dass man danach auch ganz anders versteht, was domestizierte Pferde sind. Und auch ganz anders, viel authentischer mit ihnen umgehen kann. Und mit sich selbst.
Denn in einer Begegnung mit einem Wildpferd in der unglaublichen Weite von Argentinien oder anders gesagt – in einem echten Wild-West-Film – lernt man seine eigene Essenz und Kraft unweigerlich kennen. Dieses Erlebnis kann ich in Europa nicht bieten.
Nun bin ich mit dem Estancia Besitzer daran, ein neues Landstück zu kaufen, wo diese Pferde dann hingetrieben werden, und in Ruhe leben dürfen. Einige werden ab und zu geholt, um einzureiten, weil auf der Estancia mit ein paar tausend Kühen und Schafen Pferde eben gebraucht werden. Den Gauchos zeige ich einen feineren Umgang mit den Pferden, was eine grosse Herausforderung für mich ist als Frau. Aber auch das ist möglich.
Dieses grosse Projekt kann gut Hilfe gebrauchen, oder Unterstützung, damit es in Gang kommt. Man kann ein Wildpferd adoptieren, einen Adoptionsbetrag pro Monat bezahlen, und es auch mal besuchen kommen mit mir zusammen. Natürlich könnte man auch Stunden über Stunden mit einem Pferd hin reiten, falls es gewünscht ist.
Von meiner Seite her, weil ich auch feinstofflich mit Pferden reden kann, biete ich ein Gespräch an mit seinem Adoptionspferd. Pferde erzählen dir immer viel über deine Essenz, benutzen dein «Seelenradio» dazu, wo du deine innere Wahrheit hast und wie du sie leben kannst.
Zusammengefasst zum Projekt:
Die Urkräfte und Essenz der Pferde live erleben, und die eigene auch – in Patagonien. Wildpferde frei leben lassen und dabei die eigenen auferlegten Realitäts-Konditionierungen hinterfragen.

Caroline Wolfer
Erfahre mehr über Carolines Arbeit:
Oder ruf Caroline an: +41 79 423 7004











